Montag, 27. 5. 2013


Pünktlich holt uns der Radiowecker aus dem Schlaf.

Ich bereite unser Frühstück zu, während Michi im Badezimmer ist. Anschließend gehe ich ins Internet, was schwierig ist. Es steckt Oceanic dahinter und die Verbindung ist sehr langsam

Wie sieht das Wetter eigentlich aus?

Klickt auf die Fotos zum Vergrößern.

Ah ja, wie fast immer: Blauer Himmel über dem Meer, dunkle Wolken über den Ko'olau Mountains.

Um 11:00 fahren wir zur Rezeption, da wir ein Welcome-Paket abholen sollen. Doch es sind so viele Leute bei der Rezeption, dass wir umdrehen und zum Auto gehen.

Wir fahren zu Na Ala Hele, da wir ein Permit für die Wai’anae Mountains möchten. Ob dort heute, am Memorial Day, überhaupt geöffnet ist?
Das Gate weiter unten ist gesperrt, das sieht nicht gut aus. Es parken sehr viele Autos, was auch nicht gerade üblich ist. Wir befragen eine Fußgängerin und sie sagt, dass Na Ala Hele heute geschlossen sei.

Ok, wir drehen um und fahren zum Ala Moana Center, wo wir uns in der Nähe des Foodland einparken.

Michi möchte einen Espresso, den er sich in der obersten Etage genehmigt und ich möchte meinen Vorrat an Imodium erhöhen – sicher ist sicher. Doch Longs hat die Imodium in der 42er-Packung nicht lagernd.

Also hinunter zum Food Court. Michi kauft bei Charley`s Grilled Subs einen Chicken Phillibuger, ein knusprig frisches Brötchen, das sehr gut belegt ist. Ich nehme noch extra Tabasco Sauce für ihn sowie etwas Salz und Pfeffer.
Für mich hole ich von der Cheeseburger Factory meine heiß geliebte Clam Chowder.

Nach einem Blitzeinkauf beim Foodland, da uns einige Kleinigkeiten fehlen, sind wir um 14:30 in der Hotelgarage.

Im Zimmer überspiele ich die Fotos der letzten Tage und ärgere mich mit dem Internet, da das Hotel offenbar eine zu geringe Kapazität von Oceanic gekauft hat und das Internet hoffnungslos überlastet ist. Es ist dieselbe Situation wie letztes Jahr im Hilo Hawaiian, nur mit dem Unterschied, dass ich im Hilo Hawaiian fürs Internet zahlen musste und hier im Aston at the Waikiki Banyan das Internet kostenlos ist. Ich kann keine Mails abschicken!

Es ist 16:10 und wir fahren wieder zum Ala Moana Center, um zum Ala Moana Beach Park zu gehen. Dort finde heute Abend das 15. Lantern Floating statt.

Es sind geschätzte Zehntausende Menschen am Ala Moana Beach Park.

Es stehen unzählige Zelte, überall wird gegrillt.

Wir gehen ans andere Ende und zwar in die Nähe der großen Bühne.


Das Lantern Floating soll zwischen 6pm und 7.30pm sein.

Auf einem weiteren Schild steht, dass man sich bewusst sein soll, dass man von jedem fotografiert werden darf und dieser das auch veröffentlichen darf und dass man auch selbst jeden fotografieren und veröffentlichen darf. Solch einen Hinweis habe ich sonst noch nirgendwo gelesen.

Nach einigen Fotos gehen wir wieder zurück. Es ist 17:45 und wir sind an Ort und Stelle.

Und jetzt sehen wir einen wunderschönen Regenbogen:


Es kommt ein Boot und ich sehe, dass es ein Fernsehteam ist.
Zwischendurch fliegt eine Drohne über unseren Köpfen.

Ziemlich pünktlich um 6pm beginnt mit der Begrüßung und der Nennung aller möglichen Ehrengäste das Lantern Floating. Die Übertragung erfolgt via Leinwand.

Die Ansprache wird von Shinso Ito gehalten. Sie ist eine der wenigen Frauen, die Buddhist Master wurde.

Nun folgt die Vorstellung zahlreicher Ehrengäste.

Am Foto ist eine übergroße Lantern. Sie ist in Gedenken an die Opfer der Naturkatastrophen.

Zwei von vielen Laternen, die etwas später in den Pazifik schwimmen.

Wir bleiben am Strand, wo Unmengen von Leuten sind. Schließlich heißt es, man muss sich niedersetzen. Aber so komme ich doch an keine Fotos heran!

Irgendwann sagt Michi zu mir, ich solle doch einfach nach vorne gehen, was ich auch mache. Geschätzte 1,5 Stunden stehe ich im Meer, mitsamt vielen anderen.

Witzige rot-grüne Flugobjekte fliegen über uns hinweg, es sind ebenfalls Drohnen! Eine wird immer niedriger und landet in der Nähe der Bühne.

Das Lantern Floating beginnt um 7:30pm und zwar wird auf der Bühne zuerst die große Schale (ähnlich wie bei den olympischen Spielen) entzündet und es wird auf einer Pu, einer großen hawaiischen Seemuschel, geblasen. Pu ist der hawaiische Name für Conch Shell.

Die Leute werden aufgerufen, dass sie ab jetzt ihre Lanterns ins Meer lassen dürfen. Die Strömung lässt es anfangs nicht zu, dass die Lanterns ins Meer hinaus schwimmen, sodass die Leute die Lanterns immer wieder anstupsen müssen.
Weiter draußen im Meer ist eine Barrikade. Diese ist dafür, da die Lanterns nach dem Floating wieder eingesammelt und fürs nächste Jahr recycelt werden.

Nach langer Zeit wühle ich mich durch die Menschenmenge zu Michi, der am Strand sitzt und gemeinsam kämpfen wir uns den Weg zum Auto zurück und bald darauf sind wir in der Hotelgarage.

Im Zimmer stellen wir fest, dass heute kein Housekeeping hier war. Michi fährt zur Rezeption. In dieser Zeit beginne ich, unser Abendessen herzurichten.Bald kommt Michi mit zwei Shampons, zwei Seifen sowie zwei Schachteln mit Macadamianuts mit Schokolade zurück, als Entschädigung dafür, dass das Housekeeping nicht hier war.

Wir lassen uns das Abendessen schmecken.

Morgen möchten wir sehr früh zu Na Ala Hele fahren und anschließend in die Wai’anae Mountains düsen.

Um 23 Uhr hören wir einen sehr starken Wind, kurz darauf prasselt es, ein Wolkenbruch sondergleichen! Welch ein Glück beim Lantern Floating.

Bis wir schließlich geduscht sind, ist es 00:30.

Sleep well