Autor Thema: Molokai – nein danke  (Gelesen 32142 mal)

Offline Byni

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Re: Molokai – nein danke
« Antwort #20 am: 19. August 2018, 10:54:08 »

Weiter so.
Vielleicht kannst Du auch noch etwas zum Condo sagen, danke.

Gerne, Karin. Das Condo befand sich im Wavecrest Komplex im Gebäude C, (C309) und wir waren sehr zufrieden, Preis und Leistung stimmten. Die Wohnung war sauber und gut eingerichtet. Die Küche hatte wirklich alles Nötige und auch ein paar Gewürze, Tee usw.
Obwohl die Anlage recht gut gebucht war (man sah es an den vielen Fahrzeugen auf dem Parkplatz) gab es mit anderen Mietern keine Störungen, alles war ruhig und entspannt. (Ausnahme war eine Situation, wo sich zwei Männer in die Haare kriegen. Mein Mann beobachtete das - binnen kürzester Zeit war die Polizei da.) Da wir tagsüber unterwegs waren, haben wir nicht viel mitgekriegt.
Die Pool-Zeiten (9am-9pm) waren nicht für uns gemacht. Wir hätten gern am frühen Morgen eine Runde gedreht, aber dann war abgeschlossen. :(
Aber das ist eigentlich schon das Negativste, was ich berichten kann. Die Anlage war sehr gepflegt, die Ausblicke traumhaft. Wir haben es sehr genossen.



Das war der Sonnenaufgang an unserem ersten Morgen. Der Jetleg trieb uns früh aus den Federn.
(Juhu ich kriegs hin mit den Fotos.)
Liebe Grüsse
Bine

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Re: Molokai – nein danke
« Antwort #21 am: 19. August 2018, 11:07:44 »
Danke, ihr Lieben für die aufmunternden Worte. Ich werde mich bemühen weiter gaaanz langweilig zu berichten.
Zunächst ein Eindruck vom Condo, das ein wunderbares King-Size-Bett hatte. Die vorhandene AC haben wir nicht genutzt. die Fans reichten uns völlig.
Der Blick vom Lanai (s.o.) war traumhaft über einen gepflegten Garten mit Palmen und Plumerias aufs Meer hinaus Richtung Maui - zum ewig dort sitzen.
Kostenmässig war es sehr gut ca. 850,- für eine Woche. Der Kontakt zu den Vermietern lief über freundlich über Email, sie schickten eine genaue Beschreibung und einen Türcode, lief alles sehr entspannt.





Liebe Grüsse
Bine

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Re: Molokai – nein danke
« Antwort #22 am: 19. August 2018, 13:40:33 »
Montag auf Molokai:
Ich schlief die erste Nacht auf Molokai wie ein Stein, wachte aber sehr früh auf. Wir stromerten kurz nach Sonnenaufgang durch den Garten und die angrenzende Wiese, scheuchten ein paar Vögel auf und erkundeten, ob der Strand wirklich so schlammig wäre, wie beschrieben worden ist. Ja, leider. Von ferne sah das Wasser so verlockend aus, aber nach ein paar Schritten war klar: hier wird’s nichts mit baden. Also versuchten wir noch zum Pool zu gelangen, aber keine Chance, das Code-Schluss funktioniert offensichtlich Zeitschaltung.
Da wir essenstechnisch noch nicht gut ausgestattet waren, beschlossen wir, in der Kanemitsu-Bakery zu frühstücken. Gesagt, getan. Nach ca. 20 Minuten Fahrt waren wir wieder in Kaunakakai, parkten das Auto direkt vor dem Local und trauten uns hinein in die sehr gut gefüllte Stube. Wir entdeckten einen freien Tisch und versuchten uns erst mal zu orientieren, was essen die Leute, was gibt die Karte her? Der Laden brummte, die Einheimischen verdrückten riesige Portionen, mehrere Teller voll mit Suppe oder Eiern mit Speck... Ok, wir entschlossen uns zu einem leichteren Frühstück, Papaya, french toast, Rührei, Blaubeer-Pancake und Kaffee. Es blieb uns reichlich Zeit, die Szenerie zu beobachten. Die älteren asiatischen Damen vom Service flitzten hin und her, brauchten aber dennoch recht lange, bis wir zu unserem Essen kamen. Wir übten uns in Geduld und in der Beherzigung des Spruchs: Slow down - it’s Molokai. Wir sind ja im Urlaub, nichts hetzt uns... (ausser dem verinnerlichten Tempo, auf das wir Mitteleuropäer genormt sind). Also, bewusst durchatmen und einen Gang tiefer schalten und mitschwingen... Zufrieden und satt verliessen wir die Bakery, die ja eine Institution auf der Insel ist. Nun gut, ganz so sehr konnten wir das nicht nachvollziehen, das Essen war gut, aber nicht überragend, die Kneipe war seit Ewigkeiten nicht mehr renoviert worden... und in den hinteren Teil mit den WCs mochte man sich eigentlich nicht verirren.

