Sonntag, 30. 6. 2013

Das Handy läutet um 6:30. Den Hahn haben wir nicht gehört, wahrscheinlich war er gar nicht hier

Angesichts der Bewölkung und der Satellitenkarte ändern wir unseren Plan. Ich schlage vor, an die Kona-Seite zu fahren.

Das Hilo Hale verlassen wir um 9 Uhr. Wir tanken bei unserer Tankstelle und fahren über die Puainako Street zur Saddle Rd.

Es regnet immer wieder. Ab dem MM 16 trocknet die Straße auf. Der Mauna Loa ist vollkommen wolkenfrei, der Mauna Kea ebenfalls.

Der Mauna Loa in der Ferne:

Klickt auf die Fotos zum Vergrößern.

Und der große Bruder Mauna Kea:

Um 10:05 parken wir uns beim Mauna Kea State Park ein. Hier kann man Cabins mieten, allerdings nur am Wochenende. Die Ausstattung ist sehr primitiv. Es gibt keine Bettwäsche, keine Handtücher, kein fließendes Wasser, dadurch auch keine Dusche, keinerlei Kochgeschirr. Ob es Strom gibt, entzieht sich meiner Kenntnis. Bis zu sechs Leute können in einer Kabin schlafen.

Bei herrlichstem Wetter fahren wir weiter Bei MM 41 beginnen Straßenbauarbeiten, heute, am Sonntag, natürlich nicht. Die Saddle Rd. wird weiter ausgebaut, das war ja zu befürchten

Das Baustellenstück ist jedoch nur kurz und es geht auf der geliebten alten Saddle Rd. weiter. Beidseits ist ein gelbes Blütenmeer.

Den Haleakala auf der Nachbarinsel Maui können wir gut sehen. Richtung Waimea ist es saftig grün. Wir haben es in früheren Jahren schon staubtrocken und braun erlebt.

Um 10:50 erreichen wir die Kreuzung mit der 19 und fahren rechts (Osten) weiter.

In Waimea biegen wir zum Parker Ranch SC ab. Dort steuern wir den Starbucks an, Michi möchte einen Espresso.

Danach fahren wir weiter. Nach einiger Zeit kommen wir am früheren Kamuela Museum vorbei. Das Schild ist zwar noch vorhanden, aber das Tor ist seit Jahren verschlossen. Mittlerweile wurde das Museum anscheinend verkauft. Es stehen zwei private PKWs am Gelände, es macht einen buddhistisch eingerichteten Eindruck, wenn man den Garten ansieht.

Wir fahren Richtung Küste weiter. Beidseits sind die Wiesen vertrocknet und braun. Der Pu’u Wa’awa’a leuchtet grün. Beim Puako Shoreline Access fahren wir vorbei.

Nach dem MM 73 kommt die Abzweigung zum Mauna Lani Resort, es ist mit einem Lavaturm, der mit Mauna Lani beschriftet ist, markiert. Hier fahren wir durch ein großes a’a.Feld, dem Mauna Lani Drive.

Am Ende des a’a Lavafeldes wird es grün, wir kommen zu einem großen Kreisverkehr, hier nehmen die erste Ausfahrt rechts. Wir sehen ein Schild mit der Aufschrift „Holoholokai Beach Park & Puako Petroglyph Park“.

 

Es ist eine sehr luxuriöse Bungalow-Siedlung, die Gartenanlagen sind sehr gepflegt.

Kurz hinter dem Orchid-Abzweig, der zur Linken liegt, geht es rechts ab und wir kommen zu einem weißen geöffneten Gate. Rechts davon steht, dass von 6:30am bis 6:30pm geöffnet ist.

Nun wird es etwas schwierig. Es gehen immer wieder kleine Straßen weg. Wir fahren auf einer Straße mit einigen Bumps. Es dauert nicht sehr lange, haben wir das Ende der Straße erreicht. Vor dem Umkehrplatz parken wir uns links ein.

Nördlich vom Parking Lot ist ein Hinweisschild und von hier sind es angeblich 30 Minuten bis zu den Petroglyphs.

Der Weg ist zu Beginn asphaltiert.

