Der Wecker läutet um 7:30. Wir ignorieren ihn
zunächst, bis er sich 15 Minuten später
nochmals meldet.
Klickt auf die Fotos
zum Vergrößern.
| Ich
bereite unser Frühstück zu und schneide
eine Banana Poka auf. Es ist bisher nur eine
gelb geworden, diese ist tatsächlich
innen reif. Im Inneren befinden sich Körnchen
wie bei der Guave und schmeckt tatsächlich
süß-sauer. |
|
Um 10 Uhr verlassen wir Kapa’a in Richtung
Waimea Canyon. Zunächst möchten wir den
Pihea Trailhead beim Pu’u O Kila Lookout ansteuern,
da wir von dort sehr gut über den Alaka’i
Swamp sehen und beurteilen können, ob überhaupt
und welche der in Frage kommenden Wanderungen sich
lohnen würde.
Um 10:40 biegen wir in Waimea in den Waimea Canyon
Drive ein.
Bei der Abzweigung zu Koke’e
Lodge & Restaurant sehen wir auf der Gegenfahrbahn
ein Auto stehen. Auf der Ladefläche sehen wir,
wie sich eine kurze Hose über einen Hundezwinger
beugt. Plötzlich erkennen wir das Auto! Das
gehört unserem Jäger von gestern, der
so viele Hunde vermisst. Er sieht unser Auto sofort
und macht das „Daumen hoch“-Zeichen.
Ich sage zu Michi „ich glaube, er hat seine
Hunde wieder“! Michi hält das für
unmöglich, aber die Daumen hoch-Bewegung des
Jägers deute ich so. Mitten auf der Koke’e
Rd. drehe ich um und fahre das kurze Stück
zurück, um mich hinter dem Pickup des Jägers
einzuparken.
Er strahlt von einem Ohr zum anderen, er habe alle
Hunde gefunden bzw. sie ihn!
Wie? Was heißt alle? Zwei sind doch tot!?!?
Nein, beteuert er, sie sind nicht tot, sie leben!!!
Dann erzählt er: Es gibt immer wieder Jäger,
die anderen die GPS-Geräte an den Hunden neidisch
sind. Solch ein Jäger muss von der anderen
Seite in den Canyon gestiegen sein (nur von unserer
Seite ist der Zugang unmöglich, da man über
eine Klippe springen müsste) und hat bei beiden
GPS-Geräten an den Hunden den Aus-Schalter
gedrückt!!!
Daher war die letzte Position der Hunde immer die
gleiche und "unser" Jäger schloss
gestern daraus, dass sie tot sind. Heute am frühen
Vormittag fuhr er, wie gestern schon angekündigt,
wieder zum Kohua Ridge Trailhead, wo er gestern
sein T-Shirt zurück ließ, damit die Hunde
- falls sie kommen - seinen Geruch wahrnehmen können
und beim T-Shirt bleiben. Er traute seinen Augen
nicht, als er alle vermissten und die zweit tot
geglaubten Hunde beim T-Shirt fand! Ein schöneres
Happy End hätte die gestern so traurig geendete
Story nicht nehmen können. Wir freuen uns riesig
mit ihm
Seine Frau ist ebenfalls beim Auto, auch das Kind,
aber beide nähern sich uns nicht. Dass der
Jäger aber unser Auto erkannt hat, ist schon
erstaunlich, denn schwarze Jeeps gibt es zuhauf.
| |
Wir verabschieden uns, ich
schieße noch ein Foto von seinem Pickup
mit den Hunden darauf, setzen unsere Fahrt
Richtung Norden fort und parken uns um 11:20
am Pu’u O Kila Lookout Parkplatz ein.
|
Beim Lookout ist nichts mehr mit schönen
Fotos, die Sonne fehlt. Wir warten zwar eine Zeit
lang, aber die Wolkendecke über uns ist zu
kompakt, als dass sie von der Sonne durchbrochen
werden könnte. Wir drehen um, für uns
macht es keinen Sinn.
So, was machen wir mit dem restlichen Tag?
Um das zu überlegen, fahren wir zu Koke’e
Lodge & Restaurant, denn mit hier oben wandern
ist definitiv nichts 
Ohne einen Blick in die Speisekarte zu werfen,
bestelle ich eine Clam Chowder und Michi fragt,
ob es einen Lilikoi Pie gibt. Als Alternative wird
ihm ein Coconut Pie angeboten.
