Lage:

Der Mauna Iki Trail ist seit 11.5.18 wegen erhöhter vulkanischer Ausbrüche gesperrt.

Von Hilo fährt man am Hwy. 11 Richtung Volcanoes NP und biegt zu diesem linkerhand ab. Unmittelbar hinter dem Kassenhäuschen fährt man linkerhand auf den Crater Rim Drive, nach 3 gefahrenen Meilen zweigt man linkerhand auf die Chain of Craters Rd. ein.

Nach weiteren 2,2 Meilen ist rechterhand die ausgeschilderte Hilina Pali Road, in diese biegt man ein und fährt für weitere 3,9 Meilen weiter. Rechterhand sieht man einen ungeteerten Parkplatz und unmitelbar daneben das Schild, das den Trailbeginn besagt.

Trailhead:

An der Hilina Pali Rd., 3,9 Meilen ab der Kreuzung mit der Chain of Craters Road

Länge: 8 Meilen (in & out)
Dauer: 6,5 Stunden

Link zu dieser Karte, zusätzlich mit Höhenprofil

Die Karten wurde mit der Topo Map von DeLorme erstellt.

Beschreibung und Bilder:

Der Mauna Iki Trail befindet sich im Hawai'i Volcanoes NP und führt in das Ka'u Desert. Das Highlight dieser Trailbeschreibung sind der Cone Crater, die beiden Pit Crater sowie der Pu'u Ko'ae.

Der Trail ist nur wenig begangen. Markiert ist er mit Steinmännchen, die auf Grund ihrer schwarzen Farbe auf der ebenfalls schwarzen Lava nicht immer sofort zu erkennen sind. Bei guter Sicht ist es aber kein Problem.

Zu Beginn wachsen noch spärliche, niedrige Pflanzen, hauptsächlich Ohia lehua sowie Ohelos. Nach einiger Zeit hört dies auf und man sieht nichts außer Lava, Lava, Lava. Wenn jemand, so wie ich, Lava begeistert ist, ist das genau der richtige Trail. Ich liebe ihn heiß und innig!

Klickt auf die Fotos, sie vergrößern sich.

Schon zu Beginn geht man großteils über Pahoehoe Lava und es sind auch zwei kleine Abschnitte zu bewältigen, die etwas steiler sind.

Die Landschaft bewundern und gleichzeitig gehen sollte man vermeiden. Solch große und auch kleinere Spalten können schmerzhafte Verletzungen nach sich ziehen.
Kurz nach dem rechterhand befindlichen Vermessungspunkt geht der Trail kurzfristig fast wie betoniert weiter, dabei ist es die übliche Pahoehoe Lava.

Der Trail ist nicht nur durch Steinmännchen markiert, sondern auch mit Begrenzungssteinen entlang des Trails.

Etwas später sieht man fast immer Pele's Hair, das in der Sonne golden glänzt.

Wenn man solch eine Wolke sieht, ist das meist die Dampfwolke des Vents vom Halema'uma'u Crater.

 

Nicht lange darauf erscheint linkerhand ein richtig schwarzer „Sandstrand“, eine ungewöhnlich große Fläche mit schwarzem, feinem Sand.

In der Ferne sieht man kleine Hügel, Pu’us genannt. Der linke Hügel ist der Pu’u Koa’e.

Der Mauna Iki ist noch weiter entfernt und von hier nicht sichtbar. Er ist auch nicht das Ziel dieser Trailbeschreibung, da sich der Weg von den Pit Cratern bis zum Mauna Iki noch ganz schön zieht und zurück muss man schließlich auch noch und das bei Tageslicht.

Nach ca. 2 Stunden ist diese Stelle erreicht, die manchmal als "Zähne" bezeichnet wird. Von hier oben hat man eine schöne Sicht über das Lavafeld, auf dem man kurz darauf selbst laufen wird.

Der Mauna Iki Trail ist für schnelles Weiterkommen nicht besonders gut geeignet. Es gibt so viel zu bewundern, zu fotografieren, zu filmen. Andererseits ist teilweise so viel Sand, dass man einen Schritt vor, aber wieder drei Viertel Schritt zurück geht.

In der weiteren Folge sieht man dermaßen viel von Pele's hair, wie ich es noch nie zuvor gesehen habe. Auch die Länge ist erstaunlich, teilweise bis zu 50 cm lang!

