Sonntag, 17. 5. 2009

Zu dumm auch – kurz nach 4 Uhr werde ich munter und kann einfach nicht mehr einschlafen. Das letzte Mal sehe ich um 5.10 Uhr auf die Uhr.
Super, um 6.10 Uhr holt mich das Handy aus dem kurzen Nachschlummer heraus. Nein, jetzt nicht, ich will nicht

Wir bleiben doch glatt bis 7.30 Uhr liegen, schließlich haben wir ja Urlaub

Wie manchmal, gibt es dann Arbeitsteilung: Michi ist im Badezimmer und ich richte unser Frühstück, das wir in aller Gemütlichkeit genießen.

Ein Blick nach draußen zeigt strahlend blauen Himmel, es ist keine einzige Wolke zu sehen. Der nächste wunderschöne Tag auf Kaua'i scheint heranzubrechen

Heute steht der Moalepe Trail auf unserem Programm. Das ist eigentlich ein Pferdetrail, der nur unweit von unserem Hotel beginnt. Wir haben daher eine ziemlich kurze Anfahrtszeit.

Um 9.15 Uhr fahren wir los und zwar Richtung Norden nach Kapa'a Downtown und biegen linkerhand in die Kukui Str. (= 581), die später in die Olohena Rd. übergeht ein.

Nach einiger Zeit kommen wir zu einem Kreisverkehr mit einigen Ausfahrten und prompt fahren wir falsch, nämlich rechts.
Es kommt uns jedoch komisch vor, deshalb drehe ich bei einem T-Stück wieder um, um retour zu fahren - und dann Klar, dann wählen wir wieder die falsche Ausfahrt Bei der Anzahl kein Problem. Dummerweise folgen wir dem Richtungsschild "Wailua" und gelangen dadurch auf den Hwy. 56.
Verflixt

Wir fahren ein Stück Richtung Lihue, um dann in die Kuamo'o Rd. einzubiegen, die kennen wir ja schon bestens.

In der Kuamo'o Rd. fahren wir so lange, bis rechterhand die Olohena Rd. auftaucht.

Dort sehen wir in einer 90°-Rechtskurve ein geschlossenes gelbes Gate. Jetzt haben wir endlich den Moalepe Trailhead erreicht


Auf der Olohena Rd. ist unheimlich viel los, Einheimische fahren auf und ab.

Wettermäßig zieht es sich schon zusammen, es ist nur mehr ganz wenig blauer Himmel zu erkennen, hat aber 32,9° C.

Um 10.15 Uhr starten wir. Der Moalepe Trail wird von Na Ala Hele gewartet und ist daher auch entsprechend markiert.

Zu Beginn ist der Trail eine Fahrpiste. Die Bodenbeschaffenheit ist Erde, durchsetzt mit kleinen Lavasteinen und mit etwas Gras bewachsen. Nur selten gibt es Schlaglöcher.

Es dauert nicht lange und der Zustand der Fahrpiste verschlechtert sich.

Ich bekomme kaum Luft, es ist dermaßen schwül, dass man es nicht für möglich hält. Es weht überhaupt kein Lüftchen und hat 34,7° C.
Vor uns ist es sehr stark bewölkt, was soll das jetzt wieder heißen

Beidseits des Trails ist ein Zaun, es wachsen viele Farne und niedrige Büsche. Im Moment knallt unbarmherzig die Sonne auf uns herunten, wir haben überhaupt keinen Schatten und dazu geht es ständig leicht bergauf.

Aber ich kann nicht mehr, ich bin fix und foxi und setze mich einfach am Rand in das Gras.

Eine Joggerin kommt uns entgegen und fragt, ob sie ein Foto von uns machen soll. Es fällt mir nicht leicht, fürs Foto zu lächeln.
Klugerweise stellt die Joggerin fest, dass es heute ungewöhnlich heiß sei und ein Blick auf meine Uhr verrät, dass es mittlerweile 37,8° C. hat.

Nach insgesamt 50 Minuten erreichen wir den MM 1,0. Er hält sich zwischen Gräsern und Farnen versteckt. Bald darauf hört der Zaun beidseits auf.

Zum Glück haben sich wieder Wolken vor die Sonne geschoben. Auffällig ist, dass hier enorm viele Vögel zwitschern.

Schließlich kommen wir aus dem Wald zu einer Lichtung, die aber ca. 15 m im Durchmesser hat. In der Mitte ist ein schlechter Fahrweg, rechterhand Wiese.
Es blühen sehr viele Ohias und wir gehen auf einem Ridge entlang.

Kurz vor Mittag beginnt es zu nieseln. Zeit, um unsere Kameras und den Camcorder in den Rucksack zu räumen.

Wir drehen aber nicht um, sondern gehen noch ein Stück weiter. Nach nur fünf Minuten steht rechterhand der MM 1,75.

