Das Handy läutet um 6:30. Den Hahn haben
wir nicht gehört, wahrscheinlich war er gar
nicht hier 
Angesichts der Bewölkung und der Satellitenkarte
ändern wir unseren Plan. Ich schlage vor, an
die Kona-Seite zu fahren.
Das Hilo Hale verlassen wir um 9 Uhr. Wir tanken
bei unserer Tankstelle und fahren über die
Puainako Street zur Saddle Rd.
Es regnet immer wieder. Ab dem MM 16 trocknet die
Straße auf. Der Mauna Loa ist vollkommen wolkenfrei,
der Mauna Kea ebenfalls.
Der Mauna Loa in der Ferne:
Klickt auf
die Fotos zum Vergrößern.
Und der große Bruder Mauna Kea:
Um 10:05 parken wir uns beim Mauna Kea State Park
ein. Hier kann man Cabins mieten, allerdings nur
am Wochenende. Die Ausstattung ist sehr primitiv.
Es gibt keine Bettwäsche, keine Handtücher,
kein fließendes Wasser, dadurch auch keine
Dusche, keinerlei Kochgeschirr. Ob es Strom gibt,
entzieht sich meiner Kenntnis. Bis zu sechs Leute
können in einer Kabin schlafen.
Bei herrlichstem Wetter fahren wir weiter
Bei MM 41 beginnen Straßenbauarbeiten, heute,
am Sonntag, natürlich nicht. Die Saddle Rd.
wird weiter ausgebaut, das war ja zu befürchten
Das Baustellenstück ist jedoch nur kurz und
es geht auf der geliebten alten Saddle Rd. weiter.
Beidseits ist ein gelbes Blütenmeer.
Den Haleakala auf der Nachbarinsel Maui können
wir gut sehen. Richtung Waimea ist es saftig grün.
Wir haben es in früheren Jahren schon staubtrocken
und braun erlebt.
Um 10:50 erreichen wir die Kreuzung mit der 19
und fahren rechts (Osten) weiter.
In Waimea biegen wir zum Parker Ranch SC ab. Dort
steuern wir den Starbucks an, Michi möchte
einen Espresso.
Danach fahren wir weiter.
Nach einiger Zeit kommen wir am früheren
Kamuela
Museum vorbei. Das Schild ist zwar noch
vorhanden, aber das Tor ist seit Jahren
verschlossen. Mittlerweile wurde das Museum
anscheinend verkauft. Es stehen zwei private
PKWs am Gelände, es macht einen buddhistisch
eingerichteten Eindruck, wenn man den Garten
ansieht.
|
|
Wir fahren Richtung Küste weiter. Beidseits
sind die Wiesen vertrocknet und braun. Der Pu’u
Wa’awa’a leuchtet grün. Beim Puako
Shoreline Access fahren wir vorbei.
Nach dem MM 73 kommt die Abzweigung zum Mauna Lani
Resort, es ist mit einem Lavaturm, der mit Mauna
Lani beschriftet ist, markiert. Hier fahren wir
durch ein großes a’a.Feld, dem Mauna
Lani Drive.
Am Ende des a’a Lavafeldes wird es grün,
wir kommen zu einem großen Kreisverkehr, hier
nehmen die erste Ausfahrt rechts. Wir sehen ein
Schild mit der Aufschrift „Holoholokai Beach
Park & Puako Petroglyph Park“.
Es ist eine sehr luxuriöse Bungalow-Siedlung,
die Gartenanlagen sind sehr gepflegt.
Kurz hinter dem Orchid-Abzweig, der zur Linken
liegt, geht es rechts ab und wir kommen zu einem
weißen geöffneten Gate. Rechts davon
steht, dass von 6:30am bis 6:30pm geöffnet
ist.
Nun wird es etwas schwierig. Es gehen immer wieder
kleine Straßen weg. Wir fahren auf einer Straße
mit einigen Bumps. Es dauert nicht sehr lange, haben
wir das Ende der Straße erreicht. Vor dem
Umkehrplatz parken wir uns links ein.
Nördlich vom Parking Lot ist ein Hinweisschild
und von hier sind es angeblich 30 Minuten bis zu
den Petroglyphs.
| |
Der Weg ist zu Beginn asphaltiert.
|
Kurz darauf steht das „Malama Trail, Distance
0,7 Miles to Petroglyphs Viewing Side, 1,4 Miles
Roundtrip“.
