Montag, 5. 7. 2010

Um 5 Uhr läutet das Handy. Nach der Morgentoilette gebe ich die allerletzten Dinge ins Handgepäck, ansonsten ist alles fertig.

Es ist nun 5.30 Uhr, um 5.45 Uhr sollten wir abfahren. Mal sehen, ob wir das schaffen.

Tatsächlich – pünktlich um 5.40 Uhr rollen wir unsere Koffer zum Jeep. Während ich die Koffer in den Jeep hieve, geht Michi zur Rezeption und checkt aus. Ich hole ihn der Einfachheit halber mit dem Auto vor dem Hotel ab, so ist es zumindest ausgemacht, aber er kommt nicht und kommt nicht und kommt nicht…

Grund ist, dass ein neuer Herr hinter der Rezeption tätig ist, er kennt sich nicht wirklich gut aus. Die Rechnung zu drucken ist nicht möglich, dazu sei es zu früh. Er druckt stattdessen irgendeinen Beleg aus, mit dem wir aber nichts anfangen können, da kein Betrag darauf steht.

Es ist 5.50 Uhr und wir fahren zum Airport. Erfreulicherweise ist der Highway ziemlich leer und so kommen wir rasch voran.

Am H 1 benutzen wir den Exit 18 für die Abfahrt Richtung Airport und anschließend fahren wir so lange entlang, bis linkerhand die Ohohia Street ist, in diese biegen wir ein.

Bei Alamo ist es diesmal etwas anders, denn sie haben sich eine neue Schikane einfallen lassen: Man darf zwar sofort das Gepäck aus dem Auto nehmen, aber dann muss man ins Gebäude hinein gehen und sich in der Schlange anstellen,
Die Lady hinter der Theke liest nur noch mal den Mietvertrag durch und mit den Worten „you’re done, Mam“ dürfen wir uns verabschieden.

Der Alamo Shuttle steht bereit, wir wuchten unsere Koffer hinein und dann uns auch noch dazu. Der Shuttle Bus ist voll besetzt.

Am Airport ist wieder Self Checkin an der Reihe. Ein Angestellter kommt auf uns zu und fragt, ob er behilflich sein kann. Nun ja, eigentlich nicht, aber noch ehe wir das sagen können, hebt er unsere Koffer, sieht uns an uns stellt fest „oh, I see, you’re international traveler“ und geleitet uns zu einem Schalter, wo wir wie gewohnt einchecken. Hier müssen wir nur die Picture ID vorweisen, mehr nicht.

Nach heutigem Stand darf ein „international traveler“ 2 x 70 Pfund auf innerhawaiischen Flügen kostenlos einchecken. Ich wusste es zuvor schon, aber jetzt ist es bewiesen.

Endlich sind wir unser Gepäck los und stellen uns für den Security Checkin an. Dieser geht sehr flott und ich darf sogar meine Flip Flops ausziehen, ich könnte darin schließlich Sprengstoff versteckt haben

Anschließend gehen wir zum „Stinger Ray’s Tropical Bar and Grill“, um uns ein Frühstück zu genehmigen

Wir gönnen uns das Ali’i Breakfast, zusammen mit zwei Kaffee von der dünnen Sorte bezahlten wir insgesamt $ 27,60. Das Frühstück selbst ist exzellent, da kann man nicht meckern: Viel Eierspeise, viel gebratener Speck (nicht nur zwei Scheibchen), Michi wählt Reis, ich Kartoffeln.

Um 7.40 Uhr gehen wir zu Gate 57 und belegen kurz darauf die Sitzplätze 24 A und 24 B, die sich auf der linken Seite des Fliegers befinden. Unser Fluggerät ist eine Boeing 717.

Um 8.20 Uhr heben wir ab, auf geht's nach Kaua'i.

