Das Handy holt uns um 5 Uhr aus dem Schlaf. Kurz
darauf hören wir einen Flieger und auch unser
Hahn nähert sich. Wenige Coqui-Frösche
sind wach, die anderen scheinen noch zu schlafen.
Rasch bereite ich unser Frühstück zu
und wir genießen es in aller Ruhe
Dann packe ich die restlichen Sachen zusammen, heute
steht Volunteering am Programm. Um die Melone mit
all dem, was ich bei der ’Ainahou Ranch zum
Aufschneiden benötige, sicher transportieren
zu können, hole ich den Wäschekorb, dort
hat sogar die 21 Pfund große Melone noch Platz.
Schneidbrett, Messer, Geschirrtücher, Servietten
dazu, dann ist alles komplett. Die Melone ist gut
gekühlt, sodass sie allen gut schmecken wird.
Ich nehme noch 2 Wasserflaschen für die Ranch
mit, da es dort immer noch kein fließendes
Wasser gibt.
Um 7 Uhr verlassen wir unser Haus und fahren 35
Minuten später beim Kassenhäuschen des
Volcanoes NP vorbei. Wettermäßig sieht
es alles andere als gut aus 
Am Crater Rim Drive fällt uns ein, dass wir
den Dispatcher nicht angerufen haben, daher drehen
wir um, um zum Kilauea Visitor Center zu fahren.
Plötzlich, sozusagen aus dem Nichts, kommt
rechts aus dem Wald ein Radfahrer heraus!!!
Ich bremse auf Teufel komm’ raus, mit so etwas
rechnet man doch wirklich nicht. Er trägt einen
regenfesten Anzug, der Rucksack ist ebenfalls regenfest.
Ob er dort drinnen übernachtet hat?
Das Visitor Center ist noch geschlossen, es sperrt
erst um7:45 auf. Im Inneren sehen wir eine Hilfsrangerin.
Sie holt den Schlüssel und sperrt auf.
Aber unsere Bitte, dass wir den Dispatcher anrufen
möchten, ist ihr unheimlich. Sie läuft
nach hinten, um einen Ranger zu holen, aber es ist
noch keiner hier. Michi erklärt ihr, dass wir
das immer so handhaben und nur das Telefon benötigen,
mehr nicht, die Nummer vom Dispatcher haben wir
ohnehin. Völlig verunsichert gibt sie Michi
den Telefonhörer und er ruft den Dispatcher
an. Auch dieser scheint noch zu schlafen, denn erst
nach mehrfachen Erklärungen versteht er, worum
es geht 
Endlich ist das erledigt und wir fahren unserem
heutigen Ziel entgegen.
Um 8:05 schließt Michi das ’Ainahou
Gate auf und 10 Minuten später sind wir am
Ranchgelände.
Klickt auf
die Fotos zum Vergrößern.
Wir öffnen den Schuppen und holen das Werkzeug,
das wir benötigen. Bei den Picknicktischen
beginne ich, das viele Laub, das schon wieder herunter
gekommen ist, zusammen zu rechen. Auch hier hat
es geregnet, entsprechend nass ist alles.
Michi befasst sich mit den Reifen der beiden Schiebetruhen,
nun sind die Reifen wieder in Ordnung.
Gegen 9 Uhr kommt M. und kümmert sich um die
Lillys, die sie nochmals sprühen muss. Dann
taucht S. mit R. auf und sie sind erstaunt, dass
Alana noch nicht hier ist. Auch F. kommt wieder!
Wie schön!
Ihn haben wir in den letzten Jahren vermisst. Auch
die Fotografin mit ihrer Enkelin kommt und schließlich
um 10:30 Alana mit weiteren Volunteers.
Kurz darauf parken sich zwei Rangerautos ein, es
steigen einige Ranger aus. Sie gucken sich wegen
der Wasserleitung um, die vor wenigen Jahren gekappt
wurde. Sie besprechen etwas und am Ende ist klar,
dass der Wasseranschluss wieder hergestellt wird.
