Das Handy läutet um 6:30. Bald darauf genießen
wir das Frühstück und stellen wieder einmal
mehr fest, dass das French Bread für uns wirklich
das Beste ist
Um 9:15 verlassen wir das Hilo Hale und biegen
um 9:55 in die Straße ab, in der Alana wohnt.
Klickt auf
die Fotos zum Vergrößern.
Der heutige Tag ist herrlich, die Sonne scheint
vom Himmel. |
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Wir läuten und kurz darauf öffnet Alana
die Tür. Auch ihre beiden Töchter sind
hier. Wir plaudern ein bisschen und Bamboo, die
Katze, kommt zu mir. Bamboo ist sichtlich erfreut,
dass ich sie kraule.
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Wir gehen mit Alana auf die
Terrasse, plaudern über alles Mögliche,
sie erzählt wiederum viel aus ihrem
Leben und fahren dann zur Volcano
Winery hinüber.
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Ihr Mann hat 1986 mit dem Bau der Vinery begonnen.
Als er in Rente ging, wollte er etwas Sinnvolles
unternehmen und pflanzte just for fun Weintrauben
an. Die Reben waren von Kalifornien. Sie gediehen
sehr gut und ihr Mann überlegte und überlegte
und kam zu dem Entschluss, die Weintrauben in größerem
Stil anzubauen. Dazu pachtete er ein zweites und
drittes Grundstück dazu.
Er errichtete das Gebäude mit den großen
Tanks und auch das Gebäude, in dem sich
heute der Tasting Room befindet. |
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Alana pflanzte sehr viel und zeigt uns,
welche Pflanzen von ihr gesetzt wurden.
Am Foto links ist nur eine
der vielen Pflanzen zu sehen, die Alana
pflanzte.
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Der Souvenirshop, der sich innerhalb des Tasting
Rooms befindet (oder umgekehrt) ist sehr gepflegt
und verfügt über ein ausgezeichnetes Sortiment.
Jahre später verkauften sie die Volcano Winery.
Derjenige, der schon bei Alanas Mann in der Winery
als Winzer gearbeitet hat, ist vom neuen Besitzer
übernommen worden und arbeitet heute noch dort.
Alana wird im Tasting Room von Jeanett begrüßt,
die mit einer anderen Dame die Weinverkostungen
an zwei Theken betreibt. Es gibt verschiedene Weinverkostungen,
je mehr Weine man kosten möchte, umso mehr
ist zu zahlen, wobei das Ganze jedoch ein preiswertes
Vergnügen ist.
Michi wählt die kleinste Weinverkostung, aber
schon nach zwei Weinproben hat er genug, er ist
Wein trinken ja nicht gewöhnt! Alana rettet
ihn aus der Situation, in dem sie sagt, die sogenannte
„Infusion“ ist unbedingt empfehlenswert.
Das ist ein Wein, den nicht ihr Mann, sondern der
Winzer namens Alex erfunden hat. Das ist ein Volcano
Wein mit Honig und Tee, deswegen heißt er
„Infusion“. Michi kostet und ist so
begeistert, dass er sogar eine Flasche kauft. Das
wundert mich jetzt doch, aber er sagt, dass man
vom Alkohol kaum etwas merkt.
Die Dame von der Weinverkostung erzählt lachend,
dass sie einmal nach dem Dinner den Fehler gemacht
hat, eine ganze Flasche „Infusion“ zu
trinken, weil es ihr so gut schmeckte. Daraufhin
konnte sie die ganze Nacht nicht schlafen und hat
daher die Wände im Haus gestrichen
Diese „Infusion“ schmeckt angeblich
am besten gekühlt.
Für Weinliebhaber ist die Volcano Winery ideal.
Der Wein wird am Lavaboden gezogen, die Luftfeuchtigkeit
ist hoch und für den Wein ist es wichtig, dass
es auch kalte Temperaturen gibt, was in Volcano
der Fall ist. Manchmal gibt es in Volcano sogar
Frost.
Weiters erzählt Alana, dass die Weinstöcke
immer wieder abgedeckt werden müssen, da sich
Vögel darauf stürzen, weil ihnen die Trauben
so gut schmecken.
| Während
Michi Wein verkostet, gucken Alana und ich
hinten bei der Tür hinaus und sehen 16
(!) Nene (aufs Bild habe ich nicht alle bekommen). |
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Alana erzählt wiederum sehr viel aus ihrem
Leben, was unglaublich interessant ist. Michi, der
inzwischen schon längst bei Alana und mir steht,
kommt aus dem Staunen genauso wenig heraus wie ich.
Schließlich verlassen wir die Winery. Alana
sagt, sie muss noch ein paar Magazine bei S. und
R. abgeben. Daher fahren wir zu R.’s Haus,
in dem sie Housesitting machen. R. steht in der
Garage und bläst das Laub aus der Garage. Wegen
des Lärmes hört er uns zuerst gar nicht.
Dann begrüßen wir ihn, S. ist in Kona
bei einer Symphonieorchesterveranstaltung, ein Meeting.
Nun erzählt R. aus seinem und S.’s Leben.
Schier unglaublich, was die beiden erlebt haben
und wie es bei S. dazu kam, dass sie vor Jahren
innerhalb von 2 Monaten Deutsch lernte! Wir wissen
schon seit Jahren, dass S. sehr gut, man kann sagen
– hervorragend - Deutsch spricht. Während
des Volunteerings sprechen wir jedoch immer Englisch
mit ihr, allein schon aus Höflichkeit den anderen
gegenüber, die sonst nicht verstehen würden,
was wir reden.