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Bine

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Re: Molokai – nein danke
« Antwort #23 am: 19. August 2018, 13:46:33 »
Anschliessend statteten wir dem Friendly Market einen Besuch ab und besorgten uns ein paar Lebensmittelvorräte. Die nächsten Morgenessen werden wir auf unserem herrlichen Lanai zelebrieren. Nachdem wir die Einkäufe im Condo verstaut hatten, packten wir die Kühltasche mit Proviant für den Tag und machten uns wieder auf Inselerkundungstour. Diesmal ging’s Richtung Inselmitte. Wir hatten vor, ganz tourimässig beim Post- a -Nut eine Kokosnuss auf die Reise zu schicken. (Übrigens – sie kam sagenhaft schnell in Hamburg an. Es dauerte nicht einmal eine Woche!)
Danach zog es uns nordwärts, wir schauten bei Molokai Coffee vorbei und weiter ging’s zum Kalaupapa-Lookout. Wir stromerten durch den Wald und besuchten jenen Riesen-«Phallus», der zu den Attraktionen der Insel gezählt wird. Die Ausblicke auf die Halbinsel waren eindrücklich und wunderschön, aber müssen wir wirklich dorthinunter? Irgendetwas in uns sträubte sich dagegen. Weder Mule-Ride (?machbar?), noch Wandern (sehr anstrengend), noch Hinfliegen (teuer) reizten uns, wir hatten genug über die Geschichte gelesen und wollten die verbliebenen Bewohner nicht stören.







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Bine

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Re: Molokai – nein danke
« Antwort #24 am: 19. August 2018, 13:58:04 »
Zu erwähnen ist, dass die Mittagssonne hochstand und unser Aktivitätslevel eher gering war. Also beschlossen wir, weiter zu machen mit «Autowandern». Ich überzeugte meinen Liebsten, dass der Weg zum Mo’o’momi Beach durchaus machbar ist mit unserem kleinen 4x4 Wrangler. «Dann fährst du aber.» war sein Kommentar. Ok, Byni war nicht bange: auf geht’s. Die Strecke trieb mir auf den ersten Metern schon den Schweiss auf die Stirn, aber als ich mich dann eingegrooved hatte, stieg der Spassfaktor mächtig.
Der Weg ist mit Allrad durchaus befahrbar (für die Vorsichtigen: Wer die ganze Strecke lieber Wandern will, muss sehr sonnenfest sein. Zu Fuss zieht es sich sehr!). Die Landschaft war genau das, was wir gesucht hatten: Natur pur, Einsamkeit, auf dem Hinweg keine Menschenseele. Zum Glück war es offensichtlich trocken gewesen und von den gefürchteten Schlammstellen keine Spur.









Als wir am Beach ankamen, erkundeten wir zunächst die Umgebung, suchten Wege, die aber im dornigen Busch abrupt endeten, um nach einer Weile festzustellen, dass es zum Wandern einfach viel zu heiss war. Die Sonne brannte und wir brannten auf eine Abkühlung.
Am Beach gibt es sogar einen Pavillon mit WC und Aussendusche. Wir intensivierten den Sonnenschutz, zogen die langärmeligen Swimmshirts an und gingen ins Wasser. Zum Glück waren dort schon zwei Frau mit Kindern, so dass wir uns in die Brandung wagten. Die Strömung war sehr stark und wie man in diesen Wellen entspannt schnorcheln wollte, konnte ich mir überhaupt nicht vorstellen. Hinter einem riesigen Stein, der der Brandung trotzte, war es aber sehr angenehm zum Baden. Nach einem Päuschen im Schatten erkundeten wir die Küstenlinie in östlicher Richtung. Meine archäologische Neugier erwachte bei einigen Steinhaufen, die in aufgeschichteten Linien dortlagen, ? ein Heiau???. Die Ausblicke auf die zerklüftete Küsten und die tosenden Wellen war herrlich.
Erschreckend waren andererseits aber auch die Plastikanschwemmungen. Der Müll des Pazifiks fand sich unübersehbar an mehreren Stellen. Ich habe es in Fotos dokumentiert.

