Dienstag, 11. 6. 2013

Heute ist King Kamehameha Day.

Um 4:20 läutet der Wecker. Rasch springen wir aus dem Bett und der übliche Rhythmus setzt ein: Michi geht ins Bad und ich bereite unser Frühstück zu, das wir uns schmecken lassen

Um 5:50 verlassen wir das Hotel und fahren bei stark bewölktem Himmel in südliche Richtung. Wieder einmal mehr möchten wir den Mohihi-Wai’alae Trail versuchen.

40 Minuten später sind wir in Waimea, wo wir wieder in die Waimea Canyon Rd. einbiegen. Ohne lange zu überlegen, fahren wir bis zum Pu’u O Kila Lookout hoch, da man von dort ebenfalls sehr gut in den Alaka’i Swamp sieht und gut beurteilen kann, wie sich das Wetter entwickelt.

Sie kümmert sich liebevoll um ihren Nachwuchs.

Beim Pu’u O Kila Lookout sehen wir, dass wir nichts sehen – die Sicht ist gleich Null. Vom Alaka’i Swamp sieht man kaum etwas und das wäre genau unser heutiges Wandergebiet gewesen. Tja, da kann man nichts machen.


Ich ziehe Plan B aus der Tasche. Auf diesem steht: Kukui Trail. Mir würde vorschweben, dass wir, wenn wir beim Waimea River unten sind, noch ein Stück Richtung Lonomea Camp gehen. Bis zum Camp und dann wieder hoch, das ist uns für einen Tag ohnehin zu viel.
Allerdings habe ich gewisse Befürchtungen, dass das Wetter zu instabil ist.

Um 8 Uhr stehen wir am Kukui Parkplatz und was sehen wir? Dass wir fast nichts sehen, das Wetter ist unter jeder Kritik.


Also fahren wir wieder ein Stück nördlich. Zwischen MM 9 und MM 10 ist die von uns gesuchte Piste, die westwärts führt. Die Piste hat allerdings keinen Namen.

Dort, wo auf dem Bild das rote Auto fährt, müssten wir links (vor dem Masten) abzweigen, aber wir übersehen es und müssen umkehren.

Also nochmal aus der anderen Richtung. Unmittelbar neben dem Masten - von dieser Seite aus - rechts abzweigen, dann fährt man sofort auf der Piste.

Die Piste dürfte einmal einen Namen gehabt haben, das Schild wurde jedoch abmontiert - oder nie montiert, weil es doch keinen Namen gab? Die Frage konnte mir auch später niemand beantworten.

Wir zweigen richtig ab. Rechts unten ist ein Gate, das gesperrt ist.

Wir fahren links weiter, doch auch hier ist kurz darauf ein gesperrtes Gate.

Seltsamerweise gibt es hier kein Schild, dass die Piste wegen Fire Hazard gesperrt ist. Hinter dem Gate gabelt sich die Piste und es ist der Hinweis, dass man nur mit einem Allrad fahren darf.

Gut, fahren ist nicht möglich, wollen wir auch nicht, denn wir wollen uns bewegen. Daher stellen wir das Auto ab, schnüren unsere Wanderschuhe und – es beginnt zu regnen. So nicht mit uns! Dann fahren wir eben nach Kekaha.

Dort parken wir uns um 10 Uhr am Waimea Canyon Plaza ein. Michi versucht wiederum, Herrn K. anzurufen, aber er hebt wieder nicht ab.

Wir verlassen den Waimea Canyon Plaza und fahren Richtung Davidson Beach. Vielleicht finden wir doch noch das Haus von M.

Michi fragt einen älteren Herrn am Strand, wo der Davidson Beach sei. Der Herr deutet ein Stück nach links „it’s right there“, nur ein kleines Stückchen weiter, davor sei ein Friedhof. Früher war hier ein schöner Beach, schwelt der ältere Herr in Erinnerungen. Dann wurde die Hafenmole gebaut und seither ist es nichts mehr mit schönem Strand. Außerdem ist der Highway so laut, es ist nicht mehr so wie früher.

Michi unterhält sich mit dem Herrn, dass wir für nächstes Jahr eine schöne Unterkunft suchen. Das Haus sollte nicht direkt am Hwy. liegen. Michi erwähnt den Namen „M.“, der Herr zuckt ganz kurz zusammen und sagt, da kann er uns leider nicht helfen. Komisch, was hat es mit M. auf sich?

