Dienstag, 4. 6. 2013


Das Handy weckt uns um 4:20. Ich höre es gar nicht, aber Michi schubst mich an, sodass ich doch munter werde.

Rasch stehen wir auf, ich bereite unser Frühstück zu, während Michi im Bad ist. Das Frühstück schmeckt wie immer lecker!

Um 5:50 verlassen wir das Hotel. Der Himmel ist stark bewölkt.

Klickt auf die Fotos zum Vergrößern.

Kaum fahren wir ein paar Meter, kommen wir in einen kurzen Regenguss. Das wird ja heiter!
In Lihu’e nimmt der Regen zu, aber Hanapepe muntert uns auf, denn wir sehen am Horizont blauen Himmel!

Richtung Waimea Canyon sieht es nicht gerade nach schönem Wetter aus.

Es ist 6:40 und wir biegen in Waimea in die Waimea Canyon Rd. (= 550) ein. Nur 30 Minuten später parken wir uns am Parkplatz neben dem Koke’e Museum ein. Sowohl das Koke'e Museum als auch das Koke’e Restaurant sind noch geschlossen. Tja, wo sind die guten, alten Zeiten hin? Früher sperrte zumindest das Restaurant früher auf. Wettermäßig ist hier alles grau in grau. Für den Mohihi-Wai’alae Trail sieht das alles andere als gut aus

Während wir im Auto vor den Überdachten Picknickplätzen sitzen, grübeln wir.
Immer wieder nieselt es, um kurz darauf aufzuhören. Wir beschließen, zurückzufahren und ev. die Polihale Ridge Rd. zu laufen.
Gegenüber dem Schild „Polihale Ridge Rd.“ gucken wir beim Aussichtspunkt in den Canyon, wettermäßig ist es dort alles andere als gut. Nix da, der angedachte Trail ist für heute endgültig gestorben und wir gehen wieder zum Parkplatz hinüber.

Am Parkplatz gabelt sich die Piste, wir nehmen die rechte. Dort stehen aber nach 200 m bei einem Gate mit einem orangefarbenen Schild mit der Aufschrift „Fired Hazard Area, No Public Access“ an. Seinerzeit sind wir nicht über die Zufahrtsstraße über den Picknickplatz herein gekommen, sondern über die Contour Road.
Warum das jetzt wegen Feuergefahr gesperrt ist, ist uns völlig unklar, zumal das letzte große Feuer im Sommer 2012 war.

Unverrichteter Dinge fahren wir wieder zum Parkplatz zurück und stehen kurz darauf beim Picknickplatz.

Ich möchte die kleine Straße, die in nördlicher Richtung weggeht, fahren. Darüber müssten wir weiter nördlich zur Kauhao Ridge Road gelangen.

Wir kommen jedoch zu einer Kreuzung, vor uns ist eine Kette, links steht „Dead End“ und rechts geht es steil bergab. Ich drehe um und wir fahren wieder zum Picknickplatz zurück.
Bei der Ha’ele’ele Ridge Rd. ist gleich zu Beginn das gelbe Gate geschlossen und ebenfalls das Schild „Closed Fire Hazard Area“ vorhanden.

Kommt man denn mittlerweile von fast keiner Piste auf die Contour Road? Die Ausnahme war die Kauhao Ridge Rd., dort hätten wir bis zum Trailhead 6 fahren können. Hätten wir von dort etwa nach links fahren können? Das wäre nämlich die Contour Road.

Langsam wird es zum Verzweifeln, wo wir es auch versuchen, wir kommen nicht bis zur Contour Road! Wir versuchen als nächstes die Papa’alai Road, von dort geht gegenüber der Trail zu Pu’u Ka Pele hoch, den wir schon liefen.

Kaum eingebogen, sehen wir schon das geschlossene Gate. Außer „Prevent Forest Fires“ ist kein anderes Schild vorhanden. Na also!

Wir werden entweder die Papa’alai Ridge Rd. oder die Kahelu Ridge Rd. laufen, das entscheiden wir dann später bei der Gabelung.Um 9 Uhr starten wir Wettermäßig ist es traumhaft schön

Es handelt sich um eine breite Fahrpiste, an der zwei Autos locker aneinander vorbei kommen. Umgeben sind wir von vielen Koa Bäumen, Redwood Trees, Silk Oaks, die derzeit blühen und Strawberry Guavas.

