Um 6:30 bimmelt das Handy. Während Michi im
Badezimmer ist, bereite ich, wie üblich, unser
Frühstück zu
Draußen ist das Wetter nichtssagend. Ziemlich
viele Wolken sind zu sehen, es weht ein starker
Wind. Das kann alles und nichts bedeuten 
Um 8:05 sitzen wir schon im Auto, um Richtung Waimea
Canyon zu fahren. Wenn es das Wetter zulässt,
steht zuerst der Po’omau
Canyon Vista Trail und anschließend der
Kohua Ridge
Trail am Programm. Dazu müssen wir ein
ziemlich langes Stück in die Mohihi Rd. fahren.
Unser Tank ist nur mehr halbvoll, weswegen wir bei
„unserer“ Shell abzweigen, diese ist
mit dem Preis jeweils am tiefsten.
Auffällig ist, dass man kaum noch Polizeikontrollen
sieht. Auch Zivilfahrzeuge mit Polizisten am Board
sehen wir nicht. Oftmals werde ich bei Tempolimit
25, bei dem ich mit maximal 30 mph fahre, von Autos
mit sehr großer Geschwindigkeit überholt.
Die Fahrer haben anscheinend nicht mehr die Angst,
die sie früher hatten, weil sie (offenbar)
wissen, dass es kaum noch Kontrollen gibt.
Eine Stunde später sind wir in Waimea und
biegen in den Waimea Canyon Drive ein.
Klickt auf die Fotos
zum Vergrößern.
Koke’e
Lodge & Restaurant lassen wir im wahrsten
Sinne des Wortes links liegen und fahren kurz
darauf rechts in die Kumuwela Rd. hinein (zu
Beginn steht ein Schild mit er Aufschrift
"Camp Sloggett"), in der Folge fahren
wir auf der Mohihi Rd., auch Camp 10 Road
genannt, weiter. |
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Die Piste ist in einem erbärmlichen Zustand.
Es sind zahlreiche, teilweise sehr tiefe Schlaglöcher,
denen ich nicht allen ausweichen kann.
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Einige Radfahrer und Spaßfahrzeuge
kommen uns entgegen. Sieht nach einem Ausflug
vom Camp Sloggett aus.
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Gemütlich - anders geht es auf Grund der Pistenbedingungen
ohnehin nicht - fahren wir weiter.
Kurz vor 10 Uhr sind wir am Alaka’i Trailhead.
Die Sonne scheint durch kleine Löcher in der
Wolkendecke, allerdings ziehen von Osten her sehr
dicke dunkelgraue Wolken daher.
Egal, welchen Trail wir laufen, eine schöne
Sicht in den Canyon haben wir heute wahrscheinlich
nicht.Trotzdem entscheiden wir, weiter zu fahren,
umdrehen können wir immer noch.
| Ich
entdecke Blüten einer Banana Poka. |
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Nach dieser Kurve überqueren
wir den Kawako'i Stream.
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| Das
Loch in der Betonplatte ist gegenüber
letztem Jahr größer und tiefer
geworden. Nach einer kurzen Begutachtung steige
ich wieder ins Auto und wir fahren weiter. |
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Kawaiko'i
Stream nach links fotografiert
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Kawaiko'i
Stream nach rechts fotografiert
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Unmittelbar nach dem Überqueren des Kawaiko'i
Streams beginnt links der Kawaiko'i Stream Trail.
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Danach wird es für ein
kurzes Stück matschig.
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Um
10:40 sind wir beim Po’omau Canyon Vista
Trail, schnüren unsere Wanderschuhe –
los geht’s!  |
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links
geht die Mohihi Rd. weiter, geradeaus bzw.
leicht rechts ist der Po'omau Canyon Vista
Trail
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Der Waldboden ist mit zahlreichen
Koa-Blättern und Wurzeln durchsetzt.
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| Nach
wenigen Sekunden sieht man bereits die kleine
Holzbrücke. Über der Brücke
geht es geradeaus weiter. |
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Auf Grund der Kürze des Trails sind wir nach
wenigen Minuten an seinem Ende und haben eine wunderschöne
Sicht in den Po’omau Canyon.
Auch sehen wir schön ins Bachbett des Waimea
River, das von hier oben ziemlich ausgetrocknet
erscheint.
In der Ferne ziehen mehrere weiße Vögel
ihre Runden. Die Ohia blühen wunderschön,
es wachsen aber auch etliche Koa, die ebenfalls
blühen.
