Donnerstag, 19. 8. 2010

Um 5.30 Uhr läutet der Radiowecker. Ich drehe ihn ab, wecke Michi und gehe ins Bad. Anschließend ist Michi an der Reihe und ich gebe die allerletzten Dinge in die Koffer.

Es ist 5.55 Uhr und ich bin eigentlich fertig.

Zum letzten Mal für dieses Jahr werfe ich einen Blick zum Mauna Kea, der sich auch heute fast ganz versteckt hält.

Unser Flug geht um 9.04 Uhr, Hawaiian Airlines 121.

Um 6.30 Uhr checken wir aus, das geht ruck-zuck, hieven unsere Koffer, Rucksäcke usw. in den Jeep und nun heißt es, zum letzten Mal die Garage des Hilo Hawaiian Hotels verlassen

Wie vom Unterbewusstsein gelenkt fahre ich Richtung Volcanoes NP! In der letzten Sekunde ruft Michi „links abbiegen!!!!“ – das ist knapp

Die Rückgabe des Autos bei Alamo mit nahezu leerem Tank geht problemlos wie immer. Wir gehen die wenigen Meter zum Terminal hinüber und sind auch ohne zu warten beim Einchecken. Die Sitzplätze sind 24 E und F.
Boarding Time ist um 8.40 Uhr, Abflug um 9.04 Uhr.

Ein Koffer hat 62 Pfund, der andere 52,5 Pfund.
Damit gehen wir zum Abgeben und anschließend frühstücken. Wir bestellen uns das „Da Big Breakfast“, mit Rührei, Toasts, Marmelade, Speck, dazu eine Portion French Fries und einen Kaffee Dafür zahlen wir $ 22,-.

Gut gestärkt ziehen wir um 7.50 Uhr weiter. Der Security Check ist problemlos, Michis C-Flex-Gerät wird, wie fast immer, einem Sprengstofftest unterzogen.

Mittlerweile ist es 8.25 Uhr, wir sind bereits bei Gate 25, wo uns José mit seiner im Rollstuhl sitzenden Schwiegermutter schon zuwinkt.

Er stellt uns seiner Schwiegermutter vor. Wir plaudern ein wenig und dann geht’s auch schon ans Boarden.

Das Boarding geht sehr rasch vor sich. Bereits um 8.58 Uhr werden wir zurück geschoben und schon sind wir auf der Startbahn unterwegs. Vorhin hat es geschüttet, jetzt regnet es fast nicht mehr.

 

ICH WILL NICHT WEG VON BIG ISLAND!!!!!!!!!! ES IST MEINE INSEL!!!!!!!!

 

Wir fliegen über Maui, fast direkt über Lana’i, rechterhand ist Moloka’i.

Um 9.30 Uhr sehen wir bereits Honolulu, allerdings sollen wir erst um 10.10 Uhr landen. Bleibt die Frage offen, ob wir bis dahin einen Sightseeing-.Flug über O’ahu angeboten bekommen

Um 9.42 Uhr landen wir!! Wir sind in Honolulu

Unsere Koffer sind rasch hier und um 10.08 Uhr, also zu einem Zeitpunkt, an dem wir noch gar nicht gelandet sein sollen, sitzen wir bereits im Shuttle. Er ist punktgenau gekommen. Wir fahren wieder zu Alamo.

Dort geben wir unseren Wunsch, einen Jeep mit Hardtop, bekannt. Draußen steht ein roter, wird uns mitgeteilt, ok, kein Problem.

Wie Und wieviel müssen wir für das Upgrade zahlen Wir werden doch nicht einfach ein kostenloses Upgrade bekommen und dann noch stillschweigend

Die Lady füllt den Vertrag aus und legt ihn diesmal Michi zur Unterschrift vor, denn er hat ausnahmsweise seine Kreditkarte verwendet, weil er Meilen sammeln muss.

Michi will schon zum Unterschreiben beginnen, aber ich erhebe heftigen Einspruch
„Es stimmt etwas nicht, unterschreib’ jetzt auf keinen Fall“. „Warum nicht?“ „Weil $ 400 drauf stehen und das ist das Upgrade nie und nimmer wert“.