Kurz nach Beginn ist eine Gabelung und wir sehen, dass es nicht rechts, sondern links weiter geht, auch gut. Von hinten kommt ein dunkelblauer Pickup mit drei Hunden. Im Auto sitzt ein älteres Ehepaar, das sehr freundlich grüßt. Haben sie irgendwo dort drinnen eine Hütte?

Kurz darauf stehen wir vor einer Gabelung. Links unten ist ein gelbes Gate, rechts steht ein Schild „Area closed to the fire hazard“.

Jetzt geht das hier auch schon los! Links hören wir ein Gewässer plätschern, wir sehen auch eine entsprechende Rinne, es handelt sich um den Ditch, der in unserer Karte eingezeichnet ist.

Bald erscheint vor uns auf der Fahrpiste das nächste geschlossene Gate. Rechts davon steht ein braunes Holzschild mit gelber Schrift „Entering Hawaii State Forest Reserve, Enjoy and care for it“.

Nur wenige Kurven weiter hören wir so etwas Ähnliches wie ein Forstfahrzeug. Nun gut, wir sind auch auf einer Forststraße und auf der Piste sehen wir Abdrücke von einem Kettenfahrzeug.

Kaum sind wir ein Stück weiter gegangen, ist vor uns ein gelbes geschlossenes Gate.

Rechts geht die Contour Rd. weg. Wenn man ein Stück nach rechts geht, sieht man vorne auf einem kleinen Hügel ein schräg stehendes dunkelbraunes Schild mit gelber Aufschrift „Contour Rd.“ .

Blickt man ein Stück nach rechts in die Contour Rd. hinein, etwa 30 m von der Kreuzung entfernt, ist schon wieder gelb abgesperrt, auch mit vier großen Steinen und einem Schild „Area closed during fire hazard“.

Das stört uns nicht, wir möchten zwar nicht die Papa’alai Ridge Rd., alias Trail 2, laufen, sondern lieber die Kahelu Ridge Rd., aber um dorthin zu kommen, müssen wir zuerst ein kleines Stück auf der Papa'alai Rd. laufen.

Über uns ist herrlichster Sonnenschein Wir gehen beim Gate vorbei und über eine Rechtskurve hinunter, die Piste gabelt sich, nach links ist sie angeschrieben mit „Kahelu Ridge Rd.“. Na endlich! Es ist 9:50.

Nach ca 15 Gehminuten sehen wir einen kleinen Hügel, fast unscheinbar, wir gehen hinauf und sehen bereits zum Meer.

Nicht sehr viel später geht rechts eine Fahrpiste weg, die sehr stark mit Wurzeln durchsetzt ist.

Es ist ein schöner Aussichtspunkt. Gegenüber von uns ist die Mana Ridge und unter uns ist das Kahelunui Valley.

Vom Lookout wieder auf der Piste zurück, gabelt sich die Piste und wir gehen rechts weiter.

Die ganze Zeit sehen wir Tierspuren, die von Wildschweinen stammen dürften, andererseits kleinere, die ev. von wilden Ziegen sind.

Auffallend ist, wie viele Eukalyptusbäume hier wachsen und was uns sehr verblüfft, mitten auf der Fahrpiste wachsen Boviste!

Die Landschaft ist gegenüber weiter oben vollkommen anders. Dzt. sind wir 5 Km gelaufen. Rund um uns ist grüne Wiese, es wachsen A’ali’i und hohe Grasbüschel. Rechts sehen wir einen blühenden Silk Oak.



A'ali'i

Silk Oak

Silk Oak Blüte

Silk Oak Blüte im Detail

Nach nicht langer Zeit folgt zu unserer Linken ein Aussichtspunkt in eine Schlucht, es sieht wunderschön aus und die verschiedenen Farben sind einfach toll. Das hätten wir hier nicht erwartet.




Es ist ziemlich warm, meine Wetteruhr zeigt 32,7° C an. Toll ist, dass wir sogar zu Ni’ihau und Lehua sehen.

Je weiter wir westwärts laufen, umso vermehrt wachsen Silk Oaks, einer blüht schöner als der andere. Silk Oaks erkennt man an den grellgrünen gefiederten Blättern (seht Fotos etwas weiter oberhalb).