Als der Nachmittag später wurde, machten wir uns auf den Rückweg und hatten unterwegs nun ganz andere Lichtverhältnis, sehr schön zum Fotografieren. Uns begegneten einige Einheimische in ihren Trucks, sie wollten den Tagesausklang offensichtlich am Strand geniessen. Wir machten uns noch weiter auf in Richtung Mauna Loa, in der Hoffnung dort noch ein kleines Lokal zum Abendessen zu finden. Leider Fehlanzeige. Der Ort lag nach 18 Uhr fast wie ausgestorben da und bietet wirklich nichts Besonderes. Es gab wohl mal ein Kino, das aber seine guten Zeiten lange hinter sich hat. Die wenigen Läden waren längst geschlossen, so dass wir auch zu vielgerühmten «Kite-Factory» nichts sagen können. Wir fuhren durch einige Wohnstrassen, fragten nach, aber da der «Supermarkt» gerade geschlossen hatte, gab es keine Möglichkeit mehr, etwas zu essen zu bekommen. Kein Problem, wir hatten ja eingekauft und konnten auch «zuhause» essen. Schon recht müde machten wir uns auf den Weg zurück und nahmen noch ein paar schöne Fotoeindrücke mit.

Liebe Grüsse
Bine

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Re: Molokai – nein danke
« Antwort #25 am: 19. August 2018, 14:13:07 »
Fortsetzung: Montag



Bei den weiten Blicken in die Ferne, sollte man die schönen Details nicht aus dem Auge verlieren.



Wer gerade die Schönheit dieses Fleckchens Erde geniesst, wird durch diese Tatsachen leider wieder in die Realität katapultiert.



Mit der Sonne im Rücken wirkt der Rückweg wieder ganz neu.



Mensch, was war ich froh, als die Jungs auf die schrägere Seite der Piste ausgewichen sind.


Das letzte Bild des Tages vom Kamehameha Coconut Grove in Kaunakakai.
Liebe Grüsse
Bine

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Re: Molokai – nein danke
« Antwort #26 am: 19. August 2018, 15:48:50 »
Dienstag: Wandern im Kamakou Preserve

Für alle die das Wandern lieben, kommen die folgenden Ausführungen. Wer lange Anfahrtswege auf offroad-Pisten scheut, darf diesen Tag getrost überspringen, gibt ja eh nichts zu sehen.

Molokai ist ja wie alle hawaiianischen Inseln vulkanischen Ursprungs, was sich in der Geographie ablesen lässt. Die Berge im Inselzentrum erheben sich weit über 1000 m ü.M. und um sich diesen Berg zu erarbeiten, braucht es gehörig Sitzfleisch. Denn nach der gemütlichen Anfahrt über die 460 (Mauna Loa Hwy) in Richtung Norden bis zum Wegweiser Homelani-Friedhof biegt man rechts ab. Kurz hinter dem Friedhof beginnt die offroad-Strecke des Maunahui-Makakupa'ia Trail Head.








Es geht stetig bergan, 16,8 Meilen bergauf wie das zerschossene Schild verrät. Wer sich das zutraut, wird nach diesem Ritt mit einer einzigartigen Landschaft belohnt. Das Kamakou Preserve ist frei zugänglich, also man braucht nicht zwingend einen Guide, auch wenn die Touren immer wieder empfohlen werden. Wer Zeit hat und es terminlich passt, sollte die Chance vielleicht nutzen, um noch mehr zu erfahren. Wir sind auf eigene Faust losgezogen und haben es nicht bereut. Die Fahrt auf der Kamakou Forest Preserve Road ist ein kleines Abenteuer, insbesondere, da man unterwegs kaum jemanden sieht. Irgendwann wurden wir von einem Truck überholt, der irgendwie offiziell aussah. Also, dann können wir nicht ganz verkehrt sein, dachten wir und folgten ihm. Wir trafen die Männer am Waikolu Valley Lookout wieder. Ihre Tagesaufgabe war offensichtlich, den Rasen des sehr gepflegten Campingplatzes zu schneiden.





