Frisch und munter stehen wir um 5:30 auf. Wo
ist der Hahn heute? Hat er etwa verschlafen? 
Ich bereite unser Frühstück zu, während
dessen Michi im Bad ist und anschließend lassen
wir uns das Frühstück schmecken
Um 7:30 fahren wir Richtung Volcanoes NP. Lassen
wir uns überraschen, welches Wetter uns dort
erwartet.
Um 8 Uhr parken wir uns beim Kilauea Visitor Center
ein, damit Michi den Dispatcher anrufen kann. Den
Zettel mit der Telefonnummer des Dispatchers haben
wir von Alana letztes Jahr bekommen. Die Hilfsrangerin
versteht nicht, worum es geht und sagt, die Rancher
kommen erst um 9 Uhr. Wir brauchen keinen Ranger,
wir brauchen ein Telefon, um den Dispatcher anrufen
zu können. Kurz darauf kommt ein junger Rancher
mit Gipshand, er ist sehr freundlich, er wird den
Dispatcher anrufen. Wir müssen unsere Namen
sowie die Handynummer nennen. Meine Güte, was
für Umstände macht ihr euch denn? Michi
wird es zu bunt und er sagt, Alana komme doch ohnehin
um 10 Uhr und bringt das Radio (= Funkgerät)
mit. Daraufhin ist er erleichtert und wir können
endlich von dannen ziehen.
Beim Visitor Center ist es nebelig und kalt, je
weiter südlich wir fahren, umso mehr bessert
sich das Wetter, wie fast immer. Um 8:25 machen
wir kurze Rast beim Mauna Ulu Parkplatz, aber nur
deswegen, um unsere festen Schuhe anzuziehen.
Klickt auf
die Fotos zum Vergrößern.
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Zehn Minuten später sperrt
Michi das Gate auf.
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Um 8:45 sind wir bei ’Ainahou.
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Wir sperren den Schuppen auf, schnappen unser Werkzeug
und beginnen mit der Arbeit.
Kurz darauf kommt M., sie kennt sich sehr gut mit
den Lilien aus. Die Lilien haben wiederum Läuse
und diese möchte sie bekämpfen.
Geraume Zeit später kommt Alana mit den anderen
Volunteers und Alana begrüßt uns mit
„welcome home!!!“ Sie übergibt
uns neue Volunteer-T-Shirts, Urkunden über
unser Volunteering in 2012 sowie ein DIN--4-großes
Buch, das über 200 Seiten hat. Es ist der Olmsted
Report! Auch dieses Buch dürfen wir, als Dank
für unsere Tätigkeit, unser eigen nennen

Kurz eine Erklärung zum Olmsted Report: Hier
muss ich in die Vergangenheit der letzten drei Jahre
schweifen: Der Verwaltung des Hawai'i Volcanoes
NP war in der genannten Zeit die 'Ainahou Ranch
ein Dorn im Auge. Das ging so weit, dass die Wasserleitung
durchschnitten wurde, damit wir die Pflanzen nicht
bewässern konnten! Das Gras durfte nicht mehr
gemäht werden, da angeblich Nene, die Staatsgans
von Hawai'i, nur die langen Gräser frisst,
was bewiesen schlichtweg falsch ist! Nene liebt
kurz geschnittenes Gras, das war der Grund, weshalb
die Nene, die ansonsten bei der 'Ainahou Ranch leben,
zum relativ nahe gelegenen Golfplatz übersiedelt
sind, da sie dort kurzes Gras vorfanden. Wo Nene
sind, darf sich laut der "Neneschützer",
wie sie sich nennen, der Mensch nur mit 15 Fuß
Entfernung aufhalten, am liebsten aber ganz verschwinden
- außer die Neneschützer, diese dürfen
an die Nene ganz nahe dran. Was für eine Logik!
Da die Nene am Golfplatz waren, durfte dort nicht
mehr Golf gespielt werden, ein Golfbällchen
könnte ja auf Nenes Haupt fallen. Die Golfspieler
waren sauer und wir happy, da wir arbeiten konnten,
weil bei uns fast keine Nene mehr waren.
Das waren jetzt nur zwei Beispiele, aber die Liste
könnte ich noch um einige Punkte verlängern,
einer lächerlicher als der andere...
