Lage:

Von Hilo fährt man den Hwy. 11 in westliche Richtung, vorbei an den Orten Punalu'u und Na'alehu. Nach knapp 1,5 Stunden Fahrzeit ist linkerhand die Abzweigung zur South Point Rd. Kurz darauf - zwischen MM 70 und 71 - ist rechterhand die Zufahrt zur Kahuku Ranch.

Das Gate ist für Touristen von Mittwoch bis Sonntag von jeweils 9am bis 3pm geöffnet.

Allrad ist Pflicht, man hat jedoch wegen der nicht asphaltierten Piste keinen Versicherungsschutz!

Trailhead:

Von der Abzweigung vom Hwy. fährt man auf der Kahuku Rd. 6,5 Meilen in nördliche Richtung, dann ist die Upper Glover parking area und somit der Trailhead erreicht. Für diese 6,5 Meilen muss man 45 Min. rechnen.

Länge: 2,5 Meilen
Dauer: 2 Std.

 

Link zu dieser Karte, zusätzlich mit Höhenprofil

Die Karten wurde mit der Topo Map von DeLorme erstellt.

ACHTUNG! UPDATE 4. März 2016: Der Lower and Upper Glover Trail ist wegen des ROD (= Rapid Ohia Death) bis auf weiteres gesperrt.

************************

Beschreibung und Bilder:

Der Lower and Upper Glover Trail befindet sich in dem relativ neuen Teil des Hawai'i Volcanoes NPs, Kahuku Unit genannt. Sowohl der Trail als der neu hinzu gekaufte Teil des Volcanoes NP sind derzeit (2016) noch weitgehend unbekannt. Näheres dazu am Ende der Trailbeschreibung unter "Wissenswertes".

Nachdem man zwischen MM 70 und 71 am Hwy. 11 rechterhand (nordwärts) abgebogen ist, fährt man zunächst auf einer mäßig asphaltierten Straße und betritt nach dem Passieren des Gates den Hawai'i Volcanoes NP. Das Vorzeigen des NP-Passes war auch im Juli 2016 nicht nötig.

Klickt auf die Fotos, sie vergrößern sich.

Die Straße ist von sehr vielen Ohia lehua sowie Koa-Bäumen gesäumt.

Vorbei an einem ehemaligen Farmgebäude zur Rechten geht es weiter.

Kurz darauf hört der Asphalt auf und das Gate mit der Aufschrift "Kahuku" ist erreicht.

Es wächst sehr hohes, saftiges Gras - Farmland eben, das aber nicht mehr erwünscht ist.

Rechterhand ist ein eingezäuntes Areal und links (auf dem Foto nicht zu sehen) ist der Lavafluss von 1868, auf dem bereits zahlreiche Ohias blühen.

Nach einiger Zeit wird die Piste rauer und ruppiger. Beidseits wächst gut kniehohes Gras und rechts ist ein alter Wassertank.

Nach einiger Zeit sehen wir links einen elektrischen Zaun, der aber beschädigt ist. Möglicherweise ist es solch ein Areal, in dem alles Fremde vernichtet werden und nur einheimische Pflanzen wachsen sollen.

Nach einer starken Linkskurve ist die Piste schlechter befahrbar.

Ein Überbleibsel einer Viehverladestation.

Man passiert einen alten Wassertank, der schon bessere Zeiten gesehen hat.

Schließlich kommt man zu einer Y-Gabelung. Welche der beiden Pisten man fährt, ist einerlei, denn sie führen kurz darauf zusammen und es geht auf der mäßig zu befahrenen Gravelroad weiter.

Rechts vorne steht ein grüner Wassertank.

Unmittelbar hinter dem Wassertank sind zwei Picknicktische, die aber nicht überdacht sind.

Nach nicht sehr langer Zeit des weiter Fahrens steht linkerhand ein etwa 2 m hoher und im Durchmesser 1 m messender Wassertank. Links unten führt eine Leitung mit einem Schlauch weg.

Das saftige Weideland nimmt mehr und mehr zu.

