25.04.2018 Wet, wet, wetDer Wetterbericht für heute meldet schönes Wetter. Was also sollen wir machen? Nationalpark oder Nochmals den Puna District erkunden, wo es noch vieles zu sehen gibt. Mein Knies macht noch ein wenig Schmerzen von gestern (vor allem beim runter laufen), also beschlossen wir, nochmals in den Puna District zu gehen und hoffen, dass das Wetter am Donnerstag mitspielt für den Nationalpark.
Auf dem Weg nach Puna gab es einen kurzen halt bei Foodland um uns mit Nahrungsmittel zu versorgen. Danach ging es los. Das Wetter war bereits in Hilo sehr schön und Richtung Puna sah es nicht schlechter aus. Unser Plan war es die Hawaiian Beaches zu erkunden und von dort die Goverment Road abzufahren. Erst erkundeten wir die Klippen.
Südlich von dem Haus auf dem zweiten Bild kann man ebenfalls an die Küsten laufen und auch einen Seaarch sehen. Das Haus kann man übrigens mieten. Die Bilder auf VRBO sind sehr schön, aber es kostet ein wenig mehr.
Danach fuhren wir weiter zu Honolulu Landing und weiter an diverse Küstenabschnitte.
Auf dem weiteren Weg durch den idyllischen Wald hielten wir beim Trail zu den Mermaid Pools (Natural Swimming Pools). Mal sehen ob baden überhaupt möglich ist, da dass Meer sehr wild ist und sehr hohe Wellen an die Küste prallen. Es gibt einen recht breiten Weg runter und etwas weiter nördlich einen kleineren Trail. Wir haben gleich beim Baum mit dem Schild parkiert und haben dort den breiteren Trail genommen. Dort ist ein Absperrung, dass wohl keine Autos durch fahren. Das dachten wir zumindest. Eine Verbotstafel gab es nicht, wie sonst überall. Unten angekommen ging es über ein paar Felsen zum Swimming Pool. Wow, dass sah richtig super aus.
Wir beobachteten erst eine Weile die Wellen um abzuschätzen ob es sicher ist. Das ist gerade bei solchen Pools (wie auch beim Queens Bath in Kauai) sehr wichtig. Erstens kann man sich üble Verletzungen zufügen oder noch schlimmer, man wird ins offene Meer hinausgezogen. Und bei den riesigen Wellen und der scharfkantigen Klippen kann sowas sehr schnell tödlich enden.
Es kamen immer mal weider grössere Wellen, aber nichts wirklich gefährliches. Wir gingen hinein, blieben aber direkt im vordere kleinen Pool, zu Sicherheit.
Die Kraft ist extrem. Wir genossen die Ruhe.
Dann auf einmal eine Riesenwelle. Die kam über den grossen Felsen vor uns. Ich hatte per Zufall die Kamera darauf gerichtet. Wir konnten uns kaum noch festhalten und wurden nach hinten getrieben. Die Felsen sind zum Glück alles glatt und rund gewaschen, das hätte sonst unschöne Wunden geben können.
Wir waren nun eh schon eine Weile im Wasser und wollten etwas essen. Als wir so assen, kam ein älterer Herr zu uns. Er fragte wie wir den hier her gekommen sind. Wir erklärten ihm alles. Er erklärte dann das dies sein Land ist und jegliche Wege hier her über privates Grundstück führen. Wir entschuldigten uns mehrfach und erklärten ihm, dass oben kein Verbotsschild sei und wir die Barriere nur als Zugangsverbot für Fahrzeuge verstanden. Normal hängen hier sonst überall Privat-Schilder rum. Er meinte dann das es nicht in Ordnung ist, da viele hier Bilder machen und damit Geld verdienen. Zudem könnte er haftbar gemacht werden, wenn auf seinem Grundstück was passieren sollte. Ich erklärte ihm, dass ich die Bilder nur für mich schoss und um sie mit anderen zu teilen. Aber alles ohne etwas daran zu verdienen. Ich gab ihm dann noch eine kleine "Donation". Er war sonst aber sehr nett und gab uns sogar seine Nummer. Falls wir nochmal hin wollen, sollen wir ihm einfach vorher bescheid geben. Er würde diesen Platz gerne mit anderen teilen, aber es sei eben sehr gefährlich. Er möchte nicht das sich Menschen hier verletzen (oder schlimmer). Danach ging er wieder und meinte das er bei den Champagne Ponds wohne und wenn wir Lust hätten, könnten wir bei ihm gerne vorbei kommen und dir warmen Pools nutzen und was trinken. Toll, das Angebot wäre vor zwei Tagen willkommen gewesen.
