Dienstag, 25. 6. 2013

Der Hahn kommt pünktich um 5:40 und teilt uns mit, wir sollen uns darauf einstellen, dass demnächst das Handy läuten wird. Doch wozu auf das Läuten der neumodernen Technik waren, wenn es die Natur schon erledigt hat?

Wir hüpfen aus dem Bett, während Michi im Bad ist, kümmere ich mich ums Frühtsück, das wir uns schmecken lassen

Um 7:55 verlassen wir das Hilo Hale Richtung Saddle Rd.

Klickt auf die Fotos zum Vergrößern.

Das ist wirklich praktisch vom Hilo Hale aus, weil wir sozusagen „hinter herum“ zur Saddle Rd. fahren, d. h., eine tolle Abkürzung fahren.

Hilo meldet sonniges Wetter Der Mauna Kea trägt ein kleines Wolkenband. Wir möchten den Pu’u Horse Trail und anschließend, damit die Runde komplett ist, den Powerline Trail laufen.

Auf der Saddle Rd. ist das schönste Wetter, das man sich wünschen kann, einfach nur herrlich!

Um 8:30 stellen wir das Auto am Parkplatz des Pu’u O’o Horse Trailheads ab. Es ist ein wenig kühl, deswegen ziehen wir vorerst unsere langen Hosen an.

Und um 8:45, starten wir

Der erste Teil ist auf a’a Lava zurück zu legen, es ist ziemlich rutschig. Kurz darauf gehen wir auf Pahoehoe Lava, gemischt mit Waldboden.

Zur Rechten entdecke ich einen kleinen See, das ist wahrscheinlich der kleine Bruder vom Lake Wai’au am Mauna Kea.

Es wäre zwar nicht nötig, aber der Trail ist mit zahlreichen Steinmännchen markiert.

Es wachsen viele Pukiawe, Nene Bush und normale Farne sowie A’ali’i. Wir hören zwei Nene, blicken nach vorne und sehen sie fliegen.

Uihh! Was ist denn das? Hier wachsen jede Menge ’Akala!! Wir beginnen mit der Ernte und dem Verzehren dieser hawaiischen Himbeeren, die köstlich schmecken.

Unmittelbar danach kommen wir ins erste Wäldchen. Es ist wunderschön und hier wachsen viele Farne, Koas und es zwitschern viele Vögel.

Kaum heraußen aus dem Wald, gehen wir auf den nächsten Kipuka zu.

Hier wachsen u. a. Baumfarne.

Anschließend kommen wir auf das große Lavafeld, das sich vor und neben uns erstreckt. Wir hören ein Wildschwein, sehen es aber nicht.


Auf der a’a-Lava lässt es sich nicht sehr gut laufen, wir kommen aber trotzdem relativ flott voran

Zwischendurch werfen wir einen Blick zum Mauna Kea hinüber:

Im Kipuka Nr. 3 (die Nummerierung ist von mir und nicht offiziell), sieht man das, was man bei den beiden Kipukas zuvor nicht sehen konnte, nämlich False Staghorn Fern.

Es zwitschern fast keine Vögel. Der Kipuka ist aber weniger bewaldet.

Heraußen aus Kipuka 3 geht es über ein lichtes Lavafeld weiter, mit Steinmännchen und blauen Bändern markiert. Die Steinmännchen werden in der Folge weniger, ebenso die blauen Bändern, aber der Trail ist ohnehin selbsterklärend.

Bald ist neben unserer Rechten eine kleine eingebrochene Lavatube.
Um 10:50 betreten wir Kipuka Nr. 4. Dieser Kipuka ist sehr dicht mit Ohia lehua bewachsen. Es wachsen aber auch Pukiawe, normale Farne sowie False Staghorn Fern. Koa scheint es hier nicht zu geben.

Wir gehen abwechselnd über Pahoehoe Lava und normalem Waldboden und hören nur einen einzigen Vogel, obwohl dieser Kipuka sehr stark bewachsen ist.

Nach insgesamt gelaufenen 4,8 Km ist links eine kleine eingebrochene Lavatube, kurz bevor man zu Kipuka Nr. 5 kommt.


In diesem wachsen viele Ohia lehua, auch einzelne Baumfarne.

Links vom Weg sehe ich grasartige Blätter, ziemlich lang. In dieser Art habe ich das in den anderen Kipukas zuvor nicht gesehen.

Dieser Kipuka ist ein Märchenwald. Es ist stark mit leuchtendem Moos bewachsen und erinnert ein wenig an den Mohihi Wai’alae Trail. Es wachsen auch etliche ’Akala.

Wie man am Boden erkennen kann, gehen wir durch das Speisezimmer der Familie Schwein.

Nach insgesamt 5,4 Km sind wir aus diesem traumhaften Wald heraußen. Es ist 11:30. Der Mauna Loa zu unserer Rechten ist vollkommen wolkenfrei.

