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Horst auf Gran Canaria


Anfang des Jahres kristallisierte sich heraus, dass unser Freund Horst aus Deutschland einige Tage auf Teneriffa sein wird und von dort nach Gran Canaria fliegt. Unsere Freude war riesig, denn wir haben Horst einige Jahre nicht gesehen. Mangels Gästezimmer konnte er nicht bei uns wohnen, aber er buchte sich im Viverde Hotel las Tirajanas in San Bartolomé ein.

Dann kam endlich die Karwoche.

2. April 2015:

Klickt auf die Fotos zum Vergrößern. Nicht alle Fotos sind von mir, ich darf auch Fotos von Horst verwenden, die er mir zur Verfügung gestellt hat

Die Maschine aus Teneriffa landete pünktlich um 12 Uhr, kurz darauf konnten wir Horst in die Arme schließen!

Ein Mietauto benötigte er nicht, denn wir haben schon zuvor abgemacht, dass wir ihn jeweils vom Hotel abholen und irgendwann in der Nacht wieder zu diesem zurück fahren.

Auf direktem Weg fuhren wir nach Santa Lucía, wo wir Stopps einlegten.

Am Ortseingang von Santa Lucía.
Unterhalb der Kirche von Santa Lucía wurde ein weiterer Stopp eingelegt.

Dann fuhren wir zu uns nach Hause. Ich hatte "carne de cabra", einen kanarischen Ziegenfleischeintopf, zubereitet, diesen ließen wir uns schmecken. In unserem Garten waren gerade Papayas reif, Horst pflückte nicht nur zum ersten Mal in seinem Leben eine Papaya, sondern er verspeiste dann auch zum ersten Mal in seinem Leben eine Papaya, die ihm ebenfalls gut schmeckte, wen wundert's?

Anschließend ging es weiter nach San Bartolomé zum Viverde Hotel Las Tirajanas, in dem Horst sein Zimmer belegte.

Die Sicht vom Balkon seines Zimmers war phänomenal! Man konnte einen Großteil des Barranco de Tirajana sehen, mit Risco Blanco (dem weißen Fels), Santa Lucía und noch weiter südöstlich. Ein Traum! Das Zimmer verfügte über eine Minibar, sodass man auch etwas einkühlen konnte, zudem über einen Wasserkocher, somit war für den nötigen Kaffee am kommenden frühen Morgen gesorgt.

Nun noch ein Blick von der Terrasse des Hotels in den Barranco de Tirajana geworfen, was für ein Blick!

Doch der Tag war noch nicht zu Ende. Von San Bartolomé fuhren wir ein kleines Stück nördlich und bogen dann ostwärts in die GC 654 ein und fuhren an dem entlang, was wir zuvor von der Dachterrasse aus sahen: Risco blanco (am Panoramafoto oberhalb der weiße Felsen ganz links) und am Ort Risco blanco durch (rechts unterhalb von Risco blanco die weißen Häuser).

Bei diesem Aussichtspunkt montierte Horst seine GoPro auf der Motorhaube unseres Autos.

Wir kamen nach Taidía und schließlich nach Santa Lucía, es war jedoch zu früh, um zu uns nach Hause zu fahren, deswegen fuhren wir noch nach La Fortaleza.

La Fortaleza ist eine Felsgruppe, die sich nur wenige Kilometer südwestlich von Santa Lucía im Barranco de Tirajana befindet. Am meisten bekannt ist Fortaleza Grande, auch Ansite genannt und Fortaleza Chica. Von Fortaleza Grande sollen sich im Jahr 1483 zwei unbeugsame Krieger in die Tiefe gestürzt haben und sich weitere knapp 1.600 Ureinwohner befunden haben. Wirklich bewiesen ist es nicht, es sind nur Annahmen. In Gedenken der zwei unbeugsamen Krieger findet jedes Jahr am 29. April am Parkplatz vor La Fortaleza Grande eine große Feier statt.

Vom Parkplatz vor La Fortaleza führt ein schmaler Pfad (im Bild fast in der Mitte zu sehen) zu einer ca. 20 m langen Grotte, die einen zur anderen Seite führt.
Knapp vor dem Eintritt in die Grotte. Wir stapften gemächlich los.
Und hier der Blick auf jene Seite, von der wir zuvor kamen.
Da der Embalse de Sorrueda in der Nähe von La Fortaleza ist, nahmen wir den Stausee, dessen Wasserspiegel immer niedriger wird, auch noch mit. Wir brauchen dringend Regen, Regen, Regen!

Auf der Fahrt zu uns nach Hause zeigten wir Horst noch die (zu dieser Uhrzeit geschlossene) Bäckerei unseres Vermieters.

Zu Hause genehmigten wir uns ein kaltes Abendessen und erzählten und erzählten. Doch allzu spät durften wir heute nicht ins Bett gehen, denn morgen sollte es zum Sonnenaufgang in die Dünen von Maspalomas gehen.

