Sonntag, 23. 6. 2013

Um 6:40 kommt der Hahn zum ersten Mal vorbei oder haben wir ihn zuvor überhört? Draußen prasselt der Regen herab. Wir ignorieren den Hahn, drehen uns noch mal herum und schlafen bis 7:15.

Wir wohnen auf Gran Canaria in einer sehr ruhigen Wohngegend, aber das Hilo Hale steht in einer noch ruhigeren Wohngegend, das sollte man gar nicht für möglich halten. Wir wohnen hier in einem zoologischen Garten. Morgens kommt der Hahn ein bis drei Mal vorbei, untertags zwitschern viele Vögel und ab der Abenddämmerung quaken die Coqui-Frösche.

Ich bereite unser Frühstück zu, während dessen Michi im Bad ist. Nach dem Frühstück, das sehr gut schmeckt, kontrolliere ich die Radarkarte, die nichts Gutes verheißt: Eine dicke Wolkenschicht liegt über Big Island

Kurz vor 10 Uhr verlassen wir das Hilo Hale.

Wir fahren – und das ist sehr ideal! – zur Puainako Street und sind gleich auf der Saddle Rd. Noch kürzer geht es nicht

Man merkt, wir haben umdisponiert und laufen nicht den Keauhou Trail, denn dieser befindet sich im Volcanoes NP.

Klickt auf die Fotos zum Vergrößern.

Typisch Saddle Road: Es beginnt zu regnen.

 

Ab dem MM 20 sehen wir vor uns blauen Himmel, der Mauna Loa ist völlig wolkenfrei.

Beim Pu’u O’o Horse Trail steht ein einheimisches Auto, das ist zwischen MM 22 und 33 auf der linken Seite, wenn man von Hilo kommt.

Bei strahlendem Sonnenschein stellen wir das Auto um 10:45 vor dem Hunter Checkin Häuschen vor dem Pu’u Huluhulu ab. Wir möchten wieder einmal auf den Pu’u Huluhulu hinauf gehen.


Beim kleinen Dach ist links eine Box, aus der man eine Info-Broschüre entnehmen kann.

Wir schnüren unsere Wanderschuhe und beginnen den Kipuka Huluhulu Nature Trail Auf einem schmalen, teilweise sandigen Pfad, geht es halbwegs bergauf.

Bei der Gabelung gehen wir rechts weiter hinauf. Es folgen ein paar Steinstufen, ehe es wieder auf Erde weiter geht, diese ist ein wenig mit Steinen durchsetzt.

Der Weg führt weiter leicht bergan. Es wachsen sehr viele Farne, Vögel zwitschern.
Von hier sieht man sehr schön die Saddle Rd.


Mutterseelenalleine durchstreifen wir die wunderschöne Landschaft.
Wir blicken auf die neue und alte Saddle Road hinunter.
Vom Sign „End of Trail“ geht es schräg rechts vorne auf einem schmalen Pfad weiter hoch.

Dann geht man hauptsächlich auf nieder getrampelter Wiese. Bald darauf wird sie zur Erdpiste, es wird relativ steil und schon ist der höchste Punkt erreicht.

Ab nun geht der Weg bergab. Die Koa Bäume sind sehr schön bemoost.

Bei einer Gabelung, bei der beidseits blaue und gelbe Fähnchen stehen, gehen wir links.

Mit Sicht durch die Bäume auf den Mauna Loa halten wir uns links.


Hier sieht man die bemoosten Baumstämme und Äste sehr gut.

Bei einer Weggabelung, bei der es links nach oben, rechts nach unten geht, gehen wir rechts, also bergab.

Schon nach kurzer Zeit erreichen wir einen Baumstamm. Von hier haben wir eine fantastische Sicht zum Mauna Kea hinüber, der jetzt nur mehr ganz wenige Wolken hat.
Wir sehen auch zum Hunter Checkin Häuschen sowie (im Vordergrund) zum Plumpsklo.
Um 12:30 sind wir wieder beim Auto, fahren nur wenige Meter auf der Saddle Rd. zurück und rechts die Mauna Loa Observatory Rd. hoch. Beim Telephone Pole # 200 ist zur Rechten ein kleiner Pit Crater, der 50 Fuß tief sein soll.