Wir schießen ein paar Fotos
und treten den Rückweg an.
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Um 11:10 sind wir wieder beim
Auto und fahren das kurze Stück zum
Kohua Ridge Trailhead weiter und starten
um 11:25.
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Es wachsen Strawberry Guavas, aber die Früchte
sind noch nicht reif. Kurz darauf geht es ziemlich
steil bergab. Der Boden ist mit Tausenden von Koa
Blättern übersät und derzeit staubtrocken.
Bald überqueren wir die Brücke und sehen
einen großen Baum, der allerdings kein einziges
Blatt mehr hat.
Links davon, man sieht ihn fast nicht, ist der
Trail. Man muss nach der Brücke über die
Wiese geradeaus laufen. Der Trail scheint nur mehr
wenig begangen zu sein. Bald darauf sieht man den
Trailverlauf wieder sehr gut und wir kommen in den
Wald.
Beim 0,25 MM hören wir den Mohihi Stream und
unmittelbar danach überqueren wir ihn und sind
kurz darauf im Sugi Tree Forest.
Der dann folgende Hohlweg ist ziemlich lang und
steil, Kahili Ginger, die sogar Blüten ansetzen,
gibt es mehr als reichlich.
| Dann
ist die Ridge erreicht und es geht gemütlich
weiter. |
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Auf Grund des starken Bewuchses
ist die Aussicht noch nicht so toll, aber
trotzdem ist es wunderschön!
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| Auf
einem schmalen Pfad geht es weiter. |
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Wir hören einen Schuss, der Jäger ist
anscheinend ganz oben auf der Ridge, wir hören
ihn ununterbrochen rufen, nein, fast schon brüllen.
Und dann treffen wir auf ihn. Er ist geschätzte
35 Jahre alt, ein sehr freundlicher Herr. Er ist
Constructor und hat anscheinend seine zwei Haupthunde
verloren. Sie sind unten bei den Klippen und auf
dem Hunde-GPS sieht er, dass sich die Hunde seit
fünf Stunden überhaupt nicht mehr bewegen.
Sie reagieren nicht auf seine Rufe, es nützt
alles nichts.
Er ist mit insgesamt sechs Hunden unterwegs, jeder
Hund trägt ein Halsband in unterschiedlichen
Farben und außerdem hat jeder Hund auf dem
Halsband eine Metallplakette.
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Von solch einer Plakette fertige
ich ein Foto an, wer weiß, wozu ich
es vielleicht noch brauchen kann.
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Ich schieße noch ein Panoramafoto.
Wir versprechen dem Jäger, dass wir ihm Bescheid
geben, wenn wir einen seiner anderen Hunde sehen
und gehen weiter.
| Die
Ridge ist teilweise sehr schmal. |
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Zugegeben, es ist schon ein bisschen her, seitdem
wir zuletzt hier waren, aber teilweise muss man
heute den Trail suchen.
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Es ist gerade mal 13 Uhr und
ir kommen zu einem fantastischen Aussichtspunkt,
es ist ein Traum! Und wenn das Wetter so
bleibt, dann sind wir total happy
Noch mehr Glück kann der Mensch nicht
haben
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| Das
schöne Wetter treibt uns weiter. |
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Um 14:20 sehen wir in ein
wenig Entfernung den MM 2,5 und somit das
Trailende, das mit einem lächerlichen
Zäunchen abgesichert ist.
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Wir
genießen die fantastische Aussicht,
das Wetter, das besser nicht sein könnte

und die Einsamkeit – sieht man von den
Helis ab, die durch den Waimea Canyon fliegen
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Gibt es ein geeigneteres Plätzchen
als dieses, um zu picknicken? Wohl kaum.
Wir lassen uns am Boden nieder und genießen
unser Mitgebrachtes 
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Um 15:10 treten wir den Rückweg an, es ist
ganz schön warm, meine Wetteruhr zeigt 35,5°
C an.
Eine gute Stunde später kommen uns drei Hunde
entgegen, sie tragen jedoch keine Halsbänder,
sind also nicht von jenem Jäger, dem wir begegnet
sind.
Doch dann ist plötzlich ein weißer Hund
bei uns, er trägt dasselbe Halsschild wie jenes,
das ich zuvor bei einem anderen Hund vom Jäger
fotografiert habe.
So, Kerlchen, du gehst jetzt mit uns, wir bringen
dich zu deinem Herrchen, der wartet schon auf dich.