Bereits um 8.43 Uhr landen wir in Lihue

Bei Alamo geht alles sehr rasch. Wir graden auf einen 4-door-Jeep ab, das kostet uns $ 11/Tag und suchen uns am Parkplatz einen Jeep aus. Wir wählen einen grellgelben. Links hinten ist er bei der Nummerntafel leicht beschädigt, das geben wir bekannt.

Umgehend fahren wir zum Islander on the Beach in Kapa’a, wo wir um 9.30 Uhr ankommen.
Es ist wirklich gut, wenn man so einen zeitigen Flug hat, denn da liegt noch der ganze Tag vor einem.

Wie erwartet, können wir um diese frühe Uhrzeit noch nicht einchecken, aber wir können unser Gepäck abgeben. Das Personal macht einen sehr freundlichen Eindruck.
Die wichtigsten Dinge packen wir in die kleinen schwarzen Rucksäcke, die ich gleich obenauf in den Koffer gelegt habe und ziehen Richtung Pt. Allen los.

Doch ganz so schnell geht es nicht, denn ich drehe noch mal um, um die Unterlagen für Interisland Helicopters sowie Blue Dolphin Charters aus den großen Rucksäcken zu holen.
Neben mir kramt ein deutsches Pärchen in ihren Koffern, offenbar packen sie auch Kleinigkeiten aus.
Ungewollt höre ich das Gespräch. Sagt sie zu ihm: „So, da zahlen wir also jetzt $ 258 für zwei Nächte im Standard Room“. – Ich falle fast in Ohnmacht Beinahe hätte ich sie gefragt, wie sie das angestellt haben, denn wir zahlen deutlich weniger.

Kurz darauf sind wir am Hwy. 50 in südliche Richtung. Es ist relativ sonnig, aber teilweise sind über den Bergen starke Wolken sichtbar. Was wir nicht sehen können, ist der Mt. Wai’ale’ale

Doch zwischendurch unterbrechen wir die Fahrt und Michi holt uns in einem kleinen Laden ein Diet Coke , da wir beide am Einschlafen sind. Ich warte in dieser Zeit im Jeep. Michi erzählt, dass die Lady Im Laden von ihm wissen wollte, in welche Richtung wir fahren, denn bei Lihue gibt es einen mächtigen Stau, es ist ein Unfall passiert und es werde ca. drei Stunden dauern, bis sich der Stau aufgelöst hast. Glücklicherweise fahren wir in die entgegen gesetzte Richtung.

Um 11 Uhr parken wir uns vor Interisland Helicopters ein.

Sara ist anwesend, erinnert sich anfänglich nicht an uns, aber als wir ihr erklären, worum es geht und ihr die Mail zeigen, fällt bei ihr der Groschen, äh, der Cent

Nach einigem Hin und Her plant sie uns vorerst für Mittwoch um 8 Uhr ein, d. h., wir sollen um 7 Uhr bereits hier sein, fliegen aber nur, wenn es wirklich klar ist.
Sie wird versuchen, noch zwei andere Leute für diese frühe Uhrzeit zu finden, verspricht uns aber, dass wir auf jeden Fall (!) hinten sitzen werden, wiegt uns ab.
Wenn sie keine weiteren Leute findet, müssten wir den ganzen Heli mieten, wobei Michi meint, dass das ohnehin die bessere Wahl ist.

Entweder ist Ken unser Pilot oder – wenn nicht – dann Robin, aber mit seinem eigenen Heli. Robin lernten wir schon zuvor kennen. Er kommt gerade in dem Moment herein und freut sich schon, uns fliegen zu dürfen, richtig strahlende Augen hat er
Also wer wird jetzt unser Pilot Ken oder Robin Im Prinzip ist es uns egal, Hauptsache, mein großer Wunsch geht halbwegs in Erfüllung.

Sara taut im Laufe des Gesprächs immer mehr auf, ruft schließlich eine Freundin an, die in Lihue wohnt, um sich nach der aktuellen Wetterlage zu erkundigen. Die Freundin sagt jedoch, dass sie die Spitze des Wai’ale’ale nicht erkennen kann, was Sara ein wenig bedauert.