Wir bedanken und verabschieden uns und fahren ein Stück weiter.

Eine Straße hinter dem Cemetery biegen wir ab, dort stehen sehr schöne Häuser.

Wir kurven herum, gucken interessiert diverse Häuser an, aber keines sieht jenem ähnlich, von dem wir ein Foto gesehen haben.

In der Elepaio Rd. stehen bei einem Auto zwei Herrn, Michi fragt nach dem Haus von M. Einer der beiden Herren sagt, ja, das steht dort hinten, es wird vermietet. Der Sohn kommt aus dem Haus, ca. 16 J. alt, aber er sagt, dass dieses Haus dort drüben nicht M. gehört. Schwierig, schwierig. Wir bedanken uns und fahren weiter.

Sieht aus, als würden übergroße Ostereier am Baum hängen, aber es sind Mangos.

Um 11 Uhr parken wir uns in Waimea beim Grove Café ein, das zu den Plantation Cottages gehört. Im Grove Café feierte R. vor wenigen Tagen ihren Geburtstag.

Vor dem Grove Café wächst eine wunderschöne Tahitian Plumeria.

Neben dem Grove Café steht ein alter Backofen.

Ein sehr freundlicher Herr begrüßt uns und bietet uns an, dass wir uns überall umsehen können. Wir sollen durch das Restaurant laufen und hinten hinaus gehen. Dort stehen zahlreiche Cottages, die man mieten kann. Angeblich verfügen alle über eine Kitchenette, jedoch nur wenige über eine Aircondition.

Wir sehen jedoch keine Außengeräte von Airconditions. Die Cottages, die wir von außen sehen, sehen veraltet aus. Der Rasen ist gepflegt, der Pool ganz nett (wäre er mehr gepflegt), der Strand ist brauchbar, ein schwarzer Sandstrand. Vor 40 J. war die Anlage sicher schön, aber jetzt macht sie auf uns nicht diesen Eindruck

Wir gehen zur Rezeption und lassen uns eine Broschüre mit den Preisen geben. Glücklicherweise lehnen wir uns beim Lesen an die Rezeption an, denn die Preise beginnen bei $ 315 für den One Bedroom, 4-Bedroom kosten $ 1.100,-/Nacht

Wir gehen ins Restaurant, bestellen uns zwei Cola light. Leider kommen sie aus dem Zapfhahn, der Geschmack ist entsprechend.

Auch das Restaurant ist abgewohnt. Ohne es zu wissen schätzen wir, dass die Anlage rund 80 Jahre alt ist. Wir gehen zum Studium der Speisekarte über. Die Preise sind eine Spur günstiger als im Wrangler’s Steakhouse.

Michi kontrolliert die Toilette. Messing-Wasserhähne, die Spülung lauft ständig und noch nie hat Michi so alte Pissoirs gesehen

Um 11:40 verlassen wir das Restaurant und fahren Richtung Kapa’a bzw. genau genommen Poipu. Während der Fahrt gucke ich Richtung Waimea Canyon – schönstes Wetter! Warum um alles in der Welt fahren wir Richtung Poipu und disponieren nicht wieder um, um nochmals in den Waimea Canyon zu fahren?

Wir überlegen nicht lange, ich drehe um und wir fahren wieder in den Waimea Canyon. Das Ziel ist jenes, wo wir heute schon mal waren, aber wegen Regens umgedreht haben.

Um 12:10 stellen wir das Auto am Parkplatz ab, wo jetzt auch ein Dodge Pickup steht.
Wettermäßig ist es im Moment besser als zuvor. Wir schlüpfen in unsere Wanderschuhe, um unser Glück zu versuchen.

Michi sucht sein GPS, um den Track zu starten, aber er findet das GPS nicht. Wir durchsuchen das Auto, die Rucksäcke – nichts. Er meint, dass er es heute beim ersten Mal, als wir hier waren, noch mal auf’s Autodach gelegt hat, wie er es fast immer macht (und mir seit jeher zuwider ist! ) und dass das GPS dann, als wir wegfuhren, vom Auto purzelte. Ich suche bis zur Straße alles ab – nichts, keine Spur vom GPS.