Ob man Puako Petroglyph Trail oder Malama Trail
sagt, ist egal, es ist ein und dasselbe.
Um 12 Uhr starten wir
Rechts sehen wir bereits jene
Lavasteine, in die graviert wurde.
|
|
Unmittelbar darauf hört der Asphalt auf und
man geht auf Schotter weiter.
Links ist ein Zugang zu einem 4x4 m großen
Platz, auf dem ebenfalls gravierte Steine liegen
bzw. stehen.
Der weitere Weg ist etwas holprig, teilweise auch
über Wurzeln.
| |
Bald lichtet sich der Wald
über uns, die Sonne knallt erbarmungslos
auf uns herunter 
|
Nach 20 Minuten ist vor uns ein Schild mit Pfeil
geradeaus und der Aufschrift „Petroglyphs
Trail“. Es hat erfrischende 37,0° C.
Nach wenigen Minuten sind wir am Trailende. Hier
ist eine Absperrung, die aus Ästen errichtet
wurde. Links führt ein schmaler Fußpfad
weiter, es handelt sich um einen angelegten Rundweg.
Wir filmen und fotografieren und laufen den Rundweg,
um die Petroglyphs auch aus anderen Perspektiven
zu sehen.
Um 13:05 sind wir wieder am Ausgangspunkt und
treten den Rückweg an. Um 13:30 sind wir wieder
beim Auto.
Wir gehen zum Strand.
Dort stehen Griller zur Verfügung sowie einige
Picknicktische. Es ist wunderschön. Nach einigen
Fotos entdecken wir einen freien Picknicktisch.
Wir verspeisen unser Mitgebrachtes
und beobachten nebenbei ein paar Mongoose.
Unter den Bäumen stehen
Backbleche (oder etwas in dieser Art), darauf
sind Körner gestreut. Ob das ausgelegtes
Gift ist?
|
|
Mittlerweile ist es 14:15 und wir fahren weiter.
Unser heutiges Programm sieht noch mehr vor.
| |
Kurz nach dem Passieren von
MM 76 geht es rechts zum Waikoloa Beach
Resort. Wir biegen ab und schon nach kurzem
sehen wir u. a. Kings Shop nach rechts,
hier zweigen wir ab.
|
Zu unserer Rechten ist die Shell-Tankstelle. Einen
Parkplatz zu finden ist nicht einfach, da viele
Schilder aufgestellt ist, dass die Parkplätze
nur für die Besucher der Kings Shop sind oder
für Employees. Wir sind weder/noch und parken
uns bei Parkplätzen, ausgeschildert mit „Kings
Trail & Petroglyph Parking“, ein.
| Wir
machen uns auf den Weg und folgen dem Hinweisschild
„to Petroglyphs 0,3 Miles rough trail“
mit Pfeil nach links sowie „wear sturdy
shoes“. |
|
| |
Der alte Trail
ist rechts unten in der eingebrochenen Lavatube,
man kann ihn sehr gut erkennen. |
Wir gehen oberhalb, zweigen später ab und
folgen der weißen Beschilderung „Kings
Trail“. Meinen Infos nach ist der Trail über
30 Meilen lang und führt in den Süden
von Big Island.
| Es
scheinen hier mehr die eingestürzten
Lavatubes interessant zu sein als die Petroglyphs. |
|
| |
Beim Cave Shelter
ist ein Schild mit „X“ und „kapu“,
unmittelbar hinter dem Schild führt der
Trail rechts weiter. |
| Früher
errichtete man auch Wind Shelter. |
|
| |
Wir sehen uns
zahlreiche Petroglyphs an. |
| Es
sind auffallend viele Fake-Petroglyphs, uns
gefällt es hier überhaupt nicht.
Kein Vergleich zu den Puako Petroglyphs. |
|
Schade, dass irgendwelche Leute dermaßen
viele Fakes eingraviert haben, von lateinischen
Schriftzeichen angefangen, geht es über Smilies
und Blumen weiter 
Am Weg zum Auto begegnen uns sieben Katzen, die
alle gestreichelt werden wollen.
So weiter geht’s!
Mittlerweile ist es 16:25 und wir fahren eine asphaltierte
Straße, die keinen Namen trägt. Kurz
darauf hört der Asphalt auf. Es steht braunes
Schild „Kiholo State Park Preserve“.
| |
Die Piste ist
in einem guten Zustand, es gibt ein paar Ausweichmöglichkeiten.