Wir haben das Gefühl – und das täuscht uns eher nicht – dass Sara es uns auch jetzt ermöglicht hätte, zu fliegen, wenn, tja wenn der Mt. Wai’ale’ale frei wäre.
Robin hat heute nämlich nur mehr um 12 Uhr einen Flug und daher wäre das leicht möglich.

Sara wird ihre Freundin am Mittwoch in der Früh anrufen, gibt uns ihre (Saras) Handy-Nummer, damit wir sie – ebenfalls in der Früh, ehe wir ev. von Kapa’a wegfahren – anrufen können, um den aktuellen Status zu hören.
Schließlich disponiert Sara um und meint, sie ruft uns im Hotel an, dann haben wir keine Kosten Die dürften allerdings beim Preis des Helifluges wohl eher nicht ins Gewicht fallen Wenn es am Mittwoch nichts wird, verschieben wir es halt.

Nun gut, heute wird es nichts mit dem Flug, aber wir haben ohnehin nicht wirklich damit gerechnet.

Wir fahren nach Hanapepe, um Kaffee zu trinken, aber das hätten wir uns auch sparen können. Nur selten haben wir solch einen ekeligen Kaffee getrunken!

Weiter geht es Richtung Waimea Canyon. Auf dem Weg dorthin parken wir uns in Kekaha bei dem kleinen Shopping Center ein und zwar bei dem Laden, bei dem das Hemd Größe 28XL heraußen hängt.

Anschließend fahren wir die Koke’e Rd. (=552) hoch. In einer Rechtskurve stoppen wir linkerhand und machen Fotos von Ni’ihau und Lehua.

Der nächste Stopp ist beim Waimea Canyon Lookout. Wettermäßig ist es leider ziemlich stark bewölkt.

Also weiter zum Pu’u Hinahina Lookout. Hier tröpfelt es sogar ein wenig.

Die Fahrt müssen wir kurz unterbrechen, denn die Henne mit ihren Küken sieht zu niedlich aus!

Durch leichten Niesenregen geht es weiter und schließlich parken wir uns vor der Koke’e Lodge ein.

Das Koke’e Restaurant serviert von 9:00 am bis 11:00 am Breakfast, Lunch von 10:00 am bis 2:30 pm, 7 Tage pro Woche. Take away ist bis 3:00 pm.
Zum Frühstück gibt es z. B. dass sogenannte „The Local“, bestehend aus zwei Eiern, Portugiese Sausages oder Schinken, Reis und Toast, kostet dzt. $ 6,95.
Weiters gibt es diverse Salate, z. B. Greek Salad $ 7,75 oder House Salad $ 5,75. Letzterer besteht aus Tomaten und Gurken mit Lilikoi Dressung.
An Suppen gibt es Clam Chowder $ 6,25, Portugease Bean Soup $ 6,25.
Ferner Koke’e Corn Bread $ 3,50, Banana Bread $ 3,25.
An Hauptspeisen wird angeboten: Kalua Pork and Rice $ 7,95, Chicken Wings with House Salad $ 6,95, Chicken and Rice and Vegetables $ 6,95, Hamburger Steak with Rice and Vegetables $ 6,95, Loco Moco $ 6,95, Chili $ 6,75, Chili and Rice $ 7,75, Chili dog $ 7,75.
Außerdem Hot Sandwiches, z. B. Kalua Pork $ 6,95, Barbeque Pork $ 6,95, Koke’e Club $ 7,95, Hot dog $ 3,50.
Cold Sandwiches: Turkey $ 6,95, Ham $ 6,95, Veggie Sandwich $ 7,95
Coffee $ 1,92, Tea $ 1,92, Lilikoi iced tea $ 2,40, Soda, Diet Pepsi u. ä. $ 1,20, mit Becher jeweils $ 0,25 mehr.
Desserts: Lilikoi Cake $ 3,75, Coconut Pie $ 3,75, Carrot Cake $ 3,25, diverse Eiscreme $ 3,50

Michi wählt das Kalua Pork Hot Sandwich, ich die Portugease Bean Soup (schon allein wegen letzterer zahlt sich für mich ein Besuch der Koke’e Lodge aus!), beides schmeckt hervorragend.

