Samstag, 25. 4. 2009

Pünktlich weckt mich um 6.40 Uhr das Handy. Ich wage einen optimistischen Blick hinaus, aber ich werde enttäuscht: Der Himmel ist dunkelgrau, es regnet

Michi hat ein Auge offen und möchte den aktuellen Wetterbericht von mir hören. Bitte sehr Daraufhin sein Vorschlag: "Wir machen jetzt Arbeitsteilung – du richtest das Frühstück und ich bleibe liegen"

Also gut, ich bin ja nicht so. Wenige später genießen wir unser Frühstück und in dieser Zeit kommt sogar die Sonne heraus Jetzt gibt es nur eines: Ab mit uns auf den Haleakala

Um 10 Uhr sind wir am Summit. Meine Wetteruhr verrät: 17,8° C, es weht allerdings ein kühler Wind.

Mit langer Hose und Fleecejacke beginnen wir den Sliding Sands Trail. Der Vorteil des Regens der letzten Tage ist, dass der Trail feucht ist und nicht so staubt wie sonst.

Wettermäßig sieht es nicht übel aus, am blauen Himmel sind zwar ein paar Wolken, aber sie wirken nicht bedrohlich.

Eine Rangerin kommt uns entgegen und fragt, ob wir Wasser und Sonnencreme dabei hätten, was ich bejahe.

Um 11.15 Uhr kommt plötzlich starker Nebel auf, den können wir nun wirklich nicht gebrauchen

Vorhin haben wir uns noch an der wunderschönen Landschaft erfreut, jetzt ist davon fast nichts zum Sehen, dazu kalter Wind und es nieselt. Wenigstens haben wir schon einige Silberschwerte gesehen.

Nicht zu fassen: Eine halbe Stunde später kommt uns ein junges Pärchen entgegen. Der Mann trägt einen ca. zwei Monate alten Säugling, der außer einen kurzen Hose und Socken nichts an hat und er hat auch keine Sonnenkappe o. ä. Der kleine Knirps ist überall knallrot, ich finde es verantwortungslos, wie die vermutlichen Eltern ihr Kind weder vor Sonne noch vor Kälte schützen.

Ein kleines Stück nach der Abzweigung zum bunten Krater Ka Lu'u o Ka O'o überlegen wir ernsthaft, ob wir weitergehen oder umdrehen sollen. Es herrscht dichtester Nebel, die Sicht ist gleich Null. Fotografieren würde schon deswegen keinen Sinn machen, zusätzlich würde die Kamera durch den Nieselregen nass werden.

So, der Entschluss ist gefasst: Wir drehen um, punktum, es ist 12 Uhr. Meine Wetteruhr zeigt 16,5° C.

Am Rückweg lockert der Nebel nur selten auf. Nach einer Stunde Gehzeit – wir können schon das Visitor Center sehen – hat es 30,4° C und bei diesen wohlig warmen Temperaturen setzt sich ein Marienkäfer auf meinen Arm. Vorsichtig befördere ich ihn auf den Boden.

Am Summit angekommen bittet ein Kanadier Michi, ob er nicht ein Foto von ihm – mit dem Haleakala im Hintergrund – machen könnte. Na klar doch, gerne Wir führen ein sehr nettes Gespräch mit dem Herrn. Er erzählt, dass er auf die Kanarischen Inseln auswandern möchte, wenn er in Rente ist und fragt uns, wo wir wohnen. Unsere Antwort, auf Gran Canaria, glaubt er uns zunächst gar nicht Doch dann will er gleich alles Mögliche wissen, z. B. die Preise der diversen Dinge. Er wolle unbedingt von Kanada weg, da es im Winter extrem kalt wird und er das gar nicht leiden kann.

Nach einiger Zeit verabschieden wir uns. Wettermäßig ist es sonnig, nur ein paar kleine Wolken sind zu sehen, es hat 18,2° C. Der Parkplatz ist maximal zu 2/3 belegt, was nicht dem Normalen entspricht. Seltsamerweise ist nicht mal ein Touri-Bus hier.

Für uns geht es wieder nach unten und um 15.15 Uhr parken wir uns beim "Pukalani Terrace Center" ein, um dem dort befindlichen KFC einen Besuch abzustatten – eine sehr gute Idee von Michi

Aber das Beste kommt vielleicht heute noch, nämlich Ulalena in Lahaina

Um 16.15 sind wir im Hotel. Duschen und Sachen neu zusammen packen ist an der Reihe, ab mit uns nach Lahaina 40 Minuten später sind wir dort und stellen den Jeep auf dem kostenlosen Parkplatz ab.

Und nun wird es spannend: Bekommen wir noch Karten für "Ulalena" oder nicht

Kurz darauf halten wir sie in Händen Premium Seats, L 26 und L 28.

Zusätzlich kaufen wir uns eine kleine Portion Popcorn und bekommen eine Menge, die für vier Leute mehr als ausreichend wäre. Mit einem Diet Coke geht's dann schon

Es sind auch zahlreiche Schüler und Schülerinnen hier, wie man an der Uniform mit der Aufschrift Aina Haina School erkennt.

Die Show sollte – zumindest theoretisch – um 18.30 Uhr beginnen, aber es zögert sich etwas hinaus.

Doch das, was wir dann zu sehen bekommen, ist allererste Sahne Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums von "Ulalena" wurde eine neue Bühnenbildtechnik angeschafft, wodurch wunderschöne Lichteffekte möglich sind. Zwei der uns bekannten Musiker sind auch wieder hier und wie eh und je in Action.

"Ulalena" haben wir schon die Jahre zuvor gesehen, aber das heutige lässt die anderen verblassen. Ob das noch übertroffen werden kann, wage ich ein wenig zu bezweifeln.

Michi kauft mir zum Abschluss des heutigen Tages ein Ulalena-T-Shirt sowie die DVD, die erst im November 2008 herausgegeben wurde.

Nun nichts wie nach Kahului, denn Koffer packen ist angesagt, da wir morgen nach Big Island wechseln. Um 20.50 Uhr sind wir im Hotel, nehmen unsere Wertgegenstände aus dem Safe und checken für morgen früh gleich aus.