Lage:

Vom Hwy. 50, der sich im Süden von Kaua'i befindet, in den nach Norden führenden Hwy. 550 (oder 552, das ist egal, die beiden Hwy.'s treffen später zusammen) abzweigen und bis zum Ende der Koke'e Rd. fahren, (= Pu'u o Kila Lookout).

Trailhead: Pu'u o Kila Lookout
Länge: 8,0  Meilen (in & out)
Dauer: 8 Std.

Link zu dieser Karte, zusätzlich mit Höhenprofil

Die Karten wurde mit dem Street Atlas und der Topo Map von DeLorme erstellt.

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Beschreibung und Bilder:

Die Kombination der beiden Trails zählt wohl zu den schönsten auf Kaua'i. Die Wege werden von einer Vegetation gesäumt, die ihresgleichen sucht. U. a. wachsen Ohia's und verschiedene Sorten von Farnen. Vögel zwitschern ununterbrochen, doch leider bekommt man sie nur selten zu Gesicht.

Klickt auf die Fotos, sie vergrößern sich.

Vom Parkplatz geht man ein paar Stufen hoch und hat bereits einen schönen Blick ins Kalalau Valley.

Es gibt noch einen deutlich schöneren Blick, dieser ist nach 800 m am Pihea Trail. Dazu weiter unten mehr.

Trailbeginn:

Der erste Teil des Pihea Trails liegt vor einem:

Nach nicht sehr langer Zeit hat man, wenn man nach rechts guckt, eine fantastische Sicht über den Alaka'i Swamp, der unter einem liegt.

Weiter geht es am Pihea Trail:

Nach 800 m ab der kleinen Bank am Trailhead ist jene Stelle erreicht, von der aus man den vermutlich schönsten Blick in das Kalalau Valley hat, weil es mittig unter einem liegt.

An einem unserer Volunteertage im Koke'e SP war ein Volunteer-Leiter dabei, der viel wusste. Er erzählt, dass früher im Kalalau Valley 5000 bis 6000 Hawaiianer gelebt haben, bevor die Weißen kamen.

Als die Weißen kamen, verlangten sie, dass die Kinder vom Kalalau Valley in die Schule gehen müssen. Den weiten Weg bis nach Hanalei zur Schule, 10 Meilen one way, war unmöglich, deswegen wurden die Leute mehr oder weniger gezwungen, das Kalalau Valley zu verlassen. Schließlich hat der Staat das Kalalau Valley übernommen und dann an die Familie Robinson verpachtet. Vor 30 Jahren weideten im Kalalau Valley noch Rinder.

E. erzählt weiter, dass sein Vater der zweitletzte Cowboy des Kalalau Valley ist, nur er und ein anderer leben noch. Sie gingen seinerzeit mit den Rindern vom Kalalau Valley nach Hanalei, um die Rinder zu verkaufen bzw. sind mit jüngeren Rindern wieder ins Tal zurück. E.s Vater ist dzt. über 80 Jahre alt.

Und nun weiter beim Pihea Trail.

Nach 1,1 Meilen führt ein kurzer Abstecher zu "Pihea Vista".

Von dort hat man einen herrlichen Panoramablick.
Wieder zurück am Pihea Trail gelangt man nach weiteren 0,7 mi zur Kreuzung mit dem Alaka'i Swamp Trail, einerseits südwärts, andererseits nordostwärts. Von hier bis zum Endpunkt, dem Kihohana Lookout, sind es noch mal 2,1 mi.

Der Alaka'i Swamp ist das größte Hochmoor der Welt. Bis 1998 war der Trail nur sehr schwer gangbar. Seitdem die steg- und treppenartigen Holzbretter im Moor angelegt wurden, ist die Wanderung durch die einzigartige Landschaft fast das ganze Jahr über möglich.

Die weitere Trailbeschreibung ist ident mit jener des Alaka'i Swamp Trails ab der Mohihi Rd.

Direkt bei der Kreuzung wachsen auf der linken Seite Pepper Plants. Man kann auf der Unterseite der Blätter sehr schön die markanten Streifen erkennen (sorry, trotz vieler Schärfversuche wurde das Foto nicht besser, es zeigt aber trotzdem die markanten Streifen).

Für Interessierte an ein wenig Botanik im Alaka'i Swamp habe ich ein paar Informationen mit Fotos zusammen gestellt.

Und weiter geht es durch den herrlichen Wald.
15 Minuten später ist man am Beginn der abwärts führenden Stufen zum Kawaiko'i Stream.
Glücklicherweise liegen große Steine im Matsch, sie helfen aber manchmal auch nur bedingt.

Das Überwinden des Kawaiko'i Streams ist fast immer gut machbar, da große Steine aus dem Wasser ragen.

Nach voran gegangenem heftigen Regen ist der Trail oftmals sehr matschig.

Die Holzbohlen sind in einem teilweise erschreckenden Zustand. Sie sollten eigentlich im Sommer 2012 repariert werden, doch jener Herr, der dies erledigen sollte, erlitt zuvor einen schweren Unfall und war für längere Zeit außer Gefecht gesetzt. Näheres weiß ich dazu nicht, ich hoffe jedoch, dass er ohne bleibenden Schäden überlebt hat.

In der Folge ist der Zustand der Holzbohlen deutlich besser, wenngleich es immer wieder schlechtere Stellen gibt.

Oftmals fällt der für diese Gegend typische Nebel ein:

 

 

So viel Wasser, wie auf nachfolgenden Bildern zu sehen ist, ist nicht zwingend üblich:

Schließlich ist das Ende des Alaka'i Swamp Trails, der Kilohana Lookout, erreicht. Leider wurde die Bank mittlerweile Opfer der Wettersituationen.

Eine tolle Aussicht ist nicht immer sofort gegeben. Manchmal hilft ein wenig warten, aber nicht immer.

Manchmal wird warten belohnt, dann sieht man ins Hanalei Valley bis zur Hanalei Bay und gegenüber (am rechten Foto unterhalb zu sehen) bis zum Wainiha Valley.

Am selben Weg geht es wieder zurück.

Festes Schuhwerk, eine wärmende Jacke, Sonnen- und Regenschutz sowie die Mitnahme von Wasser sind ein Muss, ein kleiner Snack ist auch nicht verkehrt.

Als Alternative zu diesem Trail bietet der Alaka'i Swamp Trail ab der Mohihi Rd.