Freitag, 16. 7. 2010

Irgendwie ist das Aufwecken heute anders. Kein schrillendes Handy reißt mich aus meinen süßen Träumen, nein-nein

Falsch gedacht!
Ganz vorsichtig weckt mich Michi auf

24 Jahre sind wir jetzt verheiratet, keinen Tag möchte ich missen, keine Sekunde

Während dessen wir unser Frühstück zubereiten, gibt es draußen einen Regenguss, der uns einen gedanklichen Strich durch die Rechnung macht

Wir frühstücken trotzdem am Balkon, es hat in der Zwischenzeit zum Regnen aufgehört, aber nur kurz, dann schüttet es erneut und nach nur wenigen Minuten Pause der nächste Regenguss.

Ehe der vierte kommt, laufen wir zum Auto.

Um 10 Uhr fahren wir Richtung Norden, wir möchten den Hanalei-Okolehao Trail noch mal laufen

Leicht verzweifelt sehen wir in die Richtung der Anahola Mountains, wo die Wolken bis zum Boden reichen

Richtung Princeville hatten wir uns Besserung erhofft, es sieht aber gar nicht danach aus.
Im Gegenteil: Wir fahren durch Dauerregen
Linkerhand sind keine Anahola Mountains zu sehen

Wir stehen beim Princeville Shopping Center und blicken in Richtung Süden, aber wir sehen nur schwarzen Himmel.

Unser Trail dürfte im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser fallen.

Allerdings hört es zum Regnen auf und wir vertreten uns im Shopping Center etwas die Füße und ich entdecke wunderschön Blühendes.

Michi gönnt sich bei Lappert’s Icecream einen doppelten Espresso

Nun noch ins Foodland, das nicht ganz so groß wie jenes in Kapa’a ist. Unser Wunsch ist unerfüllbar: Eine mittelgroße Flasche Cola light ist einfach nicht zu bekommen

Also gut, wir fahren wieder Richtung Süden, zumal es schon wieder zu regnen beginnt.
Mistwetter

Auf der Rückfahrt regnet es unterschiedlich stark, ab und zu gibt es eine kurze Regenpause. Rechts steht ein Cabrio, dessen Fahrer sich bemüht, das Verdeck zu schließen.

Links Richtung Meer ist blauer Himmel zu erkennen, rechterhand sieht man nach wie vor keine Berge.

Nach einem elendslangen Stau, der schon vor Kapa’a begonnen hat, stehen wir nun beim Lookout zu den Opaeka’a Falls. Über unseren Köpfen ist blauer Himmel, ansonsten ist es stark bewölkt.

Die Falls sind genauso gering wie unlängst, die vermehrten Niederschläge machen sich nicht bemerkbar.

Ich schieße ein paar wenige Anstandsfotos, dann ziehen wir wieder von dannen.

Kaum sitzen wir im Auto, beginnt es schon wieder zu regnen. Langsam geht uns das Wetter auf den Geist

Nach nicht sehr langer Fahrt parken uns in unmittelbarer Nähe vom Kaua’i Museum in Lihu’e ein.

Beim Eingang sitzt eine Lady, die uns sofort den Fotoapparat und den Camcorder verbietet. Auch die Mitnahme im Rucksack ist nicht erlaubt. Unfreiwillig müssen wir diese Gegenstände abgeben und bekommen dafür eine kleine Karte, auf der die Nummer des „Safes“ steht und zusätzlich einen Schlüssel. Zusätzlich müssen wir versichern, dass wir keine Handys dabei haben.
Der Eintritt kostet für Erwachsene unter 65 Jahre $ 10.

Wir sehen uns einen einstündigen Film über die Besiedlung der Hawai’i-Inseln durch die Polynesier, sowie die Geschichte und den Verlauf der Amerikanisierung an.
Es ist ein sehr guter Film. Hat man sich zuvor überhaupt nicht mit der Geschichte Hawai’is befasst, ist man vermutlich mit dem Film überfordert, weil man teilweise die Zusammenhänge nicht begreift.

Anschließend sehen wir uns die Ausstellungsstücke in der Kaua’i-Abteilung an, es ist sehr interessant und es wurde etliches zusammen getragen.

Auf den zwei Stockwerken gibt es sehr viel Wissenswertes zur Geschichte Kaua’is zu sehen, sodass wir uns trotz der viel zu niedrig eingestellten Klimaanlage viel Zeit lassen, um alles genau zu studieren.

Schließlich verlassen wir das Kaua’i Museum.

Beim Big Save kaufen wir eine Cola light und verspeisen im Jeep den Inhalt einer Dose Würstchen. Anschließend fahren wir zur Nawiliwili Harbor Mall.

Diese Mall hat nicht besonders viel zu bieten, einen Espresso schon gar nicht, daher fahren wir weiter.

Das einzig Erwähnenswerte an dieser Harbor Mall ist ein Shop, in dem es Modellautos aus Blech und Gussaluminium gibt, auch Züge, Waggons usw., in allen möglichen Größen. Eine Art Spielwarengeschäft für Modellbaubegeisterte.

Anschließend schlendern wir durch das Oceanfront Shopping Center und könnten unheimlich viele Hemden, Hosen, Flip Flops, Hüte usw., usw. kaufen, aber keinen Espresso. So etwas gibt es hier nicht.

Stattdessen könnten wir Surflessons oder auch andere Lessons nehmen, aber das wollen wir nicht.

Wir pilgern an ein paar Hotels vorbei, die von außen alles andere als hübsch aussehen. Allen voran ist das Marriott besonders hässlich.

Schlussendlich gehen wir wieder zum Auto und fahren nach Kapa’a.

Wir parken uns im Waipouli Town Center in der Nähe vom Coffee Bean ein

Nach einem doppelten Espresso für Michi und einem Capucchino für mich sind wir wieder am Hotelparkplatz.

Wir tragen alles, was sich im Auto befindet, ins Zimmer, denn heute muss ich die Koffer fertig packen. Morgen früh um 9.20 Uhr ist Abflug Richtung Maui.

Wir schnappen unsere Schmutzwäsche, ziehen Badehose bzw. Bikini an, wickeln uns das Pooltuch um den Körper und gehen zur Laundry. Kaum ist die Wäsche in der Maschine, stürzen wir uns in den Pool. Das hat was

Anschließend legen wir uns auf die Liege, dunkle Wolken verdecken die Sonne, doch es ist angenehm warm und es regnet noch nicht.

Es dauert nicht lange, ist die Wäsche fertig, wir geben sie in den Trockner und gehen ins Zimmer, da es draußen mittlerweile zu kalt ist.
Nach knapp einer Stunde ist die Wäsche trocken und rasch zusammen gelegt. Ich packe die restlichen Sachen in den Koffer.

Dann erfolgt noch das Überspielen der Fotos und Filme sowie der Sequenzen des Voice Recorders.

Morgen stehen wir wieder mal früher auf und ab nach Maui

Erfolgreich schaffen wir es, erst zu Mitternacht ins Bett zu gehen