Drei Männer kommen zu Fuß von der gesperrten Piste und gehen zum Pickup. Wir fragen sie, ob sie vielleicht ein GPS gefunden haben. Nein, ist die Antwort, sie sind erst vor einer Stunde gekommen, haben aber kein GPS gefunden.

Tja, wo hat Michi das GPS verloren? Warum finden wir es nicht? Wenn es beim Wegfahren vom Autodach fiel, müsste es doch hier in der nahen Umgebung zu finden sein? Ja, das schon, aber es ist gleich der ziemlich reißende Ditch daneben. Wenn dort das GPS hinein fiel, dann wurde es schneller weggespült, als wir hätten gucken können. Ziemlich zu Beginn des Urlaubes das GPS verlieren, ist ungünstig

Wir ziehen los und gehen rechts Gut, das hätten wir uns sparen können, dieser Weg führt nach einem großen Bogen auf den anderen. Es handelt sich um eine Fahrpiste, die mit Laub bedeckt ist und mäßig steil nach unten führt.

An einer Stelle führt der Ditch unter der Piste hindurch und kommt auf der rechten Seite wieder heraus.

Es wachsen, wie auch auf anderen Ridge Roads, Boviste.

Unsere Mägen machen sich bemerkbar, kein Wunder, wir haben auch sehr früh gefrühstückt.
Wir verspeisen auf einem Insulaner-Holzstoß, wie Michi ihn nennt, unser Mitgebrachtes

Anschließend treten wir den Rückweg an. Wir sollten uns um ein neues GPS kümmern.

In Waimea flanieren Touristen, viele kaufen sich ein Shave Ice, die Parkplätze sind ziemlich voll. Auch bei Wrangler’s Steakhouse sitzen Gäste auf der Terrasse. Auf der Weiterfahrt legen wir bei der Kaua’i Coffee Comp. einen Stopp ein. Michi gönnt sich einen Special Iced Coffee, der ihm ganz gut schmeckt. Obendrauf ist ein Sahnehäubchen mit Schokoüberzug.

Weiter geht’s!

Als Erstes legen wir einen kurzen Stopp im Kukui Grove SC ein. Hier wächst ein wunderschöner Traveller Tree. Leider setzt der immer wieder starke Wind den Blättern sehr zu.

Kurz vor 15 Uhr parken wir uns beim Walmart in Lihu’e ein. Unser heutiges Programm ist wirklich sehr bunt
In der Elektronikabteilung zeigt uns ein Angestellter ein Garmin Etrex E 10, es kostet $ 99,- , hat ein Schwarzweiß-Display. Wir sollen in der Autoabteilung fragen. Dort warten schon jede Menge Kunden darauf, dass endlich ein Angestellter kommt und sie nach ihren Wünschen fragt, doch nichts dergleichen. Nach über einer halben Stunde fragt Michi in die Runde, ob jemand einen Laden kennt, der ein Outdoor-GPS zum Wandern verkauft. Ein sehr hagerer älterer Mann, der einen Rucksack trägt, gibt uns den Tipp ACE Hardware in der Rice Street oder im Waipouli Variety Store, dort würden wir es am ehesten bekommen, da dort auch die Jäger kaufen.

Ah!! Waipouli Variety! Daran haben wir noch nicht gedacht. Wir bedanken uns, ziehen von dannen und parken uns als nächstes beim ACE in Lihu’e ein.

Michi fragt einen Herrn bezüglich eines GPS und wir werden zu einem Regal geführt, wo man Dinge wie Gürtel etc. aussuchen kann. Ähem, wie bitte? Wir suchen ein GPS, aber keinen Gürtel

Wir vertschüssen uns, um zur Waipouli Variety zu fahren. Das ist direkt in Kapa’a in unmittelbarer Nähe des Foodland und zwar im Waipouli Plaza.

Das ist in der Tat ein Variety-Laden ersten Ranges Schon vor dem Geschäft gibt es in einer Schütte Plastikschuhe und im Inneren gibt es so gut wie alles. Angefangen von einer kleinen Ukulele, bis zu einem Plastik-Lei, T-Shirts, Schuhe etc., etc.

Ganz hinten gibt es eine Abteilung, in der Waffen und Munition verkauft werden. Ein einziges Garmin-Gerät ist ausgestellt, jedoch nur für das Auto. Michi fragt nach und bekommt die Antwort, dass all jene, die so etwas brauchen, das jeweilige Ding online bestellen. Er meint, wir könnten noch beim Radio Shack gucken.

