Sonntag, 16. 6. 2013

Um 8 Uhr läutet das Handy. Wir wälzen uns noch ein paar genüsslich herum, ehe wir aufstehen.

Während Michi im Bad ist, bereite ich unser Frühstück zu, das wir uns schmecken lassen Der Toaster und das French Toast – diese Kombination ist wirklich ideal

Die Einkäufe am ersten Tag im Foodland wurden von mir so berechnet, dass nun langsam die diversen Beläge für die Brote ausgehen, aber so soll es auch sein.

Um 10:35 verlassen wir das Hotel. Mit den schwarzen Rucksäcken machen wir uns auf den Weg auf den Haleakala. Anschließend möchten wir die West Maui Mountains entgegen dem Uhrzeigersinn fahren und am späten Nachmittag eine Bummelrunde durch Lahaina drehen.

Über uns ist blauer Himmel, es wird ein strahlend schöner Tag

Klickt auf die Fotos zum Vergrößern.

Das außergewöhnlich schöne Wetter bringt uns dazu, unseren Plan zu überdenken. Wie wäre es, wenn wir nach Hana fahren würden? Nicht lange überlegen, jede Minute zählt und schon haben wir umdisponiert.

In Pa’ia ist ein kleiner Stau, es geht nur mehr im Schritttempo weiter. Ich habe noch gar nicht erwähnt, dass heute Michi fährt, d. h., ich kann mich voll und ganz auf die Landschaft konzentrieren.

Der Motorradclub scheint unterwegs zu sein. Fahren sie etwa alle die Hana Road?

Bei Ho’okipa gibt es heute kaum Wellen. Die Motorräder fahren nach wie vor vor uns. Hinten nach fährt ein Begleitfahrzeug. Doch dann biegen sie nach Makawao ab, sehr gut!

Wir sind beim MM 5,5 und das Wetter ist traumhaft In unserer Fahrtrichtung sind kaum Autos unterwegs, kein Wunder, wir sind sehr spät dran, was aber durchaus seinen Vorteil hat, wenn man die Road to Hana schon so oft gefahren ist wie wir.

Die Tulpenbäume blühen wunderschöne. Die Blüten sind an ihren leuchtend-roten Farben sehr gut zu erkennen.


Die Wasserfälle sind so gut wie gar nicht existent.

Vor dem Garden of Eden steht ein Auto mitten auf der Fahrbahn, ein Mann deutet, wir sollen langsam fahren. Ein Abschleppauto mit einem ziemlich zerbeulten Auto kommt uns entgegen. Kurz darauf, wir fahren weiter, sehen wir links etliche Leute, die versuchen, eine Absperrung zu errichten. Das Auto scheint dort hinunter gerutscht zu sein.

Wird für uns Zeit, endlich wieder mal den Garden of Eden zu besuchen.

Um 12:45 stehen wir am Umkehrplatz, wo auch eine Picknickarea ist.

Der Eintritt beträgt $ 15/Person. Es ist ein sehr gepflegter botanischer Garten mit zahlreichen Aussichtsplattformen, die teilweise auch zum Meer gerichtet sind, ebenso zum Wasserfall. Es gibt Sitzmöglichkeiten und Picknicktische.

Wir fahren nur auf der Straße, aber von hier weggehend gibt es zahlreiche Trails, es ist ein ganzes Trailsystem. Bei schönem Wetter kann man hier einen halben Tag verbringen.

Es gibt kein Restaurant, aber Toiletten, die mit Kane (Mann) und Wahine (Frau) angeschrieben sind.

Tiere kommen uns in die Quere, die uns unser Mitgebrachtes beinahe aus dem Mund fressen. Wir füttern die Enten, soll das heißen. Sie kommen angeschwommen, als ginge es um ihr Leben.

Wir genießen den wunderschönen Garden of Eden und lassen uns viel Zeit.

Nicht innerhalb des Garden of Eden, aber beim Hinausfahren, kurz bevor man auf der Road to Hana ist, gibt es das Garden Gourmet Café. Laut Info-Tafel gibt es Ice Cream, BBQ-Pizza, Smoothies und Coffee.

