Freitag, 17. 4. 2009

Um 6.30 Uhr weckt uns das Handy. Flugs aufgestanden und nach der Morgentoilette gehen wir zu Perry's Smorgy. Es sind wiederum sehr wenige Leute hier, angenehm für uns, schlecht fürs Geschäft…

Anschließend packen wir unsere Rucksäcke, da wir in den Norden von O'ahu fahren und dort den Kaunala Trail gehen möchten.

Über Wahiawa, also mitten über die Insel, fahren wir nach Haleiwa, anschließend ostwärts und nur ein kleines Stück nach der Waimea Bay biegen wir rechterhand (südwärts) in die Pupukea Rd. ein, die asphaltiert ist.

Um 10.20 Uhr stehen wir am Ende der Pupukea Rd. Die gesamte Straße ist eine dead end road. Hier beginnt der Kaunala Trail.

Zuerst müssen wir durch ein Gate krabbeln und dahinter sehen wir das offizielle Na Ala Hele-Schild. Auf einem weiteren Schild wird darauf hingewiesen, dass jetzt die Jagdsaison begonnen hat, diese gilt für Wochenenden und Staatsfeiertage.

Auf dem Plan, den wir zwei Tage zuvor beim DLNR in Honolulu ausgefasst haben, steht, dass hiken ausnahmslos an Wochenenden und Staatsfeiertagen gestattet ist, ansonsten nicht. Also wie jetzt Laut DLNR soll hiken nur an Jagdtagen erlaubt sein Das kann doch wohl nicht so gemeint sein, irgendwo steckt ein Wurm drinnen...

Egal, wir ziehen unsere Wanderschuhe an, sehen uns noch kurz die unmittelbare Gegend an und starten um 10.30 Uhr.

Beim Hiker- und Hunter-Check In trage ich uns ein.

Zu Beginn ist der Trail eine Fahrpiste, die beidseitig von hohen Gräsern, Büschen und auch Bäumen gesäumt ist. Wir gehen sozusagen durch eine Allee, allerdings ist der Weg stellenweise matschig.

Offenbar wird dieser Trail auch sehr gerne von Hundebesitzern genutzt.

Um 10.55 Uhr sehen wir rechterhand ein gelbes Gate. Kurz darauf gabelt sich der Weg, d. h., rechts führt die Piste weiter, links ist das bekannte Na Ala Hele-Schild mit der Aufschrift "Kaunala Trail".

Ab jetzt wandern wir nicht mehr auf der Fahrpiste, sondern auf einem Trail, wie man ihn sich vorstellt, Waldboden ist mit sehr vielen Wurzeln durchsetzt. Es wachsen viele Paperbark Trees und Eukalyptusbäume.

Der Trail ist sehr feucht und dadurch auch sehr rutschig. Unmittelbar rechterhand geht es ein wenig hinauf, linkerhand geht es steil hinunter.

Obwohl ich in zwei verschiedenen Beschreibungen gelesen habe, dass der Trail – von dieser Seite, auf der wir jetzt gehen - bergauf gehen soll, geht es paradoxer Weise bergab.

Plötzlich stehen wir vor einem großen Schlammloch, in ca. 10 m Entfernung sehen wir das nächste… Wir gehen vorsichtig durch das erste Schlammloch – oh Schreck, unsere Wanderschuhe sehen vielleicht aus Ein Blick nach vorne: Nicht nur ein weiteres, sondern mehrere Schlammlöcher sind auf einmal zu sehen.

Punkt Das reicht Wir wollen unsere Wanderschuhe nicht völlig im Schlamm versinken lassen und beschließen daher, umzudrehen.

Um 12.20 Uhr sind wir – relativ erschöpft – auf der Fahrpiste und folgen dieser linkerhand, also so, als wären wir vorhin einfach geradeaus weiter gegangen. Hier ist es wenigstens nicht mehr ganz so schwül wie vorhin am Trail und wir sehen bis zum Meer hinunter.

Wir wandern weiter und entdecken am Wegesrand Hawai'i Cherrys, die wir sofort verzehren. Ach, schmecken sie köstlich

Um 13.30 Uhr kommen wir zu einem überdachten Picknickplatz, lassen uns aber nicht nieder, denn die Bänke und der Tisch erscheinen frisch gestrichen. Eine Berührung mit dem Finger zeigt, dass die neue Farbe bereits getrocknet ist.
Doch wir machen nicht lange Rast, trinken nur etwas und gehen weiter. Um 13.50 sehen wir linkerhand – ein wenig vom Weg zurück versetzt – ein gelbes Gate.
Wir krabbeln durch das Gate und vor uns liegt – wie könnte es anders sein – eine grob geschotterte, breite Piste.

Linkerhand des Weges sind Strohmatten, die mit Nylonfäden verbunden sind, auf einer kleinen Böschung ausgebreitet, die mit kleinen Lavasteinen beschwert sind, damit sie vom Wind nicht verweht werden. Der Hauptverwendungszweck ist zu verhindern, dass bei starken Regenfällen das Erdreich weggeschwemmt wird, auf dem sie liegen. Ein weiterer Verendungszweck ist, diese Matten auf schrägen Lagen auszubreiten. Diese hier liegenden Matten müssen noch mit Erde bedeckt werden, sodass sich alle möglichen Pflanzen leichter ansiedeln können.

Ein wenig gehen wir noch weiter, treten aber um 14.20 Uhr den Rückweg an.

Um 16.30 Uhr sind wir wieder beim Auto.

Eine viertel Stunde später stoppen wir an der North Shore bei Jamesons by the Sea.
Nach dem Genuss von Cola light fahren wir nach Honolulu zurück, wo wir zunächst eine Autowaschanlage aufsuchen. In dieser Farbe, die unser Jeep nun hat, können wir ihn unmöglich retournieren.

Es folgt der allabendliche technische Krimskrams, ich packe unsere Koffer, denn morgen geht es nach Maui.
Michi checkt bereits heute Abend aus, sodass wir uns das morgen ersparen können.