Sonntag, 12. 7. 2015

Um 5:30 läutet der Wecker. Draußen ist es schon hell. Die Radarkarte sieht ganz gut aus. Ich bereite unser Frühstück zu, wir genießen es in aller Ruhe

Im Forum lese ich, dass UNA nicht funktioniert.

Um 7:40 verlassen wir das Hilo Hale und fahren Richtung Westen. Es ist herrlichstes Wetter.

Klickt auf die Fotos, sie vergrößern sich.

Knapp vor dem MM 47 sehen wir rechts neben dem Straßenrand ein braunes Holzschild mit der Aufschrift "Kapapala Ranch".

Kurz nach 9 Uhr biegen wir nur wenig nach dem MM 70 zur Kahuku Unit ein. Es ist herrlichstes Wetter. Die Kahuku Unit ist Teil des Hawai'i Volcanoes NPs.

Nach einem kleinen Gespräch mit einem deutschen Pärchen gehen wir zum Ranger hinüber und erfahren, dass die Kahuku Unit mittlerweile nicht mehr jeden 1. Samstag im Monat gesperrt ist, sondern jedes Wochenende von 9am bis 3pm geöffnet ist. Wir bedanken und verabschieden uns.

Zu unserer Linken ist der Lower Palm Trail.

Um 9:30 sind wir beim Upper Palm Trail. Kurz darauf steht ein Schild, dass ab hier Fahrräder verboten sind.

Die Piste ist zumindest hier in eiem guten Zustand, Allrad ist jedoch Pflicht.
Zehn Minuten später sind wir beim Gate. "Road is open, please close gate after entering".
Kurz nach dem Gate steht zur Linken ein alter Wassertank.

Die Piste ist nur im ersten Stück gut befahrbar, danach ist es die alt bekannte, immer mieser werdende Qualität.

Wir kommen zu einem weiteren Wassertank, dahinter sind zwei Picknickplätze.
Bald darauf sehen wir zu unserer Linken eine alte Viehverladestation.

Wenige Meter später ist der Lower Kona Trailhead. Beinahe hätten wir ihn übersehen, weil das Schild am Boden liegt. Es wird wohl der Wind umgeblasen haben, ich stelle es wieder auf.

100 m weiter sehen wir ein Schild mit dem Hinweis für den Parkplatz, angeschrieben mit "Lower Glover". Hier stellen wir das Auto ab. Für jene, die ein WC benötigen: Hier steht eines.

Nun gehen wir zum Lower Kona Trailhead hinunter. Es ist 10 Uhr.

Der Trail führt über Wiese, ca. 1 m breit und frisch gemäht. Beidseits ist saftiges Weideland. Es wachsen sehr viele Ohia lehua, von denen zahlreiche blühen.

Das seltsam aussehende heißt Kukuyu. Es ist ein afrikanisches Gras, das für die Rinder besonders gut ist und sehr hoch wird.
Wir laufen über das saftig grüne Gras weiter.

Nach 50 Minuten sind wir der Mauer sehr nahe.

Nach 2,7 Km erreichen wir den West Edge vom 1887 Lava Flow. Es ist ein riesengroßes Lavafeld, auf ihm verläuft die Nationalparksgrenze in Form eines Zaunes.

Vor uns sehen wir auf der Anhöhe und hinter dem Nationalparkszaun zwei Häuser zur Rechten, das dritte von rechts scheint ein überdachter Wassertank zu sein. Diese Häuser gehören zu den Ocean View Estates.

Nun laufen wir über ein kurzes a'a-Lavafeld, ehe wir wieder auf die grüne Wiese kommen.

Zu unserer Linken stehen vier Bäume mit einem Metallband. Der vorderste dürfte ein seltener Baum sein, den wir jedoch nicht zuordnen können. Der Ohia, der angelehnt wächst, hat ebenfalls ein Metallband.
Zur Rechten blüht ein wunderschöner A'ali'i.
Links auf einem alten Pfosten ist ein weißes Schild mit weißer Aufschrift "US Boundary NPS" und 90° rechts geht der Trail weiter.
Hier wachsen vermehrt A'ali'i und Pukiawe mit vielen weinroten Beeren.

Etwas abseits des Weges lassen wir uns auf einem quer liegenden Baumstamm nieder und picknicken.

Und dann wandern wir weiter

Es wachsen sehr viele Ohia lehua und Koa Trees und auch sehr viele Farne.

Wir sehen auch eine einzige gelbe Ohia-Blüte.

Gut, dass wir nicht mehr allzu weit bis zum Auto haben, wettermäßig sieht es immer mehr nach Regen aus.
Um 13:30 sind wir am Upper Kona Trailhead.
Wenige Minuten vor Erreichen des Autos beginnt es zu tröpfeln und kurz darauf sind wir bei unserem roten Gefährt. Der Regen prasselt nur so auf das Autodach und wir hören etliche Donnerschläge

Kurz vor 14:30 sind wir bei den Rangern.

Ein Auto kommt und "schmeißt" sein Auto neben unseres hin. Die Rangerinnen zucken zusammen, so rasch haben sie noch nie ein Auto von oben herunter kommen gesehen, es muss etwas mit dem Auto los sein. Und tatsächlich, das Auto hat einen Defekt und fährt nicht mehr, es rollte ohne Motor herunter und der Fahrer wollte nicht abbremsen, um wirklich bis zu den Rangern zu kommen.

Ein anwesender Radfahrer schiebt zusammen mit Michi das Auto an, damit es bis zum Hwy. hinunter rollen kann, der Abschleppwagen wurde schon bestellt.

Nun ist es 14:45 und wir treten die Rückfahrt an.

Wir biegen in der Folge zum Volcanoes NP ab, wo sehr viele Autos vor uns stehen. Fehlt nur noch, dass wir den Hwy. blockieren würden. Mit staunenden Augen sehen wir, dass beim Kassenhäuschen die Autos einfach durch gewunken werden, keiner muss zahlen, es wird kein NP-Ausweis kontrolliert – nichts. Bei uns dasselbe. Was soll das?

Im Visitor Center fragen wir eine Hilfsrangerin, ob es heute etwas Spezielles im NP gibt, nein, sie weiß nichts. Wir erzählen, dass kein Eintritt kassiert wird, keine NP-Pässe kontrolliert werden. Schon kommt ein junger Ranger und sagt, wenn die Autoschlange bis zum Hwy. steht, wird einfach durch gewunken, damit es schneller geht.

Wir plaudern noch ein wenig mit Aloha (so ihr Name), die hinter der Kassa steht.

Beim Visitor Center zapfen wir Wasser und fahren dann nach Volcano zum Volcano Store. Michi holt sich einen Kaffee und wir suchen uns hübsche Blumen aus, denn jene vom Hilo's Farmers Market sind schon am Verblühen. Nun haben wir 12 verschiedene Sorten um $ 6,50.

Im Nieselregen geht es nach Hilo. Dort tanken wir bei der Safeway. Anschließend geht es zum Foodland und sind um 18:00 zu Hause.

Michi bereitet uns Kaffee zu, den wir genießen

Dann füttere ich die Waschmaschine und bereite nebenbei Pasta asciutta zu.

Das sie die heute im Volcano Store gekauften Flamingo-Blumen. Hübsch, oder?

Anschließend setze ich mich zum Netbook, richte vorübergehend ein UNA-Board für Gestrandete ein, bis "reh" sein Forum wieder zum Laufen gebracht hat. Zu später Stunde stelle ich mich noch zum Bügelbrett. Erst um Mitternacht bin ich fertig mit der Bügelei.

Um 2 Uhr gehen wir ins Bett.

Sleep well