Um 14.30 Uhr verlassen wir das Restaurant und gehen zum Koke’e Museum hinüber, um zu sehen, ob es etwas Neues gibt.

Vor uns sind zwei Touristinnen an der Reihe, beide komplett bis zu den Knien verschmutzt.
Diese zwei Damen berichten, dass jemand auf einem Trail (welchem, entgeht uns) verletzt sei, aber das Bein sei bereits hochgelagert und bandagiert.

Im Koke’e Museum haben heute zwei wirklich sehr freundliche, junge Damen Dienst und – man lese und staune – sie wissen sogar über Trails Bescheid! So etwas ist uns in all den vielen Jahren noch nie untergekommen

Wir erfahren, dass der Nualolo Cliff Trail „im Prinzip“ unpassierbar ist, es gäbe aber genügend Touris, die keine Scheu haben und weiter gehen.
Eine der Angestellten erzählt jedoch, dass sie es nicht gewagt und umgedreht habe, die zweite wiederum lief problemlos über die abgerutschte Stelle.

Nun will ich endlich wissen, wie das mit dem Kukui Trail ist, bei dem vor Jahren ein Teil abgerutscht ist und der Trail somit auch nicht passierbar war. Zu unserer großen Freude erfahren wir, dass dieses Trailstück wieder hergestellt wurde.

Wir bedanken uns für die Auskünfte und fahren weiter nördlich.

Meine Hoffnung, dass ab jetzt die Straße vielleicht neu asphaltiert worden sei, wird jäh zerschlagen, denn wir fahren über eine Schlaglochpiste erster Sahne. Es wundert mich, dass dies von den Mietwagenfirmen noch gestattet ist, denn mit „geteert“ hat das bald nichts mehr zu tun.

Beim Kalalau Lookout ist es etwas bewölkt und es nieselt, für ein paar Sekunden kommt jedoch die Sonne hervor. Jetzt aber rasch ein Foto geschossen!

Eine Montbretia, vielfach wird auch noch der alte Name, nämlich Tritonia, verwendet.

Also weiter zum Pu’u O Kila Lookout. Wir warten 15 Minuten und möchten eigentlich ganz gerne aus dem Auto steigen, aber es schüttet dermaßen, dass es uns verleidet wird.
Wir warten und warten und warten und dann, nach längerer Zeit, wird der Regen weniger. Nichts wie hinaus und die vielleicht kurze Zeit nützen

Im selben Augenblick kommt ein Ambulanzwagen mit Alarmblinkanlage und parkt sich hinter uns ein. Sekunden später steigen zwei Herren aus und entnehmen dem Wagen eine Bahre. Da der Parkplatz nicht völlig eben angelegt ist und keine der Herren die Bahre hält, fährt sie ihnen davon, da die Bremsen nicht angezogen sind. Michi eilt hinzu, denn die Bahre ist auf dem besten Weg, gegen ein parkendes Auto zu donnern, was er gerade noch verhindern kann.
Und schon hören wir in der Nähe eine weitere Sirene, diesmal ist es die Feuerwehr. Was ist denn los Was ist passiert Ach, Moment mal, was erzählten vorhin die zwei Touristinnen im Koke’e Museum? Dass jemand auf einem Trail verletzt sei – das wird hier sein

Kurz darauf erfahren wir es: Eine Frau hat sich am Pihea Trail das Bein oder den Fuß verletzt und zwar eine Meile vom Trailhead entfernt.

