Heute ist ein denkwürdiger Tag, denn heute
vor 9 Jahren hatte Michi seine beiden Schlaganfälle.
Das Handy holt uns um 7 Uhr aus dem Schlaf. Es
zwitschern sehr viele Vögel, es ist paradiesisch
schön hier. Wo bleibt heute eigentlich der
Revierhahn? Er vernachlässigt seine Pflichten

Michi verschwindet ins Bad und ich in die Küche.
Bald darauf lassen wir uns das Frühstück
schmecken
Von Conrad ist keine Mail gekommen, ärgerlich
Die Radarkarte zeigt Wolken, die sich auflösen,
nicht so übel. Michi zögert, an unserem
heutigen Plan festzuhalten und meint, wir könnten
wieder mal die Keanakolu Road fahren.
Der Stechginster blüht zwar um diese Jahreszeit
nicht, aber schön wäre es trotzdem.
Klickt auf
die Fotos zum Vergrößern.
Um 9:30 fahren wir Richtung Saddle Road.
Mist! Das Wetter sieht nicht gut aus!, das
macht keinen Spaß 
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Wir sind neugierig,
wie das Wetter vom Beginn der Keanakolu Rd.
aus aussieht. Schon vor der Abzweigung zur
Mauna Kea Access Rd. ist es herrlich sonnig,
aber der Blick vom Beginn de Keanakolu Rd.
aus ist nicht das, was wir uns wünschen. |
Nein, wir disponieren doch um und fahren auf der
Saddle Rd. weiter und zwar bis zur Abzweigung der
R 10-Road. Vor uns ist der Himmel heller, die Entscheidung
dürfte besser sein.
Beim Mauna Kea State Park vorbei, haben wir strahlend
blauen Himmel über unseren Köpfen 
Um 11:05 erreichen wir die Abzweigung zur R 1-Road,
das Tor steht offen.
| Ein
großer Pickup biegt vor uns ab, auf
dem Auto steht „for official use only“.
Ein junger Mann steigt aus und geht zur Kilohana
Hunter Checkin Station, nimmt ein paar Zettel
und heftet sie auf die Tafel. |
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Michi fragt, ob wir ohnehin hier hinauf fahren
dürfen und der junge Mann sagt, wir dürfen.
Wir sollen aber Acht geben, denn es sind Jäger
unterwegs. Die Jagdsaison für Vögel („endangered
birds“) am Mauna Kea und nur hier ist ganzjährig
und zwar von Montag bis Sonntag. Es wird jedoch
nur mit Armbrust bzw. Pfeil und Bogen gejagt.
In anderen Gebieten darf nur an Wochenenden und
Staatsfeiertagen gejagt werden.
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Auf der gelben Info-Tafel
steht eine Fülle an Informationen,
auf der Rückseite der Tafel steht,
dass Autos mit einem offiziellen Kennzeichen
kein Permit für das Befahren der Straße
benötigen.
Man muss sich jedoch registrieren,
wenn man hier fährt. In der Box neben
der Info-Tafel ist der entsprechende Zettel
zu finden. Mit der jeweiligen Uhrzeit trägt
man sich ein und vor dem Verlassen wieder
aus. Bisher sind wir die einzigen, die unter
dem heutigen Datum eingetragen stehen.
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Allrad ist Pflicht. Wir dürfen nur die R 1
und R 10 befahren.
Tafeln über Tafeln...
| Um
11:35 starten wir, das GPS ist bereit. |
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Wir fahren auf der Pu’u La’au Rd.,
auch Skyline Road genannt, das ist die sogenannte
R 1-Road (noch nicht R 10). Beidseits ist Wald mit
Grasland dazwischen. Es blüht gelb. Die Piste
ist in einem guten Zustand.
Erst später, an der Ranger Station nahe Pu’u
La’au nach 4,25 Meilen, teilt sich die Straße,
links bzw. geradeaus ist die Mauna Kea Hunter Access
Rd., wo man auf haarigen 32 Meilen zu Hale Pohaku
nahe dem Mauna Kea Visitor Center kommt. Hierfür
bräuchte man 5 Std.
Die rechte Abzweigung geht an alten Ranger Cabins
bergan auf ca. 5.000 Fuß und zwar über
12 Meilen. Von hier hätte man spektakuläre
Sichten auf den Mauna Loa, den Hualalei und Maui.
Ungefähr eine Meile von der Ranger Cabin entfernt
gabelt sich die Piste erneut. Rechts geht es auf
10.000 Fuß hinauf und links zu den Observatorien
am Pu’u Pohaku in der Nähe des Gipfels.
Die wegführende R 14 und R 15 dürfen
wir nicht befahren.
Es zwitschern viele Vögel, aber das haben
wir erwartet, denn hier ist ein Vogelparadies. Die
Piste ist extrem staubig.
Wir fahren durch den Kaohe Forest Reserve. Es wachsen
Mamane und Iliahi.
Im Hintergrund ist er Mauna Kea zu sehen.
Nach einiger Zeit fahren wir beim Grader und einer
Walze vorbei.
