Samstag, 21. 8. 2010

Um 7.50 Uhr läuet der Wecker. Michi stellte ihn deswegen so spät, weil wir gestern – ach, wie schlimm - erst um 1 Uhr ins Bett gingen.
In früheren Urlauben war es Standard und wir sind trotzdem um 6.30 Uhr aufgestanden

Wettermäßig ist es sehr stark bewölkt, die Wolken verdecken die Sonne und es weht ein ziemlicher Wind.

Wir machen uns fertig und gehen zu Perry’s Smorgy hinüber. Dort sind heute sehr viele Leute.
Die scrambled eggs schmecken ekelhaft wie noch nie, der Schinken versalzen wie noch nie und der Kaffee ist fast nicht mehr genießbar. Ich esse kaum etwas

Anschließend kaufen wir uns im abc-Laden zwei Flaschen.

Im Zimmer angekommen, stellt Michi die Frage „Was machen wir denn heute?“. Ich schlucke kurz, denn wir haben doch gestern Abend beschlossen, nochmal ins Mokule’ia-Gebiet zu fahren, weil es uns so gut gefallen hat. Anscheinend will er doch nicht mehr. Wie verhält man sich als kluge Ehefrau? Ich stelle die Gegenfrage „Was möchtest du denn gerne unternehmen?“.
„Nun, wie wäre es, wenn wir noch einmal ins Mokule’ia-Gebiet fahren würden?“
*hüstel* *räusper*
„Ja, du hast Recht, das ist eine gute Idee, lass’ uns das tun“.

Also alles beim Alten

Um 10 Uhr betreten wir die Parkgarage. Ich erschrecke, denn aus dem riesengroßen Müllcontainer steigt ein hagerer Mann heraus, der schon schwarze Müllsäcke heraus geräumt hat, diese durchsucht er nun.
Nach einiger Zeit schließt er den Müllcontainer, nimmt die wenigen Dinge, die er für brauchbar hält und zieht von dannen.

Wie arm muss eigentlich ein Mensch sein, dass er in Müllcontainer steigen muss, um nach Nahrung oder etwas Anderem zu suchen Vielleicht suchte er auch Pfandflaschen.

Kurz darauf verlassen wir bei 85° F die Garage.
Die Sonne zeigt sich immer noch nicht. Wir stauen frisch und fröhlich durch Honolulu, auf dem Hwy. geht es etwas später unerwartet flott voran.

In Nanakuli tanken wir um $ 3.330 die Gallone, das ist sehr preisgünstig, jedoch nur mehr um $ 20, da wir übermorgen den Jeep retournieren und ich denke, mehr Benzin brauchen wir nicht.

Dem Starbucks in Ma’ili, nördlich der Kläranlage, die heute besonders duftet, statten wir jetzt keinen Besuch ab.

Es ist 11.45 Uhr und wir fahren bei den Zeltburgen der Obdachlosen vorbei. Mindestens fünf von ihnen würde ich sofort einen Job geben: Für $ 1/Stunde Müll sammeln und entsorgen.

Wenige Minuten sptäer sind wir bei der Satellite Tracking Station.

In dem Häuschen sind heute zwei junge Männer, einer der beiden fährt vor uns hinauf und wir haben die Hoffnung, dass er das Gate öffnet.

So ist es dann auch und das zweite Gate öffnet er ebenfalls.

Wir fahren beim Parkplatz, wo wir damals Aaron begegnet sind, rechterhand hinunter. Es ist ein Schild vorhanden „only 4WD vehicles beyond this point“.

Weiter geht's!

Auf der Firebreak Road kommt es fast zu einem Stau, denn zwei Fahrzeuge begegnen uns

Dass jetzt am Wochenende Jagdzeit ist, ist nicht sehr erfreulich. Ich hoffe aber, dass wir bereits von genügend Jägern gesehen wurden, sodass sie wissen, dass mindestens zwei Touristen unterwegs sind Ausgerechnet heute trage ich keine grelle Kleidung, sonst nahezu immer

Ein Hawaiianer kommt uns zu Fuß entgegen, er trägt dunkelblaue Kleidung und sein Gewehr ist am Anschlag. Glücklicherweise senkt er sein Gewehr sofort, als er unseren Jeep sieht. Na servus!

Wir kommen zur Y-Gabelung, an der es rechterhand zum Kuaokala Trail geht, wo wir gestern waren. Linkerhand geht die Piste weiter und letztendlich kommt man u. a. zum Mokule’ia Trailhead und dorthin wollen wir.

Der Himmel zieht sich mehr und mehr zu. Die Sonne möchte durch, aber sie schafft es nicht.

Wie Aaron sagte, auf dem „long, long way“.

Ich schaffe es mühelos, einen zwei Meter langen Ast mit dem Jeep so aufzugabeln, dass er auf jeweils einer Seite des Jeeps heraus lugt, direkt über der Kardanwelle. Den habe ich wirklich geschickt eingefädelt Der Ast liegt am Auspuff an, deswegen riecht es nach verbranntem Holz ?

