Mittwoch, 21. 7. 2010

Um 7 Uhr reißt uns der Wecker aus den Träumen. Mir kommt das genau Recht, denn mein Traum ist alles andere als schön oder süß, er ist ein Albtraum
Nach dem ersten Weckerläuten sind weder Michi noch ich wirklich gewillt, aufzustehen und schlummern noch ein wenig weiter. Ja, es ist Urlaub!!

Doch dann springe ich auf und richte unser Frühstück.

Um 8 Uhr wecke ich Michi und wir frühstücken wiederum gemeinsam auf dem Balkon

Die Sonne scheint vom strahlend blauen Himmel, nahezu keine Wolke ist sichtbar und auch jetzt – um 9.40 Uhr – sehe ich Richtung ’Iao Valley immer noch keine Wolke

Am heutigen Plan steht die Umrundung der West Maui Mountains, aber mal in der entgegengesetzten Richtung.

Um 10 Uhr starten wir. Es ist unwahrscheinlich heiß.

Gegenüber des Hotels ist die Shevron-Tankstelle, bei der wir noch tanken möchten.
Die Ampel beim Hotel steht auf rot, also ist erst mal warten angesagt.
Sie springt auf grün um und ich fahre geradeaus, um dann sofort rechts zur Shevron abzubiegen. In diesem Moment kommt von gegenüber ein Linksabbieger, der sich überhaupt nicht darum kümmert, dass ich grün habe, er hat rot Beinahe kommt es zum Zusammenstoß, den ich durch eine heftige Notbremsung glücklicherweise verhindern kann. Puhhh!!! Der Tag fängt ja gut an…

Kaum sind wir bei der Tankstelle, spricht uns eine Lady an, die offensichtlich den Vorfall beobachtet hat und sagt zu mir „hey, you did a very good job!“

Der Jeep ist voll getankt und wir fahren weiter, allerdings nicht direkt Richtung Lahaina, sondern wir möchten unbedingt wieder mal ins ’Iao Valley, solch einen blauen Himmel hat man dort nicht allzu oft

Um 10.20 Uhr stehen wir am Parkplatz des ’Iao Valley. Es ist das herrlichste Wetter, das man sich vorstellen kann und wir ergattern den letzten Parkplatz.

Zugang ist von 7am bis 7pm gestattet. Parken ist ohne Gebühr.

Zu Beginn sind rechterhand Heliconias zu sehen, die wunderschön blühen.

Die ’Iao Valley ist herkömmlicher Weise auch unter diesem Namen bekannt. Der traditionelle Name für den 2.250 Fuß hohen Peak ist „Kuka’emoku“. Diese Spitze ist als der "phallische Stein of Kanaloa" bekannt. Kanaloa ist ein hawaiischer Gott des Ozeans. In Kriegszeiten wurde die Spitze als Lookout benutzt.

Wir fotografieren und filmen das ’Iao Valley ausgiebig.

Nun gehen wir wieder ein paar Stufen zurück, allerdings rechts herum, da wir auf diesem Weg in den Regenwald kommen.

Hier wachsen Ti-Pflanze, Ginger und zahlreiche Laubbäume. Wir gehen fast ausnahmslos im Schatten, was sehr angenehm ist.

Neben uns fließt der ’Iao Stream. Einige Erwachsene und Kinder baden darin und kreischen vor Lust und Freude.

Wahrscheinlich nicht wirklich erlaubt, schneidet eine junge Frau Heliconias und Philodendron-Blätter ab.

Auf solch ein Philodendron-Blatt komme ich später noch zu sprechen

Wir gehen über zahlreiche Stufen wieder hoch.

Michi will sich um den weiteren Abstieg drücken, aber ich kann ihn doch überreden

Noch einmal der 'Iao Stream.

Hier unten wachsen Taro- sowie rote und grüne Ti-Pflanzen.

Darf ich vorstellen? Eine Bananenblüte.

Es steht auch eine hawaiische Hütte hier und wir können uns kaum trennen.

Wann waren wir zuletzt bei solch schönem Wetter im ’Iao Valley Ich will nur ganz nebenbei erwähnen, dass es 36,6° C hat

Jetzt aber schnell zum Hotel zurück. Im Moment haben wir nur das kleine Stativ mit, möchten aber für den Rest des Tages das große Manfrotto mitnehmen.

Nanu? Wer hat uns denn ein Philodendrot-Blatt spendiert?

Also Stativ getauscht und weiter geht’s.. Keine Ahnung, warum ich dann Richtung Waihe’e und nicht Richtung Kihei abbiege…
Auch egal, umgedreht und den kleinen Lapsus korrigiert

Kurz darauf sind wir am Ho’oapiilani Hwy. Nach wie vor ist strahlend blauer Himmel. Über dem Haleakala liegt ein kleines Wolkenkränzchen.

