Sonntag, 12. Juni 2022

Wir möchten endlich in den Timanfaya NP!! Der Wecker bimmelt, ich laufe ins Wohnzimmer, gucke von dort Richtung Timanfaya - tja, klar, eine dicke dunkle riesenroße Wolke hängt über das ganze Gebiet.

Es kommt also wieder mal ein anderer Plan an die Reihe.

Aber erst mal möchte ich euch "unseren" Hibiskus vor dem Küchenfenster vorstellen (im Hintergrund das Nachbarhaus, das ca. 50 m entfernt ist - Foto ist gezoomt):

Normalerweise hat der Strauch auch rote Blüten, aber sie sind vor wenigen Tagen alle abgefallen. Wäre schön, wenn wieder neue entstehen würden, aber so sieht der Hibikus auch hübsch aus und erinnert uns an Hawai'i.

Über Uga...

... und Yaiza fahren wir zu den Salinas de Janubio, wo, wie der Name verrät, Salz gewonnen wird:

Der kleine Shop kommt uns sehr gelegen, denn wir möchten ein paar Souvenirs mit nach Gran Canaria nehmen.

Mit einigen Kilo Salz - aber nicht nur in reiner Form, sondern gemischt mit anderen Gewürzen - werfen wir noch einen Blick auf die Verpackungsanlage...

...und verlassen den kleinen Shop.

Weiter geht es bei leider stark bewölktem Himmel nach El Golfo:

El Golfo ist ein Fischerdorf, in dem es zahlreiche Fischrestaurants gibt.

Doch ehe wir etwas essen, möchten wir uns etwas bewegen. Zuerst geht es zum Mirador hoch:

Von dort hat man einen sehr schönen Blick auf El Golfo:

Weiter geht es Richtung Charco de los clicos, das bei vielen unter Charco verde bekannt ist.

Nach nur kurzer Gehzeit liegt Charco de los clicos unter uns. Die grüne Farbe stammt von einzelligen Algen, sie haben sich an den hohen Salzgehalt des Meeres angepasst. Der Salzgehalt des Charco de los clicos ist höher als der Salzgehalt des Toten Meeres.

Nun wird es aber Zeit, ein Fischrestaurant auszusuchen. Unser Vermieter hat uns das Restaurante Costa Azul empfohlen, das fast ein wenig versteckt kurz nach dem Ortseingang auf der linken Seite (etwas zurück gesetzt) zu finden ist.

Wir sind sehr angenehm überrascht: Sämtliche Tische sind mit Tischdecken und Stoffservietten versehen. Ein sehr freundlicher Angestellter begleitet uns zu einem Tisch, kurz darauf werden unaufgefordert zwei Brötchen mit je einer Schale mojo verde (grüne Sauce) und mojo rojo (rote Sauce) serviert. Bei dieser Gelegenheit werden uns die heutigen Spezialitäten erklärt. Wir könnten auch aus der normalen Karte wählen, entscheiden uns jedoch für eine der heutigen Spezialiäten, nämlich eine Fischplatte für zwei Personen.

Das sind nicht zwei Fischchen, die für zwei Leute gerade reichen, nein, das sind insgesamt sieben (!) Fische. Zum Glück ist nur einer sehr groß, die anderen nicht.

Michi wählt als Nachspeise Mousse au chocolat, die ihm sehr gut schmeckt.

Gut gesättigt und glücklich verlassen wir das Costa Azul.

Wie man am Foto unterhalb sieht, ist es auch am mittleren Nachmittag sehr gut besucht.

Nun steht noch ein kleiner Verdauungsspaziergang an, wir laufen entlang von vielen weiteren Restaurants bis an das nördliche Ende von El Golfo, wo rechterhand ein großer Kinderspielplatz ist. Hier können sich die kleineren und auch etwas größeren Kinder austoben.

Anschließend möchten wir die Los Hervideros (die Klippen) besuchen, doch siehe da, der Weg dorthin ist bereits zu Beginn gesperrt. Warum denn das? Ich stöbere im Internet und kann keine Erklärung finden, so sehr ich mir auch Mühe gebe.

Ich bin ein bekannter Verfechter, sich nach Verboten zu richten und diese zu respektieren. Wir beobachten, wie sämtliche (!) Leute an der Sperre vorbei gehen. Tja, was tun? Michi meint, gehen wir doch auch, sollte es aus irgendwelchen Gründen gefährlich werden, drehen wir um. Mein Kopf sagt "nein", mein Bauch sagt "jein". Etwas widerwillig siegt mein Bauch.

Ein paar Impressionen:



Und hier sind sie, de "los Hervideros":



Von Süden (auf der LZ 703) ist El Golfo dzt. nicht erreichbar. Am nächsten Tag erzählt unser Vermieter, es hat sich auf der 703 ein großes Loch aufgetan, deshalb die Sperre. Ab wo genau - von Süden kommend - gesperrt ist - weiß er jedoch nicht.

Auf dem Weg nach Hause:

El redondo de los camellos - der Kreisverkehr der - nein, nicht Kamele - sondern Dromedare.

Zu Hause angekommen ist es zu kühl, um in den Pool zu gehen. Wir genießen auf der Terrasse unseren Espresso und lassen den Tag Review passieren.

Morgen um 10 Uhr kommt Felipe, um den Pool zu reinigen. Wir möchten warten, bis er hier ist, vielleicht kommt auch Dorina mit, dann könnten wir ein wenig plaudern, wenn sie Zeit dazu haben.

 

Buenas noches