Zu dumm, jetzt regnet es so stark, dass ein Weitergehen keinen Sinn mehr macht. Vor und über uns ist der Himmel schwarz. Also gut, drehen wir halt doch um

Welch ein negativer Erfolg In 1 Stunde 40 Minuten haben wir drei Kilometer zurück gelegt. Kein Wunder, bei dieser Schwüle, in der ich kaum Luft bekomme.

Ich bin mir ganz sicher, dass dies jener Umkehrplatz ist, wo wir ein paar Urlaube zuvor vom Kuilau Ridge Trail aus gegangen sind. Damals gingen wir noch ein Stück des Moalepe Trails und zwar, wie ich meine, bis zu diesem Umkehrplatz.

Nachtrag: Der Fotovergleich mit 2004 zeigt, dass dies tatsächlich der Umkehrplatz ist

Ein junger Mann mit einem schwarzen, ziemlich dünnen Hund überholt uns Wie kann es auch anders sein Der Hund findet natürlich an mir gefallen
Was ist die Folge Michi wird eifersüchtig, weil der Hund bei mir und nicht bei ihm ist

Irgendwie scheinen wir aber in diesem Urlaub auf den Hund zu kommen

Komisch, sein Herrl ist jetzt schon außer Sichtweite, da er teilweise joggt, aber der Hund denkt überhaupt nicht daran, seinem Herrl zu folgen. Nein, bei mir bleibt er
Sieht ganz so aus, als hätten wir wieder einmal einen Hund adoptiert Nein, halt, stimmt nicht – nicht wir haben einen Hund adoptiert, sondern der Hund hat uns adoptiert Es ist übrigens eine Hündin.

Um 12.45 Uhr sind wir wieder beim Auto. Es hat 28,1° C.

Wir sind in der Summe 5,9 Kilometer in 2,5 Stunden gegangen, schwache Leistung...

Den Hund haben wir immer noch – oder er uns
Sein Herrl wartet bei seinem Auto auf ihn. Wir machen mit ihm ein wenig small talk und es stellt sich heraus, dass er gar nicht der Hundebesitzer ist! Er erzählt, dass – ehe wir kamen – der Hund die ganze Zeit mit ihm gegangen sei.

Auf der Fahrt zum Hotel regnet es und auch Kapa'a bleibt davon nicht verschont. Es ist alles grau in grau

Was tun mit dem angebrochenen Nachmittag

Wir bringen unsere Rucksäcke in unsere Suite und fahren nach Lihue. Dort ist gegenüber vom Walmart der "Fish Express", in der Kuhio Ave.
U. a. kann man dort Fisch mit Macadamianut Sauce überbacken essen.

Dieser Fish Express befindet sich rechterhand, aber an der Tür klebt ein Schild, dass sonntags geschlossen ist ?

Also fahren wir halt weiter, was soll's.

Wir stoppen beim Kukui Grove Shopping Center aus und gehen ins L&L Hawaiian Barbecue. Wir bestellen uns je ein Seafood Combo und diet coke und zahlen $19,95.

Und nun noch ein wenig Natur Der Nordwesten ist angesagt.

In Kalaheo tanken wir bei der Tankstelle "76", doch diese Tankstelle kann unsere Karte nicht lesen. Dann halt nicht, auf zur Shevron – auch hier geht nichts, aber aus einem anderen Grund: Die Shevron hat sonntags geschlossen. Also noch ein Stück weitergefahren und bei der uns mittlerweile gut bekannte Shell klappt es dann endlich.

Anschließend fahren wir den Waimea Canyon Drive und halten bei einigen Lookouts an. Wettermäßig ist es brauchbar, die Sonne scheint, es ist nur leicht bewölkt. Wir sehen sogar einen wunderschönen Regenbogen, der sich direkt in den Canyon legt.

Noch vor der Koke'e Lodge hört das gute Wetter auf, es beginnt zu nieseln. Die Sicht ist gleich null und daher drehen wir um.

Am Rückweg stoppen wir beim Walmart. Nur wenige Minuten später sind wir schon wieder heraußen. Warum Es ist der falsche Wir wollten nämlich nicht zum Walmart, sondern zum K-Mart

Am Weg zum Auto ruft Michi "sieh mal her, hier sind Wildschweine" Ich drehe mich um – tatsächlich Da laufen doch glatt drei Wildschweine, zwei größere und ein kleineres, das muss ich sofort auf Bild festhalten.

Ein anderer Autofahrer bemerkt die Wildschweine ebenfalls und ruft die Polizei an. Nach einiger Zeit fahren wir zum K-Mart, ziehen aber unverrichteter Dinge wieder ab.

Auf zum Foodland, wo wir ein paar Kleinigkeiten kaufen. Um 20.30 Uhr sind wir wieder im Hotel.

Nun folgt der technische Krimskrams und um 23.30 Uhr gehen wir ins Bett