Und endlich finden wir die ersten Ohelo Berrys. Kurz darauf zu unserer Rechten Nene Bush mit den schwarzen Perlen.

Kurz vor 12 Uhr betreten wir Kipuka Nr. 6. Gleich zu Beginn steht links ein Baumfarn, der etwas lädiert ist.

Dieser Kipuka ist, wie sein Vorgänger, ein Märchen-Kipuka. Viele Steine sind mit Moos bewachsen, der Boden ist mit Koa- und Ohia-Blättern übersät. Es wachsen zahlreiche Baumfarne.

Vor dem nächsten Kipuka, der Nr. 7, ziehen wir unsere Picknickpause vor. Bei diesem Kipuka gehen wir zuerst außen entlang, ehe wir in das Wäldchen eintreten. Es wachsen auch hier Baumfarne. Gegenüber den anderen Kipukas ist hier fast nichts mit Moos bewachsen. Es wachsen Ohia lehua, jedoch keine Koa.

Dieser Kipuka wird anscheinend am häufigsten von Schweinen umgegraben.

Heraußen aus Kipuka Nr. wartet schon Nr. 8 auf uns. Auch hier sind die Steine nicht mit Moos bewachsen. Der Weg wirkt sehr breit und zwar deswegen, weil beidseits geschlägert wurde. Es wachsen keine Koa, dafür Ohia lehua.

Kipuka Nr. 9 ist sehr schmal, schon beim Betreten sehen wir am Ende eine Wiese. Mittlerweile ist es 13 Uhr.

Auch diesen Kipuka haben wir hinter uns und in einiger Entfernung sehen wir das Schild „Saddle Rd. 3,5 Meilen“. Das Schild wurde erneuert. Wir haben also den Powerline Trail erreicht.



Das Schild mit der Aufschrift "Pu'u O'o Trail" ist neu.
Wenn man nach rechts blickt, sieht man etwas erhöht zwei Steinmännchen. Ich steige hinauf und sehe in einiger Entfernung noch ein Steinmännchen und ich kann die Fortsetzung des Powerline Trails erkennen.

Bis zu dieser Kreuzung sind wir 8,3 Km gelaufen. Vor uns liegen weitere 3,5 Meilen am Powerline Trail und dann noch mal ein Stück bis zum Auto.

Entlang des Powerline Trails wachsen sehr viele Farne. Sie leuchten richtig schön, trotz fehlender Sonne.

Um 13:20 ist zu unserer Linken die Emesine Cave, markiert mit zwei Steinmännchen.

Ca. 10 m weiter steht ein abgeschnittener Telegrafenmast.

Und wir laufen und laufen und laufen – mit gutem Grund, die Sonne ist längst verschwunden, dunkelgraue Wolken zieren den Himmel




Endlich, um 15 Uhr, erreichen wir das Ende des Powerline Trails und stehen somit auf der Saddle Rd.

Bis hierher sind wir lt. GPS 14,1 Km gelaufen. Entlang der Saddle Rd. – am Schotter, nicht auf dem Fahrstreifen – gehen wir in Richtung Pu’u O’o Horse Trailhead, wo unser Auto steht. Es hat nur mehr 17° C.

Um 15:20 sind wir beim Auto, das wir unversehrt vorfinden. Rund um uns ist es grau in grau.

Insgesamt sind wir 15,5 Km gelaufen. Vom Powerline Trailhead bis zum Pu’u O’o Trailhead sind es 1,4 Km und nicht eine halbe Meile, wie im Trailblazer steht

Wir naschen Müsliriegel (Michi) und Nüsse (ich). Während dieser Zeit wird der Nebel immer stärker und es beginnt zu regnen! Was hatten wir für ein Glück!

Bei 15° C treten wir die Rückfahrt an

Ich prophezeie, dass in Hilo die Sonne scheint, während wir im Regen fahren.

Um 16:40 stellen wir das Auto beim Hilo Hale ab. Wir tauchen unsere Wanderrucksäcke gegen die Einkaufsrucksäcke und fahren zuerst zum Foodland, dann zum KTA.

Beim Foodland bekommen wir einen Kassenbon, auf dem nichts drauf steht. Wir gehen damit zur Information und bitten um eine leserliche Rechnung. Der freundliche Herr ist sehr bemüht und der Drucker druckt 4 DIN-A-4-Seiten Rechnung aus!

Beim KTA kaufen wir nur Kleinigkeiten wie Streichwurst etc. Der Preis beträgt gegenüber dem Foodland um ein Drittel weniger. Da zahlen sich die paar Schritte zum KTA wirklich aus.

Um 18:45 sind wir wieder beim Hilo Hale.

Ich beginne, unser Abendessen herzurichten, das wir uns schmecken lassen Anschließend folgt der allabendliche technische und TV-Teil, den wir uns – wie fast immer – teilen.

Morgen würde der Keauhou Trail bis zur Nene Sanctuary am Programm stehen.

Um Mitternacht gehen wir ins Bett.

Sleep well