Samstag, 15. 6. 2013


Um 4:20 läutet der Wecker, kurz darauf stehen wir auf und ich bereite unser Frühstück zu. Der Rauchmelder nimmt es mir übel, dass ich die Toasts heute ein wenig dunkler getoastet haben möchte und gibt das mit lautem Gepfeife bekannt. Ich nehme ein Küchentuch, mit dem ich vor dem Rauchmelder herum wedle, dann ist er gleich wieder still.

Das Frühstück lassen wir uns schmecken Anschließend richte ich warme Klamotten her und packe sie in die Rucksäcke.

Um 6:05 biegen wir von der S. Kihei Rd. in die Kanani Rd. ein.

Über dem Haleakala sind keine Wolken, bei den West Maui Mountains sieht es anders aus, aber dorthin wollen wir ohne nicht.

Haleakala – wir kommen!!!

Auf die Radfahrer muss man wirklich Acht geben, zwar tun das ihre Guides auch, aber man weiß ja nie.

Bald darauf erreichen wir den Haleakala National Park.

Um 7:14 sind wir beim Kassenhäuschen des Haleakala NPs. Wir kaufen den Tripark Pass um $ 25 und werden gefragt, ob wir denn auch lange genug auf Hawai’i sind, um den Tripark Pass nutzen zu können. Wir sagen, insgesamt zwei Monate, da fällt die gute Frau fast in Ohnmacht

Kurz darauf halten wir beim Haleakala Visitor Center. Es ist nur mehr von 8:00 bis 3:45 geöffnet!

Wettermäßig könnte es nicht besser sein, wir sind begeistert

Auf dem Halemau’u Trailhead Parkplatz stehen etliche Baufahrzeuge, aber auch schon Autos von Touristen. Wir stellen das Auto ab, schnüren unsere Wanderschuhe und starten um 8 Uhr

Wir tragen unsere lange Hose, darunter die kurze, dann noch die Fleece Jacke sowie die Wanderjacke darüber. Die Handschuhe hätten auch nicht geschadet.

Nach 20 Minuten sind wir bei der Kreuzung mit dem Supply Trail, der von links hinten auf den Halemau’u Trail stößt.

Bereits um 08:40 sind wir beim Overlook und haben einen fantastischen Blick in den Haleakala Crater


Nach einigen Foto- und Filmaufnahmen laufen wir weiter und stehen bald darauf vor der Ridge. Von links zwängen sich die Nebelfetzen herein, lösen sich aber im Krater auf. Das Ko’olau Gap ist teilweise nicht sichtbar.

Dann beginnen die Serpentinen, die uns hinunter auf den Kraterboden führen.

Es dauert nicht sehr lange, sehen wir in der Ferne die Holua Cabin, aber wir haben erst ungefähr die Hälfte der Serpentinen überwunden und wenn wir unten beim Gate sind, ist es noch eine Meile bis zur Holua Cabin.

Dann kommt das, was uns nicht gefällt: Nebel, Nebel, Nebel. Glücklicherweise verschwindet er bald wieder.

Um 10:30 sind wir beim Gate.

Nicht weit entfernt fliegen fünf Nene und lassen sich im Gras nieder, Seltsam, dass es eine ungerade Zahl ist, denn Nene fliegen normalerweise paarweise.

50 Minuten später (ja, wir sind soooo gemütlich gegangen) sind wir bei der Holua Cabin.

Ein Herr sitzt auf der Bank und erzählt, dass er drei Tage im Krater übernachtet hat. Die letzten 1,5 Tage sei es sehr windig gewesen und auch teilweise nass. Gestern um gestern 14 Uhr hat es aufgerissen und der Tag wurde fantastisch.

Seltamerweise ist bei der Holua Cabin keine einzige Nene.

Wir laufen in Richtung Silversword Loop weiter und kommen zu einem kleinen Pit Crater, der sich unmittelbar neben dem Trail befindet.

Und dann, um 12:15, sehen wir in etlichen Metern Entfernung die ersten Silverswords, allerdings scheint keines zu blühen. Kurz darauf ist der Silversword Loop erreicht.

Es wachsen sehr viele Silverswords, jedoch hat keines einen Blütenansatz, schade. Nur ein abgeblühtes Silversword entdecken wir.


Es kommt uns eine dünne Lady mit Riemchensandalen entgegen. Wir gucken fünf Mal hin, weil wir es einfach nicht glauben können

Der Loop ist sehr schön zu laufen und bald kommen wir wieder auf den Halemau’u Trail, wo wir wieder Richtung Holua Cabin laufen. Von hier bis zue Holua Cabin sind es laut Schild 0,9 Meilen.

Doch zuerst mal Picknick, unsere Mägen knurren Frisch gestärkt geht es sich viel leichter und wir sind kurz vor 14 Uhr wieder bei der Holua Cabin.

Auf dem weiteren Weg Richtung Gate sehen wir fünf Nene, wieder ein ungerade Zahl.



Nach dem Gate beginnen die Serpentinen, wir kommen sehr gut voran, obwohl es ganz schön nach oben geht.

 

Immer wieder blicken wir in den Haleakala Crater hinunter, es ist so wunderschön, wir könnten hier sitzen bleiben, bis es finster wird

Weitere Impressionen:



Weiter oben kommt uns eine Gruppe Hiker entgegen, d. h., im Moment stehen sie und eine junge Dame spielt auf einer Ukulele.

Um 16:50 sind wir beim Auto. Insgesamt sind wir 18,0 Km gelaufen.

Auf der Fahrt Richtung Kihei fragt Michi, was ich davon halten würde, heute beim KFC in Pukalani zu essen. Na klar doch! Also ab nach Pukalani. Dort stellen wir verblüfft fest, dass der KFC fix geschlossen hat. Schon seltsam, denn dieser KFC war immer gut besucht. Ok, dann fahren wir nach Kahului und dort zum neu entdeckten KFC.

Michis privates GPS, das er offenbar irgendwo im Kleinhirn hat , führt uns punktgenau zum KFC in Kahului. Ich bin sprachlos.
Wir bestellen uns die Nr. 3, wieder in crispy, schließlich brauchen wir eine Warmhalteverpackung

Wir verspeisen das Gekaufte im Auto, es schmeckt hervorragend Die Panier ist besser als auf Kaua’i in Lihu’e. Vielleicht wird hier ein anderes Öl verwendet? Das Fleisch springt vom Knochen. Dazu gibt es Col Slow für Michi, das ihm auch hervorragend schmeckt und meine Mashed Potatoes mit Gravy schmeckt mir ebenfalls sehr gut.

Dann geht es zum Foodland nach Kihei und stellen um 19:10 das Auto am Hotelparkplatz ab.

Im Zimmer werfe ich das Netbook an, während Michi TV guckt.

Gegen Mitternacht verschwinden wir ins Bett.

Sleep well