Aloha


Ein Teil der Touristen fährt auf den Mauna Kea, aber auf den Mauna Loa, den kleinen Bruder, der sich gegenüber befindet und ebenfalls über die Saddle Rd. erreichbar ist, fährt nur selten ein Tourist.

Mit einem Alamo Auto darf man die Saddle Rd., die am 7. September 2013 in Daniel K. Inouye Hwy. umbenannt wurde, inklusive Versicherungsschutz befahren, auf der Mauna Loa Observatory Road ist man jedoch mit jedem Mietwagen ohne Versicherungsschutz unterwegs!
Für das Befahren ist ein 4WD nicht nötig, da sich der Parkplatz auf 3.370 m befindet, die Straße durchgehend asphaltiert ist und diese Höhenlage selbst herkömmlichen PKWs üblicherweise keine Schwierigkeiten bereitet.

Ehe man auf die Saddle Rd. fährt, muss das Auto auf jeden Fall vollgetankt werden, es gibt in der Folge keinerlei Versorgungsmöglichkeiten.

Da es in höheren Lagen kühl bis kalt werden kann, ist das Mitnehmen von warmer Kleidung empfehlenswert.

Zugegeben, die Mauna Loa Observatory Road hat nicht die Highlights zu bieten, die die Mauna Kea Access Rd. zu bieten hat, trotzdem fahren wir sie immer wieder gerne. Und trotzdem gibt es etwas Sehenswertes, dazu mehr weiter unten.

Die Landschaft entlang der MLOR ist auf andere Art und Weise beeindruckend: Meilenweit fährt man durch ein riesengroßes Feld aus a’a-Lava. Meist kann man zwei, manchmal sogar drei verschiedene Lavafarben erkennen.

Die Straße, die zwischen dem MM 27 und 28 (von Hilo kommend) linkerhand der Saddle Rd. beginnt, ist großteils nur einspurig befahrbar. Großteils wurde 2012 der Asphalt auf der Mauna Loa Observatory Rd. erneuert. Außerdem ähnelt die Straße einer Hochschaubahn, das fällt besonders beim Bergabwärtsfahren auf.

Durfte man in früheren Jahren bis zu den Observatorien fahren, so muss man mittlerweile das Auto am kleinen Parkplatz davor abstellen. Der Zugang zu den Observatorien ist auch per pedes nicht mehr erlaubt - leider! Ich bin dort nämlich gerne lustgewandelt

Am Ende der MLOR beginnt der Mauna Loa Observatory Trail, die kürzere, aber anstrengendere Variante, um bis auf den Mauna Loa in 4.169 m Höhe zu gelangen.


Hier nun Fotos:

Klickt auf die Fotos, sie vergrößern sich.

Kurz nach dem Abbiegen von der Saddle Rd. Im Hintergrund - diese scheinbar niedrige Erhebung - ist der 4.169 m hohe Mauna Loa. Rechterhand - das leicht ansteigende Grün - ist der unterste Teil des Pu'u Huluhulu.
Hier sieht man, wie das Asphaltband auf die Lava gelegt wurde. Im Hintergrund wiederum der Mauna Loa.

für noch bessere Sicht steige ich auf den Reservereifen

das Asphaltband schlängelt sich über die Landschaft



links liegen lassen, rechts weiter fahren



Mittellinie: echte Handarbeit (Foto nicht mehr aktuell, trotzdem witzig anzusehen)

Und nun zu etwas Sehenswertem: Beim Telephone Pole # 200 ist zur Rechten ein kleiner Pit Crater, der 50 Fuß tief sein soll.

Es gibt keinerlei Markierung und trotzdem fällt uns auf, dass die dunkelbraune a’a Lava in hellgraue Pahoehoe Lava übergeht und dort ist der Pit Crater. Er ist also keine 60 Fuß von der Mauna Loa Observatory Rd. entfernt, sondern weniger als einen Steinwurf.


Auf unten stehendem Panoramafoto sieht man sehr gut, wie nahe der Pit Crater bei der Mauna Loa Observatory Rd. ist, auch unser geparktes Auto ist zu erkennen.


Entlang der Telephone Poles geht es weiter hoch.

Nach 14,5 gefahrenen Meilen auf der Mauna Loa Observatory Rd. geht der sehr gute Asphalt in einen schlechten über, in der Mitte, sowie links und rechts ist feiner Schotter. Es ist etwas rumpelig zu fahren, aber zumindest derzeit ohne Schlaglöcher.

auf 3.330 m stehen diese neuen Observatorien

kurz vor dem Ziel - das Auto am Ende der Straße am kleinen Parkplatz abstellen

hier beginnt (rechts) der Mauna Loa Observatory Trail

Die Meilenangabe auf der Tafel zeigen, dass der Trail nicht allzu lange ist, aber die Steigung in eine noch höhere Höhenlage - das ist es, was einem zu schaffen macht.



Und hier Fotos aus dem Jahr 2000, man durfte noch zwischen den Observatorien lustwandeln

von der Lava zerstörtes Haus

Lava in verschiedenen Farben


Und dann geht es wieder bergab (im Hintergrund ist der Mauna Kea zu sehen):

meist erst am Rückweg zu erkennen: Eine eingebrochene Lavatube


Ich hoffe, ihr habt jetzt eine Vorstellung, was ihr auf der Mauna Loa Observatory Rd. sehen könnt. Aus meiner Sicht ist es empfehlenswert, sowohl auf den Mauna Kea als auch bis zu den Observatorien am Mauna Loa zu fahren, denn allein von der Lava her könnten die beiden Maunas verschiedener nicht sein.