Ich frage die Lady, wofür die $ 400 sind und warum sie zuvor nichts davon erwähnt hat und bekomme zumindest eine Teilantwort: Die $ 400 sind das Upgrade auf einen 4-door-Hardtop-Jeep. Einspruch! Auf den 4-door legen wir keinen Wert, nur auf das Hardtop. Tja, aber einen 2-door mit Hardtop hat sie nicht, also müssen wir, wenn wir Hardtop wollen, einen 4-door nehmen und der kostet eben $ 400 mehr.

Jetzt beginnt eine Diskussion in der Art Länge x Breite x Höhe

Ich weise darauf hin, dass wir im Juni 2010 $ 11 pro Tag für das Upgrade bezahlt haben und selbst Maui, die teuerste Insel, war nicht annähernd so teuer wie das jetzige Upgrade – mein Einspruch ist wirklich ganz schön vehement!

Weiter gehen die Verhandlungen, die Lady ist nicht sehr willig!
Sie erklärt, dass der 4-door-Jeep mit Hardtop bei einer Neubuchung $ 190/Tag kosten würde, wir haben den 2-door-Jeep gebucht und bezahlt, dafür habe sie ohnehin $ 90 abgezogen und daher sind es für 4 Tage eben 4 x $ 100, also $ 400.

Nein!!! Nicht so mit uns, wir lehnen ab, was die Lady veranlasst, neuerlich zum Rechnen zu beginnen, anscheinend sieht sie das mögliche Upgrade schon als verloren an. Beim zweiten Rechendurchgang kommen $ 65/Tag heraus. Wir lehnen wiederum ab Ich erkläre ihr, dass es unser zehnter Urlaub auf Hawai’i ist, wir nachweisbar ausnahmslos Alamo-Autos buchen, diesmal sind wir acht Wochen wiederum nur mit Alamo-Jeeps unterwegs, sie möge das überprüfen – diesen Aufpreis akzeptieren wir jedenfalls nicht

Daraufhin bespricht sie sich mit ihrer Managerin. Witzig, diese hat einen Anstecker auf ihrem Oberteil, auf dem steht „I made somebodys day!“. Sie blickt in den Computer und sagt, sie kann uns den Managerpreis geben, das wären $ 25/Tag, also für 4 Tage $ 100. Zwar immer noch viel, aber dem stimmen wir jetzt zu

Schließlich nehmen wir den 4-door-Hardtop-Jeep in Empfang, der in tadellosem Zustand ist und innen ein neues Design hat. Am Tacho hat er 4.904 Meilen. Es gibt keinerlei Kratzer oder sonstige Beschädigungen, auch die Reifen sind einwandfrei.

Flugs fahren wir zu „unserem“ Hotel, dem Pacific Monarch Hotel im der Kuhio Ave.

Der junge Mann hinter der Rezeption sieht uns bei der Tür hereinkommen und ruft „oh, welcome back!“.

Wider Erwarten können wir sofort das Zimmer beziehen und dieses ist im 7. Stock. Es ist ebenfalls völlig neu eingerichtet, der einzige Fehler: Der Safe funktioniert nicht.

Ich räume inzwischen die Koffer aus, während Michi bei der Rezeption anruft. Es käme sofort jemand. Auf dieses „sofort“ warten wir eine ganze Stunde, in der Zeit fragt Michi wiederum nach, aber wir haben keine Lust, noch mehr Zeit zu vertun und fahren, mit unseren kleinen Rucksäcken bewaffnet, hinunter. Bei der Rezeption geben wir Bescheid, dass immer noch niemand hier war und wir jetzt aber weg gehen.
Der junge Mann hinter der Rezeption fällt fast in Ohnmacht, da er dachte, das sei längst erledigt.

Er telefoniert gleich nochmal, aber wir gehen

Es ist 12.30 Uhr und wir fahren ins Ala Moana Shopping Center. Zuerst sind wir auf der Suche nach etwas Essbarem, außerdem haben wir riesigen Durst, ein Diet Coke muss her

Im Handumdrehen sind wir in der Fressmeile und sehen uns um. Für mich völlig unerwartet kommt Michis Frage „essen wir jeder separat oder wieder gemeinsam?“ Ähem, wir bestellen doch nahezu immer nur eine Portion, die wir uns teilen, was soll die Frage oder steckt irgendein Hintergedanke dahinter

Wir einigen uns, wieder eine Portion zu teilen und bestellen bei der Lahaina Chicken Company eine Scheibe Beef mit Cole Slow, Nudelsalat mit Soya-Sauce sowie Reis mit Erbsen für Michi, dazu ein großes Diet Pepsi und wir zahlen $ 12.47

Wir bekommen nur ein Essbesteck, obwohl wir deutlich zu verstehen gegeben haben, dass wir zwei brauchen. Naja, dann bekommen wir eine zweite Gabel, aber immer noch kein zweites Messer, das nehme ich mir dann selbst
Auch Servietten werden nur auf Anfrage heraus gegeben.