Vier Feuerwehrmänner gehen mit einer etwas ungewöhnlich aussehenden Bahre (der Name „Transportschale“ wäre wohl richtiger) - die nur ein einziges Rad hat und dieses ist außergewöhnlich breit – den Trail hinein. Sie werden von anderen Leuten gewarnt, der Trail sei sehr, sehr rutschig und gefährlich.
Am Trailhead steht mittlerweile die Bahre aus dem Krankenwagen. So wie es jetzt wieder regnet, ist sie aber in Kürze nass.
Durch den Regen ist der Blick auf das Kalalau Valley längst nicht mehr so schön.

Mir tut die verletzte Touristin leid. Ihr Urlaub dürfte mit dem heutigen Tag gelaufen sein.

Wir gehen zum Auto zurück, fahren zurück und biegen linkerhand (von Norden kommend) in die Mohihi Rd. ein.
Es gibt ein neues Schild, auf dem deutlich „Camp Sloggett“ zu lesen ist.

Die Sonne scheint und die Piste ist offenbar in einem guten Zustand. Aber nicht lange...

Je weiter wir fahren, umso mehr verschlechtert sich das Wetter, es beginnt zu regnen. Trotzdem fahren wir noch einen Teil der Kumuwela Rd., drehen aber dann aus Vernunftsgründen um, denn sie ist eine einzige Schmierseifenpiste.

So, was nun Wir stehen mitten auf der Mohihi Rd. und überlegen hin und her. Petrus nimmt uns die Entscheidung ab: Er dreht den Wasserhahn voll auf und wir fahren daher zurück.

Die wunderschöne Blüte eines Kahiki Gingers. Kaum ein Tourist weiß, wie schädlich und daher unbeliebt die Pflanze auf den Inseln ist. Sie wächst wie Unkraut und überwuchert alles, daher sind auch endemische Pflanzen bedroht.

Über die 550 geht es Richtung Süden, Michi schläft ein wenig.

An jener Stelle, von wo aus man Ni’ihau und Lehua sehr schön sehen kann, legen wir einen kleinen Stopp ein.

Dann fahren wir nach Waimea und halten beim „Big Save“ gegenüber von Wrangler’s Steakhouse, das ein weißes Schild an der Tür hat. Es wird doch nicht geschlossen sein? Gegenüber 2009 mussten auch andere Läden schließen.

Ich gehe über die Straße, um das Schild entziffern zu können. Erfreulicherweise ist Wrangler’s Steakhouse nur heute geschlossen, da der 4. Juli auf einen Sonntag fiel. Heute ist der Ersatz dafür.

Wir sind auf der schon fast verzweifelten Suche nach einem Kaffee, aber überall blitzen wir ab. Von einer Verkäuferin erfahren wir, dass es bei der Shell-Tankstelle eine Cappucchino-Maschine gibt. Mit „¡Muy bien, gracias!“ bedanke ich mich. Ähem… Das war wohl wieder mal die falsche Sprache Dass mir das Spanische immer dazwischen kommt

Also nichts wie auf zur Shell-Tankstelle, wo es tatsächlich Cappucchino und normalen Kaffee gibt

Mit diesem setzen wir uns auf die Terrasse des geschlossenen Wrangler’s Steakhouse und beobachten das Treiben in Waimea.

Auf einmal kommt mir etwas in den Sinn, das wir schon längst erforschen wollten. Ein Blick auf die Uhr zeigt, dass dies jetzt noch problemlos machbar wäre, es ist nämlich erst 18 Uhr.

Worum es geht? Einfach erklärt Gegenüber von Wrangler’s Steakhouse ist „Big Save“, auf dessen Parkplatz auch unser Jeep steht. Unmittelbar links neben „Big Save“ ist die Menehune Road und um genau diese geht es.

Meinen Infos nach ist sie zu Beginn geteert, wird später ungeteert und ist in weiterer Folge auch nicht mehr befahrbar. Dort beginnt dann der Waimea Canyon Trail, über den man ebenfalls in den Waimea Canyon gelangt.

