Lage:

Der Kilauea Iki Trail ist seit 11.5.18 wegen erhöhter vulkanischer Ausbrüche gesperrt.

Der Kilauea Iki Trail ist eine sehr schöne, relativ kurze Wanderung, die nicht jeder Touristen macht. Das Überqueren des Kraterkessels ist ein besonderes Erlebnis.

1959 dauerte die Eruption des Kilauea Iki 36 Tage und die Lavafontänen erreichten eine Höhe bis zu 470 Meter. Mittlerweile hat die Vegetation ein wenig eingesetzt, vorrangig Farne und kleine Ohelo-Büsche mit ihren roten Früchten.

Von der im Osten gelegenen Hauptstadt Hilo fährt man den Hwy. 11 in südwestlicher Richtung bis zum Volcanoes National Park. Nicht rechts in Richtung Visitor Center, sondern links abbiegen. Nach ca. 1,5 mi hat man den Parkplatz des Kilauea Iki Overlook erreicht.

Trailhead: Kilauea Iki Overlook
Länge: 3,5 Meilen (loop)
Dauer: 2,5 Std.

Link zu dieser Karte, zusätzlich mit Höhenprofil

Die Karten wurde mit dem Street Atlas und der Topo Map von DeLorme erstellt.

Beschreibung und Bilder:

Aus der Box bei der Info-Tafel am Trailhead entnimmt man die kleine Broschüre und wirft $ 2 ein. So viel wird auch im Kilauea Visitor Center für die Broschüre verlangt (Stand Juli 2013). In dieser Broschüre sind Nummern mit erklärenden Texten geschrieben. Vor Ort sind die jeweiligen Nummern aufgestellt.

Klickt auf die Fotos, sie vergrößern sich.

Den Kilauea Iki Trail kann man bereits vom Kilauea Iki Overlook sehr gut erkennen.

Vorerst führt die Wanderung durch Regenwald, nach einem etwas steileren Abstieg ist der Kraterboden erreicht (den Hinweisschildern "Kilauea Iki Trail" folgen).

Nummer 1:

Nachdem man einige Stufen abwärts gegangen ist, sieht man den Pu’u Pu’ai vor einem liegen und rechts daneben den Halema’uma’u Crater mit dem Vent.

Als Nächstes die Nr. 2:

Das ist eine Betonplattform, die errichtet wurde, um nach der Eruption diverse Gegenstände mit Stahlseilen bzw. Transportbehältern und der Hilfe eines alten Jeeps auf den Kraterboden zu befördern.
Heutzutage ist diese Art wegen der strengen Sicherheitsmaßnahmen nicht mehr erlaubt.
Von hier hat man einen fantastischen Blick in den Kilauea Iki Crater und den gleichnamigen Trail.
Nummer 3:

1959 schoss während einer eruptiven Episode eine im Durchmesser 1 m messende Lavafontäne vom gegenüber befindlichen Pu’u Pu’ai über den Kilauea Iki Crater und landete hier, wo wir jetzt stehen. Zu diesem Zeitpunkt – es fand in der Nacht statt – war niemand anwesend.
Das Spektakel dauerte zwar nur 20 Minuten, aber in dieser Zeit hat Pele einen anderen Namen angenommen, nämlich Kawaihine’aila’au, das ist eine Frau, die Bäume frisst. Das sieht man auch ganz typisch am Devastation Trail, nämlich die abgestorbenen Bäume. Die meisten der Pflanzen, die man jetzt hier sehen kann, sind aus Samen entstanden, die sich nach dem Abkühlen angesiedelt haben.
Nummer 4:

Von hier aus hat man einen sehr schönen Blick auf den Byron Ledge, der den hawaiischen Namen „Uwealoha“ trägt. Der Byron Ledge trennt den Kilauea Iki Crater von der Kilauea Caldera. In der Kilauea Caldera kann man sehr gut den Halema’uma’u Crater erkennen, in dem der Sage nach die Feuergöttin Pele wohnt. Das Jaggar Museum sowie Hawaiian Volcanoes Observatory befinden sich am Kraterrand der Kilauea Caldera. An klaren Tagen kann man von hier den Mauna Loa erkennen.

Nummer 5:

Kahili Ginger. Die großen, gelben Blüten sind beeindruckend schön und finden sich sehr häufig in Blumengestecken. Der Kahili Ginger ist jedoch eine ungeliebte Pflanze, da sie alles überwuchert, was sich ihr in den Weg stellt. Von Seiten des Nationalparks werden die Pflanzen entweder umgeknickt oder umgeschnitten. Das Entfernen der Wurzeln unterbleibt aber, da es arbeitstechnisch und aufwandmäßig nicht machbar ist.

Nummer 6:

Blick in den Kilauea Iki Crater. Vor der Eruption 1959 des Pu’u Pu’ai war der Kraterboden nicht so unbewachsen wie jetzt, sondern es war ein richtiger Wald vorhanden. Die Eruption des Pu’u Pu’ai hat alles vernichtet.
Der Kilauea Iki Crater war vor 1959 doppelt so tief wie heute.
Es folgen nun einige Stufen abwärts, es sind jedoch Geländer angebracht, die das Gehen erleichtern.

Nummer 7:

Zeigt den sogenannten „bathtub ring“. Als der Lavasee abgesunken ist, lag die Oberfläche um 15 m niedriger und hat eine krustige Lavaschicht hinterlassen, die man als „bathtub ring“ bezeichnet. Daran sieht man den höchsten Level des Lavasees von 1959.

Hier noch einmal der Pu'u Pu'ai und ein Teil des Kilauea Iki Trails.

Die folgende Durchquerung des Kraterkessels ist meist ziemlich heiß, es gibt keinerlei Schatten.

Nummer 8:

Es gibt etliche Stellen, an denen man sehr gut sehen kann, dass der Kilauea Iki Crater noch aktiv ist. Es dampft aus allen möglichen Spalten.

Nummer 9:

Hier der unterste Teil des Pu’u Pu’ai, der 1959 eruptierte. Damals schoss aus diesem "Loch" eine Lavafontäne von 580 m (= 1900 ft.) in die Luft.

Nummer 10:

Frakturen, auch Aufbrüche genannt.

Nummer 11:

Diese weißen Ablagerungen bilden sich, wenn gelöste Mineralien, allen voran Calciumsulfat und Kieselsäure, von Wasserdampf an die Oberfläche gebracht werden.

Die blühenden Ohia lehua sind eine wahre Augenweide.

Schließlich ist der Kilauea Iki Crater durchquert. Ein Blick zurück zeigt nochmal den Weg, auf dem man gekommen ist.
Nun geht es wieder aufwärts, wobei man zwischendurch herrliche Blicke in den Krater erhaschen kann.

Der Trail führt wiederum durch Regenwald, Vögel zwitschern, die Blätter säuseln im Wind.

Schließlich erreicht man auf den Crater Rim Drive und den Crater Rim Trail, auf dem man wieder zum Overlook kommt.

Festes Schuhwerk, Wasser sowie Sonnenschutz (Creme + Käppchen) sind unbedingt anzuraten.