Mittwoch, 22. 4. 2009

Um 7.40 Uhr läuten beide Handys, damit wir nicht wieder so verschlafen wie gestern Während Michi weiter schläft, richte ich unser Frühstück, das wir gemütlich verspeisen

Wettermäßig ist es nicht besonders, die Sonne kommt nur sehr spärlich durch, es regnet immer wieder. Zum Witz von dem ganzen läuft draußen die Sprinkleranlage…

Gestern Abend ist offenbar um 18 Uhr die Pride of America ausgelaufen, ein neues Schiff ist noch nicht gekommen. Gegenüber 2007 hat der Schiffsverkehr offenbar nachgelassen.

Um 9.15 Uhr starten wir Richtung Haleakala.

Auf dem Weg zum Auto sehen wir, wie ein Angestellter des Hotels mit einem Gartenschlauch liebevoll die vom Regen durchtränkte Wiese wässert.

Beim Zahlhäuschen des Haleakala NP angekommen, ist der gute Mann die längste Zeit nicht gewillt, uns den Annual Pass zu verkaufen. Sein Argument ist, dass der Pass für den Haleakala NP ohnehin drei Tage gültig sei und wenn wir den Annual Pass kaufen würden, sei dieser dann nur mehr auf Big Island gültig. Ich erkläre ihm, das wissen wir und da wir nach Maui nach Big Island fliegen, wollen wir den Annual Pass. Dann kommt sein nächstes Gegenargument: Auf Big Island sei der dort gekaufte Pass sieben Tage gültig. Ja Himmel noch einmal Wir sind auf Big Island aber nicht 7, sondern 17 Tage – er scheint es zu kapieren, kratzt sich hinter dem Ohr und meint, dann mache der Annual Pass schon Sinn. Ach nee…
Endlich ist er gewillt, sich aus seinem Sessel zu erheben und den Annual Pass hervorzukramen. Nachdem ich $ 25 bezahle, habe, dürfen wir endlich weiter fahren.

Beim Visitor Center legen wir einen Stopp ein, es gibt aber nichts Neues für uns und wir fahren zum zweiten Visitor Center. Hier weht ein ziemlich kalter Wind, ein paar Wolken kommen herein.

Es gelingt uns, ein paar Fotos und Videoschnipsel zu machen und um 11.35 Uhr treten wir die Rückfahrt an, allerdings nur bis zum Halemau'u Trailhead, wo wir um 11.50 Uhr ankommen.

Da es auch hier sehr frisch ist, ziehen wir unsere Anoraks an und machen uns auf den Halemau'u Trail. Es dauert allerdings nicht lange, entledigen wir uns dieser Kleidung wieder, denn mittlerweile hat es sogar 24,5° C.

Zwei Hiker mit Trekkingrucksäcken kommen uns entgegen. Sie haben laut ihren Erzählungen zwei Nächte im Krater verbracht und zwar in der Paliku und Holua Cabin.

Wettermäßig scheint es sich zu bessern. Am blauen Himmel sind nur mehr wenige weiße Wölkchen zu sehen.

Es wird wärmer und wärmer und bei 27.3° C trenne ich mich von meiner Fleece-Jacke. Allerdings kommen gerade Wolken auf uns zu, mal sehen, ob meine Idee, mich von der Fleece-Jacke zu trennen, richtig war.

Kurz darauf ist der Fall gelöst: Feiner Sprühnebel kommt auf uns herunter, genau das, was wir uns wünschen

Um 13 Uhr brechen wir unsere Wanderung auf dem Halemau'u Trail ab, es regnet, wir haben wegen der tief hängenden Wolken keinerlei Sicht, das macht echt keinen Spaß

Eine Stunde später sind wir beim Auto, es hat 23,8° C.

Am unteren Drittel der Old Halealaka Rd. löst mich Michi beim Fahren ab. Auf dem Parkplatz direkt vor dem Starbucks im Pukalani Terrace Center weckt er mich wieder auf. Er holt uns zwei doppelte Espresso ins Auto und fährt dann sogar bis zum Hotel zurück, wo wir um 16 Uhr ankommen.

Hier in Kahului ist es stark bewölkt und sehr windig.
Wir machen es uns in unserer Junior Suite gemütlich und sehen zu, wie von einem Frachter mit der Aufschrift PHTL Jeeps herunter gefahren werden. Unabhängig davon fahren Auslegerboote ab.

Wenn so viele wegfahren, tun wir das auch – und fahren um 16.30 Uhr nach Kihei bzw. weiter nach Wailea, drehen um und parken uns dann am Kihei Town Center ein.

Während Michi meint, es seien genauso viel Touristen wie eh und je, bin ich gegenteiliger Meinung, nämlich, es sind eindeutig weniger Touristen.

Einige Läden werden zum Vermieten angeboten.

Wie gehen in die Tiki Lounge und trinken in der dortigen Bar je ein Cola light und seltsamerweise stellt nun Michi ebenfalls fest, es sei schon verdammt ruhig geworden.

Unser nächster Stopp gilt dem Azeka Plaza Shopping Center und hier zuerst zum Azeka Plaza Mauka Side, also dem Meer zugewandten Teil des Shopping Centers. Vor uns liegt ein zu ca. 50 % gefüllter Parkplatz, der von sehr vielen einheimischen Autos belegt ist, denn Pickups dürften wohl kaum Touristenautos sein.

Auch hier sind einige Läden komplett gesperrt, an vielen Türen hängen Schilder mit der Aufschrift "space available".

Wir gehen zum "Azeka Plaza Makai Side", das bedeutet dem Meer abgewandt und hier sieht es noch trostloser aus als bei Mauka Side, da noch mehr Läden geschlossen sind.

Insgesamt gesehen ist es in Kihei sehr, sehr ruhig, wenn man es mit demselben Monat anderer Jahre vergleicht, in denen wir auch schon hier waren. Es fahren nur sehr wenige Autos, was völlig ungewöhnlich ist, überhaupt um diese Tageszeit.

Wir gehen zum Taco Bell und verspeisen einen "Chicken Ranch Taco Salad", der uns sehr gut schmeckt

Um 19 Uhr fahren wir nach Kahului zurück, wo wir 20 Minuten später auf dem Hotelparkplatz eintreffen.
Ich widme mich dem technischen Teil. Komisch, schon vorhin auf der Fahrt nach Kahului hatte ich starke Kiefer-, Zahn- und Ohrenschmerzen bekommen – was soll dieser Scherz

Fürs Erste beschließe ich, diese Schmerzen beiseite zu drängen, ich will nichts mit ihnen zu tun haben

Es folgt der allabendliche technische Krimskrams. Während Michi TV guckt, lese ich zum ungefähr 100sten Mal im Reiseführer.

Ziemlich früh, nämlich um 23 Uhr, verschwinden wir ins Bett