Donnerstag, 27. 6. 2013

Das Handy holt uns um 5 Uhr aus dem Schlaf. Kurz darauf hören wir einen Flieger und auch unser Hahn nähert sich. Wenige Coqui-Frösche sind wach, die anderen scheinen noch zu schlafen.

Rasch bereite ich unser Frühstück zu und wir genießen es in aller Ruhe Dann packe ich die restlichen Sachen zusammen, heute steht Volunteering am Programm. Um die Melone mit all dem, was ich bei der ’Ainahou Ranch zum Aufschneiden benötige, sicher transportieren zu können, hole ich den Wäschekorb, dort hat sogar die 21 Pfund große Melone noch Platz. Schneidbrett, Messer, Geschirrtücher, Servietten dazu, dann ist alles komplett. Die Melone ist gut gekühlt, sodass sie allen gut schmecken wird. Ich nehme noch 2 Wasserflaschen für die Ranch mit, da es dort immer noch kein fließendes Wasser gibt.

Um 7 Uhr verlassen wir unser Haus und fahren 35 Minuten später beim Kassenhäuschen des Volcanoes NP vorbei. Wettermäßig sieht es alles andere als gut aus

Am Crater Rim Drive fällt uns ein, dass wir den Dispatcher nicht angerufen haben, daher drehen wir um, um zum Kilauea Visitor Center zu fahren. Plötzlich, sozusagen aus dem Nichts, kommt rechts aus dem Wald ein Radfahrer heraus!!! Ich bremse auf Teufel komm’ raus, mit so etwas rechnet man doch wirklich nicht. Er trägt einen regenfesten Anzug, der Rucksack ist ebenfalls regenfest. Ob er dort drinnen übernachtet hat?

Das Visitor Center ist noch geschlossen, es sperrt erst um7:45 auf. Im Inneren sehen wir eine Hilfsrangerin. Sie holt den Schlüssel und sperrt auf.
Aber unsere Bitte, dass wir den Dispatcher anrufen möchten, ist ihr unheimlich. Sie läuft nach hinten, um einen Ranger zu holen, aber es ist noch keiner hier. Michi erklärt ihr, dass wir das immer so handhaben und nur das Telefon benötigen, mehr nicht, die Nummer vom Dispatcher haben wir ohnehin. Völlig verunsichert gibt sie Michi den Telefonhörer und er ruft den Dispatcher an. Auch dieser scheint noch zu schlafen, denn erst nach mehrfachen Erklärungen versteht er, worum es geht

Endlich ist das erledigt und wir fahren unserem heutigen Ziel entgegen.

Um 8:05 schließt Michi das ’Ainahou Gate auf und 10 Minuten später sind wir am Ranchgelände.

Klickt auf die Fotos zum Vergrößern.

Wir öffnen den Schuppen und holen das Werkzeug, das wir benötigen. Bei den Picknicktischen beginne ich, das viele Laub, das schon wieder herunter gekommen ist, zusammen zu rechen. Auch hier hat es geregnet, entsprechend nass ist alles.

Michi befasst sich mit den Reifen der beiden Schiebetruhen, nun sind die Reifen wieder in Ordnung.

Gegen 9 Uhr kommt M. und kümmert sich um die Lillys, die sie nochmals sprühen muss. Dann taucht S. mit R. auf und sie sind erstaunt, dass Alana noch nicht hier ist. Auch F. kommt wieder! Wie schön! Ihn haben wir in den letzten Jahren vermisst. Auch die Fotografin mit ihrer Enkelin kommt und schließlich um 10:30 Alana mit weiteren Volunteers.

Kurz darauf parken sich zwei Rangerautos ein, es steigen einige Ranger aus. Sie gucken sich wegen der Wasserleitung um, die vor wenigen Jahren gekappt wurde. Sie besprechen etwas und am Ende ist klar, dass der Wasseranschluss wieder hergestellt wird.

Alana bittet mich, bei einem bestimmten Baum die Äste zu kürzen, was ich auch mache.

Um 12 Uhr ertönt der Gong, es ist Lunch-Time. Ich eile zum Auto und hole den Wäschekorb mit der Wassermelone und anderen Dingen. Michi und ich schneiden die Wassermelone in Scheiben. Andere haben weiteres Obst, Butter Rolls, Macadamia Nuts usw. mitgebracht und jeder bedient sich an allem.
Gut, dass wir so viele Leute sind, so wird mehr als die Hälfte der Melone verspeist.
Wir plaudern über Gott und die Welt und nach 45 Min. verabschieden sich die meisten, sie haben am Nachmittag etwas Anderes vor.

Michi und ich (auch die anderen) arbeiten weiter, ich schnipple beim Baum fertig, bis Alana um 14 Uhr sagt, wir sollten zusammen räumen und etwas früher Schluss machen.

Nicht schon wieder so früh! Es gibt doch so viel zu tun! Aber es hilft nichts, wir müssen zusammen packen

Um 14:30 verlassen wir das Gelände und fahren zur Mauna Ulu Parking Area. Die Sonne lacht vom blauen Himmel und ich fotografiere zwei Nene.

Um 15 Uhr verlassen wir den Volcanoes NP.

In Volcano entern wir den Kilauea General Store. Michi gönnt sich einen Vanilla latte und ich nehme mir eine Minestrone, die ich in der Mikrowelle weiter erhitze. Nun ja, besonders lecker ist die Minestrone nicht. Michi ist von seinem Vanilla latte auch nicht sonderlich begeistert. Ich mache den Vorschlag, zum Starbucks nach Hilo zu fahren und um 16 Uhr parken wir uns dort ein.
Die beiden gekauften Espresso trinken wir ausnahmsweise nicht vor Ort, sondern nehmen sie mit nach Hause. Es ist irgendwie gemütlicher.

Anschließend werfe ich die erste Waschmaschine an, es ist aber nicht die einzige heute.

Die Laundry ist sagenhaft, das muss man gesehen haben. Zwischen den Holzbalken an der Decke stecken lange Enden von Nägeln, die offenbar von oben hinein geklopft wurden. Wenn hier eine nur etwas größere Person als ich stehen möchte – na, gute Nacht, das gibt Kopfverletzungen.
Auch rundherum in der sogenannten Launry sieht es vielleicht aus: Erde, Lavasteinchen in allen Größen, aber was soll’s, das stört mich nicht. Die Waschmaschine sowie der Trockner stehen auf Beton und das reicht mir, zudem tun beide Maschinen zu meiner vollsten Zufriedenheit ihren Dienst. Was will ich mehr?

Nach diesen beiden Maschinen kamen noch die Rucksäcke und auch noch die Hand- und Badetücher in die Maschinen. Bis ich damit soweit fertig bin, ist es draußen stockdunkel, aber es gibt eine Außenbeleuchtung, außerdem ist in der Laundry auch ein Licht und das genügt vollkommen.

Anschließend gehe ich in die Küche und werfe den Ofen an, um unser Abendessen zu bruzzeln. Das Essen schmeckt lecker! Dann folgt das Bügeln und um 21:45 ist die letzte Wäsche fertig.

Ich rufe die Radarkarte auf, für morgen sieht es fantastisch aus!
Daher möchten wir morgen den Napau Crater Trail in Angriff nehmen, einer unserer Lieblingstrails im Volcanoes NP.

Es war wiederum ein sehr schöner Tag, auch wenn es großteils ein Arbeitstag war, aber das wollen wir ja so.

Um Mitternacht gehen wir ins Bett.

Sleep well