Auf dem Platz war niemand, kein Zelt, keine anderen Wanderer, nur wir und die Arbeiter. Es entspann sich ein nettes, kurzes Gespräch, wobei sich rausstellte, dass einer der Männer deutsche Wurzeln hatte. Seine Mutter wäre in den 1940er Jahren nach Hawaii ausgewandert (!!)- Wir erkundigten uns, wie der Weg zum Pepeopae Trail sei und ob man nach dem Lookout noch weiterfahren könne, denn der Waldweg wurde immer schwieriger. Sie ermutigten uns weiterzufahren, denn sonst sei es zu Fuss noch ziemlich weit. Aha, Versuch macht klug.
Nachdem wir die Aussicht ins Waikolou Tal bewundert hatten und uns wanderfertig gemacht hatten, stiegen wir also noch mal in den Wrangler und weiter ging‘s... aber nicht mal eine Meile. Für uns war in einer steileren Kurve Schluss. Wir stellten das Auto ab und starteten unsere Wanderung. Zu Fuss war der Weg sehr gut zu machen, hinter jeder Biegung gab es etwas neues zum Bestaunen, riesige Ohias, Farne, Vögel usw. Ich lasse dann mal die Fotos sprechen. Aber wir merkten, wie die Zeit schneller voranschritt, als uns lieb war, d.h. wir kamen mit den Steigungen und der Hitze und den vielen Foto-Stops nicht so schnell voran wie erhofft. Denn bei unserem eigentlichen Ziel, dem Trailhead des Pepeopae Trails kamen wir erst nachmittags an. Inzwischen waren die Wolken aufgezogen und wir befürchteten einen Gewitterguss. Und die knapp 17 Meilen bergab auf einer Schlamm-Piste wollten wir nicht riskieren. So siegte die Vernunft. Auf dem Pepeopae-Trail einem einzigartigen Hochmoor, in dem man sich auf Stegen fortbewegt ähnlich wie beim Alakai Swamp, blieben wir nur kurz, gingen ein Stück und kehrten wieder um. Den ganzen Loop hätten wir an diesem Tag mit dem Wetter nicht mehr geschafft. Schade, aber nicht zu ändern. So bleibt uns ein Vorhaben fürs nächste Mal und die Erkenntnis, dass man für diesen Tagestrip gar nicht früh genug aufbrechen kann. Der Rückweg ging bergab natürlich schneller, aber wir hatten dann das Glück, dass die Sonne am Waikolu-Ausguck noch einmal hervorkam und das Tal in schönes Licht tauchte.
Auf unserem Rückweg mit dem Wrangler kam uns noch ein Touristenauto entgegen, sie wollten offensichtlich zum Outlook. Diese waren die einzigen anderen Urlauber, die uns an diesem Tag begegneten. Als Fazit dieser Tour kann man sagen, dass der Wald im Kamakou-Preserve so märchenhaft und ursprünglich ist, dass er sicher eine Reise lohnt. Wer Zeit mitbringt und vielleicht sogar eine Nacht auf dem Camping Site bleibt, spart die lange, mühsame Anfahrt und kann mehr Wanderwege erkunden. Es gibt einige Schilder, die auf Trails hinweisen, eine Trailkarte habe ich aber leider nicht finden können, vgl. Fotos. Aber so schwierig sind die Wege auch nicht zu finden. Man sollte allerdings auf den markierten Wegen bleiben und nicht auf die vielen kleinen Nebenpfade abweichen, denn wenn der Nebel plötzlich kommt und die Orientierung schwierig wird, möchte ich nicht an der Steilklippe stehen.
Insgesamt haben wir 7- 8 Stunden gebraucht, kurz vor 6pm waren wir wieder beim Friedhof.
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Bine

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Re: Molokai – nein danke
« Antwort #27 am: 19. August 2018, 15:58:00 »
weiter gehts mit Eindrücken vom Kamakou Wald:








Dies ist der Sandal Wood Pit, wo schiffsladungsweise das Sandelholz gebunkert wurde, bevor es die Alii nach Asien verkauften. Die gewöhnlichen Leute mussten Frondienste leisten. Der Bestand an Sandelholz ist fast völlig verschwunden.

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Bine

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Re: Molokai – nein danke
« Antwort #28 am: 19. August 2018, 16:06:07 »




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Bine

Fischifischi

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Re: Molokai – nein danke
« Antwort #29 am: 19. August 2018, 16:27:36 »
Nicht das ihr zu viele Menschen nach Molokai lockt...
Ach neeee, ist ja viel zu langweilig und wandern kann man dort auch nicht
Und Probleme mit Nahrungsbeschaffung hatten wir beim ersten Besuch auch einmal.

😋

Aloha

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Re: Molokai – nein danke
« Antwort #30 am: 19. August 2018, 17:03:25 »
Nicht das ihr zu viele Menschen nach Molokai lockt...

