Sonntag, 22. 8. 2010

Um 7.50 Uhr läutet der Wecker und einige Minuten später ein zweites Mal.Wir stehen auf, machen uns fertig und gehen zu Perry’s hinüber zum Frühstück

Heute sind bei Perry’s sehr viele Leute und erstaunlich ist immer wieder, dass sich die Leute zuerst das Essen holen, auf ihren Tisch stellen, um sich wieder zu entfernen, um sich Getränke zu holen. An X Stellen hängen Zettel, man soll die Vögel nicht füttern, daraus ist doch klar erkennbar, dass die Vögel an den gefüllten Tellern „Futter“ erkennen und sich sofort darauf stürzen.
Entsprechend viele Vögel setzen sich auf die Speisen. Guten Appetit!

Neben uns sitzt eine Mutter mit ihrer ca. 12-jährigen Tochter, die beiden sind aus Deutschland.

Um 10 Uhr gehen wir ins Hotel zurück und erkundigen uns bei der Rezeption, wo die nächste Autowaschanlage ist.

Der Hawaiianer meint, wir brauchen keine Waschlage, wir haben doch ein Mietauto, wobei das nicht unbedingt die Antwort auf unsere Frage ist

Ich erkläre ihm, dass wir gestern offroad gefahren sind und der Jeep entsprechend aussieht. Er lacht laut auf und fragt, wo wir denn waren. Tja, im Mokule’ia-Gebiet!
Daraufhin hat er völliges Verständnis, dass wir eine Waschanlage suchen

Noch etwas zu dem Hawaiianer: Das ist der kleine, dicke Mann, mindestens 2,5-fach so schwer wie ich. Dadurch hat er seinen eigenwilligen Gang, er watschelt wie eine Ente
Sein Gesicht ist kreisrund, die braunen Augen leuchten wie von einem Teddybär entgegen. Der Nachteil ist nur, dass der Hawaiianer absolut nicht zum Kuscheln geeignet ist

Um beim Gehen nicht aus dem Gleichgewicht zu kommen, muss er mit entsprechenden rudernden Armbewegungen ausbalanzieren. Das bedeutet, im Umkreis von ca. 2 bis 2,5 m sollte sich nichts befinden, weder Mensch noch ein Gegenstand

Um 10.30 Uhr gehen wir zur Parkgarage. Dort fällt uns sofort ein Abschleppwagen auf, der in der Mitte steht. Zwei Herren warten und unmittelbar hinter uns kommt ein weiterer Herr und ruft „oh, you want to get my car!“. Erst jetzt sehen wir, dass er mit seinem Auto andere Autos blockiert, sodass diese nicht wegfahren können.

Er beginnt mit den beiden zu verhandeln, muss letztendlich einen Zettel unterschreiben und wir müssen warten, bis das Ganze endlich fertig ist, da unser Auto vom Abschleppwagen blockiert wird.

Schließlich fährt der Abschleppwagen weg, der Falschparker beginnt zu telefonieren

Wir verlassen die Parkgarage um 10.45 Uhr und fahren Richtung Ala Moana Shopping Center.

Über den Ko’olau Mountains sind wiederum dunkle Wolken vorhanden, diese sind aber sehr hochgelegen und die Ko’olau Mountains zeigen sich von ihrer schönen Seite.

Am Weg zum Ala Moana Shopping Center suchen wir die Autowaschanlage, fahren vorsichtshalber aber erstmal auf den Parkplatz daneben und sehen uns das Ganze aus sicherer Entfernung an – auf Wunsch eines einzelnen Herrn

Etliche Leute waschen die Autos händisch. Michi ist davon gar nicht begeistert und wir fahren wieder weg.

Nach einer großen Runde kehren wir zurück, jedoch zu einer anderen Carwash-Anlage. Dort stehen nur vier Hawaiianer, einer davon gibt die Anweisung, ich solle die mittlere Fahrspur nehmen.

Kurz darauf stellt sich heraus, dass die Hawaiianer das Auto innen und außen reinigen möchten, aber wir nicht – eine Außenreinigung genügt!