Der Pool war uns heute sowieso zu gefährlich und wir wollten nochmals zu den Kapoho Tidepools. Also liefen wir los. Am Anfang des Trails schauten wir nochmals nach einem Verbotsschild, welches gemäss der Aussage des Herrn da sein sollte, aber wir konnten keines finden. Also fuhren wir zu den Tidepools. Ich muss glaube ich dazu nicht mehr viele Worte verlieren. Das Schnorchelparadies an der Ostküste von Big Island.
Wir lieben den Spot hier einfach und die Zeit vergeht wie im Flug. Auf einmal setzte sich eine dicke schwarze Wolke über uns und es begann zu regnen. Wir wollten sowieso weiter. Auf dem Plan stand der Ahalanui County Beach Park. Beim ersten Besuch 2014 war dieser geschlossen wegen dem Hurricane. Beim zweiten Besuch war er meist besetzt oder wir waren anderweitig beschäftigt. Wir wollten bereits am Sonntag hin aber keine Chance. Viele Einheimische waren da und es gab keinen freien Parkplatz. Heute hatten wir Glück und es fuhr gerade jemand weg.
Im Vergleich zu den anderen Spots in Puna gefällt es uns hier nicht ganz so gut. Mit den künstliche Naturstein- und Betonmauern ist der Spot einfach nicht so idyllisch. Dafür schützt die Betonmauer vorne beim Meer vor dem wilden Meer. Das Wasser ist hier sehr warm und wird richtig vom Erdinneren aufgeheizt. Perfekt um die müden Muskeln von gestern zu entspannen. Ein Blick auf die Uhr und der weitere Plan wir besprochen. Nachdem wir gestern nicht so viel Glück beim Vent hatten, sah das Wetter heute sehr gut aus. Kurz die Webcam gecheckt und der Plan stand. Erst noch beim Isaac Hale Park duschen und umziehen und es konnte auch schon los gehen.
Als wir ankamen war die Sicht perfekt und man konnte schön in den Lavasee sehen. Man sah auch gut die Stelle wo der Lavasee vor kurzem über die "Ufer" ging. Unglaublich aktiv das ganze. Aktiver als nur schon 2016. Wir waren ca. um 17.45 Uhr dort und hatten noch einen Parkplatz. Auf der Mauer beim Jagger Museum fanden wir auch ein gemütliches Plätzchen um Pele bei ihrer Arbeit zuzuschauen.
Auch der Mond war bei klarem Himmel sehr gut zu sehen und problemlos aus der Hand zu fotografieren.
Die Sonne ging immer weiter unter und erzeugte einen richtig schön beleuchteten Himmel. Einfach ein Traum! Der Himmel brennt.
Bei knapp 14°C und ordentlich Wind wurde es hier langsam richtig frisch. Dank Windjacke war das aber kein Problem. Viele kamen in Flip Flops und kurzen Kleidern... und froren.
Ich wollte bei Dunkelheit noch eine Langzeitaufnahme machen, aber beim Jagger Museum war kein Platz für das Stativ. Wir beschlossen zurückzufahren und beim nächsten Parkplatz halt zu machen. Auf dem Weg zum Auto habe ich noch ein paar Aufnahmen aus der Hand gemacht.
Wir fuhren los und sahen die extrem lange Kolone die auf einen Parkplatz hofften. Na viel Spass. Leider waren beim nächsten Parkplatz auch viele Leute am warten, womit ich auf weitere Bilder verzichtete. Wir fuhren zurück, gingen was essen und danach zurück ins Hotel. Eis super Tag geht zu Ende.