Der Hahn kommt pünktich um 5:40 und teilt
uns mit, wir sollen uns darauf einstellen, dass
demnächst das Handy läuten wird. Doch
wozu auf das Läuten der neumodernen Technik
waren, wenn es die Natur schon erledigt hat?
Wir hüpfen aus dem Bett, während Michi
im Bad ist, kümmere ich mich ums Frühtsück,
das wir uns schmecken lassen
Um 7:55 verlassen wir das Hilo Hale Richtung Saddle
Rd.
Klickt auf
die Fotos zum Vergrößern.
Das ist wirklich praktisch vom Hilo Hale
aus, weil wir sozusagen „hinter herum“
zur Saddle Rd. fahren, d. h., eine tolle
Abkürzung fahren.
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Hilo meldet sonniges Wetter
Der Mauna Kea trägt ein kleines Wolkenband.
Wir möchten den Pu’u
Horse Trail und anschließend, damit die
Runde komplett ist, den Powerline
Trail laufen.
Auf der Saddle Rd. ist das schönste Wetter,
das man sich wünschen kann, einfach nur herrlich!
Um 8:30 stellen wir das Auto am Parkplatz des Pu’u
O’o Horse Trailheads ab. Es ist ein wenig
kühl, deswegen ziehen wir vorerst unsere langen
Hosen an.
Und um 8:45, starten wir 
Der erste Teil ist auf a’a Lava zurück
zu legen, es ist ziemlich rutschig. Kurz darauf
gehen wir auf Pahoehoe Lava, gemischt mit Waldboden.
Zur Rechten entdecke ich einen kleinen See, das
ist wahrscheinlich der kleine Bruder vom Lake Wai’au
am Mauna Kea.
Es wäre zwar nicht nötig, aber der Trail
ist mit zahlreichen Steinmännchen markiert.
Es wachsen viele Pukiawe, Nene Bush und normale
Farne sowie A’ali’i. Wir hören
zwei Nene, blicken nach vorne und sehen sie fliegen.
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Uihh! Was ist
denn das? Hier wachsen jede Menge ’Akala!!
Wir beginnen mit der Ernte und dem Verzehren
dieser hawaiischen Himbeeren, die köstlich
schmecken. |
Unmittelbar danach kommen wir ins erste Wäldchen.
Es ist wunderschön und hier wachsen viele Farne,
Koas und es zwitschern viele Vögel.
| Kaum
heraußen aus dem Wald, gehen wir auf
den nächsten Kipuka zu. |
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Hier wachsen u. a. Baumfarne.
Anschließend kommen wir auf das große
Lavafeld, das sich vor und neben uns erstreckt.
Wir hören ein Wildschwein, sehen es aber nicht.
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Auf der a’a-Lava
lässt es sich nicht sehr gut laufen,
wir kommen aber trotzdem relativ flott voran
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Zwischendurch werfen wir einen Blick zum Mauna
Kea hinüber:
Im Kipuka Nr. 3 (die Nummerierung ist von mir und
nicht offiziell), sieht man das, was man bei den
beiden Kipukas zuvor nicht sehen konnte, nämlich
False Staghorn Fern.
Es zwitschern fast keine Vögel. Der Kipuka
ist aber weniger bewaldet.
Heraußen aus Kipuka 3 geht es über ein
lichtes Lavafeld weiter, mit Steinmännchen
und blauen Bändern markiert. Die Steinmännchen
werden in der Folge weniger, ebenso die blauen Bändern,
aber der Trail ist ohnehin selbsterklärend.
| Bald
ist neben unserer Rechten eine kleine eingebrochene
Lavatube. |
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Um 10:50 betreten
wir Kipuka Nr. 4. Dieser Kipuka ist sehr dicht
mit Ohia lehua bewachsen. Es wachsen aber
auch Pukiawe, normale Farne sowie False Staghorn
Fern. Koa scheint es hier nicht zu geben. |
Wir gehen abwechselnd über Pahoehoe Lava
und normalem Waldboden und hören nur einen
einzigen Vogel, obwohl dieser Kipuka sehr stark
bewachsen ist.
Nach insgesamt gelaufenen 4,8 Km ist links eine
kleine eingebrochene Lavatube, kurz bevor man zu
Kipuka Nr. 5 kommt.
In diesem wachsen viele Ohia lehua, auch einzelne
Baumfarne.
Links vom Weg sehe ich grasartige Blätter,
ziemlich lang. In dieser Art habe ich das in den
anderen Kipukas zuvor nicht gesehen.
Dieser Kipuka ist ein Märchenwald. Es ist
stark mit leuchtendem Moos bewachsen und erinnert
ein wenig an den Mohihi Wai’alae Trail. Es
wachsen auch etliche ’Akala.
Wie man am Boden erkennen kann, gehen wir durch
das Speisezimmer der Familie Schwein.
Nach insgesamt 5,4 Km sind wir aus diesem traumhaften
Wald heraußen. Es ist 11:30. Der Mauna Loa
zu unserer Rechten ist vollkommen wolkenfrei.