Wir werden aufgefordert, auszusteigen und wir schnappen sicherheitshalber unsere Rucksäcke. Ja-ja, wir gebrannten Kinder scheuen das Feuer

Ein Hawaiianer steigt in unseren Jeep und fährt weg. Sehr schön

Nun werden wir gebeten, zu zahlen, wozu wir in das kleine Häuschen und dort zuerst in einem langen Gang gehen müssen. Ehrlich gesagt ist es schon ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber noch haben wir die Hoffnung, dass wir in nicht allzu langer Zeit unseren Jeep wieder haben – unversehrt hoffentlich

Wir warten also nach dem Bezahlen draußen und harren der Dinge, die da kommen. Es dauert gar nicht lange, kommt unser Jeep daher gefahren, tropfnass.
Sogleich trocknen drei Hawaiianer den Jeep ab.

Beim Nachbarn, der Shevron-Tankstelle, wuseln immer noch zahlreiche Hawaiianer bei den Autos herum. Wo wir gerade sind, ist kaum Betrieb.

Wir zahlen übrigens $ 10,99, aber der Jeep ist jetzt picobello!

Obwohl Michi das Trinkgeld bereit hält, sind die Hawaiianer wie vom Erdboden verschluckt, verschwunden.

Jetzt fahren wir endlich zum Ala Moana Shopping Center.

Hier verfehlen wir unsere Aufgabe, kommen vom Thema ab und landen beim Crazy Shirt, da es sich gerade in den Weg stellt. Es sticht mir ein T-Shirt in die Augen, das für E. ideal wäre: Violett, kurze Ärmeln, XS die Größe, sehr tailliert geschnitten.
Prompt findet Michi auch etwas für mich: Ebenfalls ein sehr schönes T-Shirt und beim Bezahlen stellt sich das heraus, was ich ohnehin weiß: Wir haben auf Grund der gesammelten Stempel im Crazy Shirt-Pass ein T-Shirt frei! Oder andersherum, egal, was wir in diesem Laden kaufen, bekommen wir $ 25 abgezogen.

Also suchen wir weiter und Fakt ist, es muss für Michi etwas her.

Nach einiger Zeit findet er ein sehr schönes T-Shirt, mit einem Honu drauf und im Honu sind die Hawai’i-Inseln. In der Herrengröße ist ihm allerdings dieses T-Shirt viiiiel zu lang, es reicht ihm bis fast zu den Knien.
Die Lady meint, er solle das T-Shirt in der Damengröße probieren und siehe da – mit Größe XXL ziehen wir von dannen. Da das T-Shirt genau $ 25 kosten würde, zahlen wir nichts.

Unser nächster Punkt ist der Aloha Tower Market Place, wo wir uns einparken.

Bei ungeahnten vielen Graden schlendern wir dahin.

Zunächst sieht es so aus, als würden wir überhaupt nicht fündig werden.
Michi hätte gerne ein Hawai’i-Hemd, aber sie sind alle aus Kunstfaser, daher drehen wir gleich wieder um.

Es ist am Aloha Tower Market Place nicht viel los, obwohl der Parkplatz gesteckt voll ist, aber wahrscheinlich sind die Leute alle nach China Town hinüber gegangen.

In einem Schmuckgeschäft sieht Michi einen wunderschönen Ring mit einem Honu, aber der Ring hat zwei Nachteile: Der Preis ist sehr hoch und die Füße des Honu stehen sehr weit weg, sodass man wahrscheinlich leicht hängen bleibt.
Daher ziehen wir von dannen.

Unseren Hunger bekämpfen wir im ersten Stock im Food Court. Der einzige, der geöffnet hat, ist ein Asiate, wobei wir leicht zusammen zucken, da uns der Schreck von vorgestern noch in den Gliedern sitzt.

Beim Gedanken an Sojasauce mit Nudeln wird uns schon leicht übel.

Wir bestellen Chicken Katsu und bekommen überraschenderweise eine leere Suppe dazu, die ganz gut schmeckt

Noch etwas gibt es: Zwei frittierte Shrimps und zwei Won Tons. Wir genehmigten uns ein Diet Coke und zahlen knapp $ 10.

Nun fahren wir zum Hotel zurück, wo wir um 15 Uhr ankommen. Wir wählen absichtlich das dem Hotel angeschlossene Parkhaus, obwohl es $ 3 teurer ist als das andere, aber in der kommenden Nacht ist es einfacher, die Koffer hier einzuladen und nicht erst zum anderen Parkhaus zu pilgern. Hoffentlich verstellt kein quer stehendes Auto unseren Jeep, das würde uns fehlen.

