Sonntag, 15. 6. 2014

Um 06:45 holt uns der Radiowecker mit schöner Hawai'i-Musik aus dem Schlaf Wir stehen auf und die übliche Einteilung beginnt.

Das Frühstück lassen wir uns wiederum auf unserem Lanai schmecken Wettermäßig ist es traumhaft schön

Klickt auf die Fotos, sie vergrößern sich.

Die Radarkarte verheißt Gutes und wir werden hoffentlich unseren Plan A, den Waimea Canyon Trail zu laufen, in die Wirklichkeit umsetzen können.

Um 08:40 starten wir

In Waimea fahren wir zu R., wo auf ihrem Privatgrundstück der Waimea Canyon Trail beginnt.

Vor uns ist es stark bewölkt, was sollen wir denn davon halten?

Um 09:40 sind wir bei R. T. begrüßt uns und wir fahren nach ganz hinten, wie uns R. riet und mit unserem Auto parken wir, darum bat uns R., den Zugang zum Trailhead zu, damit andere diesen nicht so leicht finden, wobei andere, da es sich um ein Privatgrundstück handelt, eigentlich gar nicht bis hierher kommen dürften, sondern schon vorn ihrem Haus umdrehen müssten.

Die Hunde begrüßen uns freudig.

Ich schieße ein paar Fotos.

Wir schnüren unsere Wanderschuhe und starten um 10 Uhr

Wir gehen am Waimea River entlang, aber irgend etwas stimmt nicht, nein, wir sind falsch und drehen um
R. sagte ja, dass der Einstieg schwer zu finden sei.
Und kaum sind wir am Hauptweg zurück, sehen wir, wo der Trail beginnt!

Wolken schieben sich vor die Sonne. Unter uns rauscht der Waimea River.

Ich habe die zweifelhafte Ehre, uns den Weg durch die mehr als hüfthohe Wiese bahnen zu dürfen. Der Trail ist, wie R. schon sagte, sehr zugewachsen und kaum zu finden. Trotzdem kommen wir zwar langsam, aber gut voran.

Schließlich sind wir bei der Hängebrücke.

Langsam gehe ich darüber, sie ist ca. 50 m lang. Für Höhenängstliche ist das definitiv nichts.
Michi packt das Stativ in den Rucksack und kommt langsam nach.
Ich will nicht wirklich sagen, dass die Hängebrücke in einem einwandfreien Zustand ist, denn das wäre gelogen, aber soooo übel ist sie auch wieder nicht.

Und dann stehen wir vor jener Piste, auf der man kommen würde, würde man nach dem Kukui Trail (wenn man den Boden des Waimea Canyons erreicht hat) Richtung Waimea laufen. Das wären 9 Meilen.

Wir gehen gemütlich auf der Forststraße dahin, es ist dicht bewachsener Wald. Ein Moa quert den Weg.

Um 12 Uhr liegt die erste Durchwatung des Waimea River vor uns.

Michi zieht seine schwarzen Badesandalen an und ich meine Flip Flops. Die Wanderschuhe baumeln außen am Rucksack. Rutschend durchqueren wir den Waimea River. Leider lösen sich meine Flip Flops auf einmal in Wohlgefallen auf, die Innensohle trennt sich von der Außensohle. So ein Käse!

Wir gehen nach der Durchwatung in den Flip Flops und Sandalen weiter, damit lässt sich auf der Forstpiste gut laufen und dann stehen wir vor einer Y-Gabelung, rechts geht es durch den Waimea River, links ist eine Umfahrungspiste. Rechts steht ein Haus, das müsste ein Teil des Anwesens der Familie D. sein.

Nach einer halben Stunde liegt vor uns ein sehr dickes Betonrohr. Darüber führt eine Brücke. Ob das der neue Ditch oder Teil des alten ist, wissen wir nicht. Diese Frage kann uns nur R. beantworten. Diesen Ditch sieht man jedenfalls auch vom Waimea Canyon Drive aus.

Und wir ziehen weiter.

Einige Minuten später liegt die zweite Waimea River-Durchquerung vor uns. Diese ist schmäler als die erste.

Ich kann nicht behaupten, dass eine Flussdurchquerung den puren Spaß macht, aber wir haben es mit viel rutschen geschafft. Wir lassen uns dahinter auf den Steinen nieder und picknicken Vor uns die grüne Canyonwand, wunderschön!

Nach dem Picknick wechseln wir unser Schuhwerk.

Kurz nach dem Weitergehen sind wir aus dem Wald heraußen und die Bäume stehen nur mehr vereinzelt. Die Fahrpiste wird schmäler, wir sind nahezu ausnahmslos der Sonne ausgesetzt Nach kurzer Zeit ist rechts ein geöffnetes Gate. Es geht auf groben Steinen bergauf und es ist brütend heiß.