Wir ziehen dann mit Alana und ihrem Auto weiter
zu einem anderen Grundstück, wo R. (ein anderer
„R.“) und eine Volunteerin der ’Ainahou
Ranch wohnen. Die beiden rodeten ein Grundstück
für ihr Haus, das sie bauen wollen. Die Volunteerin
kennen wir natürlich schon lange, aber R. sehen
wir zum ersten Mal. Auch erzählt aus seinem
bzw. ihrem Leben und welches Projekt sie in der
Zukunft vorhaben.
R. erzählt uns so viel, als ob wir uns schon
ewig kennen würden. Somit ist eine weitere
sehr interessante Stunde vergangen.
Nach einer herzlichen Verabschiedung fährt
Alana mit uns weg, wir sollten lunchen, schlägt
sie vor. Daher fahren wir zur Day Use Area in der
Nähe der Tree Molds an der Mauna Loa Rd. und
machen es uns gemütlich. Alana erzählt
weiter aus ihrem Leben, es ist sehr interessant.
Nebenbei erwähnt Alana, dass sie mit uns heute
deshalb zu anderen Volunteers gefahren ist, weil
wir schon so lange als Volunteers tätig sind,
aber da wir nicht ständig in unmittelbarer
Umgebung wohnen und uns daher nicht – wie
es die anderen Volunteers tun – immer wieder
gegenseitig besuchen können, wollte sie uns
ein paar Häuser und Grundstücke der anderen
zeigen Wir sind überwältigt. Andererseits
– DAS ist Alana! DAS ist ganz typisch für
sie, an andere denken, überlegen, womit sie
ihnen (in diesem Fall uns) eine Freude bereiten
könnte.
Wir erzählen Alana von den gelben Vögeln,
die beim Ka’u Desert jeweils unser Auto bestürmen.
Alana lacht, das sind Yellow Finches, sie sind nicht
nativ.
Nach einiger Zeit fahren wir Richtung Pahala weiter,
natürlich in Alanas Auto und sie als unsere
Chaffeurin.
Nach 13 Uhr sind wir am Hwy. 11 unterwegs, sie
erzählt, wo früher welche Ranch war, sie
erzählt aus der Zeit, in der sie im Volcanoes
NP gearbeitet hat, auch beim Great Crack, wo sie
u. a. mitgeholfen hat, den Nationalparkszaun zu
errichten.
Wir zeigen ihr die Kamakaia Hills und auch jene
Stelle, von der wir zu den Ponohohoa Chasms laufen.
Obwohl sie weiß, wo wir überall laufen,
ist sie doch immer wieder aufs Neue erstaunt, dass
wir solch ein großes Interesse an Hawai’i
zeigen, worüber sie sich sichtlich freut. Das
können wir gut verstehen, sie wurde ja auf
Hawai’i geboren, ist hier aufgewachsen, es
ist „ihr“ Land – im weitestgehenden
Sinn.
Alana zeigt uns den Hubschrauberlandeplatz, auf
dem seinerzeit der Heli das Material für den
Nationalparkszaun abgeliefert hat.
Bei Pahala biegen wir Richtung Ka’u
Coffee Mill ein. Beim Town Center biegen wir
rechts in die Wood Valley Rd. ab, fahren dort bis
zum Ende und Alana stellt das Auto am Parkpatz der
Ka’u Coffee Mill ab.
Links ist die Fabriksanlage mit Röstmaschinen,
die mit Plexiglas abgedeckt ist, sodass man hineinsehen
kann.
Als erstes stechen mir jedoch wunderschöne
Hibisci in die Augen:
Wir entern das Visitor Center.
Hier kann man Kaffee verkosten (und auch kaufen),
man kann diverse Dinge kaufen und Macadamia Nuts
kosten und kaufen.
Alana und natürlich auch wir stöbern
ein wenig. Michi gönnt sich einen Brownie mit
Mac Nuts zum Kaffee. Wir setzen uns hinaus und sehen
uns einen Film von Olsen, dem Gründer, an.
Er ist ein älterer Herr und sein Anliegen ist,
ins Wood Valley wieder Schwung hinein zu bringen.
Die Leute im Wood Valley waren jetzt eine Zeit lang
deprimiert, da die Zuckerfabrik geschlossen wurde
und sie keine Arbeit hatten. Er hat deswegen in
Kaffee- und Mac Nut-Anbau und Verarbeitung investiert
und auch in ein Wasserkraftwerk.
Die Leute von der Umgebung nehmen das sehr gut
an, weil sie endlich wieder Geld verdienen können.
1986 gab es hinter der jetzigen Fabrik, ausgelöst
durch schwere Regenfälle mit gleichzeitigem
Erdbeben, eine Hangrutschung. Oberhalb war ein Camp,
alle Camper kamen ums Leben.
Auch werfen wir einen Blick hinter dem Gebäude
ins Freie.
Anschließend gehen wir zum Auto und kommen
um 15:15 bei Alanas Haus an. Vor ihrem Haus wachsen
Ohias, einer davon blüht gelb.
Um 15:30 verabschieden wir uns, wir bedanken uns
für die tollen Stunden mit ihr und fahren zum
Kilauea General Store, wo ich die letzten beiden
Clam Chowder ergattere. Damit setzen wir uns draußen
auf die Bank und genießen die Clam Chowder,
sie schmeckt köstlich.
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Um 16:10 treten
wir die Rückfahrt an und sind 40 Minuten
später in Hilo. |
Wir fahren zum Foodland,
wo wir ein paar Kleinigkeiten kaufen und sind um
17:20 beim Haus. Heute ist es extrem warm im Haus,
d. h., es war ein sonniger Tag in Hilo.
Ich werfe das Netbook an, Michi macht es sich vor
dem TV gemütlich. Georg Zimmermann’s
Fall schlägt noch immer ziemliche Wellen.
Um Mitternacht gehen wir ins Bett 
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