Alana bittet mich, bei einem bestimmten Baum die
Äste zu kürzen, was ich auch mache.
Um 12 Uhr ertönt der Gong, es ist Lunch-Time.
Ich eile zum Auto und hole den Wäschekorb mit
der Wassermelone und anderen Dingen. Michi und ich
schneiden die Wassermelone in Scheiben. Andere haben
weiteres Obst, Butter Rolls, Macadamia Nuts usw.
mitgebracht und jeder bedient sich an allem.
Gut, dass wir so viele Leute sind, so wird mehr
als die Hälfte der Melone verspeist.
Wir plaudern über Gott und die Welt und nach
45 Min. verabschieden sich die meisten, sie haben
am Nachmittag etwas Anderes vor.
Michi und ich (auch die anderen) arbeiten weiter,
ich schnipple beim Baum fertig, bis Alana um 14
Uhr sagt, wir sollten zusammen räumen und etwas
früher Schluss machen.
Nicht schon wieder so früh! Es gibt doch so
viel zu tun! Aber es hilft nichts, wir müssen
zusammen packen 
Um 14:30 verlassen wir das Gelände und fahren
zur Mauna Ulu Parking Area. Die Sonne lacht vom
blauen Himmel und ich fotografiere zwei Nene.
Um 15 Uhr verlassen wir den Volcanoes NP.
In Volcano entern wir den Kilauea General Store.
Michi gönnt sich einen Vanilla latte und ich
nehme mir eine Minestrone, die ich in der Mikrowelle
weiter erhitze. Nun ja, besonders lecker ist die
Minestrone nicht. Michi ist von seinem Vanilla latte
auch nicht sonderlich begeistert. Ich mache den
Vorschlag, zum Starbucks nach Hilo zu fahren und
um 16 Uhr parken wir uns dort ein.
Die beiden gekauften Espresso trinken wir ausnahmsweise
nicht vor Ort, sondern nehmen sie mit nach Hause.
Es ist irgendwie gemütlicher.
Anschließend werfe ich die erste Waschmaschine
an, es ist aber nicht die einzige heute.
Die Laundry ist sagenhaft, das muss man gesehen
haben. Zwischen den Holzbalken an der Decke stecken
lange Enden von Nägeln, die offenbar von oben
hinein geklopft wurden. Wenn hier eine nur etwas
größere Person als ich stehen möchte
– na, gute Nacht, das gibt Kopfverletzungen.
Auch rundherum in der sogenannten Launry sieht es
vielleicht aus: Erde, Lavasteinchen in allen Größen,
aber was soll’s, das stört mich nicht.
Die Waschmaschine sowie der Trockner stehen auf
Beton und das reicht mir, zudem tun beide Maschinen
zu meiner vollsten Zufriedenheit ihren Dienst. Was
will ich mehr?
Nach diesen beiden Maschinen kamen noch die Rucksäcke
und auch noch die Hand- und Badetücher in die
Maschinen. Bis ich damit soweit fertig bin, ist
es draußen stockdunkel, aber es gibt eine
Außenbeleuchtung, außerdem ist in der
Laundry auch ein Licht und das genügt vollkommen.
Anschließend gehe ich in die Küche und
werfe den Ofen an, um unser Abendessen zu bruzzeln.
Das Essen schmeckt lecker!
Dann folgt das Bügeln und um 21:45 ist die
letzte Wäsche fertig.
Ich rufe die Radarkarte auf, für morgen sieht
es fantastisch aus! 
Daher möchten wir morgen den Napau
Crater Trail in Angriff nehmen, einer unserer
Lieblingstrails im Volcanoes NP.
Es war wiederum ein sehr schöner Tag, auch
wenn es großteils ein Arbeitstag war, aber
das wollen wir ja so.
Um Mitternacht gehen wir ins Bett.
Sleep well 
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