Also los Die Menehune Rd. ist zu Beginn asphaltiert, beidseits stehen ziemlich kleine Holzhäuser, teilweise sind die Häuser aber sehr verfallen, in den Vorgärten sieht es aus – oh Graus

Bald darauf ist rechterhand eine Fußbrücke aus Holz zu erkennen, darunter fließt der Waimea River. Zwischendurch stehen keine Häuser mehr, sodass man meint, ab jetzt sei die Gegend unbewohnt und schon ist auch die Hinweistafel „dead end“ zu sehen.

Kurz darauf erreichen wir bereits das Ende der Straße und parken uns rechterhand neben anderen Autos ein, ein Schild besagt, dass parken verboten ist
Neben uns ist auch ein Lebewesen eingeparkt, nämlich ein Pferd, das an einer langen Leine hängt.

Dieses Pferd will unbedingt gestreichelt werden, was Michi hingebungsvoll macht.

Etwas weiter vorne steht offenbar das letzte Haus, zumindest können wir kein weiteres entdecken.
Ein rundlicher Hawaiianer wirft einen Stecken weit von sich, den ein dort vorhandener Hund wieder zu ihm zurück bringen soll.

Langsamen Schrittes nähern wir uns und hören Musik von Israel Kamakawiwo’ole!!! Ach, ist das schön

Der Hawaiianer sieht uns und winkt freundlich, worauf wir auf ihn zugehen. Sein Oberteil ist ein wenig nass, die Haare wirken ebenfalls so. Ja klar, es ist schon ziemlich warm.
Doch er klärt uns sofort auf: Er war gerade erst im Waimea River baden, deswegen sind seine Haare noch nicht trocken und da er kein Hand- oder Badetuch zum Abtrocknen dabei hatte, zog er die Klamotten über den nassen Körper. Aha, alles klar.

Michi erwähnt, dass uns die Musik von IZ sehr gut gefällt, wir alle CDs haben.
Der Hawaiianer strahlt über das ganze Gesicht und erzählt, dass Israel sein Cousin ist. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich das aufs Erste jetzt mal nicht glaube, dann bin ich nämlich die Schwester von IZ

Was ich nachfolgend über den Cousin schreibe, ist mit seiner ausdrücklichen Genehmigung gestattet, ebenso die Veröffentlichung der Fotos weiter unten.

Nun erfahren wir auch den Namen des Hawaiianers, er heißt Glenn Kapahu. Er nennt sich auch „doorman to the Waimea Canyon“, da sein Haus das letzte in dieser Straße ist und nur wenige Meter nach seinem Haus beginnt der Waimea Canyon. Außerdem ist er für die Hawaiianer der „Guardian Angel“.
Glenn erzählt, dass er 2005 einen Traum hatte. In diesem gab ihm IZ den Auftrag, ein Programm zu entwickeln, um den Drogenkonsum der Hawaiianer, in den auch schon viele Kinder hinein gezogen wurden und immer noch werden, zu bekämpfen.

Glenn startete tatsächlich dieses Programm. Es heißt „In DIS life to brother IZ – stop Ice in Paradise for the future of our keiki’s“ (“keiki” ist hawaiisch und heißt übersetzt “Kind”).

Glenn erklärt uns, dass “in DIS life” auch wirklich “in DIESEM Leben”, in DIESER Generation” heißt und nicht irgendwann später. Sein Cousin IZ ist schon im anderen Leben…

Glenn erzählt, dass er in früheren Jahren zu den Bösen gehörte, die Fäuste waren schneller als die Worte, er nahm Drogen, hatte viele Schwierigkeiten mit der Polizei.

Doch schon seit vielen Jahren hat er sich gewandelt. Jetzt nimmt er sein Leben ernst und möchte seinen Leuten helfen, von „Ice“ wegzukommen, diesem Christal Methamphetamine.

