Donnerstag, 29. 5. 2014

Um 09:00 läutet der Radiowecker. Uihh, haben wir gut geschlafen! Aber Moment mal, warum 9 Uhr? Er sollte doch um 8 Uhr läuten?

Egal, unverzüglich springen wir aus dem Bett, Michi verschwindet ins Bad und ich in die Küche.

Das Frühstück genießen wir in aller Ruhe, es schmeckt köstlich

Ich gucke auf meine Uhr, sie zeigt eine Stunde früher an, ich gucke zum Radiowecker, er zeigt eine Stunde später an. Das Rätsel raten beginnt. Michi meint, er habe am Radiowecker irrtümlich zwei Tasten betätigt, eine davon hat die Uhr um eine Stunde vorgestellt. Demnach sind wir doch nicht zu spät aufgestanden

Klickt auf die Fotos, sie vergrößern sich.

Ich packe unsere Sachen zusammen und wir fahren zum DLNR in Makiki Heights. Wir könnten zwar, da wir nur ein Permit holen wollen, das verschlossene Tor öffnen, aber wir möchten uns lieber die Füße vertreten und gehen die paar Meter zu Fuß hoch.

Heute werden wir von eine Hawaiianerin begrüßt, die wir noch nicht kennen. Sie macht einen sehr kompetenten Eindruck. Die andere Lady, die wir von früher kennen und die uns jahrelang bediente, ist auch heute nicht hier, sie ist auf Maui. Wenn wir bei ihr ein oder gar zwei Permits brauchten, das dauerte echt ewig, locker sind zwei Stunden weg wie nichts.

Die Hawaiianerin gibt uns die Permits, die Michi ausfüllt und sie kümmert sich auch um die Gate-Nummern für die Poamoho Access Rd. Dort ist Gate 2 mittlerweile offen, nur für Gate 1 und 3 brauchen wir die Nummern.
Sie macht uns mehrfach darauf aufmerksam, dass wir besonders auf der Poamoho Access Rd. auf die Wetterbedingungen achten sollen, denn bis vor kurzem war es dort sehr nass, da es viel regnete.

Schließlich haben wir die Permits mit den Stempeln in der Hand und die Lady erzählt, dass sie nur heute als Aushilfe hier ist.

Nun fahren wir Richtung Wa'ahila Ridge Trailhead.

Dazu fahren wir am H 1 East so lange, bis eine große grüne Tafel mit der Aufschrift "6th Ave." erscheint, dort verlassen wir den H 1 East. Sofort danach fahren wir links und befinden uns auf der Waialae Street. Dieser folgen wir so lange, bis nach rechts die St. Louis Street geht.

Diese ist eine serpentinenartig angelegte Straße, die steil bergauf führt, wir fahren durch eine Wohnsiedlung mit teilweise eher herunter gekommenen Häusern.

Nach einiger Zeit geht rechts die Peter Str. weg, diese fahren wir so lange entlang, bis nach links (bei einem Kamehameha-Zeichen, das von einem Baum fast verdeckt ist) ein dead-end-Schild ist.

Dort biegen wir ein.
Das Gate ist von 07:00am bis 07.45pm geöffnet.
Nach kurzer Zeit sind wir am Parkplatz des Wa'ahila Ridge Trails.
Das Trailhead-Schild ist ein wenig versteckt, aber man sieht es beim Behindertenparkplatz links davon. Dort steht auch ein braunes Schild mit gelber Aufschrift "to Mountain Trail".

Um 13:30 sind wir startklar

Schon zu Beginn geht es bergan, wie es sich für einen Ridge Trail gehört. Der Trail ist jedoch sehr breit. Wir laufen auf Lehmboden, der mit Steinen und Wurzeln durchsetzt ist. Es wachsen sehr viele Norfolk Pinien und Strawberry Guavas.

Bald danach sehen wir zur Rechten ein altes Schild mit der Aufschrift "Wa'ahila Ridge" und direkt gegenüber, also links, einen großen schwarzen Wassertank aus Metall.

Die erste reife Strawberry Guava!
Nachdem das Bergauf fürs Erste überwunden ist, kommen wir in eine schlammige Gegend und müssen immer wieder ausweichen.
Bei einem unklaren Schild mit dem Pfeil nach links gehen wir rechts weiter und stehen kurz darauf bei den Leitungen einer Telekommunikationsanlage. Ok, wir sind falsch und drehen um.
Nach dem Weitergehen sind nach links einige Stufen eingebaut, sie sind sehr rutschig.

Dann geht es sehr steil über ein enorm stark durchwurzeltes Gebiet hoch. Insgesamt geht es am Trail ständig bergauf und bergab.



Irgendwann blicke ich zum Himmel, der sehr grau ist. Das sieht nach Regen aus. Ich bin fürs Umdrehen, Michi meint "ach, du mit deinem Geunke". Kaum hat er die Worte fertig gesprochen, beginnt es zu regnen Daher drehen wir um.

Ätsch!

Auf dem Rückweg hört nach einiger Zeit der Regen auf und wir können die Regencaps ablegen ubd kurz darauf sehen wir schon wieder blauen Himmel.