Auf einmal laufen vor uns schwarze Ziegen
über die Straße! |
| Wir
queren den Kiholo Puehue Trail. |
|
Dann wird die Piste rauer und 2WD-Fahrer sollten
an dieser Stelle ihre Autos stehen lassen und zu
Fuß weiter laufen.
| |
Dann kommt
eine kleine Gabelung, geradeaus geht es zur
Day Use Area, nach links zur Campside. Wir
parken uns bei der Day Use Area ein. |
Wir ziehen unsere Wanderschuhe an und laufen los
Rechts ist eine Tube, mit Wasser gefüllt,
dahinter eine zweite, man kann durchschwimmen. Es
nennt sich Queen’s Bath, auch Keanalele Waterhole.
Wir stapfen weiter durch den Sand und es dauert
nicht lange, sehen wir ein sehr markantes, gelbes
Haus. Es wurde von jenem Herrn zum Bauauftrag gegeben,
der den Herzschrittmacher erfand.
Nicht sehr weit vom Yellow House entfernt, steht,
etwas zwischen Bäumen versteckt, ein schon
äußerlich interessanter Bau.
| |
Es ist das
sogenannte Bali House. |
200 Balinesen haben für den Tageslohn von
$ 1,50 zwei Jahre lang am und im Haus gebaut. Anschließend
wurde es zerlegt und zur Kiholo Bay geschippert.
Dort bauten Amerikaner und Balinesen das Haus wieder
zusammen. Das Problem war jedoch, dass das Gerüst
des Hauses aus dem Holz von Borneos Regenwaldbäumen
stammte, die das in dieser Gegend von Big Island
trockene Klima nicht vertrugen und mehr oder weniger
splitterten. In mühevoller Kleinarbeit wurden
die Reparaturarbeiten durchgeführt.
| Wir
laufen weiter, auf der Suche nach Honus, den
großen grünen Meeresschildkröten. |
|
Das Glück ist nicht auf unserer Seite, wir
sehen insgesamt nur drei Honus, normalerweise sind
es deutlich mehr.
Etwas enttäuscht treten wir den Rückweg
an und sind um 17:30 wieder beim Auto.
15 Minuten später erreichen wir den Hwy. und
sehen auf der rechten Seite drei Ziegen neben dem
Highway grasen. Über dem Hualalei ist eine
dunkle Wolke.
Wir sehen zum Mauna Kea und können die Observatorien
erkennen.
In Waimea wollen wir endlich wieder mal den KFC
aufsuchen. Wir fahren durch trockenes Grasland.
Um 18:20 parken wir uns vor dem KFC in Waimea ein
und zum ersten Mal lese ich ein Plakat am Schaufenster
des KFC mit der Aufschrift „boneless“.
Leider hat der KFC keine Crispy, wir müssten
20 Minuten warten, daher nehmen wir die Regular,
Menu No. 4, dazu ein großes Diet Pepsi ohne
Eis. Während wir die mashed potatoes sowie
das Brötchen essen, kühlen die Hühnerteile
aus, aber sie schmecken trotzdem lecker 
Wir zahlen $ 15 irgendetwas. Michi holt sich dann
beim Starbucks noch einen Dopio.
Anschließend fahren wir weiter und sind um
19 Uhr bei der Parker Ranch Arena. Der Mauna Kea
glüht wie der Ayers Rock in Australien beim
Sonnenuntergang.
Um 19:10 biegen wir auf die Saddle Rd. ein. Zwanzig
Minuten später sind wir beim Mauna Kea State
Park. Beim Pu’u Huluhulu hat es nur mehr 11°
C!
Kurzfristig kommt Nebel auf, aber beim MM 15 sehen
wir bis nach Hilo, das schön beleuchtet ist.
Um 20:15 stellen wir das Auto bei unserem Haus
ab. Von Waimea bis zum Hilo Hale haben wir somit
1 Std. 15 Min. benötigt.
Während ich die Getränke für morgen
vorbereite, schneidet Michi noch ein paar Stück
Melone auf. Anschließend setzt sich Michi
zum Netbook, um seine Wunschliste beim Conrad weiter
zu tippen, während ich im Olmsted Report lese.
Um Mitternacht gehen wir ins Bett.
Sleep well 
|