Ich stürze mich über das Koffer packen und bin um 17 Uhr damit fertig.

Zum x-ten Mal vergieße ich Tränen, weil der Abschied von Hawai’i unmittelbar bevor steht

Bei strahlendem Sonnenschein ziehen wir wieder los

Der kleine Laden am Eck hat natürlich keinen Espresso, sondern nur einen Regular Coffee. Die defekte Kaffeemaschine von letztem Jahr scheint nicht repariert oder erneuert worden zu sein.

Also weiter, aber wohin
Michi hat die Idee des Tages: In der Food Pantry ist ein Coffee Shop und dort eilen wir flotten Schrittes hin.

Es ist ein Coffee Bean und wir fassen zwei Dopio aus Dann weiter auf der Suche nach Kalender, doch auf die Schnelle gelingt das nicht.

Wir gehen zum International Market Place. Hier sind unheimlich viele Leute.

Michi hält weiterhin nach einem Ring für mich Ausschau und schließlich findet er einen, der absolut sein muss und der mir auch sehr gut gefällt

Aber woher nehmen wir ein Aloha-Shirt für Michi? Ich erinnere mich, dass wir vor Jahren im Royal Hawaiian Center sehr schöne Hemden gekauft haben, also sollten wir unser Glück dort nochmals versuchen.

Also auf!

Wir streifen durch das Sheraton Waikiki und anschließend durch das Royal Hawaiian Hotel. Hier gibt es sehr schöne Läden, aber sie führen nicht die Hemden, die wir suchen.

Und weiter geht's mit der Bummeltour.

Beim Weitergehen sind wir endlich beim Royal Hawaiian Center mit sehr exklusiven Läden. Da darf sich das Ala Moana Shopping Center noch ganz schön anstrengen.

Hawai’i-Hemd finden wir keines, d. h., wir finden keines, was uns gefällt, das Angebot wäre aber groß genug.

Der Hunger meldet sich wieder und wir kommen bei einem japanischen Restaurant vorbei, um das wir gleich einen großen Bogen machen

Im Top of Waikiki bekommen wir leider keinen Platz, hier wäre Vorreservierung wirklich von Vorteil und unbedingt einen Fensterplatz wählen. Das Restaurant dreht sich und man hat herrliche Blicke nicht nur über Waikiki, sondern über einen Teil von Ost-O'ahu.

Bei einem abc-Laden kaufe ich Blumensamen und dergleichen und endlich – in einem anderen Laden – finde ich endlich die gewünschten Kalender.

Schließlich gehen wir zum Royal Hawaiian Center zurück, dort drinnen gibt es nämlich Wolfgang’s Steak House.

Schon beim Eingang steht eine Tafel mit den angebotenen Tagesspezialitäten, die Preise sind nicht gerade gering, aber wir möchten uns das heute gönnen.

Es stellt sich heraus, dass diese Karte vom Lunch ist, die Dinnerkarte wird wohl versteckt, weil die Preise fast im Himmel sind

„Wait to be seated“.

Als die Lady hört, dass wir keine Reservierung haben, seufzt sie und sieht nach, wo sie uns unterbringen könnte und findet einen Katzentisch für uns, also einen sehr kleinen Tisch.

Es geht insgesamt sehr vornehm zu, wir bekommen sofort weiße Stoffservietten auf den Schoß gelegt und die Dinnerkarte in die Hand gedrückt. Diese Dinnerkarte besteht aus einer Seite, ist also recht übersichtlich. Die Getränkekarte ist etwas umfangreicher.

Unsere Gesichter werden immer länger, da sich die Preise in halbwegs schwindelerregender Höhe befinden. Letztendlich entscheiden wir uns für das „Steak for two“.
Das Steak für eine Person kostet $ 47 und das Steak für zwei kostet $ 97, ohne Beilagen natürlich. Als Beilage lacht uns „German potatoes“ an, die $ 14 kosten.

