Freitag, 2. 7. 2010

Das Handy läutet um 6.45 Uhr, nach kurzem Herumwälzen stehe ich auf. Wir haben nämlich so viel Schinken, Toastbrot und Käse eingekauft, sodass wir das alles nicht zum Abendessen verspeisen können, daher wird heute das Perry’s Breakfast gestrichen und wir genießen unser Frühstück.

Ich richte uns Toasts, dazu den Kaffee, den es im Hotelzimmer gibt. Nun, es gibt besseren Kaffee, aber so übel ist er auch wieder nicht

Wettermäßig sieht es nicht gut aus, es ist stark bewölkt und von den Ko’olau Mountains zieht es ziemlich grimmig Richtung Waikiki.

Ich wecke Michi und das Wetter bessert sich, es ist sogar ein wenig blauer Himmel zu erkennen.

Unseren gestern für heute aufgestellten Plan möchten wir in die Realität umsetzen und zwar fahren wir zum Valley of the Temples und anschließend ins Polynesian Cultural Center. Es wäre natürlich toll, wenn wir zuvor noch den La’ie Point ansteuern könnten.

Die Rucksäcke sind gepackt und heute ziehen wir mit dem großen Stativ los, da es nicht nur stabiler, sondern auch höher ist.

Um 9.30 Uhr fahren wir los, legen aber bei Manana Island, auch Rabbit Island genannt, einen Foto- und Filmstopp ein.

Am Waimanalo Beach Park stehen heute sehr viele Zelte, Michi meint, es seien auch einige Dauercamper dabei. Hmmm, das müsste aber auf dem Waimanalo Beach Park nun wirklich nicht sein…

Um 11 Uhr biegen wir zum Valley of the Temples ab und stehen kurz darauf vor dem Zahlhäuschen. Es sind zahlreiche Autos, aber auch Busse hier.

Der Eintritt für Erwachsene kostet $ 3, Senioren ab 65 J. $ 2 und Kinder jünger als 12 J. $ 1. Über eine kleine Brücke gelangen wir zum Byodo Inn Temple.

Nach einigen schönen Fotos lasse ich ein Mal im Bell House den Gong erklingen.
Linkerhand davon sehen wir im Wasser sehr viele Kois und auch zwei Picocks.

Wettermäßig ist es ein Traum Zuvor war der Himmel stark bewölkt, kein besonderes Licht auf dem Tempel. Kaum vergehen fünf Minuten, kommt die Sonne hervor und strahlt den Tempel an – genauso soll es sein! ? Dass der Himmel über und hinter dem Byodo Inn Tempel grau ist, stört mich nicht.

Nach geraumer Zeit gehen wir zum Auto retour und fahren nach La’ie zum Polynesian Cultur Center. Den La’ie Point heben wir uns auf – für irgendwann

Teilweise fahren wir wie durch einen Dschungel. Rund herum wirkt es bei den Häusern ziemlich aufgeräumt, es gibt nur wenige Ausnahmen.

Auf dem Parkplatz des Polynesian Cultural Centers dann die große Überraschung: Es werden $ 6 fürs Parken verlangt! Wo sind die Zeiten hin, als man noch kostenlos parken durfte?

Was soll’s, wir zahlen und stellen unseren Jeep ab.

Nach dem Bezahlen des Eintritts stellen wir mit einem Blick fest, dass das PCC noch touristischer aufgezogen worden ist, als es ohnehin schon war. Den Eintritt darf man nur rechterhand entrichten, linkerhand ist die Fotoausgabe.

Der Eintritt für das Admission Package und Show beträgt $ 45 pro Person, macht mit Tax $ 93,42 für zwei Personen.
Neu für uns ist eine Abendshow, wir wissen allerdings nicht, wann sie beginnt, fragen aber auch nicht danach.

Das Programm, das wir ausgehändigt bekommen, ist falsch. Besser gesagt, das Programm ist richtig, aber die dort stehenden Uhrzeiten sind falsch! Wir laufen daher erstmal von einer Showbühne zur nächsten, um die aktuellen Zeiten abzuschreiben, sonst bekommen wir überhaupt keinen Überblick. Grrrrr

Als Erstes lassen wir uns bei „Samoa“ nieder und pünktlich beginnt die Show. Ich weiß nicht, wie oft wir diese Show noch sehen müssen, um endlich genug davon zu haben. Vermutlich geht das gar nicht.
Heute ist ein anderer „Künstler“, aber er ist echt klasse.

Anschließend setzen wir uns auf eine kleine Steinbank in der Nähe der Show „Tonga“ und essen eine Kleinigkeit.