An der Kassa bezahlen wir $ 15. Der junge Mann fragt
uns, welche Sprache wir sprechen und wir antworten
„German“. Darauf sagt er „danke
schen“ und grinst. Dann guckt er mich an,
ein Ruck geht durch seinen Körper und er sagt,
wir wären doch erst vor wenigen Tagen hier
gewesen. Stimmt, gutes Gedächtnis 
Um
12:25 fahren wir die Koke’e Rd. in südliche
Richtung. Bei der Papa’alai Rd. steht
heute das Gate offen, obwohl das gar nicht
sein dürfte!?!? Was soll das?  |
|
| |
Wir kommen nur bis zum zweiten
Gate und dieses ist verschlossen. Man kommt
also auch an einem Wochenende nicht zur
Contour Rd. und zu den westwärts wegführenden
Pisten.
|
Bei der Ha'ele'ele Ridge Rd. steht zwar das Gate
offen, aber die rote Feuerwarntafel ist nicht zu
übersehen, also laufen wir hier nicht, da "not
open to the public" ist.
Zwischen dem geöffneten und gesperrten Gate
stehen ein paar Autos von Jägern. Ok, dann
wieder retour und die Koke’e Rd. weiter in
südliche Richtung gefahren.
Bei der Hunter Checkin Station ist auf dem Black
Board ein Aushang, dass die 2012er Fire Closure
immer noch aktiv. Der Zutritt für Jäger
ist unter gewissen Bedingungen an Wochenenden möglich.
Der Zugang zu den Ridge Roads ist grundsätzlich
gesperrt. Weiters ist am Plan eingezeichnet, dass
der Nualolo Cliff Trail gesperrt ist, was ich aber
ohnehin schon längst weiß.
Um 13:20 fahren wir auf der 552 Richtung Kekaha
weiter.
| Entlang
der Koke’e Rd. blühen im Moment
sehr viele Silk Oaks, sie haben teilweise
mehr Blüten als Blätter. |
|
In Kekaha angekommen sehen wir, dass der riesengroße
Souvenirshop geschlossen hat, auch das Café
daneben ist geschlossen. Wir gehen zum Supermarkt
hinüber und Michi wartet, bis die Kassiererin
frei ist. Michi fragt, wie das mit den Läden
ist, ob diese jetzt dauerhaft gesperrt sind. Nein,
das ist nur am Sonntag so.
Michi nimmt sich einen French Vanilla, der ihm
sehr gut schmeckt, aber auch sehr kräftig ist.
Für mich gibt es Mixed Nuts. Ich streife ein
wenig durch den Laden, gucke, ob es zuckerfreies
Eis gibt, Fehlanzeige 
Für diese Tageszeit ist im Supermarkt sehr
viel Betrieb, aber trotzdem schaffen wir es, mit
der Kassiererin ins Gespräch zu kommen. Ihre
Schwester putzt bei vermieteten Wohnungen und Häusern
in der Gegend. Sie wird sie fragen, ob es ein Mietobjekt
gibt, das für uns geeignet wäre. Sie sagt
aber, dass gerade hier im Umkreis von Kekaha alle
Mietobjekte sehr teuer sind, $ 200 die Nacht und
aufwärts ist üblich. Die Mieteinheiten
stehen oft monatelang leer, aber der Preis wird
trotzdem nicht gesenkt.
Michi schreibt ihr unsere Namen und Email-Adresse
auf, damit sie uns schreiben kann, wenn sie etwas
von ihrer Schwester weiß.
Um 14:20 verlassen wir den einzigen Supermarkt
von Kekaha und parken uns um 15 Uhr beim Hilo
Hattie in Lihu’e ein. Ohne etwas gekauft
zu haben, sind wir kurze Zeit später wieder
draußen, fahren zum Foodland
und anschließend zum Hotel.
Wäsche waschen ist angessagt und anschließend
gehen wir zum Coconut
Market Place hinüber und zu unserem Kaffeestand.
Dort gibt es sogar einen triple espresso!
Wieder im Condo werfe ich das Netbook an, Michi
setzt sich auf den Balkon und liest. Es dauert nicht
lange und wir können den Trockner entleeren.
Das meiste lege ich schön zusammen. Während
Michi am Balkon weiter liest, bügle ich zwei
Hemden.
Schließlich bereite ich unser Abendessen
zu und wir öffnen das neue Glas mit den Pfefferonischeibchen,
sie schmecken sehr pikant 
Die Radarkarte zeigt ziemlich viele Wolken, dieses
Mal vom Südwesten kommend.
Um 23 Uhr gehen wir ins Bett.

|