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Michi hat Geburtstag - Inselfahrt

 

22. September 2012:

Heute hat mein lieber Schatz Geburtstag!

Gestern sagte er, dass er an seinem Geburtstag sehr gerne blauen Hummer essen würde und das in einem Restaurant, das nicht allzu gespitzt ist, aber auch in keiner Bar In einer Bar wird üblicherweise sowieso kein Hummer serviert und ein blauer schon gar nicht, aber wo um alles in der Welt finde ich jetzt auf die Schnelle ein Restaurant, das Michis Vorstellungen entspricht?

Hier kann nur Freund Google helfen und er tat es. Ich entdeckte doch tatsächlich ein Restaurant, das Michi gefallen könnte UND das blauen Hummer serviert!

Das Restaurant steht in Sardina del Norte, also im Nordwesten von Gran Canaria und heißt La Fragata. Es steht direkt am Hafen von Sardina und wird vom Franzosen Jean Paul geleitet. Ein Teil des Innenraumes soll eine alte Schiffseinrichtung sein - lassen wir uns überraschen!

Nach einem sehr gemütlichen Frühstück, dass wir in strahlendem Sonnenschein auf der Terrasse verspeisen, fahren wir in Vecindario auf die GC 1 und von dort in nördliche Richtung. Nach Tamaraceite verlassen wir die GC 1, um ein wenig "übers Land" zu fahren.

Über die GC 300 gelangen wir nach Arucas. Im Hintergrund ist die berühmte Kirche "San Juan Bautista".

Als Nächstes fahren wir durch Firgas mit der bunten Treppe.

Weiter geht es nach Gáldar.
Nach Gáldar geht es über die GC 202 nach Sardina und dort in den Hafen (Puerto de Sardina). Beeindruckend, wie die Häuser hoch auf dem Fels erbaut wurden.
Im Hafen fährt entlang und kommt an einem kleinen Fischrestaurant vorbei, "La Cueva" genannt, fast in Bildmitte mit den drei blauen Sonnenschirmen zu sehen. Wir fahren jedoch weiter.

Nachdem ich trotz des Parkplatzmangels ein freies Plätzchen gefunden habe, erstmal ein Panoramafoto angefertigt (klickt auf das Foto zum Vergrößern):

Am Ende der Straße sieht man dieses Gebäude, links davon ist nur mehr der Umkehrpatz und - ganz wichtig! - der Eingang in das Restaurant.
Von außen ahnt man nicht, welche Köstlichkeiten einen im Inneren erwarten. Man kann es auf dem Foto zwar lesen, aber nochmal zur Sicherheit: Das Restaurant heißt La Fragata.
In Wasserbottichen kann man sich ein Meerestier aussuchen, das dann zubereitet wird. Es läuft ständig Frischwasser zu, deshalb ist dieses Foto auch etwas unscharf. Unten sowie rechts oben sind Hummer, das Dunkle in der Mitte sowie das Helle rechts sind Steine.
Nach dem Studium der Speisekarte bestellten wir die Vorspeisen: queso semiduro - halbfester Ziegenkäse und Tomaten mit Knoblauch, Oregano, Petersilie und Olivenöl.

Zum Hauptgang bestellt Michi einen Wein aus der Bodega Las Tirajanas und zwar einen Verijadiego, Weißwein seines Zeichens. Laut Michi ein hervorragender Tropfen.

Für mich gibt es, wie könnte es anders sein, Cola light und Wasser.

Jean Paul, der Leiter des Restaurants, zeigt vor der Zubereitung den zu diesem Zeitpunkt noch lebenden Hummer. Und nun ab damit in den Kochtopf - für den Hummer, nicht für Jean Paul
Nach einiger Zeit bekommt Michi sein gewünschtes Geburtstagsessen serviert. Unschwer zu erkennen, dass er sich schon sehr darauf freut
Hier der Hummer im Detail. Die großen Scheren werden mit einer Zange geknackt.
Michi bei der "Arbeit" - dem Knacken der Scheren. Das darin befindliche Fleisch ist eine Köstlichkeit für sich!
Ich will euch nicht vorenthalten, was ich mir bestellt habe. Es sieht farblich bei weitem nicht so interessant aus wie der Hummer, schmeckt aber ebenfalls hervorragend: Hähnchenbrust in Stücken mit Pilzen in Rahmsauce, dazu Kartoffelstückchen
Ohne Nachtisch geht bei Michi nur selten etwas. Er wählt ein Eis aus schwarzer Schokolade mit feinem Orangengeschmack. Das schmeckt ihm so gut, dass er eine zweite Portion ordert!
Rundum zufrieden bezahlen wir und vor dem Verlassen des Restaurants fotografiere ich eine echte alte Schiffseinrichtung.
Dieses kleine Häuschen steht in unmittelbarer Umgebung des Restaurants. Sieht richtig idyllisch aus, oder?