2010 und 2012 kamen einige Leute von Olmsted aus
New York, um sich ein Bild von der 'Ainahou Ranch
und dem Ranchgelände zu machen. Sie waren hin
und weg, wie schön es bei 'Ainahou ist, wie
gepflegt der Garten ist, wie fachgerecht die Bäume
und Sträucher geschnitten sind und sie versprachen,
ein entsprechendes Gutachten abzuliefern. Und dieses
Gutachten ist der über 200 Seiten lange Olmsted
Report.
In ihm ist die Geschichte von 'Ainahou in Form
von Texten und Bildern dargestellt, von Anfang der
1940er Jahre bis inklusive 2012 und am Ende des
Reports steht, was nun alles zu erfolgen hat (=
Anweisung an den Volcanoes NP): Gras MUSS gemäht
werden! Der Wassertank MUSS gefüllt werden.
Die gekappte Wasserleitung MUSS wieder hergestellt
werden, damit die Pflanzen entsprechend gegossen
werden können.
Um 12 Uhr schlägt Alana den Gong, es ist Lunch
Time! Wir versammeln uns unter der Korkeiche. Jeder
hat etwas für die Allgemeinheit mitgebracht.
Eine Volunteerin erzählt, dass ihre Schwester
früher in Kalaupapa auf Moloka’i gearbeitet
hat und die Erkrankten bekamen Vienna Sausages.
Das Hauptthema während des Lunches ist jedoch
der positiv ausgefallene Olmsted Report. Jeder von
uns ist glücklich, dass sich das in diese positive
Richtung entwickelt hat. Ein Hauptproblem ist jedoch,
dass wir zu wenige Volunteers sind, deswegen gibt
es Pläne, Volunteers von den Friends of the
Hawai’i Volcanoes NP um Hilfe zu bitten.
Um 14:30 sagt Alana, dass für heute Schluss
ist. Wir möchten gerne weiter arbeiten und
Alana gibt uns die Erlaubnis. Wir schweigen, da
wir wissen, dass wir nicht für längere
Zeit alleine und noch dazu ohne Radio hier arbeiten
dürfen. S. macht Alana auf diesen Umstand aufmerksam
und dadurch ist auch für uns Schluss mit dem
Weiterarbeiten 
Gemeinsam verlassen wir das Gelände. Alana
hört vom Radio „Hilina Pali is hot“,
was auch immer das heißen mag. Uns interessiert
es und wir biegen in die Hilina Pali Rd. ein. Nichts
ist hier „hot“ und auch die Temperatur
ist mit 74° F alles andere als „hot“

Daher fahren wir wieder zurück und je mehr
wir uns dem Kilauea Visitor Center nähern,
umso mehr beginnt es zu regnen.
Wir fahren zum Kilauea Genera Store in Volcano,
in dem es eine Chicken and Mushroom Soup gibt, die
ich in der Mikrowelle aufwärme.
Anschließend fahren wir ins Prince
Kuhio SC, wo wir um 16:35 das Auto abstellen.
Die Fastfoodläden haben so gut wie alle geschlossen
und zwar fix. Möglicherweise kommt hier ein
Zippy’s her. Auch andere Läden sind geschlossen,
in noch geöffneten ist gähnende Leere.
Wir sind schockiert 
Bei einem Automaten holen wir uns eine Cola light.
Wir überlegen wegen des morgigen Programms
und wir würden am liebsten zu den Kamakaia
Hills laufen. Das wären ca. 11 Meilen hin/retour.
Wir legen einen weiteren Stopp beim Sport Authority
ein, finden aber keine geeigneten Wanderschuhe,
weder für Michi noch für mich. Die Verkäuferin
ruft auf der Kona-Seite an, aber negativ.
Um 18:45 stellen wir das Auto beim Haus ab.
Ich bereite unser Abendessen zu, aber nicht mehr
viel, da wir die Suppe zuvor hatten.
Anschließend setze ich mich zum Netbook,
um den aktuellen Tagesbericht in mein Forum einzustellen.
Bald bekomme ich eine Mail von Verena, meiner Reisebürolady.
Sie schreibt, dass wir das Upgrade am Langstreckenrückflug
bereits haben!! Wir würden auf 29 K + H sitzen.
Ich bitte sie, uns ein bisschen weiter nach vorne
zu setzen, was sie auch macht und somit werden wir
auf 11 K + H sitzen
Um Mitternacht gehen wir ins Bett.
Sleep well 
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