Es ist immer wieder faszinierend, in wie vielen Farben hier die Lava ist.
Bei herrlichstem Wetter fahren wir weiter hoch.

Um 13:45 stellen wir das Auto gegenüber des Telephone Pole # 200 ab, der Pole steht links an der Straße.

Rechts soll in 60 Fuß Entfernung der Pit Crater sein, den wollen wir uns suchen. Es gibt keinerlei Markierung und trotzdem fällt uns auf, dass die dunkelbraune a’a Lava in hellgraue Pahoehoe Lava übergeht und dort ist der Pit Crater. Er ist also keine 60 Fuß von der Mauna Loa Observatory Rd. entfernt, sondern weniger als einen Steinwurf.



Nicht übel, dort oben.

Auf unten stehendem Panoramafoto sieht man sehr gut, wie nahe der Pit Crater bei der Mauna Loa Observatory Rd. ist, auch unser geparktes Auto ist zu erkennen.

Nach diesem Pit Crater verspeisen wir im Auto unser Mitgebrachtes Wir genießen dabei einen herrlichen Blick auf den Mauna Kea, beobachten, wie sich die Wolken sowohl von der Kona- als auch von der Hilo-Seite herein schieben.

Entlang der Telephone Poles fahren wir weiter hoch.

Nach 14,5 gefahrenen Meilen auf der Mauna Loa Observatory Rd. geht der sehr gute Asphalt in einen schlechten über, in der Mitte, sowie links und rechts ist feiner Schotter. Es ist etwas rumpelig zu fahren, aber zumindest derzeit ohne Schlaglöcher.

Bei 16,6 Meilen tauchen die neueren Observatorien auf.

Nach 17,2 Meilen erreichen wir um 15 Uhr die Public Area und stehen lt. GP auf 3.385 m Höhe.

Es scheint heute niemand den Mauna Loa Observatory Trail zu laufen, da außer unserem Auto kein weiteres am Parkplatz steht.

Die letzten Meter zu den Observatorien sind nach wie vor mit dem Gate gesperrt. Rechts, auf der Piste, kommt man zum Mauna Loa Observatory Trail, wobei man nach einigen Minuten Gehzeit nach links auf die Pahoehoe Lava abzweigen muss.


Die Meilenangabe auf der Tafel zeigen, dass der Trail nicht allzu lange ist, aber die Steigung in eine noch höhere Höhenlage - das ist es, was einem zu schaffen macht.

Nach ein paar Fotos und Filmaufnahmen treten wir die Rückfahrt an





Um 16:20 erreichen wir die Saddle Rd., die quer vor uns liegt.
Als Nächstes stoppen wir zwischen MM 18 und 19 beim Kaumana Trail und ziehen unsere Wanderschuhe an

Der Trail ist mit rosaroten Bändern markiert und verläuft mehr oder weniger parallel zur Saddle Rd. Er führt durch einen herrlichen Ohia Wald, ist stark mit Steinen und Wurzeln durchsetzt, der Boden ist sehr freucht.. Es wachsen verschiedene Farne und Gräser.

Um 17:30 kommen wir zu einer Kreuzung. Ich gehe links ein Stück hinein und sehe auf einem Ohia ein rosarotes Band. Hier verläuft ein weiterer Teil des Kaumana Trails, der zwei Trailheads hat. Bis hierher sind wir 1,28 Km gelaufen.

Ich lasse ein paar Fotos vom Trail sprechen:

An dieser Stelle drehen wir um. 20 Minuten später sind wir beim Auto und stellen um 18:40 das Auto beim Hilo Hale ab.

Während Michi sich um den technischen Krimskrams kümmern, bereite ich unser warmes Abendessen zu, das wir uns schmecken lassen

Anschließend gehe ich ins Internet, während Michi TV guckt. Die Radarkarte sieht gut aus, demnach könnten wir morgen ev. in den Volcanoes NP fahren.

Um Mitternacht gehen wir ins Bett.

Slepp well