Kaum haben wir den Anstieg überwunden, ist rechts der Kekaha Ditch.
Wann habe ich das letzte Mal soooooo geschwitzt?
Nach dem Überwinden der nächsten Steigung gehe ich in Streik – ich kann nicht mehr. Michi will unbedingt bis zur nächsten Kreuzung gehen. Zu welcher Kreuzung bitte? Zur Kreuzung mit dem Pu'u Ki Wai'alae Trail zur Rechten, sagt er und zieht los.

Ich warte auf Michi, der bald zurück kommt, dann drehen wir um. Was er natürlich nicht gefunden hat, ist die Kreuzung mit dem Pu'u Ki Wai'alae Trail

Jetzt heißt es endgültig umdrehen.

Am Rückweg wieder dasselbe Spielchen mit dem Schuhwechsel, aber die nun folgende Waimea River-Durchquerung ist gut zu schaffen.
Kurz vor der zweiten Überquerung begegnet uns ein Quad, dann ein Trolley, wobei von diesem Fahrzeug die Fahrerin dem Schmuck nach die Fr. D. persönlich gewesen sein könnte, kurz darauf ein Pickup und ein normaler PKW. Links beim Waimea River steht ein weiterer PKW. Ah ja, Sonntag ist!
Wir durchqueren wiederum den Waimea River. Dahinter ist eine kurze Pause angesagt, wir teilen uns eine Birne und dann wechseln wir wieder mal unsere Schuhe.
Um 15:50 ist vor uns der Waimea River, zu unserer Rechten die Hängebrücke. Hier begegnen wir einem ca. 35-jährigen Jäger, mit dem wir uns ein wenig unterhalten.
Anschließend gehen wir über die Hängebrücke.

Der weitere Weg ist wiederum nur zu erahnen, unser Durchgehen von heute morgen hat praktisch keine Spuren hinterlassen.

 

Um 16:35 sind wir am Trailbeginn. Wir sind 9,48 Km gelaufen.

Auf R.s Grundstück hören wir Stimmen.

R. freut sich, dass wir einen Teil des Waimea Canyon Trails gelaufen sind. Sie hat Besuch vom Mainland. Und schon geht die Plauderei mit all den Anwesenden los. Obwohl wir die anderen zuvor nie sahen und sie uns nicht, ist es fast so, als würden wir uns schon jahrelang kennen. R. sagt, wir sollen unbedingt zum Haus kommen, sie gehen jetzt auch dorthin. Wir sind jedoch komplett verschwitzt
Wir fahren mit unserem Jeep bis zu ihrem Haus, aber die anderen sind nicht dort. Wo um alles in der Welt sind sie geblieben? Wir gehen zu Fuß ein Stück zurück bis zu den Pferden, dort sehen wir einen Teil der Gruppe.

Also gehen wir wieder zum Haus zurück. In diesem Moment kommt von hinten ein Auto mit C. am Beifahrersitz! Sie fällt aus allen Wolken, als sie uns wieder sieht. Sie fragt, bis wohin wir heute gegangen sind und wir erzählen es ihr. Sie wiederum erzählt, dass sie schon mal 11 Meilen bis zur Wai'alae Cabin gegangen ist. Zwei der anderen Damen wollen wissen, ob man dort in der Cabin richtige Betten hat, was C. verneint. Es sei eine sehr einfache Hütte.
Ich erzähle C., dass wir gestern den Kalepa Ridge Trail gelaufen sind. C. lief den jedoch noch nie. Das gibt's doch nicht! Wir empfehlen ihr dringend, den Trail zu laufen.

R. fragt C., ob sie etwas von Interisland Helicopters weiß, nein, sie auch nicht. Sie weiß nur von dem Leichtflugzeug, das abgestürzt sei, bei dem der Eigentümer ums Leben kam.

R. sagt wieder, wir sollen doch mit ins Haus kommen, aber wir lehnen dankend ab, wir sind wirklich komplett verschwitzt und verabschieden wir uns

Um 16:30 treten wir die Rückfahrt an.

Am Rückweg sehen wir einen wunderschönen Regenbogen, der innerhalb kurzer Zeit die Fahrbahn überspannt.

Bei den Kilohana Plantations sind etliche Einsatzfahrzeuge, die mit lautem "tatü tata" ein- uns ausfahren.

Wir fahren bis zum Foodland weiter und kaufen die nötigsten Kleinigkeiten.

Um 18:30 sind wir im Hotel. Ich bereite unser Abendessen zu, während Michi das Netbook einschaltet. Am Lanai verspeisen wir unser Abendessen, herrlich, in den letzten hellen Minuten

Anschließend gehe ich in mein Hawai'i-Forum.

Um Mitternacht beginnt der Matratzenhorchdienst.

Sleep well