Anschließend kauft sich Michi beim Coffee Bean einen doppelten Espresso um $ 2,25.

Kurz vor 14 Uhr fahren wir nach Mililani.

Während des Diktierens auf meinen Voice Recorder geben dessen Batterien schon wieder den Geist auf, aber ich habe ja Ersatz

Wir zockeln auf dem H1 dahin und stehen um 14.30 Uhr irgendwo in der Nähe von Pearl City bei einem Einkaufszentrum vor einem Starbucks. Michi hat nämlich die zweifelhaft gute Idee, vom H2 abzufahren. Ich wollte nicht, aber Chef ist Chef

Nun sind wir im Laniakea Plaza am Kauku Blvd., nach dem Genuss eines Kaffees vom Starbucks fahren wir am H 2 North Richtung Mililani weiter.

Schon sind wir beim Exit 5B, Mililani Town. Wir müssen auf eine Brücke hinauf und quer über den H1 in Richtung Westen.

Und schon biegen wir linkerhand zum Mililani Town Center ab. Jetzt ist nur mehr die Frage, wo ist der WalMart. Dieses Town Center ist riesengroß.
Kurz darauf sichten wir den WalMart und schon sind wir auf der Zielgeraden.

Beim WalMart ergattere ich Wanderschuhe, aber nicht mit Schuhbändern, sondern mit Ratsch-Verschluss.
Zusätzlich sind sie noch mit „wide“ deklariert, was für meine „Nene-Füße“, wie Michi sie nennt, gerade richtig ist.
Auf der Rückfahrt nach Honolulu geraten wir in den Stau.

Unter einer Brücke „wohnen“ unheimlich viele Leute! Mein Gott, wie schrecklich

Um 16.30 Uhr parken wir uns beim Aloha Tower Market Place ein. Die Lady sagt sofort „don’t forget the validation“. Klar, machen wir.
Auch am Aloha Tower Market Place hat mittlerweile das eine oder andere Geschäft geschlossen. Insgesamt ist es sehr ruhig hier, obwohl es kurz vor 17 Uhr ist. Immerhin hat der Gordon Biersch noch offen.
Wir schätzen, dass ein Drittel der Läden geschlossen sind.

Für M. und E. und all die anderen haben wir noch keine Mitbringsel.

Nach dem Genuss von ein klein wenig Eis und dem Überlegen, was wir denn für die Canarios an Souveniren mitbringen könnten, sind wir immer noch zu keinem Entschluss gekommen.

Wir werfen den Hut darauf, gehen zum Jeep und parken uns um 18.30 Uhr am am überdachten Parkplatz beim Ward Center ein.

Wir kaufen für T. eine Sauce und fahren nochmal zum Ala Moana SC ein. Ich bin fix und fertig und habe heute noch nicht mal einen halben Liter Flüssigkeit zu mir genommen.

Im Ala Moana SC kaufen wir als Erstes zwei Halbliterflaschen Diet Coke , auch Michi ist sehr durstig und die Flaschen sind rasch geleert.

Dann geht die lange, lange Suche nach Mitbringsel weiter. Letztendlich sind wir aber erfolglos!

Wir latschen hin, wir latschen her, jedes einzelne Stockwerk, es ist zermürbend. Ich hätte schon so vieles entdeckt, aber das gefällt Michi nicht. Daher frage ich ihn, was er denn vorschlagen würde, aber das weiß er selbst nicht. Es ist wirklich nicht leicht

Schließlich kaufen wir beim Foodland ein und ergattern im Pacific Monarch den letzten Parkplatz.

Es folgt, wie jeden Tag, das Überspielen der Fotos und des einzigen Film des Tages.
Anschließend verspeisen wir noch etwas Obst, schmeckt hervorragend.

Wir überlegen, was wir morgen tun und uns reizt es sehr, in die Wai’anae Mountains zu fahren, wenn es das Wetter zulässt.

Um 23.30 Uhr gehen wir ins Bett

Sleep well!