 8) genau das ist mein Problem.  ;)
Aber da ich nun "Blut geleckt habe" und weiss, wie es mit den Fotos funktioniert, geht es mit ein paar Bildern gleich weiter.
Liebe Grüsse
Bine

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Re: Molokai – nein danke
« Antwort #31 am: 19. August 2018, 17:10:39 »










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Re: Molokai – nein danke
« Antwort #32 am: 19. August 2018, 17:19:07 »

Hinter dem Tor beginnt der Pepeopae Boardwalk.






Hier erkennt man ein wenig im Dunst die Halbinsel Kaulapapa von osten her gesehen.


Der Blick ins Waikolu-Tal im Nachmittagslicht, das auch die Wasserfälle auf der gegenüberliegenden Seite besser erkennen liess:

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Bine

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Re: Molokai – nein danke
« Antwort #33 am: 19. August 2018, 17:34:18 »
Wir freuten uns auf ein feines Abendessen, das uns im Cookhouse von Kualapu’u erwartete.
Was gab es für eine fröhliche Begrüssung, als wir in der Serviererin eine der Frauen erkannten, die wir tags zuvor am Beach getroffen hatten. So fühlten wir uns gleich besonders willkommen und die sehr legere Atmosphäre in dieser Kneipe tat uns nach diesem Tag sehr wohl. Wir konnten so wie wir waren, ohne sich Umziehen zu müssen, zum Essen gehen; im Laden gegenüber noch schnell ein Bier kaufen, denn im Cookhouse gibt es weder Bier noch Wein, dafür aber die Erlaubnis das Gewünschte mitzubringen. Das Ambiente ist sehr schlicht, aber das Essen ist wahnsinnig lecker: Ich hatte Ono mit gedünstetem Gemüse und LilikoiSauce, mein Liebster wählte den Mahi Mahi. Beides war köstlich und wir liessen es uns schmecken!
Nach diesem ereignislosen Tag, erlebten wir einen völlig unspektakulären Sonnenuntergang am Hafen von Kaunakakai und die himmlischen Färbungen auf dem Heimweg waren auch nicht der Rede wert ;).






Blaue Stunde am Ono Ali'i Beach Park.

Liebe Grüsse
Bine

Offline Chris

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Re: Molokai – nein danke
« Antwort #34 am: 19. August 2018, 19:32:28 »
Was für ein langweiliger Sonnenuntergang. Überhaupt nicht der Rede wert.
Da war ausnahmslos jeder Sonnenuntergang auf den anderen Inseln schöner  ;)

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Re: Molokai – nein danke
« Antwort #35 am: 19. August 2018, 19:43:07 »
Mittwoch: Überraschende Begegnungen

Der Morgen begann genauso sonnig wie an den bisherigen Tagen, wir assen Frühstück mit Blick auf den Ozean und schauten den Vögeln zu. Der Tag fing geruhsam an. Heute wollten wir der Libary in Kaunakakai einen Besuch abstatten und da diese erst mittags aufmachte, blieb der Vormittag für einige Erkundungen entlang der Strecke zwischen dem Wavecrest und Kaunakakai. Wir hielten an einigen Stränden, schauten den Anglern zu die im flachen Wasser standen und liessen uns den heftigen Wind um die Nase wehen. Am Kirchlein von Father Damien, das wir immer links liegen gelassen hatten stoppten wir und schauten uns bei der Kirche um, die Statue des Inselheiligen ist lebensgross und wird immer wieder mit leis geschmückt. Die Kirche war ausgesprochen angenehm, schlicht, sauber, hell, man spürte eine klare Atmosphäre, wirklich sehr passend zur Geschichte dieses aufopferungsvollen Mannes, der sein Leben den Leprakranken gewidmet hat. Der Friedhof interessierte mich auch, kann man doch viel über die Menschen anhand der Gräber und der Grabpflege erfahren. Besonders eindrücklich war ein Grab mit einem Kreuz aus Koa-Holz. Der Querbalken hatte die Form Molokais, die Liebe zum Land, Aloha Aina war sichtbar.
Danach liessen wir uns mehr Zeit, um die Grundstücke der Insulaner zu betrachten. Diese ziehen sich zu beiden Seiten der Strasse entlang. Nicht sehr oft gibt es einen direkten Strandzugang, da die Grundstücke direkt am Strand liegen.