Schon in der Gegend von Ma’alaea ist es rechterhand sehr trocken. Alles ist mittel- bis dunkelbraun. Es wächst praktisch gar nichts mehr. Die Bäume tragen keine Blätter, die Stämme und Äste sind silberweiß.

Linkerhand ein schöner Blick nach Kaho’olawe und das Atoll Molokini.

Wir sind beim MM 9 und sehen Brandspuren des Großfeuers von diesem Jahr.

Und nun machen wir etwas, was wir meiner Erinnerung nach noch nie getan haben: Wir lassen Lahaina einfach links liegen und fahren am Hwy. 30 nordwärts weiter.

Erst mal ist der Stau, verursacht durch die Großbaustelle, zu überwinden.

Kurz nach Lahaina endet auch die Baustelle und wir fahren zügig mit 40 mph weiter.

Wir erreichen die Hotelburgen von Ka’anapali, lassen sie aber links liegen.

Nach nicht sehr langer Weiterfahrt biegen wir linkerhand nach Kahana ein und möchten das Kahana Gateway Shopping Center auskundschaften, vielleicht gibt es einen Espresso.

Wenn man bedenkt, dass Hochsaison ist und wieviel Vermietobjekte für Touristen hier stehen, ist bedenklich wenig los. Kaum jemand ist auf der Straße, auf dem winzigen schmalen Kahana Beach sind nur wenige Leute im Wasser, noch weniger am Strand – sehr ungewöhnlich.

Das Kahana Gateway Shopping Center ist eine einzige Enttäuschung und wir fahren am Hwy. 30 in nördliche Richtung weiter.

Nur eine Minute später zweigen wir links zum Napili Plaza Shopping Center ab.

Auch hier sind schon zahlreiche kleine Läden geschlossen, unser Coffee Store glücklicherweise (noch) nicht.

Wir bestellen zwei doppelte Espresso Man kann Kaffee auch in Säcken zu ½ Pfund verpackt kaufen, von $ 18,90 für den Kaua’i Coffee und das Pfund bis zu $ 37,95 für Kona Peaberry, nicht gerade wohlfeil.

Im Maui Taco genehmigen wir uns einen Lahaina Burrit.
Das Soda kostet $ 2,25, das Taco $ 7,95. Beim Soda ist free refill und damit gehen wir zum Auto.

Nach relativ kurzer Fahrt biegen wir linkerhand in die Office Rd. ein. Sie führt durch eine Allee von Norfolk Pinien hindurch.

Vorbei am Honolua Store und Kapalua Villas fahren wir Richtung Meer.
Zwischen den Bäumen erscheint linkerhand Moloka’i.

Am Ende der Office Rd. fahren wir rechts. Kurz darauf parken wir uns ein, schnappen unsere Rucksäcke und gehen Richtung „Dragon’s Teeth“, also zum Meer. Es ist kein Weg in dem Sinn zu erkennen, wie man vielleicht erwartet.

Rechterhand befindet sich die Honokahua Burial Site, der öffentliche Zugang ist verboten.

Beim Weitergehen Richtung Meer können wir schräg rechts vorne bereits „Dragon’s Teeth“ erkennen.
Ist doch eine schöne Bucht, oder? Allerdings sollte man die Wellen nicht unterschätzen, auch wenn sie auf dem Foto nicht so gut heraus kommen.
Dort angekommen müssen wir, da wir Flip Flops tragen, ein wenig Acht geben, wenn wir über das Lavagestein gehen.

Obwohl ich sehr aufpasse, knicke ich mit meinem rechten Fuß um und kann einen Sturz nur in der allerletzten Sekunde verhindern. Trotzdem blute ich ein wenig, weil ich etwas unsanft am Lavagestein angekommen bin.

„Dragon’s Teeth“ sind eigentlich ein sehr schönes Fotomotiv, aber wir müssen mit dem Fotoapparat und dem Camcorder höllisch aufpassen, denn schneller als gedacht sind die Linsen mit Meerwasser voll gespritzt.

Nach einiger Zeit kehren wir zum Auto zurück. Vom Parkplatz fahren wir wieder die Office Rd. entlang und sind schließlich am Hwy. 30 Richtung Norden unterwegs. Nach dem Cola light mit dem free refill sind wir nun auf der Suche nach einer Toilette. Es ist aber gar nicht so einfach.

Bei der Bridge vor der Honolua Bay, kurz vor MM 33, gibt es linkerhand unter den Bäumen am Parkplatz zwei Plastiktoiletten

Erleichtert geht es weiter. Kurz nach dem MM 40 parken wir uns linkerhand beim ausgeschilderten Ohai Trail ein. Diesen soll man laut des Revealed Buches entgegen des Uhrzeigersinns laufen, ansonsten sei er nicht so schön.

Wir legen unsere Wanderschuhe an, schnappen unsere Rucksäcke sowie die Foto- und Filmausrüsutng und ziehen los.

