Dienstag, 21. Juni 2022

Am heutigen Plan steht, den Norden um die Urbanizacíon Famara, La Caleta de Famara sowie Sóo zu erkunden.

Es wäre an der Zeit, endlich mal abseits vom Asphalt zu fahren und wider Erwarten hat Michi nichts dagegen. Ansonsten sagt er immer: Auf Hawai'i gerne abseits vom Asphalt, aber hier nicht mit unserem Auto.

Ich habe die LZ 403 auserkoren...

... und welches Schild steht nach kurzer Zeit? Fahrverbot für Autos und Fahrräder, ausgenommen authorisierte Fahrzeuge. Tja, authorisiert sind wir nicht, also müssen wir schweren Herzens umdrehen. Kaum freut man sich mal, wird die Freude zerstört - durch ein Schild...

Also fahren wir auf der LZ 402 Richtung Caleta de Famara.

Landschaftlich gefällt es uns sehr gut, die Vulkane in der Nähe fehlen uns jedoch.


 


Nachfolgend ein schöner Blick auf die Urbanizacíon Famara, es íst eine "gated comunity", wie man auf Hawai'i sagt. Nur die Zufahrt zum Restaurant ist erlaubt, aber darauf verzichten wir, denn die Speisekarte liest sich für uns alles andere als verlockend.

Am Playa de Famara gehen wir ein wenig spazieren. Die Dünen sehen wunderschön aus, nur schade, dass jede Menge Papier umher liegt. Manche Leute verwechseln die Dünen mit einer Toilettanlage


Dann geht es nach Caleta de Famara weiter. Hier spazieren wir durch die Gassen, Caleta de Famara gefällt uns ausgesprochen gut. Es gibt zahlreiche größere und kleinere Restaurants, es ist wahrscheinlich für jeden das Passende dabei.



Unten stehendes Haus, das bald eher einer Ruine gleicht, wird zu unserem Erstaunen von einem jungen Pärchen besichtigt! Wollen sie es am Ende kaufen? Die Lage ist hervorragend, aber man braucht doch ein wenig Geld, will man das Haus wieder bewohnbar machen.



Auf der Terrasse eines Restaurants, das ich nicht fotografiert habe, lassen wir uns nieder und bestellen pan con alioli. Wir bekommen nicht nur Alioli, sondern auch Mojo verde und Mojo rojo.

Die Alioli schaut seltsam aus, irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass Soja enthalten ist und möchte daher gar nicht kosten. Michi macht kurzen Prozess und fragt den Kellner. Nein, versichert er, es ist mit Sicherheit keine fertige Mayonnaise als Basis, sie machen alle Saucen selbst. Während er diesen Satz sagt, wird er unsicher und meint, er fragt zur Sicherheit den Koch. Die Antwort des Kochs: Heute hat er ausnahmsweise keine Zeit, Alioli selbst zu machen und verwendete daher fertige Mayonnaise. Und was steht auf der Packung? SOJA!!!!! Der Kellner entschuldigt sich zig mal bei mir, er wusste es wirklich nicht, es ist ihm sichtlich unangenehm. Andererseits - es ist ja nichts passiert, also alles in bester Ordnung.

Anschließend fahren wir auf der Piste ein klein wenig weiter.

Wir drehen dann um und fahren auf der LZ 401 in südliche Richtung. Durch Sóo fahren wir nur durch, das genauere Erkunden heben wir uns für ein anderes Mal auf.

Die Landschaft, durch die wir fahren, ist traumhaft schön, Wüste, so weit das Auge reicht. Nur im Hintergrund sieht man Vulkankegel.


Die LZ 58 ist von Beginn bis zum Ende eine nicht asphaltierte Piste, die mit etwas Rumpeln ganz gut befahrbar ist.

Kurz bevor wir zu Hause sind, fragt Michi "und was wäre, würden wir endlich die Ruine aufsuchen, die wir vom Haus aus sehen?" Das ist eine gute Idee. Von Dorina und Felipe wissen wir, wie wir fahren müssen. Wir fahren natürlich auf einer Piste! Ganz nach meinem Geschmack.

Keine Menschenseele weit und breit - nur wir, wieder einmal mehr

Bis zum gesuchten Haus, das mittlerweile eine Ruine ist, können wir nicht fahren, eine Kette quer über die Piste gespannt, verhindert es. Den Rest laufen wir zu Fuß weiter.

Bei dem weißen langenEtwas muss es sich in früheren Jahren mal um eine Wasserrinne gehandelt haben, das runde Etwas war möglicherweise ein Sammelbecken. Es sind aber nur Vermutungen.

Nach ca. 10 MIn. Fußweg sind wir bei der Ruine. Schilder warnen vor plötzlichem Zusammenfall. Ok, wirklich gut sieht die Ruine nicht aus, aber welche macht das schon?

Wir gehen rund um die Ruine. Im Inneren gab es zahlreiche nicht sehr große Räume.

Wie haben die Leute früher in diesem Haus gewohnt? Ich vermute, sie waren zufrieden, denn das Gebiet rundherum ist sehr fruchtbar - dazu weiter unten mehr.

Auf der Rückseite ist diese "Höhle", die im Inneren so aussieht, als wäre sie früher ein Wassertank gewesen. Die Wände sind betoniert oder wurden mit ZIegeln aufgebaut und anschließend verputzt. Leider liegen sehr viele ehemalige 8 l-Plastikkanister drinnen, in denen früher Wasser verkauft wurde - wie auch heute noch.

Aber wie Dorina und Felipe richtig sagten: Das Haus bzw. die Ruine liegt traumhaft schön!

Auf der einen Seite sieht man bis zum Meer und am Bild unterhalb sieht man zum Parque Nacional de Timanfaya. Es weht ein relativ heftiger Wind, aber den kennen wir bestens seit fast 3 Wochen.

Das Bild unterhalb zeigt, woher wir gekommen sind - auch von dieser Seite, wo wir jetzt stehen, sieht es wunderschön aus. Keine Frage, in diese Gegend kann man sich rasch verlieben.

Bereits früher, als die jetzige Ruine noch bewohnt war, wurde mit ziemlicher Sicherheit schon Wein angebaut und die Trauben geerntet. Die Felder sind auch heute noch riesengroß! Am Bild unterhalb sieht man, dass es den Weinstöcken völlig genügt, wenn sie etwas Luftfeuchtigkeit bekommen, bewässert wurden und werden sie nicht, zumindest diese hier nicht.

Nach längerer Zeit treten wir die Rückfahrt an und lassen zu Hause den Tag Review passieren.

Buenas noches