Samstag, 18. 4. 2009

Um 4.15 Uhr bimmelt das Handy, um uns zu wecken, fünf Minuten später Handy Nr. 2. Wir stehen auf, machen uns rasch fertig und fahren um 5 Uhr vom Hotel ab.

Um 5.50 Uhr retournieren wir mit nahezu leerem Tank unseren Jeep und fahren mit dem Shuttle zum Airport. Der Security Check In geht äußerst rasch vor sich. Bei einem Chinesen genehmigen wir uns ein Frühstück. Michi wählt Reis mit Schinken und Eierspeise, ich French Toast, Schinken und Eierspeise, dazu Kaffee für jeden.

Anschließend fasse ich einige Maui-Broschüren aus und wir gehen zu unserem Gate 54. Der geplante Abflug soll um 8.20 Uhr erfolgen.

Um 7.40 Uhr ist boarding time und um 8.15 Uhr rollen wir bereits auf dem Flugfeld dahin. Unser Fluggerät ist eine Boeing 717 Overwater. Wir belegen die Sitzplätze 23 A + B und blicken nochmal auf O'ahu hinunter.

Um 8.47 Uhr landen wir in Kahului auf Maui.

Bei Alamo erkundigt sich Michi nach einem 4-door-Jeep und erfährt, dass das Upgrade $25/Tag kostet. Wortlos deute ich mit meinem nach unten gehaltenen Daumen an, dass der Herr uns gegenüber doch bitte den Preis senken möge. Das brachte genau $1 minus… Also nochmal Daumen nach unten: $23… Der freundliche Herr schmunzelt, zückt seine Geldbörse und entnimmt ihr eine Costco-Kundenkarte, worauf der Aufpreis nur mehr $20/Tag beträgt. Wir sind mit diesem Preis sehr zufrieden, den Mietvertrag darf ich x-mal unterzeichnen. Anschließend gehen wir mit dem Herrn hinaus (er trägt unsere Koffer ), wo er uns bittet, zu warten. Ca. 10 m von uns entfernt steht ein 4-door-Jeep, das könnte eigentlich unserer werden – und so ist es dann auch. Der Herr geht alleine zum Jeep und fährt bis zu uns vor. Das nennt sich Kundenservice Mit einem Meilenstand von 221 übernehmen wir den Jeep und fahren zu unserem gebuchten Maui Seaside Hotel in Kahului.

Hier wird uns gesagt, das Zimmer sei noch nicht fertig, was uns nicht überrascht, da wir sehr früh dran sind und wir sollen um 3pm wiederkommen. Ok, machen wir, aber noch ehe ich die Bitte nach Gepäckhinterlegung loswerden will, sagt die freundliche Dame, wir sollen doch noch einen Moment warten. Sie tippt irgendetwas in den PC, guckt auf den Monitor, holt ihre Kollegin. Michi äußert den Wunsch nach einem Zimmer im 1. Stock, worauf die Lady fragt, ob wir auch gerne einen Balkon hätten. Na klar, ehe wir uns schlagen lassen Und dann das völlig Unerwartete: Die Lady teilt uns nämlich mit, dass sie uns ein kostenloses Upgrade auf die Junior Suite gibt Diese Suite können wir sofort beziehen. Glücklich ziehen wir von dannen, um zu unserer Suite 18 zu gehen.

Der Zugang ist gewöhnungsbedürftig, da er weniger als schmal ist. Die Koffer über die Stiege zu befördern, ist auch nicht ganz einfach, aber wir machen das ja nicht alle Tage, was soll's.

Beim Betreten unserer Junior Suite fehlen uns die Worte Wir haben nämlich ab sofort eine wunderschöne Wohnung, die Bezüge der Couch und des Fernsehsessels sind neu. Es ist alles tip-top hergerichtet.

Übrigens hat das Maui Seaside Hotel jetzt ein eigenes Restaurant, es nennt sich Coconut Grill. Dort kann man Breakfast, Lunch und Dinner einnehmen.

Beim Einchecken ins Hotel erhielten wir vorhin Voucher für den Coconut Grill. Für das Breakfast wird $1,50 bei einer minimum order von $8 abgezogen; bei Lunch minus $2 bei minimum order $10 und beim Dinner minus $2,50 bei minimum order $18.

Zimmersafes gibt es nach wie vor nicht, es hat aber jeder Gast die Möglichkeit, seine Wertgegenstände in einen persönlichen Safe bei der Rezeption zu geben, kostenlos ist das noch dazu, was nicht selbstverständlich ist.

Wir deponieren unsere Wertgegenstände in einem dieser Safes, anschließend packen wir die Koffer aus, unsere kleinen Rucksäcke ein und machen uns auf den Weg nach Lahaina, wo wir unser Auto am gewohnten Parkplatz in der Show Street abstellen.

Zunächst trinken wir einen hervorragenden italienischen Espresso und zwar am südlichen Ortsbeginn, in "Angelinas Café". Angelina erzählt, dass sie eine echte Italienerin sei und seit einigen Jahren auf Hawai'i wohne.

