Montag, 14. 7. 2014

Um 05:50 holt uns der Wecker aus dem Schlaf.

Das Frühstück lassen wir uns schmecken, wenngleich ich meine Nudelsuppe eher als Henkersmahlzeit betrachte. Heute ist der Tag der Tage – wahrscheinlich wird der Zahn gezogen.

Rechtzeitig fahren wir los und sind bereits um 08:10 beim Zahnarzt, der schon geöffnet hat. Die Lady begrüßt uns sehr freundlich. Wir erzählen, dass wir gestern zuerst am Mauna Kea waren, wo uns der Starkregen überraschte.

Nach nur wenigen Minuten werde ich ins Behandlungszimmer gebeten. Es gibt kein Entrinnen mehr

Dr. Koizumi guckt in meinen Mund, die Entzündung ist deutlich zurück gegangen. Er gibt mir eine erste narkotisierende Spritze. Diese Spritze ist die Vorbereitung für die zweite. Kurz darauf greift er zur Zange und entfernt den Zahn, doch ich weiß die längste Zeit nicht, ob der Zahn nun heraußen ist oder nicht, ich spüre ja nichts und nach hinten sehen kann ich auch nicht. Er fummelt mit irgendetwas herum, wo der Zahn ist oder war. S., die Sekretärin, die heute statt ihrer krank gewordenen Kollegin einspringen muss, ist sichtlich nervös und saugt immer wieder meine Zunge ein Irgendwann erfahre ich, dass der Zahn längst weg ist. Uffff! Er erklärt mir, dass er eine Naht setzen wird und schließlich zeigt er mir noch, wie man aus einem Gaze-Streifen einen Tampon faltet, denn zu Hause muss ich alle 45-60 Minuten den Tampon erneuern.

Er gibt mir noch alle möglichen Anweisungen und schließlich seine private Telefonnummer, auch gibt er mir etliche Gaze-Streifen mit

Wir zahlen, ich bedanke mich für die vorzügliche Behandlung und nun fährt Michi mit mir nach Hause. Ich soll jetzt nicht Auto fahren. Die Fäden werden am Freitag entfernt, es ist zwar etwas früh, aber der Montag wäre zu spät, falls es dann wider Erwarten zu einer Komplikation kommt.

Zu Hause werfe ich die Wäsche in die Maschine und setze mich anschließend zum Netbook. Dann ab mit der Wäsche in den Trockner, die Handtücher werden auch noch gewaschen, dazwischen bügle ich die Wäsche, während Michi die Conrad-Liste überprüft und den Tampon wechselt, weil ich das einfach nicht hinbekomme.

Um 13 bereite ich unser Mittagessen zu, für mich eine Nudelsuppe

So, was tun mit dem angebrochenen Nachmittag?

Die Antwort ist rasch gefunden: Wir fahren zu Big Island Candies.

Klickt auf die Fotos, sie vergrößern sich.



Zahlreiche Autos und auch Autobusse stehen am Parkplatz.

Glücklicherweise regnet es derzeit nicht, sodass wir trockenen Fußes das Gebäude betreten können. Wir werden, wie alle anderen, sehr freundlich begrüßt und bekommen Kostproben angeboten. Obwohl ich nichts Süßes essen darf und auch nicht esse, nehme ich solch eine Kostprobe entgegen, denn Michi ist ein kleines Schleckermäulchen.

Im Verkaufsladen sind zu 99 % Touristen aus Nahwest und kaufen enorm viel ein

Vom Verkaufsladen kann man durch große Glasscheiben bei der Fabrikation zusehen. Wir sind jedoch zu spät dran und sehen nur mehr das Putzteam.


Wir begutachten die verschiedenen Regale, es wird alles Mögliche angeboten.
Bereits vom Internet kenne ich den "Aloha Basket", den wir gerne für Gisella kaufen möchten. Michi fragt einen Angestellten, er sagt, wir sollen kurz warten, es wird sofort ein Aloha Basket zusammen gestellt. Nach einigen Minuten kommt er damit zurück.

Wir zahlen und fahren nach Hause, um den Aloha Basket zu deponieren.

Anschließend geht es zum Hilo Hattie. Dieser hat nicht mal mehr 16-Monats-Kalender und somit sind wir gleich wieder weg und fahren zum Prince Kuhio SC.

Wir gehen zum Macy's. Michi entdeckt Hosenröcke und ich finde zwei, die ich kaufe. Nun suchen wir noch 2 T-Shirts für unsere Freunde auf Gran Canaria, aber es ist nichts Passendes vorhanden.

Ab zum Foodland, wir benötigen jedoch nur Kleinigkeiten.

Zu Hause bereite ich unser Abendessen zu, das wir uns schmecken lassen

Dann setze ich mich, wie immer, vor das Netbook, Michi guckt ein wenig TV und liest dann mit meinem iPad.

Um 23:30 beginnt der Matratzenhorchdienst.

Sleep well