Montag, 13. 7. 2015

Der Wecker läutet gar nicht, da wir zuvor munter sind. Es schüttet unglaublich

Nach einem ausgedehnten und gemütlichen Frühstück verlassen wir um 11:30 das Hilo Hale.

Zuerst fahren wir zum Hilo Bay Café, um zu fragen, ob das Rib Eye Steak mit oder ohne Soja ist. Alle anderen Speisen im Hilo Bay Café sind zu asiatisch angehaucht, sodass ich höchstwahrscheinlich davon gar nichts essen könnte, obwohl ich gerne möchte.

Bei 33° verlassen wir das Hilo Bay Café unverrichteter Dinge, das wird nichts für unseren Hochzeitstag.

Wir fahren zum 1910er Haus und biegen dort in die Waianuenue Ave. ein, um in der Folge zunächst auf der Saddle Rd. zu fahren. Ich will nicht behaupten, dass wir schönstes Wetter haben.

Klickt auf die Fotos, sie vergrößern sich.

Um 13 Uhr parken wir uns beim Pu'u Huluhulu ein. Wir sehen drei Autos, die offenbar zusammen gehören mit der Aufschrift "University of Hawai'i, Hilo". Die Insassen kommen gerade auf die Autos zu und fahren die Mauna Kea Access Rd. hoch. An Bord der Autos sind Schlafsäcke etc. Dabei darf Campingmaterial gar nicht mehr hoch transportiert werden.

Wir fahren weiter Richtung Waimea, da wir gerne ein Stück der R 1 fahren fahren würden.

Um 13:30 biegen wir Richtung Waikii, das ist der alte Teil der Saddle Rd., ab.

Zwei Minuten zweigen wir zur Kilohana Checkin Station ab, wo die R 1 beginnt.

Ich trage uns in die Liste ein und um 13:55 starten wir mit eingelegtem Allrad

Es ist strahlend blauer Himmel, der mit ein paar zarten Wölkchen verziert ist

Rechts von uns ist das R 1-Schild mit "road open to", unterhalb steht "Mile 34", wir fahren entgegen dem Uhrzeigersinn.

Kurz darauf gebe ich den Allrad wieder heraus. Die Piste ist hier in einem solch guten Zustand, dass ich ihn nicht benötige.

Wir kommen an einem Wassertank mit der Aufschrift "do not drink" vorbei.
Um 14:30 kommen wir zu einer Y-Gabelung. Die R 1 geht rechts weiter, wir fahren jedoch geradeaus, Richtung Pu'u La'au.
Wir parken uns ein Stück unterhalb ein, nehmen unsere Sachen und gehen das letzte Stück zu Fuß, denn oben ist fast kein Platz zum Umdrehen, das kenne ich bereits.

Wir schießen vom Pu'u La'au ein paar Fotos, plötzlich kommt ein junger Mann schnaufend mit einem GPS-Gerät in der Hand zu uns herauf. Michi fragt, ob er seine Hunde sucht. Nein, sagt er, er nimmt GPS-Koordinaten, denn sie planen hier einen Trail anzulegen. Und so kommen wir mit ihm, der sich als Jackson vorstellt, ins Gespräch.

Er arbeitet am Projekt restoremaunakea.org. Für den neuen Trail sollen auch Informationstafeln erstellt werden.

Dann zeigt er uns die Grenze zur Parker Ranch. Wir können sogar den Zaun erkennen. Auf der einen Seite ist die Wiese grün und mit vielen Bäumen bewachsen. Auf der anderen Seite ist das Gras vertrocknet und es liegen viele tote Baumstämme am Boden, letzterer Teil ist der Parker Ranch Anteil.

Die hohen Bäume im Hintergrund wurden in den 1930er Jahren gesetzt, das war ein Versuchsprojekt.

Er zeigt uns einen Mamane Tree (ok, den habe ich auch ohne ihn erkannt).

Es gibt einen vom Aussterben bedrohten Vogel, den Palila, der an seinem grellgelben Kopf und grauem Körper gut zu erkennen ist. Er hat auch einen ganz bestimmten Laut beim Zwitschern, wenn man das einmal gehört hat, erkennt man jeden Palila. Dieser Vogel frisst nur die Schoten der Mamane Trees.
Jackson meint, dass vielleicht im Juli 2016 der Trail bereits fertig ist, sodass wir ihn laufen können. Uih, das wäre natürlich toll!