Artig, wie er ist, läuft der Hund tatsächlich
mit uns mit, bleibt aber immer hinter uns, überholt
uns nie.
Noch ehe wir den Mohihi Stream erreichen, läuft
der Hund links in die Wiese und kommt nicht mehr
zurück. Mist! Wir wollten dich doch zu deinem
Herrchen bringen! 
Um 17:15 erreichen wir den Mohihi Stream. Entgegen
unserer Hoffnung ist der Hund nicht hier. Hat er
den Mohihi Stream alleine überquert? Wir rufen
den Hund, aber er kommt nicht.
Ein kleines Stück nach der Brücke begegnen
wir dem Jäger. Traurigerweise ist der weiße
Hund nicht bei ihm. Wir erzählen ihm, dass
sein weißer Hund längere Zeit mit uns
lief und uns erst kurz vor dem Mohihi Stream verließ.
Seither ruft der Jäger wieder seine Hunde.
Ich frage ihn, was mit den anderen beiden Hunden
unten im Canyon ist und er sagt, sie seien definitiv
tot
Seit zehn Stunden befinden sie sich an ein- und
demselben Platz. Sie werden vermutlich einer Ziege
nachgelaufen sein, die Ziege ist möglicherweise
über die Klippe gesprungen, die Hunde ihnen
nach und dabei haben sie sich tödlich verletzt
Ziegen sind bei Sprüngen gelenkiger als Hunde.
Ich zeige ihm ein Foto vom weißen Hund, das
ich geschossen habe und der Jäger sagt, das
ist eindeutig sein Hund. Es ist ein Puppy, der erst
acht Monate alt ist. Der Jäger bedankt sich
für unsere Info und bietet uns an, dass wir
uns Getränke von seinem Cooler nehmen können,
der sich hinten am Pickup befindet.
Dann läuft er wieder auf den Trail, wo wir
ihn wieder ständig nach dem Hund rufen, nein,
brüllen, hören.
Um 17:30 sind wir am Trailhead.
Dort sehen wir das orangefarbene T-Shirt des Jägers,
das er am Boden beim Trailschild aufgebreitet hat.
Am Metallstab des Trailschildes klebt ein weißer
Zettel, auf diesem steht geschrieben, dass er mit
heutigem Tag fünf Hunde als vermisst meldet
und beschreibt sie ein wenig. Eine sehr, sehr traurige
Angelegenheit
Ehe wir losfahren wollen, kommt der Jäger
mit dem weißen Hund
Der Hund ist komplett fertig, auf den letzten Metern
muss ihn der Jäger schon tragen, da der Hund
kaum noch gehen kann. Der Jäger freut sich,
dass er wenigstens mit zwei Hunden nach Hause kommt.
Es fehlen ihm insgesamt derzeit vier Hunde, einige
davon sogar mit Sender.
Sein einjähriger Sohn hat heute Geburtstag,
zu Hause wird deswegen ein Lu’au vorbereitet.
Einer der Haupthunde gehörte seiner Frau, der
andere seinem älteren Sohn. Er weiß noch
nicht, wie er ihnen beibringt, dass die Hunde weg
sind.
Um 17:45 verlassen wir den Parkplatz, der Jäger
vor uns. Das Auto zeigt nur 17° C an!
45 Minuten später erreichen wir die Koke’e
Rd.
So, nun ab nach Kapa’a, wo wir noch kurz
beim Foodland
ein paar Kleinigkeiten einkaufen
und dann zu den Plantation Hale Suites fahren.
Flugs bereite ich unser Abendessen zu, das wir
uns schmecken lassen 
Für den morgigen Tag sehen wir mehrere Möglichkeiten
vor: Einerseits käme der Pihea
Trail in Verbindung mit dem Alaka’i Swamp
Trail in Frage, andererseits der Mohihi-Wai’alae
Trail, die Trailkombination Cliff-Canyon-Kumuwela-Halemanu-Koke’e
Trail oder auch der Ditch
Trail. Wir haben also sehr viele Möglichkeiten,
nur haben sie einen gemeinsamen Nachteil: Sie befinden
sich in etwa dem gleichen Gebiet
Der Mohihi-Wai’alae Trail wird aus Zeitgründen
nicht möglich sein, dazu ist es jetzt schon
zu spät, da wir für diesen Trail am Vortag
deutlich früher schlafen gehen sollten.
Um Mitternacht gehen wir ins Bett.
Sleep well 
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