Und endlich finden wir die ersten Ohelo
Berrys. Kurz darauf zu unserer Rechten Nene
Bush mit den schwarzen Perlen.
Kurz vor 12 Uhr betreten wir Kipuka Nr. 6. Gleich
zu Beginn steht links ein Baumfarn, der etwas lädiert
ist.
Dieser Kipuka ist, wie sein Vorgänger, ein
Märchen-Kipuka. Viele Steine sind mit Moos
bewachsen, der Boden ist mit Koa- und Ohia-Blättern
übersät. Es wachsen zahlreiche Baumfarne.
Vor dem nächsten Kipuka, der Nr. 7, ziehen
wir unsere Picknickpause vor. Bei diesem Kipuka
gehen wir zuerst außen entlang, ehe wir in
das Wäldchen eintreten. Es wachsen auch hier
Baumfarne. Gegenüber den anderen Kipukas ist
hier fast nichts mit Moos bewachsen. Es wachsen
Ohia lehua, jedoch keine Koa.
Dieser Kipuka wird anscheinend am häufigsten
von Schweinen umgegraben.
Heraußen aus Kipuka Nr. wartet schon Nr.
8 auf uns. Auch hier sind die Steine nicht mit Moos
bewachsen. Der Weg wirkt sehr breit und zwar deswegen,
weil beidseits geschlägert wurde. Es wachsen
keine Koa, dafür Ohia lehua.
Kipuka Nr. 9 ist sehr schmal, schon beim Betreten
sehen wir am Ende eine Wiese. Mittlerweile ist es
13 Uhr.
Auch diesen Kipuka haben wir hinter uns und in
einiger Entfernung sehen wir das Schild „Saddle
Rd. 3,5 Meilen“. Das Schild wurde erneuert.
Wir haben also den Powerline Trail erreicht.
| Das
Schild mit der Aufschrift "Pu'u O'o Trail"
ist neu. |
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Wenn man nach
rechts blickt, sieht man etwas erhöht
zwei Steinmännchen. Ich steige hinauf
und sehe in einiger Entfernung noch ein Steinmännchen
und ich kann die Fortsetzung des Powerline
Trails erkennen. |
Bis zu dieser Kreuzung sind wir 8,3 Km gelaufen.
Vor uns liegen weitere 3,5 Meilen am Powerline Trail
und dann noch mal ein Stück bis zum Auto.
Entlang des Powerline Trails wachsen sehr viele
Farne. Sie leuchten richtig schön, trotz fehlender
Sonne.
Um 13:20 ist zu unserer Linken die Emesine Cave,
markiert mit zwei Steinmännchen.
| Ca.
10 m weiter steht ein abgeschnittener Telegrafenmast. |
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Und wir laufen und laufen und laufen
– mit gutem Grund, die Sonne ist längst
verschwunden, dunkelgraue Wolken zieren den Himmel
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Endlich, um
15 Uhr, erreichen wir das Ende des Powerline
Trails und stehen somit auf der Saddle Rd. |
Bis hierher sind wir lt. GPS 14,1 Km gelaufen.
Entlang der Saddle Rd. – am Schotter, nicht
auf dem Fahrstreifen – gehen wir in Richtung
Pu’u O’o Horse Trailhead, wo unser Auto
steht. Es hat nur mehr 17° C.
Um 15:20 sind wir beim Auto, das wir unversehrt
vorfinden. Rund um uns ist es grau in grau.
Insgesamt sind wir 15,5 Km gelaufen. Vom Powerline
Trailhead bis zum Pu’u O’o Trailhead
sind es 1,4 Km und nicht eine halbe Meile, wie im
Trailblazer steht 
Wir
naschen Müsliriegel (Michi) und Nüsse
(ich). Während dieser Zeit wird der Nebel
immer stärker und es beginnt zu regnen!
Was hatten wir für ein Glück!  |
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Bei 15° C treten wir die Rückfahrt an
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Ich prophezeie,
dass in Hilo die Sonne scheint, während
wir im Regen fahren. |
Um 16:40 stellen wir das Auto beim Hilo Hale ab.
Wir tauchen unsere Wanderrucksäcke gegen die
Einkaufsrucksäcke und fahren zuerst zum Foodland,
dann zum KTA.
Beim Foodland bekommen wir einen Kassenbon, auf
dem nichts drauf steht. Wir gehen damit zur Information
und bitten um eine leserliche Rechnung. Der freundliche
Herr ist sehr bemüht und der Drucker druckt
4 DIN-A-4-Seiten Rechnung aus!
Beim KTA kaufen wir nur Kleinigkeiten wie Streichwurst
etc. Der Preis beträgt gegenüber dem Foodland
um ein Drittel weniger. Da zahlen sich die paar
Schritte zum KTA wirklich aus.
Um 18:45 sind wir wieder beim Hilo Hale.
Ich beginne, unser Abendessen herzurichten, das
wir uns schmecken lassen
Anschließend folgt der allabendliche technische
und TV-Teil, den wir uns – wie fast immer
– teilen.
Morgen würde der Keauhou
Trail bis zur Nene Sanctuary am Programm stehen.
Um Mitternacht gehen wir ins Bett.
Sleep well 
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