Plötzlich hören wir ein Geräusch. Von links kommen zwei kleine schwarze Wildschweine, kreuzen die Piste und verschwinden im Gebüsch. Wir warten, ob die Frau Mama kommt, aber das tut sie nicht.

Um 13 Uhr erreichen wir nach 9,68 gelaufenen Kilometern das Ende der Piste.

Links steht ein behelfsmäßiger Tisch oder was immer das sein soll. Wir lassen uns am Boden nieder, um unser Picknick zu verspeisen.
Schatten spendet uns ein großer Silk Oak.
Auch von hier haben wir eine herrliche Sicht zu Ni'ihau und Lehua.

Anschließend treten wir den Rückweg an, es ist 13:25.

Wir keuchen bergauf und sind über jede kleine Wolke dankbar. Im Schatten geht es, da ein Lüftchen weht.

Wegen zahlreicher Pausen kommen wir nur langsam vorwärts. Um 16:35 sehen wir bereits den Schuppen – und uns bleibt das Herz fast stehen! Rechts in der Wiese steht ein Stier, links davon sieben Stiere – unsere Fahrpiste führt mittendurch!

Wenn ihr übliche Laufrichtung genau in unsere ist, haben wir schlechte Karten, dann trampeln sie uns nämlich einfach nieder. Wir gucken rechts und links neben uns, jeweils ein paar Meter entfernt ist dichter Wald, dorthin könnten wir flüchten. Doch vorerst versuchen wir es mit einem lauten Geschrei, wohl gewappnet, sofort in den Wald zu laufen, sollten die Stiere auf uns zukommen. Das tun sie glücklicherweise nicht, sondern laufen alle nach links hinüber.
Puhhhh! Glück gehabt. Sieben Stiere und wir zwei, das wäre eine schlechte Gegenüberstellung...

Kurz darauf sind wir beim unteren Gate. Noch 2 Kilometerchen laut unserem GPS, dann haben wir es geschafft.

Frohen Mutes gehen wir nun auf der Papa’alai Road weiter , sehen wir schon wieder etliche Stiere vor uns! Ehe wir noch Lärm machen können, ergreifen sie die Flucht, wir sind sehr dankbar darüber.
Insgesamt sahen wir heute zwölf Stiere, danke, das genügt.

Um 17:20 sind wir wieder beim Auto.

Wir sind insgesamt 19,5 Km gelaufen, befinden uns auf 1.054 m Höhe und haben insgesamt 8 Std. 30 Min. gebraucht. Es war ganz schön anstrengend, aber auch sehr schön, da wir durch verschiedene Landschaften gelaufen sind.

Während des Rückweges macht Michi den Vorschlag, wir könnten heute in Wrangler’s Steakhouse dinieren. Meinen nicht ernst gemeinten Einspruch nimmt er nicht Ernst

Um 18:10 parken wir uns bei Wrangler’s Steakhouse ein.

Bei der Bestellung stellt sich heraus, dass das Pfeffersteak Soja enthält Also gut, dann wähle ich das Sizzler Steak mit Mashed Potatoes und Mushroms dazu. Michi wählt ein Pfeffersteak mit Reis.

Draußen im Restaurant (wir sitzen hinten unter dem Dach im Freien) sind die Sitzbezüge erneuert worden. Jetzt sieht es endlich ordentlich aus

Wir bedienen uns vor der Hauptspeise an der Salatbar. Schon bald wird unser Essen serviert und es schmeckt, wie zu erwarten ist, wieder hervorragend Seit Jahren speisen wir im Wrangler’s, aber noch nie gab es etwas zu beanstanden.

Pappesatt rollen wir Richtung Kapa’a und stellen um 20 Uhr das Auto am Hotelparkplatz ab.

Wir gehen ins Condo, Michi überspielt die Videosequenzen und ich anschließend die Fotos, beantworte Mails.

Mittlerweile ist es 23:10 und wir verschwinden ins Bett.

Das Handy ist auf 8 Uhr gestellt. Für morgen steht nichts Besonderes am Plan, auf jeden Fall müssen wir Wäsche waschen, da wir für übermorgen saubere Volunteerklamotten brauchen.

Sleep well