Montag, 17. 6. 2013

Um 8 Uhr läutet der Wecker. Draußen ist herrlicher Sonnenschein, über dem Haleakala sind nur Schleierwolken, Kaho’olawe ist völlig wolkenfrei.

Die übliche Routine setzt ein: Michi geht ins Bad und ich bereite unser Frühstück zu, das wir uns schmecken lassen

Kurz nach 10 Uhr sind wir bereits auf der S. Kihei Rd. unterwegs und fahren Richtung Haleakala.

Klickt auf die Fotos zum Vergrößern.

Den Gipfel sehen wir nicht, er trägt einen dicken Wolkenkranz.

Wie haben wir doch die Haleakala Kraterwanderung und den Tag auf der Hana Road richtig gelegt, heute wäre es zumindest auf der Hana Road nicht mehr so ideal, das sehen wir, wenn wir Richtung Osten blicken.

Bei der Pu’unene Zuckerfabrik scheint es einen Defekt mit der Rauchgaswäsche zu geben, aus dem Kamin qualmt es noch dunkler als sonst. Kurz darauf kommt keinerlei Qualmwolke mehr heraus, entweder wurde die Zuckerfabrik gewollt abgestellt oder es gibt einen gröberen technischen Defekt.

Nach einiger Zeit fahren wir auf der Haleakala Crater Road. Über unseren Köpfen ist es sehr stark bewölkt.

Bei 6.500 Fuß kommen wir aus dem dichten Nebel heraus, es ist blauer Himmel zu erkennen. Um 11:40 stellen wir das Auto beim sogenannten Summit (der aber nicht der eigentliche Summit, der Red Hill ist) ab.

Hier stehen wir auf einer Höhe von 2.969 m (früher stand hier 3.055 m, das wurde offenbar geändert).

Schon mal jemand das hier gesehen? Ich muss zugeben, ich sehe es heute zum ersten Mal und auch nur dann, wenn ich mich halbwegs verdrehe. Die Plakette ist nämlich dem Krater zugewandt und fällt einem normalerweise eher nicht auf.

Das Auto zeigt 64° F an. Es ist strahlender Sonnenschein , keine einzige Wolke ist am Himmel zu sehen.

Tja, und dann sehen wir nichts mehr, der Haleakala Crater ist mit Wolken bedeckt



Wir fahren zum Red Hill hinauf. Was früher beim etwas weiter unten gelegenen Visitor Center zu lesen war, lesen wir nun hier: Wir stehen auf 3.055 m Höhe.

Kein einziges der hier wachsenden Silverswords blüht, schade.
Nach ein paar Fotos fahren wir wieder hinunter.


Auf der Fahrt zurück halte ich nochmal kurz, ein letztes Foto vom Red Hill muss noch sein.
In der Folge ist die Sicht durch den starken Nebel dermaßen eingeschränkt, dass ich gerade mal geschätzt 20 bis 40 m weit sehen kann.

Durch die Feuchtigkeit und die Wärme riecht der Eukalyptuswald sehr stark.

Wir überlegen, wie wir den restlichen Tag gestalten könnten. Mich würde wieder einmal Ulalena reizen, aber andererseits haben wir das jetzt schon so oft gesehen und wirklich preisgünstig ist es auch nicht

Wir fahren jetzt erstmal ins Hotel, ich werde Koffer packen, sodass ich das am Abend nicht mehr tun muss, falls wir doch Ulalena angucken.

In Pukalani legen wir einen Stopp ein und lassen unser Auto waschen. In dieser Zeit überlegen wir hin und her und ändern letztendlich unseren Plan.

Nach nur einem kurzen Stopp im Hotel fahren wir Richtung Lahaina.

Bei Olowalu gibt es Petroglyphs, die wir noch nie besucht haben und daher biegen wir bei MM 15 rechts ab.

„Drive past the Olowalu General Store“, dann rechts, links und wieder rechts. Der letzte Right Turn ist durch einen Wassertank markiert. Es ist eine Dirt Road und wir haben eben das Auto waschen lassen. Sehr schön.
Hier Fotos von der weiteren Fahrt zu den Olowalu Petroglyphs.

