Aloha

Auf Big Island flogen wir bisher mehr als fünf Mal mit einem Heli ohne Türen und zwar entweder mit Tropical Helicopters oder Paradise Helicopters. Das waren zwei Schwesterfirmen, die sich am Airport von Hilo den Schreibtisch teilten. Wann genau sich die zwei Firmen vereinten, weiß ich nicht genau. Es muss vor 2013 gewesen sein, denn als wir 2013 eine Tour buchen wollten, gab es nur mehr Paradise Helicopters. Von der Angestellten erfuhren wir von der Zusammenlegung der beiden Firmen.

Der Flug sollte womöglich am Vormittag sein, 10 Uhr wäre optimal, 11 Uhr ist schon grenzwertig, weil zu Mittag oftmals Wolken aufziehen.

Je nachdem, ob und wie viel Lava fließt und ob sie ins Meer fließt, ist der Flug mehr oder weniger spektakulär. Allerdings - unabhängig von einem eventuellen Lavafluss - wird häufig sehr nahe zum aktiven Pu'u O'o Crater geflogen. Dieser qualmt häufig, sodass man nicht ins Innere sieht, aber manchmal gibt es kurzfristig eine Dampfpause und man kann im Inneren des Craters kleine Vents (Öffnungen) sehen, in denen rot-leuchtende Lava ist.

Paradise Helicopters fliegt mit MD 500 und ohne Türen. Die MD 500 haben 5 Sitzplätze. Einen belegt logischerweise der Pilot, die anderen 4 sind für Touristen. Vorne sitzen 3 Personen und hinten 2. Das heißt, ein Tourist belegt den meistens unbeliebten Mittelplatz vorne. Häufig kam ich schon in diesem zweifelhaften Genuss, da die Plätze nach Gewicht vergeben werden und jener Tourist, der nicht sehr groß ist und nicht sehr viel wiegt. wird vorne in die Mitte platziert. Der Vorteil dieses Mittelplatzes ist, dass man sehr schöne nach vorne sieht. Der Nachteil ist, dass fotografieren oder gar filmen so gut wie nicht machbar ist. Man kann (fast) nur nach vorne fotografieren und filmen und es gibt - bedingt durch die Glasscheibe - Reflexionen auf den Fotos bzw. am Film.

Warme Kleidung für den Flug ist angebracht, es kann kühl werden und zwischendurch auch mal regnen.

Klickt auf die Fotos, sie vergrößern sich.

Nach dem Ansehen eines Informationsfilmes und der Sicherheitseinweisung, bekommt man eine Schwimmweste, die man sich um die Taille festmachen muss sowie Kopfhörer und geht damit zum Heliport.

Hier nun einige Impressionen, damit ihr euch ein Bild davon machen könnt, was man auf solch einem Flug zu sehen bekommt.

Rasch bringt man die Häuser von Hilo hinter sich und fliegt entweder zuerst zu den Wasserfällen und dann zum Pu'u O'o oder umgekehrt. Das hängt, wie uns gesagt wurde, von der Wetterlage ab.

Auf nachfolgenden Fotos geht es zuerst Richtung Pu'u O'o und erst dann zu den Lavafällen.

Und schon sieht man den Pu'u O'o vor sich:

Fast immer wird zur Küste geflogen, ob Lava ins Meer fließt oder auch nicht.

Am Weg dorthin sieht man die Überreste von Jack Thompson's Haus. Erinnerungen werden wach, als wir 2009 vor seinem Haus landeten und mit Jack auf der Lava spazieren gingen, wo er uns viel Interessantes erzählte.

Hier das kleine Video dazu.

Jack's Haus war das letzte, das sich die Lava von den ehemaligen Royal Gardens holte.

Die Straße bzw. Piste, die zu Jack's Haus führte, ist bereits in weiten Teilen von der Lava vereinnahmt worden.

Auf den beiden Fotos direkt unterhalb floss ein klein wenig Lava ins Meer. Sehen konnte man die Lava aber nicht, da der Dampf zu stark war.

Nochmal ein Blick über das große Lavafeld sowie zum Pu'u O'o hinüber.

Dann fliegt man zu den Upper und Lower Falls.

Letztendlich geht es wieder nach Hilo zurück.

Hier sieht man sehr schön das Hilo Hawaiian Hotel (das leicht gebogene Gebäude) sowie die kleine Brücke, über die man nach Coconut Island hinüber laufen kann.

Der Heliflug mit Paradise Helicopters ist absolut empfehlenswert. Besucht man Big Island und auch Kaua'i und das Budget erlaubt nur einen Heliflug, empfehle ich - wenn nur spärlich oder gar keine Lava auf Big Island fließt - den Heliflug mit Mauna Loa Helicopters über Kaua'i. Das ist der absolute Traum!