Montag, 8. 7. 2013

Der Hahn weckt den Nachbarn um 5:30, uns weckt er gar nicht, sehr rücksichtsvoll.

Das Handy läutet um 7 Uhr. Wie immer verschwindet Michi ins Bad und ich in die Küche. Bald darauf lassen wir uns das Frühstück schmecken

Um 10 Uhr verlassen wir das Hilo Hale.

Unser heutiger Plan ist, wieder einmal zu den Ponohohoa Chasms zu laufen. Sie ziehen uns irgendwie magisch an.

Klickt auf die Fotos zum Vergrößern.

 

In Höhe des Volcanoes NP scheint die Sonne.

Der Mauna Loa ist völlig wolkenfrei.

Um 11 Uhr stellen wir das Auto zwischen dem MM 41 und 42 gegenüber des Schildes „11“ auf der Lavafläche unser Auto ab. Vor uns ist es schwarz und es weht ein mäßiger Wind.

Kurz darauf starten wir Richtung der Ponohohoa Chasms und laufen dazu in dieses Gebiet hinein.

Heute irren wir eher ein wenig ratlos herum, weil wir die zwar seltenen, aber im Prinzip doch vorhandenen blauen Bänder vermissen. Zu Beginn sehen wir schon noch eines, aber später nicht mehr. Wurden sie absichtlich abgeschnitten?

Wir korrigieren unsere Richtung, finden unsere Spur wieder und sehen ein blaues Band, auch sehen wir Reifenspuren, die man an den abgefahrenen Lavasteinen erkennt.

Die Autospuren, denen wir folgen, führen in weiter Folge dem Nationalparkszaun. Man darf ihnen also nicht blind folgen

Um 11:37 ist ein 45°-Bogen nach links, wo man deutlich an den Fahrspuren erkennen kann, dass es in ein mehr bewaldetes Gebiet geht.

Es wachsen A’ali’i, Strawberry Guavas, deren Früchte noch nicht reif sind und Pukiawe.

Im Bild links sind A'ali'i zu sehen.
Auch die Früchte der normalen Guavas sind noch nicht reif.
Früher ist uns nicht aufgefallen, dass auch viele Silk Oaks wachsen, aber vielleicht erkennen wir sie jetzt leichter an ihren typischen gefiederten, grellgrünen Blättern, auch wenn sie nicht blühen. Nene Bush wächst ebenfalls.

Die Fahrspur wird immer deutlicher sichtbar, wir müssen aber Acht geben, dass wir später die Abzweigung nicht übersehen.

Um 12:30 habe ich das Gefühl, dass wir schon zu weit gelaufen sind und bald darauf liegen vor uns alte Ohia-Stämme, die kennen wir gar nicht.

Wir drehen um, finden aber auch von dieser Seite die Abzweigung, die eigentlich keine ist, nicht. Also gut, dann zurück zum Auto, wo wir um 13:40 ankommen.

Im Kofferraum sitzend verspeisen wir unser Mitgebrachtes Ich mache den Vorschlag, in den Puna District zu fahren, Michi ist einverstanden

In Volcano machen wir beim Kilauea General Store eine kurze Pause. Michi möchte einen Espresso

Wieder zurück beim Auto, kommt eine Lady auf mich zu und sagt, dass bei ihrem Auto die Batterie ihren Geist aufgegeben hat, ob ich ihr Starthilfe geben könnte, das nötige Kabel hat sie. Ich muss jedoch zuerst unseren Jeep umstellen, da ansonsten das Kabel zu kurz ist. Bei der Lady ist ein älterer Herr, der sich später als ihr Vater herausstellt. Er spricht nur spanisch, ist in Madrid geboren, lebt jedoch seit seinem 10. Lebensjahr in Argentinien. Im Auto sitzt ihre Mutter. Die Tochter wohnt schon lange hier mit einem Local an der Hamakua Coast. Die Eltern sind zu Besuch. Der Plausch wird in spanischer Sprache geführt

So, das andere Auto läuft wieder, wir verabschieden uns und fahren weiter.