Der Trail ist nur zu Beginn – bis zum Aussichtspunkt linkerhand – behindertengerecht ausgebaut.

Wir gehen jedoch sofort nach dem Ohai-Schild rechts auf Naturboden weiter.

Nach nur einer Gehminute kommen wir zu einem Schild mit Pfeil nach links und Pfeil nach rechts – wir gehen rechts.

Beidseits des Weges wächst niedriges Buschwerk, der Trail ist ca. 1 m breit. Fast ständig haben wir eine sehr schöne Sicht auf den Pazifik und immer wieder sehen wir kleine Hügel und gegenüber auch den Trail.

Es dauert nicht sehr lange, erreichen wir eine Stelle, von der der weitere Weg mit beidseits Lavasteinen begrenzt ist. Anschließend geht es etwas bergauf.
Es weht ein ziemlich starker Wind, den wir als angenehm empfinden.

Wir sind sehr froh, dass sich eine Wolke vor die Sonne geschoben hat, denn Schatten gibt es ansonsten keinen.

Fast unmerklich führt der Trail ganz sanft bergab.
Wir kommen um eine Kurve, wo der Pu’u Koa’e sehr schön zu sehen ist.

An heißen Tagen ist unbedingt für Sonnenschutz zu sorgen. Theoretisch ist der Trail Flip Flop-tauglich, ich empfehle aber leichte Wandersandalen.

Der Trail durch dieses meist sehr niedrige Buschland ist wunderschön, die Sicht ist fantastisch Wenn man Zeit hat, sollte man diesen Trail unbedingt laufen.

Schließlich erreichen wir eine kleine Bank, die zwischen zwei kleinen Hügeln oberhalb des Pazifiks steht. Hier verweilen wir etwas, nehmen ein paar Schluck Wasser und überlassen anschließend die Bank einem jungen Pärchen, das soeben gekommen ist.

Wir haben mittlerweile den meisten Weg entlang des Pazifiks hinter uns, der Ausgangspunkt ist schon in Reichweite und in Kürze sind wir beim Auto.

Doch die wenigen Schritte zum Aussichtspunkt legen wir auch noch zurück, ehe wir zum Auto gehen.

Wir sind nun auf dem nur mehr mit einem Auto befahrbaren Teil des Kahekili Hwy.s angelangt. Vorhin war das Schild „End of State Highway“.

Leitplanken haben stellenweise keinen Platz mehr, deswegen wurden sie eingespart, sie würden auch nur stören

Wir fahren durch Old Kakakuloa Village durch und unsere Erlebnisse vom 29. September 2007 werden wieder wachgerufen.
Wirklich breit ist der Kahekili Hwy. an manchen Stellen nicht

Bei Curley’s Fruitstand angekommen, stellen wir den Jeep ab. Ausführlich begutachten wir den Fruchtstand, der seit dem Diebstahl unserer Sachen aus dem Jeep geschlossen ist. Plötzlich kommt von der Wailuku Seite ein schwarzer Pickup und fährt rasch zu Curley’s Haus hinunter.

Wenn ich mich nicht irre, wurde damals – Ende September 2007 – ebenfalls solch ein dunkler/schwarzer Pickup von jenem Pärchen gefahren, wo die junge blonde Frau höchstwahrscheinlich Curley’s Tochter ist und er – der zukünftige (?) Schwiegersohn ist der Hawaiianer.

So, genug davon, weiter geht’s. Wir fahren ein wenig weiter und zweigen zum Trailhead des Waihe’e Ridge Trails ab.
Hier beim Trailhead ist zu Beginn ein Gate, an das ich mich überhaupt nicht erinnern kann. Das Gate ist von 7am bis 6pm geöffnet.

Am Wegesrand sehen wir die eierförmig aussehenden Lilikois, also die Passionsfrüchte. Nach dem Ernten von zwei reifen Stück fahren wir zum Hotel.

Wir bringen unsere großen Rucksäcke sowie das ganze Foto- und Filmzeugs in die Suite, schnappen unsere kleinen Rucksäcke und fahren zum Foodland. Der Einkauf ist rasch erledigt. Wir kaufen u. a. ein Knoblauchbrot (ähnlich einem Baguette) um 99 Cent.

Das sehen wir uns genauer an und schneiden es in der Mitte durch. Mhhhh! Dick mit Knoblauchcreme bestrichen. Portionsweise ab damit in die Mikrowelle.

In der Abenddämmerung genießen wir unser Abendessen am Balkon

Anschließend folgt der technische Teil. Wir überspielen die Fotos, die Videofilme, die Daten vom GPS und vom Voice Recorder.

Ein wunderschöner Tag geht zu Ende Mal sehen, was der morgige Tag bringt.

Sehr früh, nämlich um 22.45 Uhr, gehen wir ins Bett