Liebe Grüsse
Bine

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Re: Molokai – nein danke
« Antwort #36 am: 19. August 2018, 19:49:39 »
Da wir aber sehr neugierig auf die traditionellen Fishponds waren, die eben auch hinter den Häusern lagen, ergriffen wir die Gelegenheit, als wir sahen, wie ein älteres Paar nach Hause kam. Wir gingen hinüber, klopften und fragten, ob wir ein paar Fotos machen dürfen. Das war überhaupt kein Problem und Robert lud uns sehr freundlich auf sein Grundstück ein. Ich fotografierte und mein Mann unterhielt sich mit ihm. Es war ein ausgesprochen herzlicher Kontakt und wir verabredeten uns für einen anderen Tag zum Kanikapila, aber davon später mehr.
Ich suchte nach netten Fotomotiven und das etwas unaufgeräumte Grundstück bot davon eine Menge. Besonders auffällig waren die graugrünen Pflanzen, die offenbar zum Trocknen in den Bäumen hingen. Ich fragte Robert, was das sei und er erklärte, dass man diese für die Herstellung von Leis benutzte.
Dass diese spontane Idee, bei Roberts Haus anzuklopfen, die beste Idee des Urlaubs war, wird sich noch herausstellen. Wir bedankten uns herzlich und glaubten nun wirklich, dass auf dieser Insel besonders freundliche Menschen leben.









Liebe Grüsse
Bine

Offline Byni

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Re: Molokai – nein danke
« Antwort #37 am: 19. August 2018, 19:57:50 »


Einige Fotos später waren wir dann in Kaunakakai, wo wir uns die Zeit bis zur Öffnung der Bibliothek mit einem frühen Mittagssnack verkürzten, der sehr günstig, frisch und lecker war. Danach besorgte ich mir eine Mitgliedschaft für 3 Monate, zahlte 10 Dollar und wir stöberten die Regale durch, ein paar Hawaiiana Bücher und 3 CD gingen leihweise in unseren Besitz über, die Lektüre des Tages war gesichert. Das weitere Ziel des Tages waren die Strände des Westens und so fuhren wir einmal quer über die Insel bis zum Papohaku Beach Park. An diesem endlosen Strand sahen wir nur sehr wenige Menschen in der Ferne. Wir suchten uns ein schattiges Plätzchen unter den Kiawe-Sträuchern, aber Vorsicht bei den Dornen! Wir genossen einen ruhigen Strand-Nachmittag mit Lesen, Strandspaziergängen, im Wasser plantschen und Fotografieren. Mein Liebster hatte die Ukulele mitgenommen und so war auch Musik live und handgemacht dabei.
Der Sonnenuntergang überraschte uns dann fast, hatten wir doch noch dem Kapukahehu Beach einen Besuch abgestattet. Ein einzelner Angler versuchte noch etwas zu fangen. Wir schauten ihm bei seinen vergeblichen Versuchen zu und so beschlossen wir den Tag des exzessiven Strandsitzens mit einem (1 für 2!) kühlen Hanalei Pale Ale und machten uns wieder auf den Heimweg. Beim Paddlers Inn stoppten wir noch, um eine Kleinigkeit zu essen und einen Drink zu nehmen, aber darüber viele Worte lohnen wirklich nicht. Diese Kneipe war nicht so unser Fall. Gute Nacht.







... wird fortgesetzt.  8) aber nur laaangweilig und langatmig und überhaupt zum Vergessen
Liebe Grüsse
Bine

Offline KnuMu

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Re: Molokai – nein danke
« Antwort #38 am: 21. August 2018, 16:40:20 »
Hallo Bine!
Angie hat mich auf Deinen in der Tat langweiligen Reisebericht dieser trostlosen Insel gestoßen.
Ihr habt mein volles Mitgefühl!
Aus "Solidarität" habe ich beschlossen, aus 3 Wochen Maui im Februar nun 2 Wochen zu machen. Um wieder "runter" zu kommen folgt dann jetzt vermutlich noch eine Woche auf der von Euch beschriebenen "nein danke" Insel. ;-))
Bin gespannt, wie es weiter geht!
GLG
Knut

Offline Byni

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Re: Molokai – nein danke
« Antwort #39 am: 21. August 2018, 19:03:32 »
Aloooooha Knut
für die Folgeschäden des höchstinfektiösen M-Virus' wird jede Haftung abgelehnt!
Das Lesen von Reiseberichten erfolgt immer auf eigene Gefahr.  ;D

(Wir fanden übrigens den Start in den Urlaub auf dieser Insel für eine gute Variante, so dass wir nach dem Alltags- und Anreisestress wirklich ein wenig runterkommen konnten.)
Liebe Grüsse
Bine