Mittwoch, 15. 4. 2009

Um 3.40 Uhr läutet das Handy – Michi hatte die Uhrzeit falsch gestellt, es sollte eigentlich um 3.30 Uhr läuten. Um 4 Uhr checken wir aus. Mist, der Shuttle, der um diese Uhrzeit nur alle halbe Stunde geht, fährt um eine Minute zu früh ab, da niemand draußen steht. Also heißt es: warten. Wir sehen den Fensterputzern um diese frühe Uhrzeit bei der Arbeit zu. Was sollen wir auch sonst tun

Mit dem Shuttle um 4.36 Uhr fahren wir zum Airport. Das Motto beim Shuttle lautet: First come, first serve – und um diese Uhrzeit wollen viele zum Airport Zu viele für den kleinen Shuttle Bus, also müssen die nächsten weitere 30 Minuten warten.

Um neue Bordkarten müssen wir uns nicht bemühen, die alten haben ihre Gültigkeit nicht verloren. Abgesehen davon ist unsere zukünftige Maschine außerplanmäßig und im aktuellen Flugplan nicht vorgesehen.

Um 5.15 Uhr ist boarding time.
Um 5.45 Uhr soll der geplante Abflug sein (gestern hieß es noch: 6 Uhr). Auch um 5.58 Uhr tut sich nichts, alle warten auf das, was kommt oder nicht kommt. Um 6.15 Uhr sehe ich gelangweilt und müde zu, wie unser Flieger beladen wird…

Doch dann geht es schnell. Um 6.23 Uhr werden wir zurückgeschoben und vier Minuten später rollen wir selbständig vorwärts. Na also, geht doch .

Gemütlich rollen wir bis 6.40 Uhr auf dem Rollfeld dahin – wir haben ja Zeit, sind ja schließlich im Urlaub…

Doch dann geht es los - ab in luftige Höhe

Nach zwei Stunden bekommen wir die Möglichkeit, ein snack, das sich Frühstück nennt, zu kaufen. Das wollen wir auch! Es kostet $9.

Dieses Schnäppchen besteht aus:

3 Weintrauben
3 mundgerechte Stücke Ananas
3 mundgerechte verschiedene Hartkäsesorten
1 süßes Brötchen
2 trockene Kekse in Miniform
1 Jogurt

Es ist uns egal, wir essen das Angebotene.

In den nächsten Stunden werden wir mit einem Angebot an Getränken nahezu überschüttet. Es vergehen kaum 45 Minuten, in denen die Crew nicht vorbei kommt.

Apropos Crew: Das geschätzte Mindestalter der Crew ist 65 Jahre…

Im Moment ist es 7.55 Uhr HST (Hawai’ian Standard Time), Big Island ist noch nicht in Sicht.

Um 8.30 Uhr meldet der Captain, dass die Landung in Honolulu in 30 Minuten sein würde, in HNL hat es 78° F, es sei leicht bewölkt, am Nachmittag muss man mit geringem Regen rechnen.

Da, wie schon erwähnt, unser Flieger nicht für Flüge nach Hawai’i vorgesehen ist, wird uns ein Platz ganz am Ende des Airports zugewiesen, wir bekommen keinen "Rüssel". Zudem dürfen wir den Flieger noch nicht verlassen. Das Bodenpersonal bringt die agricultural forms, die wir ausfüllen müssen. Ursprünglich sollten diese Formulare ab SFO mit uns fliegen, taten sie aber nicht, sie wurden in der Hitze des Gefechts vergessen.

Endlich ist es soweit – wir dürfen das Flugzeug verlassen.

 

ENDLICH WIEDER AUF HAWA'I

 


Im Handumdrehen kommen unsere Koffer (ich hätte geschworen, das tun sie nicht) und mit dem Alamo-Shuttle fahren wir zu deren Vermietstation.

Wir dürfen uns irgendeinen Jeep aussuchen und nach eingehender Inspektion entscheiden wir uns für einen silberfarbenen, er hat brandneue Reifen und sieht auch sonst wie neu aus.
Die Erstzulassung war im April 2009 – aja, deswegen sieht er so neu aus.
Ein Blick auf den Meilenstand verrät 226 gefahrene Meilen.

Hochzufrieden fahren wir zu unserem Hotel Pacific Monarch in der Kuhio Ave. und können naturgemäß sofort einchecken. Wir hätten ja schon gestern ankommen sollen.

Wir erhalten Zimmer Nr. 705, ein Studio, wie wir es auch die letzten Male hatten.

Bereits im Flugzeug schmiedeten wir den Plan, wenn es bis Mittag zeitlich machbar ist, bei Na Ala Hele zu sein, möchten wir umgehend dorthin fahren und uns das Permit für die Satellite Tracking Station Access Rd. holen. Also nichts wie los

Na Ala Hele befindet sich in 2135 Makiki Heights Drive in Honolulu, nördlich des H 1 gelegen.

Wir betreten das Büro von Na Ala Hele und werden von der Lady sofort wieder erkannt und herzlich begrüßt. Ich frage, wo Aaron sei. Er ist in einer Besprechung, sie wird ihm aber unsere Grüße ausrichten.

Im Handumdrehen haben wir das Permit für die Satellite Tracking Station Access Rd. in der Hand und plötzlich kommt mir die Idee, dass es für uns aus Zeitgründen sehr gut wäre, würde uns die Lady auch gleich ein Permit für Ende Mai ausstellen. Insgeheim dachte ich, sie wird ablehnen, da wir noch kein Autokennzeichen nennen können, doch sie stimmt zu, bittet uns aber, Ende Mai, ehe wir auf die STSAR fahren, ihr telefonisch unser Kennzeichen bekannt zu geben. Na klar doch Höchstzufrieden verlassen wir Na Ala Hele.

Der nächste Weg führt uns zum Ala Moana Shopping Center, wo wir bummeln, ein klein wenig bei einem Fast Food essen und Kaffee trinken.

Anschließend fahren wir zum Hotel zurück und bummeln weiter, diesmal durch Waikiki, genauer gesagt zu unserem früheren Hotel Outrigger Reef on the Beach. Die Renovierung ist natürlich längst abgeschlossen und der erste Eindruck ist hervorragend.

Die ursprüngliche Bar war schon 2007 nach hinten in Richtung Meer verlegt worden, weitaus größer als die alte und enorm laut. Keine Hawai’i-Musik, sondern Pop-Musik. Nach unserem Geschmack passt das einfach nicht und wir hatten gehofft, es hätte sich gegenüber 2007 verbessert. Also ziehen wir wieder davon, entdecken aber beim Verlassen des Hotels eine zweite, kleine Bar, wo live Hawai’i-Musik spielt. Richtig gemütlich ist es zwar auch in dieser Bar nicht, aber sie ist doch um einiges besser als dieses dröhnende Etwas am Ende des Hotels.

Schließlich gehen wir zu unserem Hotel zurück und horchen ab Mitternacht die neuesten Nachrichten unserer Matratzen.