Immer wieder sehen wir beidseits Installationsrohre,
aber nur kurze Stücke, einen Bogen mit einem
geraden Stück daran. Innen sind die Rohre schwarz
lackiert. Am oberen Ende, an dem das Rohr waagrecht
weggeht und mit einem Bandeisen befestigt ist, sind
am Eingang Drähte kreuz und quer gespannt,
sodass nur kleinere Löcher offen sind. Anscheinend
sind das Nistkästen für kleine Vögel.
Andere Tiere können durch das Gitter nicht
hinein und daher keine Eier rauben. Das wäre
die einzige Erklärung.
Während wir fotografieren und filmen, hören
wir ein Motorgeräusch und kurz darauf kommt
uns ein Auto entgegen. Der Fahrer bremst, neben
ihm offenbar seine Frau. Er fragt, ob wir vielleicht
Apapane gesehen haben. Ich muss verneinen, Apapane
sahen wir leider auch noch nicht (Anmerkung: Apapane
sind endemische Vögel).
Zu unserer Linken kommt ein kleiner Pu’u,
mit einem gelben Schild und einem Zaun rundherum.
Es ist ein Wildschweinzaun.
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Um 12:30 kommen
wir zu einer Gabelung. Rechts geht die R 1
weiter. Hier steht ein Schild mit der Aufschrift
„Mauna Kea Forest Reserve Pu’u
La’au“. |
Links führt ein schmaler Weg nach –
tja, nach wohin? Das wollen wir jetzt wissen und
fahren dorthin.
| Kurz
darauf stehen wir auf dem Pu’u La’au,
7.446 Fuß hoch, die Aussicht ist mäßig,
da es sehr trüb ist. Auf engstem Weg
drehe ich das Auto um. |
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Wir fahren wieder zurück und die R 1 weiter.
Rechts vor uns ist eine Hütte, die Tür
steht offen. Der Boden der Hütte ist schon
sehr morsch, sodass ich die Hütte lieber nicht
betrete.
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Daneben ist
ein Toilettenhäuschen. |
| Beim
genauen Inspizieren entdecke ich bei einem
Busch eine Gedenktafel. |
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Wir fahren durch
Wald weiter. Überall hängen blaue
Bänder. |
| Und
dann liegt wieder der Mauna Kea in voller
Pracht vor uns. |
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Dann stehen
wir vor einer Y-Gabelung. Links geht die R
1 weiter und rechts bzw. geradeaus die R 10.
Wir fahren die R 10. |
| Beidseits
blüht es wunderschön gelb und weiß,
wenngleich auch nur wenig. Es geht ständig
bergauf. |
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Doch schon bald
ist der Pistenzustand deutlich schlechter,
viele spitze Lavasteine sind auf der Fahrbahn.
Da wir kein Risiko eingehen wollen, drehen
wir um. |
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Es ist Zeit
fürs Picknick. Michi entdeckt einen Baumstamm,
der als Sitzplatz geeignet ist und wir lassen
uns das Mitgebrachte schmecken  |
Um 14:30 fahren wir weiter.
Bei der Kreuzung mit der R 1 fahren wir
ein Stück in diese hinein. Links, ca.
30 m von der Piste entfernt, ist eine Überdachung
mit Wassertanks darunter. Unweit davon eine
zweite Überdachung, ebenfalls für
einen Wassertank.
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Wir fahren nicht mehr sehr viel weiter, sondern
drehen wieder um, wir wollten ja nur unsere Neugier
stillen. Wir haben den Verdacht, dass wir mittlerweile
völlig alleine in diesem Gebiet sind, wir hören
keine anderen Motorgeräusche, keine menschlichen
Stimmen – nichts dergleichen. Natur pur! 
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Nun entdecken
wir Sträucher mit Wild Plums! Wir stärken
uns, sie schmecken köstlich!
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Im unteren Bereich der Piste, schon in Sichtweite
zum Hunter Checkin Häuschen, sehen wir zahlreiche
Fußtritte auf der Piste. Offenbar sind sehr
viele Leute bergauf gegangen. Nur – wohin?
Zum ersten Mal sehen wir das bei der Abzweigung
zur R 15, weiter oben nicht. Der Gruppe sind wir
jedoch nicht begegnet. Wie auch, die R 15 dürfen
wir ja nicht fahren und dort führen die Fußtritte,
von der R 1 kommend, hinein.
Bei der Kilohana Hunter Checkin Station trage
ich uns wieder aus. Es ist 16:20.
Am Rückweg nach Hilo beginnt es am alten Teil
der Saddle Road zu schütten. Ob das genügt,
um unser Auto wieder gewaschen zu bekommen?
Als
wir auf den Pu'u Huluhulu zukommen, fahren
wir wieder in strahlendem Sonnenschein! |
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Bei unserer Aloha Tankstelle in Hilo stillen wir
den Durst unseres Autos.
Anschließend geht es zum Starbucks, wo uns
Michi einen Espresso für zu Hause holt 
Um 17:50 stellen wir das Auto absichtlich nicht
unter dem Vordach, sondern davor ab, in der Hoffnung,
dass irgendeiner der Hilo-Wolkenbrüche unser
Auto besser reinigt.
Zum Espresso gönnen wir uns ein zuckerfreies
Eis. Anschließend guckt Michi TV und ich sitze
vor dem Netbook.
Ich bereite unser Abendessen zu, das wir uns schmecken
lassen 
Um 23 Uhr beginnen wir mit dem Matratzenhorchdienst.
Sleep well 
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