Vom MM 13 aus fotografiere ich zum Halbinselchen hinüber, auch der Haleakala ist drauf, ganz rechts im Bild und ich muss zugeben, man muss schon sehr genau gucken.


Die Tree Bear Falls sind wunderschön, so viel Wasser führen sie nicht immer.

Rechterhand hängen immer wieder Heliconia, es ist traumhaft schön, wir kommen aus der Begeisterung nicht mehr heraus. Wenn möglich, sollte man mit geöffnetem Fenster fahren, es duftet herrlich.

Bei MM 24 stehen vertrocknete Bäume, ich vermute, es war eher ein Schädling, denn Wassermangel gibt hier wohl kaum.

Auch die Upper Hanawi Falls sehen sehr schön aus.

Es wird auffallend, dass die Bäume deutlich weniger werden. Sie bilden über der Straße keinen Tunnel mehr, sondern das Gelände wird offener. Das wird sich aber bald ändern, wenn wir die Nahiku Rd. fahren.

Zwischen MM 25 und 26 ist links die Abzweigung zur Nahiku Rd., die wir heute wieder fahren möchten (sorry für die sehr schlechte Bildqualität, ich schoss das Foto aus dem fahrenden Auto, die Seitenscheibe war geschlossen).

Die maximale Geschwindigkeit sind 15 mph und es gibt zahlreiche Bumps.

Ziemlich zu Beginn ist in einer starken Rechtskurve eine Höhle. Kurz darauf ist links ein Blumenstand.

Und nun lasse ich wieder einige Fotos sprechen.

Es wimmelt nur so von Moskitos, schneller, als einem lieb ist, sind sie im Auto.

Angeblich sind hier Touristen nicht mehr willkommen, ließ ich irgendwo im Internet. Das scheint nicht auf alle zuzutreffen. Es gibt immer wieder wunderschöne tropische Blüten zu kaufen, das Stück für $ 1,-. Dann steht ein Schild „Desserts ahead“ und es gibt einen Stand mit der Aufschrift „Hot Coffee“, anscheinend wollen einige Anrainer ein wenig Nutzen aus den Touristen ziehen, was ich auch in Ordnung finde.

Rechterhand wachsen viele Hanging Heliconia und auch Torch Ginger.

Ein Traum sondergleichen! Die Nahiku Road ist jede Meile wert. Red Ginger, Red Ti, White Ti und sonst noch alle möglichen Pflanzen wachsen hier, einfach nur herrlich!

Wir fahren über eine One Lane Bridge und sofort bilden die Bäume wieder einen Tunnel über unseren Köpfen.

Ehe man zu der One Lane Bridge kommt, so steht es irgendwo im Internet, sei das Weiterfahren wegen der „Residential Area“ verboten. Ein solches Schild kann ich beim besten Willen nicht entdecken

Schließlich sind wir dem Pazifik nahe und kommen am Umkehrplatz an.


Es ist wunderschön, unterstrichen wird das Ganze noch vom traumhaften Wetter. Wir lassen uns auf der Wiese nieder und verspeisen unser Mitgebrachtes. Anschließend treten wir die Rückfahrt zur Road to Hana an.

Auch bei der Rückfahrt sehe ich weder vor noch nach der Brücke ein Weiterfahr-Verbotsschild.

Um 16:35 sind wir an der Hana Bay. Wettermäßig ist es etwas mehr bewölkt. Typisch Sonntag: Sehr viele Einheimische sind hier, die viele Picknicktische belegen.



Obwohl es erst 16:40 ist, zählt die Lady beim Kiosk bereits das Geld, sie haben schon geschlossen, wie sie uns erklärt. Daher bekommen wir, da sie um 17 Uhr schließen, auch keine French Fries und auch kein kaltes Diet Coke mehr.

Bei diesem Kiosk lese ich ein Schild: Man soll nicht nach den Directions nach dem Red Sand Beach fragen, es werden keine preisgegeben, da es zu viele Verletzungen gibt.