Bald darauf erscheint links wieder eine alte Verladestation. Hier ist auch rechterhand das Wandersmannzeichen mit Lower Glover angeschrieben. Von hier könnte man ebenfalls zum Forested Pit Crater laufen, der Weg wäre kürzer. Dieser Trail ist mit gelben Punkten auf kleinen Holzmasten markiert.

Nach 6,5 Meilen ist der Upper Glover Trailhead erreicht. Weiter vorne ist die Piste gesperrt.

Hier ist der Trailhead. Der Trail ist mit grünen Punkten auf kleinen Holzmasten markiert.

Mit der vor Ort angebrachten Schuhbürste müssen die Sohlen gereinigt werden, um eventuelle Samen und sonstige Verunreinigungen nicht in das Gebiet zu schleppen.

 

Man läuft über saftiges Weideland. So manche Kuh hätte hier nach wie vor ihre Freude.
Bei einer Gabelung ist linkerhand auf einem Zaunsteher ein Schild mit der Aufschrift "Entering Kahuku Paddox Unit I", dort geht es nicht weiter.
Schräg gegenüber dieses Stehers ist das braun-gelbe Wandermannschild mit dem grünen Punkt mit Pfeil nach rechts. Nochmal rechts davon ist Trail geradeaus mit wieder grünem Punkt und weißem Pfeil, man kann es eigentlich nicht verfehlen.
Linkerhand stehen völlig frei und ungeschützt zwei ziemlich große Baumfarne.

Man kommt auf eine kleine Anhöhe. Linkerhand steht etwas Verrostetes, rechts wieder das Wandersmannzeichen und kaum ist diese Anhöhe überwunden, geht es wieder bergab, rechterhand ist ein Wassertank zu sehen.

Man geht linkerhand am Wassertank vorbei, rechterhand sieht man das Wandersmannzeichen, das vorschreibt, dass man rechts gehen muss.

Es geht immer ein klein wenig bergauf, bergab, umgeben von sehr viel Grasland und Ohia-Bäumen. Ab und zu sieht man einen Koa wachsen.

Auch Wildschweinspuren sind zu sehen.

Kurz darauf sieht man einen Ohia, dessen Stamm hohl ist. Er ist so groß, dass man hinein gehen und von innen hinauf den Stamm fotografieren kann.

Nach 50 Min. Gehzeit ist rechterhand dieser große Wassertank zu sehen.
Kurz darauf ist der Forested Pit Crater erreicht, der von hier noch nicht erkannt werden kann, obwohl er es tatsächlich ist.

Also noch ca. eine Minute weiter dem Weg folgen, der Weg macht eine Kurve nach links und kurz darauf ist ein braunes Schild mit weißer Schrift "Forested Pit Crater" zu sehen.

Über eine Länge von geschätzten 5 oder 6 Metern ist eine Absperrung errichtet.

Der Krater ist gewaltig! Es wachsen unheimliche viele Ohias und Baumfarne drinnen. Die Wände fallen senkrecht ab wie z. B. bei Devil's Throat.

Wieder zurück am Trail geht man linkerhand weiter. In der Ferne ist er grün-gelb markiert.
Hier läuft man durch sehr hohes, fettes Gras, angenehm kühlend, da es feucht ist und man quert auch den Corral.
Nach geschätzten 40 m ist rechts ein geöffnetes altes Gate, zugewachsen mit Gras.
Dahinter befindet sich das Wandersmannzeichen mit dem gelben Punkt und in etwas Entfernung, geschätzte 12 bis 15 m entfernt, ist wieder das gelb-grüne Wandersmannzeichen.
Kurz danach ist rechterhand auf einem Lavastein das Haupt einer Kuh, sogar die Zähne sind noch dran.
Rechterhand wachsen kleine Baumfarne in einem Tal unterhalb.
Man erreicht eine Stelle, an der man rechts hinter einem elektrischen Zaun einen größeren Felsen sieht mit einem kleinen Stein obenauf, der ein rosarotes Band trägt.

Auf dem Weg dorthin sieht man das Wandersmannzeichen mit dem grünen Punkt.

Vor einem ist der gelbe Wandersmann mit Pfeil geradeaus. Hier teilen sich also die beiden Wanderwege. Würde man an dieser Stelle geradeaus gehen, käme man beim Lower Glover Trailhead heraus.