Die Olowalu Petroglyphs sind eine der größten Ansammlungen von Petroglyphs auf Maui und beinhalten ca. 70 Petroglyphs, man meint, sie seien etwa 200 bis 300 Jahre alt. Die diversen Petroglyphs erzählen die Story von der Community vom alten Olowalu. Dargestellt sind menschliche Figuren von Männern, Frauen und Kindern, aber auch Tiere, Boote, Segeln, Kanu, Paddeln, Fischer und Taucher.
Ein natürlicher Felsvorsprung war vermutlich ein Rastplatz oder ein Shelter, der von Leuten benutzt wurde, die am Trail vom Olowalu Valley zum ’Iao Valley gelaufen sind.

Im Laufe der Jahre wurden die Petroglyphs Opfer von Vandalismus. Sie stehen einen Native Hawaiian Cultural Place dar, den man selbstverständlich respektieren muss.

Gegenüber der Info-Tafel geht ein schmaler Weg zu einem Picknickplatz hoch, der derzeit in einer etwas wüsten Umgebung steht.

Um 16 Uhr fahren wir wieder zurück bzw. dann weiter nach Lahaina, wo wir unser Auto am Parkplatz „free parking for the first three hours“ abstellen.

Wir schlendern die Front Street entlang und schon sind wir beim berühmten Banyan Tree.


Die Früchte des Banyan Tree.

Wir gucken in diverese Läden und zu Lana'i hinüber.

Und dann stehen wir vor Ono Gelato Comp & Espresso Bar – Italian Ice Creme. Ohne Hoffnung, dass es zuckerfreies Eis gibt, betreten wir den Laden und sind begeistert! Nicht nur, dass der Eisladen sehr ansprechend aussieht, die Eissorten verführerisch sind, es gibt auch zuckerfreies Eis und zwar das Apple Banana, es schmeckt köstlich!

Ich frage, ob ich ein Foto für meine Website und mein Forum schießen darf. „Sure, sure, go ahead!“.



Mmmmhhhhh, schmeckt lecker!!!

Nun gehen wir gemütlich Richtumg Maui Theatre und sehen das immer noch ausgestorben wirkende Lahaina Center.

Wir kommen zum Maui Theatre weiter, wo sich die Leute zum Einlass anstellen. Ich ringe innerlich mit mir: Ich möchte soooo gerne Ulalena noch mal sehen, aber ich verkneife mir, etwas zu Michi zu sagen, obwohl ich genau weiß, dass er sofort zustimmen würde.

Wir erfahren, dass in Kürze nach Ulalena "Spanish Guitar" aufgeführt wird, aber nicht als Ersatz von Ulalena. D. h., zuerst wird Ulalena aufgeführt und im Anschluss daran, sozusagen als Abend- bzw. fast schon Nachvorstellung, kommt Spanish Guitar dran.

Langsam treten wir den Rückweg an und suchen zum Abschluss Tahir in seinem Maui Coffee Shop auf. Er erkennt uns sofort und beginnt mit dem Erzählen, was alles seit unserem letzten Besuch geschehen ist. Wir plaudern lange und trinken zwischendurch Kaffee .

Wir sind gerade rechtzeitig zum Sonnenuntergang draußen (das rechte Foto ist gezoomt).

Um 19:35 stellen wir das Auto am Hotelparkplatz ab.

Wir nehmen sämtliche Dinge aus dem Auto und im Zimmer beginnt Michi, eine „Operation“ an meinem rechten Fußballen vorzunehmen. Unter dem großen Banyan Tree in Lahaina habe ich mir zwei Dorne eingezogen. Einen konnte ich entfernen, den zweiten nicht.
Doch Michi bekommt den zweiten Dorn nicht komplett heraus, der Dorn bricht immer wieder ab. Tja, dann muss der Dorn sehen, was er macht.

Anschließend bereite ich unser Abendessen zu. Die Vorräte neigen sich rapid dem Ende zu.
Für Michi gibt es noch ein Stück Melone, für mich eine Nektarine.

Dann beginne ich mit dem Koffer Packen. Michi kümmert sich in der Zwischenzeit um das Netbook.

In Windeseile ist der erste Koffer fertig, auch der zweite Koffer füllt sich rasch, den Toaster packe ich ebenfalls ein.

Um 01:45 fallen wir ins Bett.

Sleep well

 

Morgen fliegen wir nach Big Island!!!!!!!!!!!!!