Kurz darauf steht das „Malama Trail, Distance 0,7 Miles to Petroglyphs Viewing Side, 1,4 Miles Roundtrip“.
Ob man Puako Petroglyph Trail oder Malama Trail sagt, ist egal, es ist ein und dasselbe.

Um 12 Uhr starten wir

Rechts sehen wir bereits jene Lavasteine, in die graviert wurde.

Unmittelbar darauf hört der Asphalt auf und man geht auf Schotter weiter.

Links ist ein Zugang zu einem 4x4 m großen Platz, auf dem ebenfalls gravierte Steine liegen bzw. stehen.

Der weitere Weg ist etwas holprig, teilweise auch über Wurzeln.

Bald lichtet sich der Wald über uns, die Sonne knallt erbarmungslos auf uns herunter

Nach 20 Minuten ist vor uns ein Schild mit Pfeil geradeaus und der Aufschrift „Petroglyphs Trail“. Es hat erfrischende 37,0° C.

Nach wenigen Minuten sind wir am Trailende. Hier ist eine Absperrung, die aus Ästen errichtet wurde. Links führt ein schmaler Fußpfad weiter, es handelt sich um einen angelegten Rundweg.


Wir filmen und fotografieren und laufen den Rundweg, um die Petroglyphs auch aus anderen Perspektiven zu sehen.

Um 13:05 sind wir wieder am Ausgangspunkt und treten den Rückweg an. Um 13:30 sind wir wieder beim Auto.

Wir gehen zum Strand.

Dort stehen Griller zur Verfügung sowie einige Picknicktische. Es ist wunderschön. Nach einigen Fotos entdecken wir einen freien Picknicktisch. Wir verspeisen unser Mitgebrachtes und beobachten nebenbei ein paar Mongoose.

Unter den Bäumen stehen Backbleche (oder etwas in dieser Art), darauf sind Körner gestreut. Ob das ausgelegtes Gift ist?

Mittlerweile ist es 14:15 und wir fahren weiter. Unser heutiges Programm sieht noch mehr vor.

Kurz nach dem Passieren von MM 76 geht es rechts zum Waikoloa Beach Resort. Wir biegen ab und schon nach kurzem sehen wir u. a. Kings Shop nach rechts, hier zweigen wir ab.

Zu unserer Rechten ist die Shell-Tankstelle. Einen Parkplatz zu finden ist nicht einfach, da viele Schilder aufgestellt ist, dass die Parkplätze nur für die Besucher der Kings Shop sind oder für Employees. Wir sind weder/noch und parken uns bei Parkplätzen, ausgeschildert mit „Kings Trail & Petroglyph Parking“, ein.

Wir machen uns auf den Weg und folgen dem Hinweisschild „to Petroglyphs 0,3 Miles rough trail“ mit Pfeil nach links sowie „wear sturdy shoes“.
Der alte Trail ist rechts unten in der eingebrochenen Lavatube, man kann ihn sehr gut erkennen.

Wir gehen oberhalb, zweigen später ab und folgen der weißen Beschilderung „Kings Trail“. Meinen Infos nach ist der Trail über 30 Meilen lang und führt in den Süden von Big Island.

Es scheinen hier mehr die eingestürzten Lavatubes interessant zu sein als die Petroglyphs.
Beim Cave Shelter ist ein Schild mit „X“ und „kapu“, unmittelbar hinter dem Schild führt der Trail rechts weiter.
Früher errichtete man auch Wind Shelter.
Wir sehen uns zahlreiche Petroglyphs an.
Es sind auffallend viele Fake-Petroglyphs, uns gefällt es hier überhaupt nicht. Kein Vergleich zu den Puako Petroglyphs.

Schade, dass irgendwelche Leute dermaßen viele Fakes eingraviert haben, von lateinischen Schriftzeichen angefangen, geht es über Smilies und Blumen weiter

Am Weg zum Auto begegnen uns sieben Katzen, die alle gestreichelt werden wollen.

So weiter geht’s!

Mittlerweile ist es 16:25 und wir fahren eine asphaltierte Straße, die keinen Namen trägt. Kurz darauf hört der Asphalt auf. Es steht braunes Schild „Kiholo State Park Preserve“.

