Aloha

Manch einer fährt auch im Urlaub gerne mal eine Allradpiste, aber gibt es das auf O'ahu überhaupt? Die Antwortet lautet: Ja, das gibt es.

Über eines muss man sich im Klaren sein: Sobald man Asphalt verlässt (außer, es handelt sich um eine Baustelle), fährt man ohne Versicherungsschutz, egal, von welchem Autovermieter man das Auto hat!! Wenn also etwas mit dem Auto passiert, hat man für die Folgekosten selbst aufzukommen.

Wichtig ist auch, im Falle des Falles rechtzeitig zu erkennen, ab wann für einen persönlich eine Piste zum Fahren zu gefährlich wird. Lieber ein Mal zu früh umdrehen, als ein Mal zu spät.

Welches Auto mietet man, wenn man einen garantierten Allrad möchte?

Mit Sicherheit ist der Jeep Wrangler ein Allrad. Da wir Jeep Wrangler immer übers Reisebüro buchen lassen, kann jeweils nur der 2-door-Jeep Wrangler reserviert werden. Vor Ort haben wir dann bei Alamo (unser eindeutig bevorzugter Autovermieter) die Möglichkeit, je nach Verfügbarkeit auf einen 4-door-Jeep Wrangler aufzuzahlen. Wieviel das Upgrade kostet, hängt zum großen Teil vom Willen des Alamo-Mitarbeiters ab und teilweise auch von der eigenen Geschicklichkeit, zu verhandeln. In seltenen Fällen haben wir auch schon mal ein kostenloses Upgrade erhalten.

Nun zu den mir bekannten Allradpisten auf O'ahu.

1. Über die Satellite Tracking Station Access Rd., die sich im Nordwesten der Insel nahe der Yokohama Bay befindet, in die Wai'anae Mountains.

Hierfür ist ein Permit nötig, das man kostenlos beim DLNR in Honolulu während der Dienststunden erhält.

Das Befahren ist von Montag bis Sonntag gestattet. An Wochenenden und Staatsfeiertagen sind Jäger unterwegs. Grelle Kleidung tragen.

Noch vor Beginn der Satellite Tracking Station Access Rd. steht ein kleines Häuschen, in dem Wachposten ihren Dienst versehen. Jede Person, die in die Wai'anae Mountains hochfahren möchte (und nicht nur einer pro Fahrzeug, sondern alle pro ahrzeug) muss den Reisepass vorzeigen sowie ein Permit pro Auto, da man militärisches Gebiet befährt.
Unbedingt beim Wachposten darum bitten, dass der erste Schranken geöffnet wird!

Nach dem Passieren fährt man die Satellite Tracking Station Access Rd. hoch und steht dann vor einem meist geschlossenen Schranken. Links dahinter, gut sichtbar, befindet sich wiederum ein Wachposten-Häuschen, das aber nur selten besetzt ist. Es ist zwar an der Außenseite ein Telefon vorhanden, aber die dort angegebenen Telefonnummern stimmen meist nicht. Es genügt seit einiger Zeit, einfach den Hörer abzunehmen und zu warten, bis sich jemand am anderen Ende der Leitung meldet.

Hat man zuvor vergessen, beim ersten Wachposten um das Öffnen zu bitten, bleibt nichts Anderes übrig, als nochmals nach unten zu fahren und die Bitte nachzuholen. Anschließend wieder hinauf fahren, dann stand zumindest bei unseren mehrmaligen Besuchen des Mokule'ia-Gebietes immer ein Wachposten, um den Schranken zu öffnen.

Rechterhand fährt man weiter und ist bald auf der Kuaokala Access Road, einer ungeteerten Piste in wechselndem Zustand. Vorsicht, falls es zuvor geregnet hat oder man in den Regen kommt. Die Piste kann sehr rutschig werden, ähnlich wie Schmierseife.

Nachfolgend ein Kartenausschnitt vom Nordwesten O'ahus mit eingezeichneter Kuaokala Access Rd.:

Die Karte wurde mit der Topo Map von DeLorme erstellt.

Folgende Trailheads liegen entlang der Strecke:

Kealia Trail (diesen sind wir vom Trailhead des Dillingham Airfields gelaufen, wofür man kein Permit benötigt)
Kuaokala Trail
Mokule'ia Trail

 

2. Poamoho Access Rd. in der Nähe von Wahiawa in Zentral-O'ahu:

Auch hierfür ist ein Permit nötig, das man kostenlos beim DLNR in Honolulu während der Dienststunden erhält.

Weshalb die Poamoho Access Rd. lange Zeit nicht einmal mit Permit befahren werden durfte, hatte einen Haken. Na Ala Hele brauchte die Zustimmung der Dole Company, da die Poamoho Access Rd. auf dessen Grundstück verläuft. Unmittelbar an Dole befindet sich militärisches Gelände.
Nach längeren Verhandlungen erklärte sich Dole bereit, die Zustimmung zu geben. Voraussetzung ist allerdings, dass entlang des Tracks ein Zaun und von Beginn des Tracks bis zum Trailhead drei Gates errichtet werden. Auch müsse dafür gesorgt werden, dass der Track regelmäßig kontrolliert wird und die Ziffern der Zahlenschlösser laufend geändert werden. Letzteres ist auch der Grund, weshalb man erst bei Permit-Ausstellung die Gate-Nummern erfährt.

Zur Errichtung der Piste, des Zaunes sowie der Gates wurden einige Gefangene zur Arbeit herangezogen, die 10 Stunden pro Tag in der brütenden Hitze schufteten. Doch das war ihnen allemal lieber, als im Gefängnis zu sitzen. Probleme mit den Gefangenen gab es überhaupt keine.

Das Befahren der Poamoho Access Road ist nur an Wochenenden und Staatsfeiertagen gestattet, von Montag bis Freitag nicht.

Meist ist die Poamoho Access Rd. in einem guten Zustand, bei Regen wird die Piste allerdings leicht Schmierseifen-artig.

Am Ende der ca. 8 Meilen langen Piste beginnt der Poamoho Ridge Trail, der in die Ko'olau Mountains führt.

Nachfolgend ein Kartenausschnitt von der Poamoho Access Rd.:

Die Karte wurde mit der Topo Map von DeLorme erstellt.

Viel Spaß beim Allradfahren