Michi zieht den Ast beim linken Vorderreifen heraus und wirft ihn weit weg ins Gebüsch.

An einem Wassertank, der linkerhand steht und nicht zu übersehen ist, fahren wir vorbei.

Um 13.10 Uhr erreichenn wir die Mokule’ia Public Hunting Area Unit E.
Vor uns liegt das asphaltierte Band, wir fahren an dieser Stelle links.

Schon drei Minuten später ist geradeaus ein versperrtes Gate, rechts geht es zu Picock Flats und zum Mokule’ia Trail, daher fahren wir rechts.

Seltsamerweise sind immer noch die gelben Bänder vom letzten Jahr hier.

Auf einer Piste fahren wir weiter. Wir begegnen einem Vater mit seinen zwei Jungs. Einer der beiden hat einen schwarz-weißen Hund an der Leine. Der Junge, ca. 6 oder 7 Jahre, schmollt ziemlich. Sieht so aus, als ob ihm das Wochenende hier heroben, verbunden mit Campen, aber ohne Gameboy, nicht zusagen würde.

Kurz darauf stehen wir vor dem Mokule’ia Trailhead.

Um 13.30 Uhr gehen wir bei stark bewölktem Himmel und mäßig starkem Wind los. Doch das glauben wir nur, denn Michi möchte noch das Stativ aufstellen.

Von oben: Tropf, tropf, tropf… Wir sehen uns schweigend an.

Das lassen wir uns jetzt aber nicht gefallen und ziehen los!

Es geht über normalen Waldboden, der mit Wurzeln durchsetzt und viel Laub bedeckt ist, dahin. Schon bald kommen wir zum ersten Gate, das im linken Teil zum Durchsteigen gedacht ist. Hunde darf man nicht von der Leine lassen.

Wir finden sogar reife Hawai’i-Cherry’s

Rechterhand ist der Wildschweinzaun. Wir gehen nach wie vor bei stark bewölktem Himmel weiter. Entlang des Weges wachsen sehr viele Farne.

Es dauert nicht sehr lange, wir sind aus dem Wald heraußen und rechterhand sehen wir hinter Farnen einen Unterstand, der an 1,5 Seiten geschlossen ist. Darunter sind Baumstümpfe hochkant aufgestellt, die als Sitzplätze dienen, z. B. jetzt für uns

Linkerhand geht der Trail weiter, ein entsprechendes Schild ist vorhanden.

Kaum lassen wir uns auf den Baumstümpfen nieder, kommen zwei Männer und eine Frau sowie vier Kinder zwischen vier und acht Jahren. Eine Lady gibt uns den Tipp, nicht links weiter zu gehen, sondern rechterhand den Hügel hoch, dort sei aber kein Trail in dem Sinn, aber man kommt innerhalb kurzer Zeit zur Ridge und dort sei der Ausblick wunderschön.
Wir bedanken uns für den Tipp, das Stück möchten wir dann auch laufen.

Und schon gehen sie in diese Richtung, zuerst einfach quer durch den Wald.

Hinter dem Unterstand, wo wir gerade sitzen, steht ein relativ großer Mango-Baum mit unterschiedlich großen Früchten.

Das Gebiet hier ist wie ein Paradies! Letztes Jahr sahen wir kleine Bananen, Hawai’i-Cherry’s gibt es sowieso, Mandarinen und jetzt hätten wir Mangos auch noch im Angebot. Man wird also ganz gut versorgt.

Erstaunlich ist, dass hier schon die Ohias blühen.

Genug bewundert, gefilmt und fotografiert, wir gehen den Trampelpfad Richtung Ridge. Zuerst müssen wir ein Stück durch den Wald hoch gehen, bald darauf geht es links weiter und der Wildschweinzaun ist zu unserer Rechten. Den können wir auch sehr gut gebrauchen, da er als Geländer dient, an dem man sich hochziehen kann ? Es ist nämlich halbwegs steil.

Kurz vor dem Ende der Ridge wartet das Pärchen mit den Kindern, bis wir bei ihnen oben sind. Michi bedankt sich nochmal für den Tipp und wir gehen das letzte Stück hinauf.

Der zweite Mann erzählt uns, dass er nahezu sein ganzes Leben dort unten gewohnt habe, aber heute zum allerersten Mal hier heroben sei.

Hier steht auch das Schild „End of trail“ – fragt sich nur, wie dieser Trail heißt

Unter uns liegt das Makua Valley. Hier veranstaltet die Army Target Shooting.

Der Pfad geht noch ausgetreten weiter nach oben, das muss ich gleich mal erforschen. Weiterhin geht es am Zaun entlang.

Sehr weit laufe ich nicht, denn ich bemerke, dass dies nur der Weg für die Errichtung und Erhaltung des Zaunes ist und gehe zu Michi retour.