Die Piste ist in einem guten Zustand, es gibt ein paar Ausweichmöglichkeiten. Auf einmal laufen vor uns schwarze Ziegen über die Straße!
Wir queren den Kiholo Puehue Trail.

Dann wird die Piste rauer und 2WD-Fahrer sollten an dieser Stelle ihre Autos stehen lassen und zu Fuß weiter laufen.

Dann kommt eine kleine Gabelung, geradeaus geht es zur Day Use Area, nach links zur Campside. Wir parken uns bei der Day Use Area ein.

Wir ziehen unsere Wanderschuhe an und laufen los

Ist das nicht herrlich!

Rechts ist eine Tube, mit Wasser gefüllt, dahinter eine zweite, man kann durchschwimmen. Es nennt sich Queen’s Bath, auch Keanalele Waterhole.

Wir stapfen weiter durch den Sand und es dauert nicht lange, sehen wir ein sehr markantes, gelbes Haus. Es wurde von jenem Herrn zum Bauauftrag gegeben, der den Herzschrittmacher erfand.

Nicht sehr weit vom Yellow House entfernt, steht, etwas zwischen Bäumen versteckt, ein schon äußerlich interessanter Bau.

Es ist das sogenannte Bali House.

200 Balinesen haben für den Tageslohn von $ 1,50 zwei Jahre lang am und im Haus gebaut. Anschließend wurde es zerlegt und zur Kiholo Bay geschippert. Dort bauten Amerikaner und Balinesen das Haus wieder zusammen. Das Problem war jedoch, dass das Gerüst des Hauses aus dem Holz von Borneos Regenwaldbäumen stammte, die das in dieser Gegend von Big Island trockene Klima nicht vertrugen und mehr oder weniger splitterten. In mühevoller Kleinarbeit wurden die Reparaturarbeiten durchgeführt.


Wir laufen weiter, auf der Suche nach Honus, den großen grünen Meeresschildkröten.

Das Glück ist nicht auf unserer Seite, wir sehen insgesamt nur drei Honus, normalerweise sind es deutlich mehr.

Etwas enttäuscht treten wir den Rückweg an und sind um 17:30 wieder beim Auto.

15 Minuten später erreichen wir den Hwy. und sehen auf der rechten Seite drei Ziegen neben dem Highway grasen. Über dem Hualalei ist eine dunkle Wolke.

Wir sehen zum Mauna Kea und können die Observatorien erkennen.

In Waimea wollen wir endlich wieder mal den KFC aufsuchen. Wir fahren durch trockenes Grasland.

Um 18:20 parken wir uns vor dem KFC in Waimea ein und zum ersten Mal lese ich ein Plakat am Schaufenster des KFC mit der Aufschrift „boneless“.

Leider hat der KFC keine Crispy, wir müssten 20 Minuten warten, daher nehmen wir die Regular, Menu No. 4, dazu ein großes Diet Pepsi ohne Eis. Während wir die mashed potatoes sowie das Brötchen essen, kühlen die Hühnerteile aus, aber sie schmecken trotzdem lecker

Wir zahlen $ 15 irgendetwas. Michi holt sich dann beim Starbucks noch einen Dopio.

Anschließend fahren wir weiter und sind um 19 Uhr bei der Parker Ranch Arena. Der Mauna Kea glüht wie der Ayers Rock in Australien beim Sonnenuntergang.

Um 19:10 biegen wir auf die Saddle Rd. ein. Zwanzig Minuten später sind wir beim Mauna Kea State Park. Beim Pu’u Huluhulu hat es nur mehr 11° C!

Kurzfristig kommt Nebel auf, aber beim MM 15 sehen wir bis nach Hilo, das schön beleuchtet ist.

Um 20:15 stellen wir das Auto bei unserem Haus ab. Von Waimea bis zum Hilo Hale haben wir somit 1 Std. 15 Min. benötigt.

Während ich die Getränke für morgen vorbereite, schneidet Michi noch ein paar Stück Melone auf. Anschließend setzt sich Michi zum Netbook, um seine Wunschliste beim Conrad weiter zu tippen, während ich im Olmsted Report lese.

Um Mitternacht gehen wir ins Bett.

Sleep well