Dann gehen wir ein Stück weiter, bis zum Tonga-Haus. Das ist jenes mit den runden Stirnseiten.

Vor uns sehen wir das Schlafzimmer der Eltern, die Kinder schliefen damals im Mittelteil und die Decke und die Wände sind mit den bemalten Matten tapeziert.

Am anderen Ende ist das Haus ebenfalls abgeteilt. Wenn ein Mädchen das 16. Lebensjahr erreichte, wohnte es nicht mehr im Haus der Eltern, sondern in diesem abgeteilten Teil. Für die Buben wurde ein eigenes Haus gebaut, wenn sie 16 Jahre alt wurden.

Nun ist es 14.30 Uhr und in Kürze beginnt die Canoe Ceremony. Wir sehen schon unter der Brücke ein Kanu.

Die Canoe Show ist wirklich einzigartig, das sollte sich niemand entgehen lassen. Die Farbenpracht der Kostüme ist wohl kaum mehr zu übertreffen.

So, was kommt jetzt dran? Achja, die Trommler.

Auch die Trommler sind hervorragend. Der Darsteller holt sich aus dem Publikum einen Herrn aus Kalifornien, der andere ist aus Japan – diese Mischung wird immer gemacht und wie immer ist es spitzenmäßig. Was haben wir bei dieser Show schon gelacht, vor allen Dingen dann, wenn der Darsteller den Gast aus Fernost auf die Schaufel nimmt

Leider beginnt es zu regnen und die Show wird abgebrochen. Wie zahlreiche andere Leute ziehen auch wir unsere Regencaps über und machen uns auf die Suche nach einem Eis und werden auch fündig. Ich wähle nur wenig Eis und dafür viele Früchte, für $ 3 und für diese relativ große Portion ist das halbswegs preisgünstig.

Damit pilgern wir langsam zu „Tahiti“.
Auch diese Show ist ausgezeichnet. Zwischendurch – wir sitzen überdacht – sehen wir, dass es draußen regnet, aber das ist uns im Moment egal.
Beim Weitergehen sehen wir, dass viele Palmen liebevoll mit Palmblättern umwickelt wurden.

Sämtliche Shows sind beendet, was tun Nach Honolulu zurück fahren oder doch nicht

Wir gehen zum Eingang, aber nicht, um das PCC zu verlassen, sondern wir kaufen uns die Tickets für die Night Show, die um 7.30 pm beginnt, sie heißt „Breeth of Life“.

Wir bekommen in der zweituntersten Reihe links vorne Sitzplätze, angeblich sehr gute Sitzplätze, wir lassen uns überraschen.

Jetzt haben wir noch eine Stunde bis zum Einlass Zeit, die Show beginnt in 1,5 Stunden.

Die Wartezeit vertreiben wir uns mit Herumspazieren auf dem Gelände des PCC. Ab und zu flüchten wir vor dem einsetzenden Regen.

Punkt 19 Uhr beginnt schlagartig das Seeting.
Wir nehmen unsere Sitzplätze im Sektor 5, G 92 und G 93, ein. Wenn man hinunter geht, ist das auf der linken Seite.
Vor uns liegt die Bühne unten im Sand, mit etwas Grün überzogen. Links hinten führen Stufen hinauf.

Auf der Bühne beginnt der Verkauf von 0,5 l-Flaschen Mineralwasser zu je $ 2,50, andere verkaufen kleine Snacks.

Unglaublich, aber das Theater wird fast voll, das hätte ich nicht erwartet und pünktlich beginnt die Show.

Um 20 Uhr wird eine Pause eingelegt und Eis verkauft. Jene, die sich das Full Ticket gekauft haben, geben einen kleinen Papierabschnitt ab und müssen für das Eis nichts mehr bezahlen.

Von der Show habe ich eigentlich nichts erwartet, weil ich gar nicht gewusst hätte, was ich hätte erwarten sollen, aber ich finde sie ausgezeichnet, echt hervorragend!

Um 21 Uhr ist die Show leider zu Ende. Sämtliche Besucher verlassen fast fluchtartig das Theater, ein Teil davon eilt zu den Autobussen.
Wir eilen auch, aber zu unserem Auto, denn wir möchten vor den Autobussen von hier wegkommen.

In der Kolonne fahren wir nach Honolulu zurück, kommen gut voran und sind 1,5 Std. später in der Parkgarage.

Das Überspielen der über 200 Fotos sowie der vier Speicherkarten vom Camcorder dauert wieder einige Zeit. Die Akkus verschwinden in die jeweiligen Ladegeräte.

Um 1.30 Uhr – des nächsten Tages – gehen wir ins Bett