Dienstag, 9. 7. 2013

Bereits um 4:30 weckt uns ein Platzregen auf. Michi schiebt die Fenster ein Stück zu. Kurz vor 5 Uhr ist der Revierhahn unterwegs. Ich bereite unser Frühstück zu, das wir genießen

Die Radarkarte zeigt nichts Erfreuliches.

Um 7:10 verlassen wir unser Haus. Heute steht der Napau Crater Trail am Programm, aber ob Petrus das zulässt? Wir sind am Zweifeln.

35 Minuten später passieren wir das Kassenhäuschen des Volcanoes NP und biegen unmittelbar danach links in den Crater Rim Drive ein. Wettermäßig ist es bescheiden, allerdings ist die Straße trocken.

Je weiter wir in südliche Richtung fahren, umso mehr verschlechtert sich das Wetter. Nein, es macht keinen Sinn, den Napau Crater Trail zu beginnen

Wir drehen um und haben vor, uns die Pu’u Ki Petroglyphs im Südwesten der Insel zu suchen. Im Laufe der nächsten Minuten ändern wir jedoch unseren Plan. Wir verwerfen die Pu’u Ki Petroglyphs, da wahrscheinlich die Ponohohoa Chasms im schönsten Sonnenlicht liegen. Wenn wir sie gestern nicht gefunden haben, sollte doch das heute möglich sein, wir waren doch schon ein paar Mal dort.

Wir stehen am Trailhead, der keiner ist und starten um 9:30

Klickt auf die Fotos zum Vergrößern.

 

Wir folgen den abgenutzten Spuren auf der Lava. Heute sehen wir Bäume und Sträucher mit blauen Bändchen, warum gestern kaum? Wir müssen ein kleines Stück zu weit rechts oder links gegangen sein, anders ist es nicht zu erklären.

Die Gewächse mit den blauen Bändchen haben wir jeweils zu unserer Rechten.

Worauf man ganz besonders aufpassen muss ist, nicht jene Stelle zu übersehen, an der man die Fahrspur nach links verlassen muss.

Zwischendurch ein Blick zum Mauna Loa, der völlig wolkenfrei ist.

Zu Beginn der grünen Wiese ist links ein neu austreibender Silk Oak. Mit blauen Bändchen zur Rechten geht es weiter.

Nach einem auffälligen Bergauf führt die Piste rechts weiter. Am Rand der Piste steht einzeln ein auffallender Ohia. Nochmal rechts davon ist der kleine Hügel, der zugewachsen erscheint und rechts vorne sieht man einen der Kamakaia Hills.

Es ist 10 Uhr und wir verlassen die Fahrspur, um links querfeldein weiter zu laufen. Markierungen gibt es jetzt keine mehr, wir müssen uns auf unseren Orientierungssinn verlassen.

Schon bald kommen wir in ein Gebiet, in dem die Lava sehr aufgeworfen ist. Zur Rechten sind die Kamakaia Hills.

Bereits nach 30 Minuten stehen wir vor einer der eingestürzten Lava Tubes.

Es ist die Höhle mit dem schwarzen Plastik innerhalb und wir steigen hinunter. Bis hierher sind wir 3,3 Km gelaufen.

Nach dem Begutachten der Chasm inkl. Fotos und Filmen sind wir wieder heraußen.

Ich habe bereits einen Sitzplatz für Michi auserkoren, um ihm – wie schon ein Mal hier – die Haare zu schneiden. Anschließend picknicken wir, um dann zur Eulenhöhle, wie wir sie nennen, zu laufen.

Wo ist das Steinmännchen hingekommen? Wir finden es nicht mehr.

Die Eulenhöhle finden wir problemlos. Ich gehe auf die andere Seite, um die Höhle fotografieren zu können, von der gegenüberliegenden Seite sieht man sie nämlich gar nicht.

Unmittelbar östlich der Eulenhöhle findet sich die Fortsetzung der Lavatube, wir überqueren sie und gehen auf der ursprünglichen Seite weiter.

Wir krabbeln noch zu einer anderen eingefallenen Lavatube hinunter, um zu fotografieren.

Um 13:20 treten wir den Rückweg an.

Zurück bei der „Haarschneidehöhle“ sehen wir, dass unser nicht gefundenes Steinmännchen umgeworfen wurde. Michi baut es wieder auf. Beim Steinmännchen gehen wir links, sodass wir die aufgeworfene Lava rechts von uns haben.

Um 14 Uhr sind wir auf der Fahrpiste, auf der rechts „mein“ Ohia steht.

Flotten Schrittes gehen wir Richtung Hwy. 11, neben dem unser Auto steht und erreichen selbiges um 14:40 Uhr. Es hat 38,2° C.

Insgesamt sind wir 7,47 Km gelaufen und das bei herrlichstem Wetter mit nur wenigen weißen Wölkchen.

Nun geht es nach Hilo zurück, wo die Sonne scheint

Wir stellen das Auto beim Foodland ab. Michi nimmt sich einen kleinen French Vanilla, ich eine Clam Chowder. Bei der Kassa zeige ich den leeren French Fanilla her als auch die leere Clam Chowder, die Lady bei der Kassa nickt, der Kaffee steht auf der Rechnung, die Clam Chowder nicht. Warum um alles in der Welt zahlen wir für die Clam Chowder nichts?

Um 16:30 sind wir zu Hause.

Michi bereitet Kaffee zu und ich portioniere für uns das Eis, das wir im Foodland kauften, zuckerfrei natürlich!

Später bereite ich unser warmes Abendessen zu, das lecker schmeckt Michi macht es sich vor dem TV gemütlich und ich vor dem Netbook.

Wir überlegen den morgigen Plan. Entweder wollen wir auf den Mauna Kea und zum Lake Wai’au oder die Ostküste hoch und den Perimeter Horse Trail laufen.

Um Mitternacht gehen wir ins Bett.

Sleep well