Aber jetzt möchte ich euch Glenn K. Kapahu vorstellen:

Glenn mit seinem Hund un dem End-Ice-Auto

rechts Glenn, links Michi

Wir reden über Gott und die Welt und irgendwann ergibt es sich, dass ich nach dem Waimea Canyon Trail frage.

Glenn erklärt, dass man, wenn man von ihm zu Fuß weiter geht, zuerst bei einer Frau namens Mash vorbei kommt, sie hat dort hinten eine kleine Farm, wo sie jeden dritten Sonntag im Monat ihre Versammlung bezüglich Ice-Programm abhalten.

Er meint, für uns als Hiker wäre es sehr schön, wenn wir von Norden her zuerst den Kukui Trail laufen würden. An dessen Ende, also im Canyon unten, sind es weitere drei Meilen bis zur Power Station, die noch in Betrieb ist und von dort sind es acht Meilen bis zu ihm. Glenn würde also mit uns bis zum Trailhead des Kukui Trails fahren, wir laufen den Trail, er fährt mit unserem Auto zu seinem Haus und stellt es dort ab. Wenn wir dann am Ende des Tages den Trail beendet haben, wäre unser Auto gleich am richtigen Fleck.

Hmmm, hört sich zwar nicht übel an, aber wir haben ein Leihauto, mit dem nur Michi oder ich fahren dürfen. Das wird also nichts

Glenn ist jedenfalls ein sehr netter Mann, darüber sind wir uns einig und das hat jetzt nichts mit seinem Angebot, mit uns zum Trailhead zu fahren zu tun, damit wir dann Stunden später unser Auto bei seinem Haus stehen haben, was wirklich praktisch wäre.

Wir sind die ganze Zeit so sehr ins Gespräch vertieft, dass wir gar nicht merken, dass uns zahlreiche Moskitos stechen.

Zwischendurch streifen die Hunde, die immer wieder in den Waimea River springen und entsprechend nass sind, zwischen unseren Beinen durch und damit hoffentlich ein paar Moskitos ab

Glenn erzählt weiter von seinem Projekt, gibt uns auch einen Prospekt davon sowie seine Visitenkarte und zum Abschluss darf ich noch ein Foto von ihm und auch mit Michi gemeinsam anfertigen und Glenn’s „END ICE Age“-Auto“ muss auch mit drauf.

Zuerst wage ich nicht zu fragen, ob ich die Fotos für meine Homepage und ev. für das Forum verwenden darf, tue es aber doch und ohne mit der Wimper zu zucken sagt Glenn „shure“

Zum Abschied umarmt uns Glenn und bittet uns, in diesem Urlaub noch einmal zu ihm zu kommen und außerdem bleibe sein Angebot mit dem Auto bzw. Trail aufrecht.

Wir sind immer noch fassungslos, dass hier in dieser Gegend ein Cousin von IZ wohnt und dass wir diesen Cousin durch puren Zufall auch noch kennen lernen

Ein Erlebnis, das wir nie vergessen werden

Wieder beim Auto murmelt Michi „Es gibt Dinge, die kann man nur mit ‚Angie’s Tour`s’ erleben“

Wir fahren nach Lihue zurück und sind um 19.30 Uhr im Hotel. So, warme Klamotten angezogen, jetzt geht es zum Foodland!

Doch zuvor noch Fotos von unserem Hotelzimmer, das sich im Haupthaus befindet (= dort, wo auch die Rezeption ist):

Badezimmer

Badezimmer

Dusche

Schlafzimmer

Schlafzimmer, gegenüber dem Bett

Küchenzeile (rechts davon Nachttisch und Teil des Bettes)

Da wir im Islander on the Beach im ersten Stock wohnen, müssen wir ein paar Stufen hinunter gehen, doch so weit kommen wir jetzt gar nicht, denn…

… es kommt mir eine große, schlanke Frau entgegen, sieht mich an und fragt „Angie?“ – Ich verschlucke mich fast, denn woher weiß sie meinen Namen und sage dann einfach nur „ja“ Und schon stellt sich mein Gegenüber vor: Es ist T.!!! Sie fand im Internet meine Homepage, meldete sich daraufhin über das Kontaktformular bei mir und ich gab ihr einige Tipps zur bevorstehenden Hawai’i-Reise.
Und jetzt treffen wir uns auf Hawai’i, das war nicht geplant und T. schrieb zuvor noch „vielleicht laufen wir uns ja über den Weg“. – Wie wahr, wie wahr!