Während Michi Horst ins Hotel fuhr, bereitete ich den Wurstsalat mit Käse, Tomaten, Paprika und Zwiebeln für morgen vor, das sollte unser Picknick irgendwann im Laufe des Tages werden. Die Kühlakkus lagen schon gefroren im Gefrierschrank, Getränke waren längst eingekühlt, Brot hatte ich frisch gebacken, also alles bestens.

Gute Nacht!

 

3. April 2015:

Unser Wecker läutete früh, seeeeehr früh Wenn wir etwas nicht möchten (außer im Ausnahmefall), dann ist es das Frühstück auszulassen, an diesem liegt uns sehr viel. Rasch bereitete ich es zu, wir ließen es uns schmecken, dann ab mit den nötigen Sachen in die große Kühlbox und pünktlich standen wir beim Hotel in San Bartolomé.

Ich ging hinein und schon kam mir Horst entgegen, tolles Timing!

Über Fataga fuhren wir nach Maspalomas und stellten das Auto in der Nähe des RIU Hotels ab. Es war noch stockfinster und das war auch so geplant, denn wir wollten eine gewisse Zeit vor Sonnenaufgang vor Ort sein und ein paar Meter in den Dünen wollten auch zurück gelegt werden.

Und wir warteten und warteten...

Horsts Stativ stand mehr oder weniger einsam auf einer Düne und harrte der Dinge, die da kommen - wie wir, nur mit dem feinen Unterschied, dass wir fast erfroren wären, es war bitter kalt!

Endlich war es dann soweit, die Sonne ging auf:

Horst war voll im Einsatz und filmte wie ein Weltmeister.


"Besprechung"

Da wir mittlerweile richtig durchgefroren waren, genehmigten wir uns im RIU Kaffee und Tee, das taute uns wieder auf.

Als nächster Programmpunkt des heutigen Tages stand der Cactualdea Parque in Tocodoman am Plan. Horst ist Kakteenlieber, genau wie wir, was gibt es also Passenderes?

Auf der GC 500 fuhren wir westwärts und folgten schließlich der GC 200 Richtung Mogán.

Die "molino de viento" (Windmühle) und die Suppenterrine (oder was immer das darstellen soll), mussten natürlich auf Film und Foto festgehalten werden.

In einer nicht zu übersehenden Haarnadelkurve zweigten wir von der GC 200 auf die GC 15 ab, um Horst einen wunderschönen Pinienwald zu zeigen. Wir kamen um Mirador de Mulato und legten einen kurzen Stopp ein, um uns drei auf ein Foto zu bannen Horst, der Filmemacher, war wieder in seinem Element.

Danach ging es wieder auf die GC 200 zurück, die weiter in westliche Richtung folgten. An einer passenden Stelle fuhr ich rechts von der Straße ab, um dieses Foto von Tasarte zu schießen.
Der nächste Stopp wurde bei Los Azulejos eingelegt, die blau-grünen Felsen sind jedes Mal wieder schön anzusehen.

Aber nun weiter zum Cactualdea Parque:

Wir haben keinen Beweis dafür, aber die starke Vermutung, dass Horst jeden einzelnen Kaktus und von diesen die jeweils einzelnen Stacheln gefilmt hat

In der Zwischenzeit war ich mit dem Fotoapparat unterwegs, hier ein kleiner Auszug, denn faul war ich auch nicht

Zwischendurch ließen wir uns im "Restaurant" nieder. Was Horst bestellt hat, weiß er nicht - und wir auch nicht, wir waren in diesem Moment nicht dabei. Serviert bekam er einen gegrillten Fisch mit Auberginengemüse. Michi genoss den bestellten Käse und ich den Serranoschinken. Gut gesättigt ging es weiter.

Michi lockte die Esel an und fütterte ihnen die zuvor gekauften getrockneten Maiskörner.

Irgendwann trennten wir aus Vernunftsgründen vom Cactualdea Parque, denn es stand noch ein weiteres Highlight am Programm: Die GC 210 von San Nicolás de Tolentino Richtung Carrizal und dazu sollte in den Barranco noch nicht viel Schatten fallen, sondern gutes Licht besonders zum Filmen sein.

In San Nicolás legten wir eine kleine Pause ein, denn wir genehmigten uns Kaffee und Cola light. Von der GC 210 bzw. der Landschaft habe ich kaum Fotos gemacht, Horst hingegen war wiederum voll in seinem Element: Filmen und fotografieren. Ersteres ist seit Jahrzehnten seine Leidenschaft, für zweiteres entwickelt er gerade seine Leidenschaft

Ich kann nur mit einem Foto vom Presa de Parralillo dienen.

Er schien etwas mehr Wasser als beim letzten Mal zu haben, gut wär's!

Wir ließen uns sehr viel Zeit für die GC 210, landschaftlich war es traumhaft schön! Dass Horst zu Beginn der GC 210 wieder seine GoPro auf der Motorhaube montiert hat, erwähne ich nur am Rande. Unser Auto sah richtig schick und modern aus!

Erst kurz vor 19 Uhr waren wir - ungeplanter Weise - in Artenara.