Links ist auch ein winziger Lavastein mit einem blauen Bändchen, um auf die Weggabelung aufmerksam zu machen.

Man folgt dem grünen Punkt und geht rechts.
Wenn man sich von hier aus einmal umdreht, sieht man bis zum South Point (Foto ist gezoomt).
Man folgt der Fahrpiste weiter, sie ist mit blauen Bändern markiert. Es geht leicht bergauf, anschließend eher eben.

Ca. 10 Minuten später sind das Trailende und somit der Parkplatz beinahe schon erreicht.

Festes Schuhwerk ist angeraten, die Mitnahme von Wasser ebenso. Es kann in diesem Gebiet sehr heiß werden. Andererseits setzt des öfteren ab Mittag Regen ein, sodass die Mitnahme eines Regenschutzes ebenfalls empfehlenswert ist.

 

Wissenswertes

Die große Kahuku Ranch wurde bis 2003 von den Parkers gepachtet und von einer Gruppe von Farmern bewirtschaftet. Das Interesse an der Bewirtschaftung wurde immer weniger.

Am 2. Juli 2003 hat die Verwaltung des Hawai'i Volcanoes National Park zusammen mit ihrem Partner Nature Conservancy das 116.000 acre große Ranchgelände um 22 Millionen US-Dollar gekauft und seither ist der Hawai'i-Volcanoes NP doppelt so groß als zuvor. Dieser neu erworbene Teil trägt den Namen "Kahuku Unit".

Am 2. September 2004 fand auf dem Ranchgelände die offizielle Einweihungsfeier statt. Das Gelände wurde an diesem Tag für die Bevölkerung geöffnet.

Die offizielle Bekanntgabe, dass die ehemalige Kahuku Ranch zum Hawai'i Volcanoes National Park gehört, wird erst im Jahr 2016 stattfinden.

Das größte Problem dieses Gebietes ist das saftige Gras, das seinerzeit extra für die Rinderzucht angesetzt wurde. Es wächst extrem schnell und ist nicht einmal mit Unkrautvernichtungsmitteln zu bekämpfen, selbst dann treibt es erneut aus.

Auf dem Gelände wurden von nur zwei Rangern des Volcanoes NP vier Areale mit einem elektrischen Zaun umgeben. In diesen Arealen wird versucht, das Gras und andere Pflanzen, die nicht endemisch sind, zu vernichten und nur endemisches anzusetzen. Endemische Jungpflanzen werden aus dem Forested Pit Crater ausgegraben und in die neuen Areale gepflanzt. Es ist eine äußerst mühevolle Arbeit, deren Erfolg bisher nur mäßig ist. Es sollen keine Pflanzen aus dem Norden der Insel oder gar von einer anderen Hawai'i-Insel hier angepflanzt werden, sondern nur jene endemische Pflanzen, die auch hier in diesem Gebiet wachsen.

Ein großes Problem stellen die Wildschweine und Mufflons dar, die es auf dem ehemaligen Ranchgelände immer noch gibt. Die letzten Rinder wurden im Juli 2011 von der Nationalparksverwaltung aus dem Gelände gebracht.

Nach und nach soll dieser neue Teil des Hawai'i Volcanoes NPs für Besucher zugängig sein, aber derzeit (Juli 2014) gibt es diese Möglichkeit nur an Wochenenden. Zu diesen Zeitpunkten darf man sich alleine mit dem Auto und zu Fuß in abgegrenzten Gebieten fortbewegen.
Eine andere Möglichkeit ist, an einer der geführten Rangertouren teilzunehmen, die vom Kilauea Visitor Center angeboten werden, z. B. The people and land of Kahuku. Falls man daran interessiert ist, muss man sich zuvor im Visitor Center die Info einholen, wann die nächste Rangertour geplant ist und dann pünktlich vor Ort, nämlich dem Kahuku Gate zwischen MM 70 und 71 am Hwy. 11, einfinden.

Hinweis: Diese Infos stammen von zwei Rangern, die wir vor Ort, also auf dem Kahuku Gelände, befragten und die sehr bereitwillig Auskunft gaben.