Kurz darauf werden Brötchen geliefert, fast schon knusprig, aber noch nicht ganz Dazu auch dunkles Brot, aber das sieht uns nicht gut an. Es stellt sich aber heraus, dass die kleinen Stücke Weißbrot auch ganz schön zäh sind.

Während wir das Weißbrot essen, sehen wir einen schlanken Mann, der in einem hellbraunen Anzug mit Krawatte steckt, ständig durch die Reihen stolzieren. Blick links, Blick rechts, Blick links, Blick rechts. Er ist ca. 45 Jahre alt.

Schon sehr bald bekommen wir Steakmesser und sehr heiß vorgewärmte Teller vorgesetzt und unser bestelltes Bier Für Michi ein Beck’s, für mich ein Bud, ohne Schaum. Hmmm…

Nebenbei beobachten wir die Vinothek, in der fast ständig ein oder zwei Angestellte nach dem idealen Wein suchen.

Ich beginne zu unken, dass gleich unsere Hauptspeise kommen wird, der Brotkorb aber immer noch hier steht, somit unser Steak für zwei nicht Platz haben wird (Thema: Katzentisch).

Kaum habe ich dies ausgesprochen, steht der Kellner mit dem brutzelnden Steak neben unserem Tisch und die German Potatoes hat er auch schon dabei.

Michi nimmt den Brotkorb, ich die Brotteller mit den Messern und die restliche Butter, damit der gute Mann das Steak abstellen kann.

Nachdem er uns diese Gegenstände abgenommen hat, können wir uns dem Steak widmen.

Es ist ein T-Bone-Steak, medium durchgebraten, wie von uns gewünscht. Die German Potatoes sind mit Zwiebeln und Knoblauch angerichtet und schmecken ganz gut, sind aber teilweise angebrannt – nicht unbedingte deutsche Vorzeigequalität.
Der mittlere Teil des Steaks ist butterzart, der äußere Teil ist etwas fester. Auf Grund der Größe ist es für uns beide zuviel.

Zum Steak wird Wolfgang’s Spezialsauce gereicht, sie wird extra für dieses Restaurant produziert und schmeckt hervorragend.

Inzwischen ist Michis Bierglas leer und einer der zahlreichen Kelllner schnappt im Vorbeigehen das Glas, ohne zu fragen, ob Michi vielleicht noch ein Bier möchte.

Die Gäste links von uns und hinter Michi warten immer noch auf ihr Essen. Sie fragen nach und erfahren, dass ihre Hauptspeisen vergessen wurden (die Vorspeisen hatten sie schon).

Ich muss aber sagen, dass enorm viel Betrieb ist und die geschätzten 15 Angestellten inklusive jenes Herrn, der im Anzug durch die Reihen schreitet, räumen immer wieder benutzte Dinge von Tischen ab.

Beim Abräumen fällt ein Teller mit Sauce zu Boden und der Herr im mittelbraunen Anzug springt sofort hin, steigt aber irrtümlich mit einem Schuh in die Sauce und ist erstmal damit beschäftigt, seinen Schuh zu reinigen Anschließend kümmert er sich mit einem Kellner um die Speisereste, die noch am Boden liegen.

Am Nebentisch wird mittlerweile das urgierte Steak geliefert, das sich drei Leute teilen. Eine Beilage haben sie offensichtlich nicht dazu bestellt.

Ungezählte Male versuche ich, einen Kellner zu bitten, Michi noch ein Bier zu bringen, aber sie sind dermaßen schnell unterwegs, es gelingt mir einfach nicht.

Doch dann, nach langer Zeit, habe ich Glück und Michi bekommt sein zweites Bier. Er stellt fest, dass das Beck’s deutlich würziger als mein Bud schmeckt.

Als Nachtisch bestellt Michi einen Espresso, der sehr rasch kommt. Er wird in einer derben Espresso-Tasse geliefert und ist geschmacklich ausgezeichnet

Die Rechnung ist nicht mit dem Kaffee gekommen, eine rühmliche Ausnahme. Wir bezahlen etwas später insgesamt $ 142 und verlassen das Restaurant.

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Über den International Market Place gehen wir zum Hotel zurück.

Ich packe die restlichen Sachen zusammen und überspiele die heutigen Fotos.

Die Wecker stehen auf 3.15 Uhr und um 22.30 Uhr gehen wir ins Bett