Um 15:30 biegen wir rechts auf die Kea’au-Pahoa Rd. ab, das ist die 139 Richtung Pahoa Town. Wenige Minuten später geht es in einer Linkskurve weiter und hier biegen wir rechts auf die 130 ab.

Wir haben wunderschönes Wetter

Wir biegen links in die Pahoa Kapoho Rd. ab, das ist eine Ampelkreuzung, die 2-spurig geradeaus in Richtung Star of the Sea Painted Church führt und wo wir uns am Ende der Straße normalerweise mit Chris zur Lavatour treffen.

Wir fahren weiter auf der Pahoa Pohoki Rd., sie hat in der Karte keine Nummer. Sie führt direkt zum Meer. Wir fahren durch herrliche Tree Tunnel Straßen, bei diesem Wetter ist das noch schöner als sonst, einfach traumhaft schön. Es sieht beinahe wie in einem botanischen Garten aus.

Die Straße wird immer schmaler und schmaler und wird schließlich einspurig.

Wir fahren am Isaac Hale Beach Park vorbei. Hier ist ziemlicher Betrieb, kein Wunder bei diesem schönen Wetter.

Um 16:20 erreichen wir die Kreuzung, die zum Cape Kumukahi Lighthouse führt. Ab diesem Zeitpunkt ist die Straße ungeteert, man fährt ohne Versicherungsschutz. Es sind etliche Locals unterwegs.

Es ist eine Wellblechpiste, die eine gewisse Ähnlichkeit mit der Gibb River Road in Westaustralien hat. Schon bald sehen wir das "Lighthouse" (ist eigentlich nur ein Positionslicht) und parken uns um 16:40 direkt dort ein.

Wir laufen ein paar Schritte zurück und biegen (von dieser Seite aus) links auf die Allradpiste ein.

Wenn man nicht, so wie wir, bis zum Lighthouse vor fährt, kann man (auf dem Bild rechts) die Piste mit einem Jeep Wrangler befahren, aber wegen der spitzen Lavasteine rate ich nicht dazu. Außerdem muss man sich im Klaren sein, dass man ohne Versicherungsschutz fährt.

Es ist eine Lavapiste, die mit verschieden großen Lavasteinen durchsetzt ist.

Noch ein paar Fotos, die auf dem Weg zum Champagne Pond entstanden sind.

Wir nähern uns:

Nach 1,7 Meilen sind wir beim Champagne Pond, er liegt sehr schön.


Ein junges Pärchen mit einem Hund ist hier, wir unterhalten uns ein wenig. Der Hund schwimmt mit dem jungen Mann ans andere Ende bis knapp vor die Residential Area und wieder zurück.
Ich gehe ans nördliche Ende des Champagne Pond, es bietet sich mir dieses Bild.

Von dieser Seite aus darf man in den Champagne Pond, von der anderen Seite nicht, da dies eine abgesperrte Residential Area ist. Man sieht sogar von unserer Seite auf der gegenüberliegenden Seite zahlreiche aufgestellte Schilder, eine Mauer besteht ebenfalls.

An Wochenenden ist es hier viel belebter. Fallweise gibt es auch Honus hier.

Um 17:35 treten wir den Rückweg an.

45 Minuten später sind wir wieder beim Auto.

Die Gesamtzeit betrug 1 Stunde 40 Minuten. Es sind pro Strecke 2,64 Km.

Wir treten die Rückfahrt an und am Ende der Piste fahren wir geradeaus auf der asphaltierten Kapoho-Pahoa Rd. weiter.

Um 18:50 stellen wir das Auto zu Hause ab.

Rasch bereite ich unser Abendessen zu, das wir uns schmecken lassen und anschließend beginnt der technische Teil.

Um 23 Uhr gehen wir ins Bett.

Sleep well