Zwei deutschsprachige Männer überholen uns. Sie scheinen mehrmals am Allerwertesten gesessen sein.

Schon in Sichtweite des überdachten Picknickplatzes gehe ich auf die Anhöhe und sehe links eine Bank, von der aus man eine schöne Sicht auf den Diamond Head hat, auch wenn er ein wenig durch Bäume verdeckt ist.


Wir lassen uns nieder und genießen die Landschaft um und unter uns.

Um 15:15 sind wir beim Auto und fahren zum Ala Moana SC. Auf dem Weg dorthin haben wir einen schönen Blick zum Diamond Head.

Bereits vom Parkplatz aus sehen wir einen AT&T-Laden. Ein sehr freundlicher Herr empfängt uns und fragt nach unseren Wünschen. Der Angestellte bekommt große Augen und fragt, ob wir eine amerikanische Kreditkarte haben, denn solch eine sei Bedingung. Michi verneint, wir haben europäische Kreditkarten. Unsere gute Laune verflüchtigt sich Der Herr sagt, es gäbe noch einen anderen Weg, aber dazu braucht er das iPad, das wir aber nicht mithaben.

Michi wechselt das Thema und fragt nach einer SIM-Karte für sein Handy. Na immerhin, das kann er mit der europäischen Kreditkarte kaufen oder auch cash. Es gibt $ 25/Monat, für zwei Monate also $ 50. Wir sind erstaunt, dass das so viel kostet, flüstert der Angestellte, es geht auch, die $ 25 auf zwei Monate zu strecken. Wie bitte? Warum sagt er das nicht gleich? Er holt eine SIM-Karte hervor, legt sie in Michis Handy ein. Dann dauert es eine Zeit lang, bis sich die SIM-Karte meldet und dann ist die Karte sofort frei geschaltet.

Wir verabschieden uns. Michi möchte einen doppelten Espresso, den er genießt Dann fahren wir zum Hotel, wo wir mit Hilfe des Föhns das iPad aus der Hülle nehmen und fahren wieder retour zum Ala Moana SC.

Mit dem iPad unter dem Arm betreten wir den Laden und stellen fest, dass der Verkäufer von vorhin nicht mehr hier ist, obwohl er zuvor sagte, er habe heute bis zum Zusperren Dienst. Stattdessen heißt uns eine junge Dame willkommen, sie scheint sich gut auszukennen. Michi unterhält sich mit ihr und nach einigem hin und her meint sie, es könnte auch ohne amerikanischer Kreditkarte und ohne amerikanischer Adresse funktionieren. Wir könnten um $ 15,- eine SIM Card kaufen oder um $ 50,- einen 5-GB-Vertrag kaufen. Sollte sich die SIM Card nicht aktivieren lassen, dann sind allerdings die $ 50,- weg. Wenn wir allerdings nur die SIM Card kaufen und es selbst versuchen, dann zahlen wir die SIM Card mit $ 15,- und wenn der Vertrag nicht zustande kommt, ist man nur $ 15,- los. Wir kaufen die SIM Card und ziehen mit dieser ab.

Wir gehen in den Apple Store, in dem ich die WLAN-Verbindung aktiviere. Ich öffne das SIM Card-Konto und schon ist die Verbindung zu AT&T hergestellt

Michi und ich arbeiten uns durch die einzelnen Menüpunkte, aber bei der Eingabe der Telefonnummer gibt es das erste Problem. Unsere spanische Festnetznummer hat zwar einen 3-stelligen Area Code, aber die Telefonnummer selbst ist 6-stellig, für AT&T braucht man jedoch eine 7-stellige Telefonnummer. Ich hänge einfach eine Null hinten dran

Bei der Wohnadresse dann das nächste Problem, da der Staat nicht stimmt. Keck gebe ich "HI" für Hawai'i ein. Als nächstes passte der Zip Code nicht, also tippte ich den Zip Code von Honolulu und die Hoteladresse ein, schließlich wohnen wir dort auch jetzt

Dann wähle ich noch den "Plan" und wähle dafür 1 GB für drei Monate. Die Kreditkartendaten werden erstaunlicherweise akzeptiert.

Nach einigem Hin und Her wird alles akzeptiert, jedoch ist der Vertrag plötzlich ein anderer, nämlich 3 GB für 30 Tage. Na gut, auch egal, ich stimme zu und schon habe ich über die SIM Card die Verbindung zu AT&T.

So, das wäre nun erledigt. Total ausgefroren und heiser, weil es im Apple Store so kalt ist, verlassen wir diesen und gehen Richtung Auto. Auf dem Weg dorthin fällt Michi ein, dass wir jetzt nicht wissen, wie wir den Vertrag verlängern können. Also gehen wir nochmals zum AT&T-Laden zurück und fragen den Herrn beim Eingang. Wir erfahren, dass sich der Vertrag automatisch um jeweils 30 Tage verlängert. D. h., dass ich vor dem Ablauf des zweiten Monats den Vertrag kündigen muss.

Nun gehen wir in den Makai Food Court, um je eine Clam Chowder zu genießen.

Um 19:40 sind wir wieder im Hotel. Ich gehe ins Internet und Michi guckt TV.

Um 00:30 verschwinden wir ins Bett.

Sleep well