Über die Küstenstraße GC 200 geht es Richtung San Nicolás de Tolentino.

Der Tag kann perfekter nicht sein! Über den Bergen thront bereits der Mond.
Im Jahr 2009 wurde mit dem Bau des Tunnels, der San Nicolás de Tolentino mit Agaete verbinden soll, begonnen. Mittlerweile wurde das Fertigstellungsdatum durchgestrichen bzw. unkenntlich gemacht. Wir können heute keinerlei Bauaktivitäten sehen, was am Samstag liegen könnte, aber auch Baugeräte jeglicher Art können wir nicht entdecken.
Sehr erstaunt sind wir, als wir kurze Zeit darauf schwere Eisennetze über der Straße montiert sehen. Als wir im April d. J. zuletzt dort fuhren, wurde daran noch nicht gearbeitet. Ist zwar nicht gerade eine Zierde, aber wenn man die Löcher im Asphalt sieht, die durch Steinschlag entstanden sind, wird klar, dass die Netze (hoffentlich) Sinn machen.
Ein Blick zurück Richtung Norden, vom Mirador del Balcón aus fotografiert.

Solch einen einsamen und verlassenen Eindruck macht die Tunnelbaustelle etwas nördlich von San Nicolás (klickt auf das Bild zum Vergrößern):


Von San Nicolás de Tolentino geht es über die GC 210 Richtung El Carrizal. Die blaue Stunde beginnt!
Erschreckend, wie wenig Wasser der Presa Caidero de la Niña hat...

Doch der Presa de Parralillo ist auch nicht besser dran:

Weiter geht es auf der GC 210 Richtung Carrizal.


Schließlich kamen wir über die Umfahrung zur südlichen Ortseinfahrt von San Bartolomé de Tirajana, die seit ca. Anfang August 2012 gesperrt ist.

Für San Bartolomé DIE Katastrophe!!! Die Umfahrung endet am nördlichen Ortsausgang von San Bartolomé und nahezu kein Tourist fährt dann mehr in den Ort hinein.

Das Restaurante "La Cueva" sowie die kleinen Läden und Bars haben noch geöffnet, aber insgesamt gesehen ist San Bartolomé, was die Geschäfte angeht, tot!!!

Schuld an der Sperre ist angeblich dieser große Fels, der sich Anfang August innerhalb von 3 Tagen um 1 cm bewegt haben soll. Wenn das stimmt, wovon ich ausgehe, ist die Sperre allerdings für die Katz', denn wenn ein Teil der Felswand herunter kommt und zum ungünstigsten Zeitpunkt links um die Kurve ein Auto fährt, haben die Insassen sehr schlechte Karten. Wenn es wirklich so gefährlich ist, müsste die Straße aus meiner Sicht viel weiter unten Richtung Santa Lucía gesperrt werden.

Das Ayuntamiento (= Gemeine) ist (angeblich) nicht für die Sprengung des Felsens oder was auch immer für eine Lösung, zuständig, sondern das Gobierno (= Regierung) und diese sagt, sie habe kein Geld... Dass Lebensexistenzen in San Bartolomé bedroht sind, scheint das Gobierno nicht zu interessieren. Ich kann nur wenig bis gar kein Verständnis dafür aufbringen.

So, kurz meinem Ärger Luft gemacht

Zusammenfassend kann ich über den heutigen Tag berichten, dass es ein wunderschöner Geburtstag für Michi und für mich ein ebenfalls wunderschöner Tag war Wir haben jede einzelne Sekunde genossen

Wie schön, dass es dich gibt, mein Schatz