Sie hat zwei Paar sehr schmutzige Wanderschuhe in der Hand, denn sie und ihr Freund liefen heute den ersten Teil des Kalalau Trails bis zum Hanakapia’i Beach. Es war sehr schmutzig und matschig, deswegen gingen sie nicht bis zu den Wasserfällen, sondern drehten um.
Kurz darauf kommt auch schon A., ihr Freund. Nein wirklich, wer hätte das gedacht

T. und A. haben ein sehr gutes Steak- und Seafood-Restaurant in Kapa’a entdeckt, das könnten wir doch auch gleich testen.

Vor dem Verabschieden vereinbaren wir ein weiteres Treffen, zumal wir im selben Hotel wohnen.

Nun ab zum empfohlenen Restaurant, doch welches ist es genau Egal, wir gehen in jenes, von dem wir meinen, es müsste es sein, aber dort blitzen wir ab. Heute werden nur mehr im Restaurant befindliche Gäste bedient, neue werden nicht mehr eingelassen.

Na gut, dann zum Nachbarn, dieses Restaurant könnte T. auch gemeint haben. Ein Angestellter des Lemon Grass Restaurants begrüßt uns bereits am Parkplatz. Etwas seltsam, aber was tut man nicht alles, um Kunden zu ergattern

Er begleitet uns ins Restaurant, was uns nicht stört, denn es ist ja unsere Wahl und drückt uns umgehend eine Speisekarte in die Hand, allerdings im Vorraum, nicht direkt im Restaurant.

Michis Blicke drücken keinerlei Begeisterung aus, ich kann ihn verstehen, mir ist auch nicht mehr ganz wohl.
Wir überlegen, ob wir nicht woanders etwas essen könnten, aber in Anbetracht der relativ späten Uhrzeit ist das fast ein Ding der Unmöglichkeit – Fast Food wäre denkbar.

Also gut, dann bleiben wir hier und wir wählen einen Tisch im Freien. Eines muss ich sagen: Die Angestellten sind sehr bemüht, innerhalb kürzester Zeit wird das berühmte Eiswasser auf den Tisch gestellt, kurz darauf werden unsere Essenswünsche aufgenommen, Getränke ebenfalls.
Michi wählt einen Sauted Fish, ich eine gebratene Schweinelende, letztere wird mit ein wenig Salat serviert, ganz, wie es mein Wunsch ist.
Wir lassen uns das hervorragende Essen schmecken

Anschließend fahren wir zum Long’s und kaufen „Bonine“, das sind Tabletten gegen Seekrankheit und letztendlich kommt das Foodland an die Reihe. Der Einkauf ist Dank meiner Liste rasch erledigt.

Wieder zurück im Hotel verstauen wir das Gekaufte und den Rest des Kofferinhaltes schlichte ich noch in die Schubladen.

Aus heiterem Himmel fällt mir der Autoschlüssel ein. Wo ist er denn? Wo hatte ich ihn zuletzt?

Wir suchen und suchen und suchen, bis ich ihn endlich am hochkant aufgestellten Koffer entdecke. Keine Ahnung, wie er dorthin kommt, ich habe ihn offenbar dort hin gelegt.

Das Foto- und Filmüberspielen steht noch am Programm, ehe wir endlich um 1 Uhr morgens ins Bett gehen.

Die Nacht wird kurz, morgen steht die Ni’ihau-Na Pali-Schnorcheltour am Programm.