Dem folgt ein Besuch des ersten activity centers, das uns über den Weg läuft. Unser Wunsch ist eine Eintagestour nach Moloka'i. Der Herr telefoniert mit allen möglichen Leuten, kommt aber zu keinem Ergebnis. Gut, dann eben nicht…

Auf Grund der Hitze kaufen wir uns bei E*Z eine große Wasserflasche und setzen uns damit unter den Banyan Tree und genießen, dass wir Zeit, Zeit, Zeit haben

Wir gehen zur Bootsanlegestelle und sehen uns ein wenig um. Ach, wäre das schön, wenn es dieses Jahr mit Moloka'i klappen würde...

Anschließend suchen wir das nächste activity center auf, bei dem wir endlich die gewünschte Tour, nämlich die Ali'i Tour, buchen können. Diese Tour machen wir am kommenden Montag. Wir werden mit der Fähre nach Moloka'i fahren, dort wird uns ein Van ohne Aufschrift erwarten und mit diesem werden wir die bekanntesten Ziele von Moloka'i ansteuern.
Die Lady empfiehlt uns, in der Apotheke Tabletten gegen Seekrankheit zu kaufen, die wir möglicherweise auf der Rückfahrt am späten Nachmittag brauchen, da dann die See etwas rauer sein kann. Ich halte es zwar für überflüssig, aber was soll's, vielleicht hat sie ja Recht.

Um für unser leibliches Wohl zu sorgen, gehen wir ins Pioneer Inn.

Wir bestellen einen Caesar Salad mit gegrilltem Hühnerbrustfilet, dazu je ein Cola light und zahlen $31,95.

Beim Weiterschlendern auf der Front Street in nördliche Richtung sind nur sehr wenige Touristen unterwegs, doch als wir auf das Lahaina Center stoßen, sind wir zugegebenermaßen schockiert: Ca. 90 % der Geschäfte sind geschlossen, aber nicht im Moment, sondern für immer. Die Schaufenster und Türen sind mit Papier zugeklebt, es hängen Schilder mit "Closed" daran. Wenn man den Link anklickt ist zu sehen, dass "Shopping" deaktiviert ist.
Geöffnet ist ein ABC-Store, ein activity center und die Toiletten, die aber in einem entsetzlichen Zustand sind.

Wir unterhalten uns ein wenig mit dem Herrn, der traurig in seinem activity center sitzt und erfahren Näheres über das Schließen der einzelnen Geschäfte.

Lahaina 2007 war voll Leben, Lahaina 2009 ist wie eine Geisterstadt…

Wir schlendern gemütlich in Richtung Auto, doch plötzlich durchschießt mich der Gedanke, dass unsere Parkuhr schon abgelaufen sein müsste. Daher legen wir einen Zahn zu und sind knapp vor 17.30 Uhr beim Jeep, der keinen Strafzettel bekommen hat.
Da uns der Sinn nach einem weiteren Espresso steht, gehen wir nochmals zu "Angelinas Café", doch es ist bereits geschlossen. Ein Schild verrät, dass sie um 17 Uhr zusperrt. So früh
Ok, dann trinken wir halt woanders einen Espresso. Doch Fehlanzeige Sehr viel hat um diese Uhrzeit schon gesperrt, nur ein Restaurant ist geöffnet, doch dort gibt es keinen Espresso…

Also gut, dann wieder zum Auto zurück, wir fahren nach Kahului. Gähnende Leere auf dem Hwy. Wenn man den Stau zwischen Lahaina und Kahului oder Kihei kennt… Teilweise gehört uns der Hwy. völlig alleine. Vor uns weit und breit kein Auto, hinter uns ebenso nicht…

In Kahului angekommen fahren wir zum Foodland. Kaum betreten, bekommen wir einen Schüttelfrost. Das Foodland ist – wie immer – ein Gefrierschrank und wir sind in Short und T-Shirt…
Nicht so mit uns. Wir drehen um und fahren zum Hotel, wo wir uns entsprechend warme Kleidung anziehen. Gut gerüstet, als ob wir einen Ausflug in die Antarktis machen würden, treten wir erneut die Fahrt zum Foodland an.

Die Preise, die wir dort teilweise sehen, lassen mich schwindlig werden:

1,5 l Wasser: $ 2,99
1 Pfund Äpfel: zwischen $ 2,49 und $ 2,99
1 Pfund Tomaten: zwischen $ 2,49 und $ 2,99 usw., usw.

Wir haben bei der Kassa nicht viel im Einkaufswagen, dürfen aber $ 100,01 berappen.

Wieder im Hotel, verfrachten wir die entsprechenden Lebensmittel in den Kühlschrank und reinigen die Kaffeemaschine und den Toaster.
Um sicher zu stellen, dass der Toaster auch wirklich funktioniert, gibt Michi probeweise eine Toastbrotscheibe hinein. Kurz darauf ein mehrfaches schrilles "piep-piep-piep", das nicht mehr aufhört. Toaster ausschalten bringt nichts, es piept weiter. Was ist denn jetzt los

Plötzlich brechen wir in Lachen aus Ungefähr 20 cm oberhalb des Toasters ist der Rauchmelder Es ist 20.45 Uhr und wir warten gespannt auf das Eintreffen der Feuerwehr Und sie kummt net, kummt net, kummt net

Als Abendessen gibt es etwas Obst und dann lassen wir den Abend ganz gemütlich ausklingen.