Das Uncle Billy’s in Hana hat geschlossen und wir parken uns beim Hasegawa General Store ein. Auch hier hängt ein Schild, dass Infos zum Weg zum Red Sand Beach nicht gegeben werden.

Wir kaufen zwei Dosen Sardinen in Tomatensauce, dazu für Michi ein Süßteilchen und einen Kaffee. Das Süßteilchen ist die Empfehlung der Kassiererin, sie macht extra darauf aufmerksam, dass das woanders $ 8,- kostet. Wer’s glaubt wird selig, wer’s nicht glaubt, kommt auch in den Himmel

So, weiter geht's.

Wie man auf dem Schild lesen kann, fahren wir jetzt von dieser Seite in den Haleakala National Park.

Nach einiger Zeit sind wir bei Oheo Gulch.

Wildromantisch geht es weiter.

Zwischen MM 38 und 37 (kein Tippfehler, jetzt sind die MM abfallend, da wir bereits am Pi’ilani Hwy. sind) fahren wir über eine Gravel Raod. Asphalt und Gravel wechseln sich in der Folge laufend ab.

Um 18:30 erreichen wir den Kaupo Store. Vor diesem parken wir uns ein und verzehren unsere Fischkonserven. Der Kaupo Store hat längst geschlossen.

Ab dem Kaupo Store übernehme wiederum ich das Steuer.

Während ich über die Holperpiste brettere , verspeist Michi das Süßteilchen namens King Dreams Bar. Er schmeckt ihm vorzüglich, hat eine ideale Konsistenz. Für Nussliebhaber ein Genuss.

Neben uns ist der Haleakala nahezu wolkenfrei.

Dunkle Kühen stehen bereits neben dem Pi’ilani Hwy.

Es sind vermehrt Häuser entstanden, auch Satellitenschüsseln, es gibt auch einen kleinen Burgerstand und eine Schulbushaltestelle. Die Gegend scheint sich also langsam zu entwickeln.

Nach einem schönen Blick auf Kaho’olawe und Molokini erreichen wir den Wald der Ulupalakua Ranch.

Nun zockeln wir ein paar Touristenautos hinterher, kommen aber trotzdem gut voran. Wir haben noch etliche Meilen vor uns.

In der weiteren Folge, wir fahren schon Richtung Kihei, macht ein unbeleuchteter Jeep, der eindeutig einem Einheimischen zu gehören scheint den Eindruck, als wolle er uns überholen. Er fährt schräg links vor uns, wird aber nicht deutlich schneller. Plötzlich sehe ich im Rücklicht die Einsatzlichter eines Polizeifahrzeuges. Der Jeep schneidet mich, sodass ich abrupt abbremsen muss, wenn ich ihm nicht drauffahren will. Wir glauben, dass den Jeep die Polizei aufhalten will, weil er jetzt, mitten in der Nacht, unbeleuchtet fährt, aber Irrtum: Die Polizei fährt am Jeep vorbei und ist nicht an seinem nicht beleuchteten Fahrzeug interessiert

In Kihei stoppen wir kurz beim Foodland. Michi flitzt hinein und kommt kurz darauf mit einem French Bread zurück.

Um 20:50 parken wir uns am Hotelparkplatz ein.

Michi will die Balkontür öffnen, es summt genauso, wie wir es schon von der Nacht her kennen! Doch das vermeintliche Tier in der Balkontür ist bald aufgeklärt, es ist nämlich gar kein Tier. Das schnatternde Geräusch lässt sich erzeugen, wenn man die Glastür nicht ganz schließt und die Tür hin und her drückt. Es flattert offenbar eine Dichtung

Um 01:00 gehen wir ins Bett.

Unser morgiges Programm sieht den Haleakala vor, ich möchte Fotos schießen und anschließend fahren wir nicht über die West Maui Mountains, sondern direkt nach Lahaina, um dort eine gemütliche Zeit zu verbringen. Anschließend muss ich Koffer packen.

Sleep well