Er erzählt weiter, dass er und sein Team sich schon die längste Zeit mit dem Trailnamen beschäftigen, ihnen aber nichts Vernünftiges einfällt. Wie bitte? Der Name des Trails liegt doch klar auf der Hand! "Pu'u La'au Trail" natürlich! Jackson greift sich auf den Kopf, ja, DAS wäre ein richtig toller Trailname, er hätte selbst darauf kommen können.
Ich bin ja gespannt, ob der Trail auch diesen Namen erhält oder doch einen anderen.

Ganz im Hintergrund ist ein wenig vom Haleakala auf der Nachbarinsel Maui zu erkennen.

Schließlich verabschieden wir uns und fahren zu einem alten Hunter Checkin Häuschen, da ich weiß, dass dort wild plums wachsen. Und ja, es sind schon einige wilde Pflaumen reif. Falls Jackson später versucht, ein paar wild plums zu finden, wird er sich wundern
Hinter dem Baum ist ziemlich versteckt eine Gedenktafel zu sehen.

Ich begutachte das Hunter Checkin Häuschen.

Weiter geht's.

Um 15:35 sind wir an der Gabelung mit der R 1 und der R 10, die R 10 verläuft rechts, die R 1 links, wir fahren links.

Kurz darauf ist zur Linken eine Überdachung.

Bald stehen wir auf einem Aussichtspunkt und gucken Richtung Waimea und zu den Kohala Mountains, dahinter sehen wir Haleakala auf der Nachbarinsel Maui.

Es ist richtig schön hier, wir genießen diese Landschaft und die Ruhe.

Um 16:15 treten wir die Rückfahrt an.

Zwanzig Minuten später parken wir uns beim großen Wassertank ein, hier ist eine Sandalwood Enclosure. Diesen Tipp haben wir von Jackson bekommen und er sagte dazu, dass das auch Touristen zugänglich ist.

Das Tor lässt sich leicht öffnen, wir gehen auf das dicht Bewachsene zu. Wir hören keinen einzigen Vogel, obwohl laut Jackson hier etliche zwitschern sollten.

In dieser Enclosure wachsen nicht nur Sandalwoods, sondern auch sehr viele spezielle Pflanzen. Etliche haben ein rotes Band, leider sind die Bänder nicht beschriftet.

Um 17 Uhr sind wir wieder beim Auto und fahren Richtung Saddle Rd.

Beim unteren Hunter Checkin Häuschen trage ich uns wieder aus. Ein Blick auf die Uhr zeigt: 17:45.

Wir biegen auf den alten Teil der Saddle Rd. ein und fahren in der Folge am neu ausgebauten Highway Richtung Hilo.

In Hilo zapfen wir Wasser, tanken das Auto voll und fahren dann zum Pond's, um nachzufragen, ob es Steaks ohne Soja gibt. Alle Steaks kann ich ohne Soja bekommen. Daraufhin reservieren wir einen Tisch für den 16. um 18:30. Am Donnerstag ist außerdem Lobster-Tag, das wäre für Michi etwas.

Zu Hause bereite unser Abendessen zu, während dessen überspielt Michi die Fotos und gibt die Akkus in die diversen Ladestationen.

Dann setze ich mich vor das Netbook, während sich Michi mein iPad schnappt und zwischendurch etwas TV guckt.
Hoch erfreut lese ich, dass heute Nachmittag die Mauna Kea Access Rd. wieder bis zu den Observatorien geöffnet wurde!! Nur für Allradfahrzeuge, aber wir haben ja einen Wrangler.
Umgehend rufe ich Markus an, DAS wäre vielleicht noch DIE Möglichkeit, das ursprünglich geplante Treffen beim Mauna Kea Visitor Center in die Realität umzusetzen. Aber zu dumm, sie fliegen morgen Vormittag nach Kaua'i. Wie schade

Um 1:30 ist Licht aus.

Sleep well