Nun geht es über das große Lavafeld in Richtung des Cone Craters.

Man läuft über die Lava von 1974 und direkt auf den rechten Cone zu. Es ist unangenehm zu gehen, das Gelände gibt ab und zu nach.

Wenn jemand, so wie ich, auf den Cone Crater klettert, ist Vorsicht geboten, denn die Lava ist sehr scharf.

Dieser Cone Crater ist nicht sehr groß, aber dafür sehr tief. Echt beeindruckend!

Von hier oben sieht man in nicht allzu weiter Entfernung die beiden Pit Crater, in der Form ähnlich wie Devil’s Throat.

Diese Pit Crater sind das nächste Highlight des Mauna Iki Trails.

Nun geht man in Richtung des ersten Pit Craters, das ist der weiter östlich Gelegene, der andere ist aber nur einen Steinwurf entfernt.

Es ist mir nicht gelungen zu sehen, wie tief der erste Pit Crater ist. Der Rand ist sehr brüchig und ich wagte mich nur bis auf drei Meter an ihn heran. Das wiederum ist zu wenig, um den Kraterboden sehen zu können. Doch Vorsicht ist alles!

Das Gelände um diesen Pit Crater ist sehr hohl.

Der zweite Pit Crater ist nur geschätzte 15 m entfernt. Er ist noch brüchiger und einsturzgefährdeter. Auf der westlichen Seite sieht man viel Abgebrochenes, aber auch auf der östlichen Seite ist einiges zum Absturz bereit.

Am Kraterrand ist eindrucksvoll zu sehen, wie die Lava von 1974 direkt in diesen Pit Crater geflossen ist.
Dieser Pit Crater hat einen richtigen Schlund, der ziemlich steil nach unten geht und dessen Ende nicht zu sehen ist.

Viele Fragen tun sich auf:

Wann entstand dieser Crater?
Wann entstand der Schlund?
Wie tief ist der Schlund?
Was befindet sich am Ende des Schlunds?
Ist dort eine große Lava Tube oder verzweigt sich der Schlund sogar?

Auf der anderen Seite des zweiten Pit Craters steht ein Schild mit der Aufschrift „overhanging edge, stay back“.

Über den Pit Cratern fliegen white tailed tropic birds, auch Ko'ae Kea genannt. Sie haben in den Pit Cratern ihre Nester.

Nun geht es zum Pu'u Ko'ae, dem eigentlichen Ziel, weiter.

Um 11.45 Uhr gehen wir östlich des Pu'u Ko'ae dahin. Wir möchten gerne rund um den Pu'u Ko'ae gehen. Die Sanddüne ist sehr schön.

Wir liefen ostwärts am Pu'u Ko'ae entlang, um schließlich nordwärts und westwärts zu laufen.

Man geht über Lavasteine, bis man schließlich ein großes, weites Sandmeer vor einem sehen, das sich von links und rechts erstreckt. Es beginnt fast am Pu'u Ko'ae und geht bis weit in Richtung Hwy. 11 bzw. ins Ka'u Desert hinein.

Es liegen einige Holzbretter in der Landschaft und ein uraltes Holzschild, aber selbst nach dem Umdrehen kann man überhaupt nichts mehr lesen.

Läuft man bei diesen Schildern hoch, bieten sich einem folgende Bilder:

Geht man noch ein Stück höher, nämlich an den Kraterrand, hat man eine herrliche Sicht über das Ka'u Desert.

Von hier geht es am selben Weg wieder zurück zum Auto.


Festes Schuhwerk, Sonnenschutz (-creme, -kappe), Regenschutz sowie reichlich (!) Trinkwasser und Verpflegung sind nötig. Auch die Mitnahme einer Jacke ist empfehlenswert, da es bei Wetterumschwüngen auf Grund der höheren Lage recht frisch werden kann.

Empfehlenswert ist ein GPS-Gerät, notfalls ein Kompass sowie eine gut leuchtende Taschenlampe, sollte man wider Erwarten in die Dunkelheit geraten.

Wir haben für den Trail 7,5 Stunden benötigt, haben aber einige Pausen eingelegt, um zu filmen, zu fotografieren und auch um unser Lunch einzunehmen. Etliche Trinkpausen sind in dieser Zeit ebenfalls inkludiert.