Wir waren sehr überrascht, als wir zum Karfreitagsumzug gerade rechtzeitig kamen, das war überhaupt nicht geplant.
Unser Picknick war immer noch in der Kühlbox, das sollte sich anschließend ändern und wir stiegen, schwer bepackt, zur Statue hoch.
Sportlich wuchtete sich Horst zur Statue hoch, die idente Haltung gelang ihm gut
Mit dieser Bergkulisse im Hintergrund machte sich Horst aber auch gut
Horst und Michi hüpften auf die Mauer, Männergespräche eben

Dann verspeisten wir das Mitgebrachte und fuhren weiter. Das späte Nachmittagslicht brachte die Landschaft in noch schönere Farben.

Wenn auf Gran Canaria die Sonne untergeht...

Bei Tageslicht sind wir nicht nach Hause gekommen, aber das machte nichts aus, es gab ja noch so viel zu erzählen!

Nicht gerade frühzeitig fuhr Michi Horst wieder ins Hotel.

Gute Nacht!

 

4. April 2015:

Nachdem der gestrige Tag sehr lang war, wollten wir es heute etwas gemütlicher angehen. Ich richtete unsere Jausenbrote, packte gekühlte Getränke ein und wir fuhren zum Hotel nach San Bartolomé.

Horst testete das Frühstück, das beim Hotelpreis inkludiert war und war voll des Lobes. Nichts fehlte, es war mehr vorhanden, als man erwarten konnte. Toll!

Das Wetter machte einen Strich durch die Rechnung, denn eigentlich war der Barranco de Guayadeque am Plan, doch das Wetter war genau in dieser Himmelsrichtung unterirdisch schlecht. Planänderung! Wo ist blauer Himmel? Die Frage war leicht zu beantworten: Nördlich!

Und genau dorthin fuhren wir, genauer gesagt auf die Cumbre. Dort lächelte uns der Roque Nublo so freundlich an, dass wir kurzerhand beschlossen, zu ihm zu laufen. Auf Grund der frühen Uhrzeit war es noch einfach, einen Parkplatz zu bekommen. Und los ging's!

Die Pinienzapfen staubten!
Und der Ginster blühte, es war eine reine Freude.
Unser heutiges Ziel.
Doch nicht so schnell, Horst musste zuerst wieder mal filmen
Schnellen Schrittes (keuch! Ich Schrumpfgermane hatte ganz schön zu tun, den beiden Männern nachzujagen ) näherten wir uns dem Roque Nublo.

Zwischendurch Panoramafotos:



Schwer bewaffnet mit Stativ und Kamera eilte Horst dem Roque Nublo entgegen.
Zack-zack, meine Herren, ich bin ausnahmsweise vorne!
Wettermäßig war es traumhaft schön!
Und Horst war für jeden Spaß zu haben.
Zwischendurch griff Horst zum Fotoapparat, um Blümchen abzulichten.
Nach langer Zeit machten wir uns auf den Rückweg.

Wir fuhren zu einem der pozo nieves (= Schneeloch) weiter, wo wir unsere Jausenbrote verspeisten und wiederum viel erzählt wurde. Michi zeigte dann Horst den Arch, während ich bei den Rucksäcken blieb.

Nun fehlte noch der Pico de las Nieves.

Der Barranco de Tirajana war voll mit Wolken, keine noch so geringe Chance auf eine halbwegs gute Sicht.

Die tolle Sicht hatten wir dafür Richitung Westen, das war einfach traumhaft schön!


Roque Nublo, Roque Bentayga, im Hintergrund Teneriffa mit dem Teide - ein Traum!

Auf der Fahrt nach Hause legten wir einen kleinen Stopp im Restaurante El Mirador auf der Cumbre ein. Die Männer nahmen sich ein Eis aus der Truhe und bestellten Kaffee, während ich mein gewohntes Cola light trank.

Daheim angekommen ließen wir uns das Hühnerfrikassee mit Reis schmecken, das ich vorbereitet hatte und dann war die Planung von Horsts Urlaub gemeinsam mit uns auf Hawai'i dran

Nicht allzu spät brachte Michi Horst wieder zum Hotel, nichts ahnend, dass das Stativ und die Wanderschuhe von Horst in unserem Kofferraum liegen bleiben. Das bemerkte Horst kurz darauf, aber Michi war schon vom Hotel weg. Morgen werden wir daher ein wenig früher beim Hotel sein, damit Horst den Koffer noch ein wenig umpacken kann.

 

5. April 2015:

Wenn ich eines nicht leiden kann, dann sind das wunderschöne Tage, die viel zu schnell vergangen sind.

Vor 8 Uhr waren wir im Hotel, Horst schnappte das Stativ und die Wanderschuhe, kurz darauf checkte er aus und wir fuhren zum Airport. Das Wetter war unterdurchschnittlich und wir drei freuten uns darüber, welch schönes Wetter wir hatten, während wir mit Horst unterwegs waren. Ja-ja, wenn Engel reisen!

Koffer aufgeben, nochmal herzliche Umarmungen und dann ab durch die Security mit Horst.

Obwohl wir nur wenige Tage hatten, so waren diese wunderschön und es hätte nichts besser klappen können.

Nun heißt es zu sagen:

 

BIS BALD AUF HAWAI'I ! ! !