Beim Umdrehen sehe ich, dass gegenüber auf dem kleinen Hügel auch ein Pfad hinauf führt. Oben ist ein Geländer. Es ist aber nicht so hoch wie hier und auch der Blick kann nicht so schön wie von hier aus sein.

Geduldig warten wir ab, bis die Wolken verschwinden und die Sonne das Makua Valley beleuchtet.

Nach einiger Zeit treten wir den Rückweg an.

Zwischendurch ein Blick an die Nordküste von O'ahu.

Um 15.30 Uhr sind wir bei dem überdachten Picknickplatz.

Das war ein wirklich sehr guter Tipp! Hat sich voll und ganz gelohnt

Wir lassen uns nochmal auf den Baumstümpfen nieder und sehen, in Blickrichtung Ridge, rechterhand des Mango-Baumes einen Mandarinenbaum.

Nun gehen wir ein wenig am Mokule’ia-Trail weiter.

Nach ca. 200 m drehen wir jedoch um, es ist 15.45 Uhr.
Meine Rechnung sieht nämlich wie folgt aus: Zum Auto gehen wir ca. 45 Minuten, eine Stunde benötigen wir bis hinunter zum Farrington Hwy. und dann noch ca. 2,5 Stunden – inklusive Honolulu-Stau – zurück zum Hotel.

Wir gehen frisch-fröhlich dahin. Es zwitschern unheimlich viele Vögel.

Ich pflücke einige Hawai’i-Cherry’s für zu Hause – Vitamine müssen sein

Bald darauf sind wir beim Gate, wo wir darüber steigen und um 16.20 Uhr sind wir beim Auto.

Wir hören ein seltsames Geräusch, ich hüpfe aus dem Auto und sehe, dass ich schon wieder einen Ast eingesammelt habe Allerdings diesmal nur einen kleinen, den ich leicht entfernen kann.

Wie schön, es beginnt zu regnen, aber nicht nur ein paar Tropfen Auf dieser Piste brauche ich aber keine Schlammschlacht!

Rechterhand auf einem Baumstamm erscheint das Schild „Kuaokala Trail“. Es ist ein Holzschild, schwarze Schrift mit Pfeil nach links.

Um 17.30 Uhr erreichen wir den Asphalt und ich gebe den Allrad heraus.

Nur zwei Minuten später stehen wir vor dem verschlossenen Schranken. Immerhin hat der Regen aufgehört.

Mein Beifahrer namens Michi wird höflich gebeten, mit der zuständigen Behörde Kontakt aufzunehmen

Wir warten und warten und warten und stehen schon 25 Minuten hier, es kommt niemand, um den Schranken zu öffnen.

Ein junger Mann in Zivilkleidung kommt von den Airforce Properties herunter und geht grüßend an uns vorbei.

Michi steigt nochmal aus, um ein zweites Mal anzurufen.

Na also! Geht doch! Fünf Minuten später kommt ein Herr und sperrt das Gate auf. Wie leichtsinnig! Er hat sein Maschinengewehr gar nicht dabei

Wir können weiter fahren und haben den großen "Golfball" direkt vor uns.

Vom Farrington Hwy. aus haben wir einen wunderschönen Blick ins Makua Valley, sozusagen als Gegenstück, denn vor nicht allzu langer Zeit standen wir oben und sahen hinunter.

In Wai’anae gibt es einen KFC, er ist – Richtung Honolulu – rechterhand, also meerseitig. Bei diesem KFC waren wir früher schon einmal, waren aber nicht zufrieden.

Schon bemerkt? Die KFC-Tester sind wieder unterwegs

Wir fahren weiter und sind schon ganz auf Menü No. 2 eingestellt

Kurz darauf parken wir uns beim KFC in Nanakuli ein. Dieser befindet sich – von der Yokohama Bay kommend – linkerhand und ist nicht zu verfehlen.

Michi beginnt zu singen „Ohne Jacke geht die Angie nie ins KFC, nie ins KFC, nie ins KFC“

Die erste Überraschung ist, dass wir zusätzlich ein Cole Slow bekommen. Die Hähnchenteile sind superfrisch!

Die Testesser kommen zu dem einstimmigen Urteil: Hervorragend, ausgezeichnet!

Dazu wurde sehr schöne Hawai’i-Musik gespielt, zum Abschluss sogar noch ein IZ-Song und wir fahren Richtung Honolulu weiter.

Wir fahren bei Pearl Ridge durch, es ist bereits stockfinster. Pearl Ridge sieht in der Nacht fast wie Weihnachten aus, Millionen von Lampen sind bergauf zu sehen.

Es ist ziemlich dichter Verkehr, wir kommen aber trotzdem ganz gut voran und um 20.30 Uhr parken wir uns in der Nachbarparkgarage ein.

Im Zimmer erfolgt der allabendliche technische Krimskrams.

Um 23.30 Uhr schlüpfen wir ins Bett