Nach einem kurzen Aufenthalt im Hotel fahren wir nach Kapa’a hinein und als erstes zum Birkenstock. Habe ich schon erwähnt, dass unser heutiges Programm sehr bunt ist? Dort ist dieselbe sehr schlanke Lady wie schon letztes Jahr. Leider führt sie dzt. keine Tewa-Wanderschuhe. Sie blättert im Katalog, ich hole in der Zwischenzeit meine Wanderschuhe aus dem Auto. Die Lady vergleicht und findet genau diese Art in ihrem Katalog. Sie ruft am Cococnut Market Place in einem Laden an, doch dieser führt keine Tewa. Ich erwähne, dass wir nach Kaua’i nach Maui fliegen und sie schreibt umgehend eine Mail nach Kahului.. Auf Maui gibt es drei Läden, in Kahului, Kihei und in Lahaina.
In Kahului sitzt die Chefin für Maui und diese antwortet, nein, Wanderschuhe habe sie dzt. überhaupt nicht, nur Arbeitsschuhe mit Stahlkappen.
Michi sagt, wir kommen wahrscheinlich nächstes Jahr wieder und die Lady gibt mir ihre Visitenkarte, wo neben der Telefonnummer auch die Email-Adresse darauf steht. Ich solle ihr ca. drei Wochen vor unserem Kommen eine Mail schicken, schreiben, welche Schuhe in welcher Größe und sie wird sie bestellen, sodass wir sie dann nur noch abholen müssen, ohne weiterer Wartezeit auf Kaua’i. Das wäre toll!!

Wir bedanken uns und sitzen um 17 Uhr wieder im Auto, um zum Radio Shack zu fahren. Gleich beim Eingang begrüßt uns eine junge Lady und fragt nach unseren Wünschen. Als sie hört, was wir suchen, sagt sie erfreut, ja, so etwas haben wir und geht mit uns zu einem Regal. Dort sind zwei Geräte vorhanden, ein Garmin E 10 und ein Garmin E 20. Sie sind in einer Halterung festgeschraubt und die spärlichen Informationen auf der kleinen Tafel helfen rein gar nichts. Das E 20 hat ein Farbdisplay, E 10 ist schwarz-weiß, das ist aber auch schon alles, was aus den Infos hervor geht.
Michi fragt nach mehr Infos und die Lady verschwindet, um eine Broschüre zu finden, doch negativ, sie findet keine. Dann fragt Michi nach einem Gerät, das sich in einer Schachtel befindet, also original verpackt ist. Die Lady ist ziemlich hilflos, meint aber, ob Michi vielleicht ein neues Gerät sehen möchte? Ähem, natürlich ein neues, was denn sonst? Oder ist original verpackt nicht neu?

Jeden einzelnen Schritt, den sie tun soll, muss ihr Michi erklären, z. B., dass sie die Schachtel mit dem neuen Gerät holen soll, was sie dann auch macht. Kurz darauf kommt sie damit zurück, Michi guckt sich den Inhalt an und stellt fest, dass keine Mikro-SD-Karte dabei ist, diese lassen wir uns gleich mal geben. Dann suchen wir noch eine Tasche und ich werde fündig. Nun noch Batterien, bezahlen und weg sind wir.

Wir fahren zum KFC und gehen mit dem dort Gekauften ins Auto, denn im KFC würden wir im Eiskasten sitzen. Die Hühnchen schmecken hervorragend, das Crispy lassen wir übrig, das ist für uns nur zum Warmhalten.

Dann ab nach Kapa’a, wo wir um 18:50 das Auto am Hotelparkplatz abstellen.

Ich stürze mich auf das Netbook und Michi beschäftigt sich mit dem neuen GPS.

Die Zeit vergeht und plötzlich ist es 23:50. Hmmm, was machen wir morgen? Um 4:20 aufstehen, um wieder in den Waimea Canyon zu fahren? Dazu ist es ein wenig zu spät.
Wir werden eher ein bisschen länger schlafen, uns ev. an den Pool legen, Koffer packen wartet auf mich - damit wäre der Tag ohnehin schon herum.

Um 00:45 verschwinden wir ins Bett.

Sleep well