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usa-reise.de-Forentreffen auf Gran Canaria (Tag 1):
San Bartolomé de Tirajana, Cruz de Tejeda, Teror

 

19. April 2012:

Heute war ein besonderer Tag: Wir hatten ein blind date mit einer Userin des Forums von usa-reise.de sowie ihrem Mann. Die beiden hatten sich ziemlich kurzfristig entschieden, eine Woche Urlaub auf "unserer" Insel zu verbringen.

Ich habe die Erlaubnis bekommen, Namen zu nennen und Bilder zu zeigen, was ich sehr gerne tue

Vorab gab es einige PNs zwischen Anne05 (ihr Forennick), die im realen Leben Anneliese, kurz Anne genannt, heißt. Ihr Mann heißt Dieter, auch leicht zu merken, das passt dann schon

In einer der PNs fragte mich Anne, ob wir gerne lachen würden, worauf ich antwortete, nein-nein, wir sind Kinder der Traurigkeit und wenn wir lachen, gehen wir dafür in den nicht vorhandenen Keller Schon zu diesem Zeitpunkt war klar, dass wir heitere Tage verbringen werden.

Anne und Dieter landeten am 18. April auf Gran Canaria und für den nächsten Tag, also für heute, war vereinbart, dass wir uns in ihrem gebuchten Hotel, dem Costa Meloneras in Maspalomas, treffen.

Pünktlich waren wir zur Stelle und kurz darauf kamen schon Anne und Dieter. Nach einer herzlichen Begrüßung und der Feststellung, dass dichter Kalima herrschte, ließen wir uns nicht davon abhalten, in die Berge zu fahren, denn Kalima war hier wie dort. Das ist halt Gran Canaria.

Wir fuhren die GC 60, die durch den Barranco de Fataga führt, über Fataga nach San Bartolomé de Tirajana.

Als Erstes gingen wir zum Aussichtspunkt, wo uns der Kalima die Fernsicht trübte, was soll's. Im Vordergrund sieht man die Häuser von Hoya de Tunte, dahinter, weit im Hintergrund, ist Santa Lucía de Tirajana zu sehen.
Anschließend musste eine kleine Stärkung sein. Dazu suchten wir das Restaurant La Hacienda del Molino in San Bartolomé auf. Dort wurden Anne und Dieter gleich mal zu einem typischen kanarischen Kaffeegetränk überredet, was nicht schwer war. Dabei handelt es sich um "leche y leche", übersetzt heißt das "Milch und Milch". Dahinter verbirgt sich ein Espresso, in den nicht zu wenig Kondensmilch gegeben wird, die sich am Boden absetzt und obenauf kommt etwas normale Milch. Vor dem Genuss wird die Kondensmilch aufgerührt.
Noch ein Pflichtfoto von der Kirche in San Bartolomé, dann fuhren wir in nördliche Richtung weiter.

Trotz des Kalimas und der nicht zu erwartenden tollen Fotos knipsten Anne und Dieter bei jeder sich bietenden Gelegenheit, ich ausnahmsweise mal nicht ganz so viel.

Michael erklärte alles Mögliche, ich fuhr Kurve um Kurve und reihum neckte einer den anderen, was nahezu ununterbrochenes Lachen zur Folge hatte Anne gingen schon die Tempo-Taschentücher zum Wegwischen ihrer Lachtränen aus, aber das war kein größeres Problem

Anne stellte zwischendurch immer wieder Fragen zu Hawai'i, alles Mögliche wollte sie wissen und ich gab natürlich bereitwillig Auskunft Dieter gefiel unsere Unterhaltungen über Hawai'i ganz und gar nicht, immer wieder täuschte er vor, dass er weinen müsse und wir krümmten uns wieder mal vor lachen! Anne und ich, durch Dieters Heulversuche angestachelt, gaben noch mehr Gas und alle mögliche Themen von und über Hawai'i wurden durchgekaut. Das begann bei der Flugdauer, die Flora der einzelnen Inseln, welche Insel hat welche Highlights zu bieten und Dieter weinte immer heftiger Mich wunderte es nicht, denn er wusste schon zu diesem Zeitpunkt ganz genau, dass sein Kopf in der Schlinge "Hawai'i" steckt und suchte verzweifelt einen Ausweg, doch es fand sich zumindest jetzt noch keiner

Am Parkplatz des Roque Nublo, DEM Wahrzeichen von Gran Canaria, hielten wir an. Mit blauem Himmel als Hintergrund wäre das Foto schöner anzusehen, aber Kalima ist Kalima, unerbittlich. Wehe, wenn er sich nicht bald verzieht!
Dass Anne und Dieter Hobbyfotografen sind, muss ich wahrscheinlich nicht extra erwähnen

Wir fuhren mehr oder weniger kreuz und quer über die Insel und landeten am mittleren Nachmittag in Cruz de Tejeda. Jetzt war den Hunger stillen angesagt, das laute Knurren unserer Mägen fiel ja schon unter Lärmbelästigung

Anne und Michi bestellten panierten Käse, Dieter Käse aus der Region und ich eine Karottencremesuppe. Hmmm, das schmeckte lecker! Es kam sogar ein wenig die Sonne hervor.

Anne hatte inzwischen weitere Fragen zu Hawai'i, was Dieter sichtlich zur Verzweiflung brachte Er tat mir schon fast leid - fast! Wie soll mir jemand leid tun, der nach Hawai'i fliegen darf? Das Problem ist, Dieter will nicht, zumindest nach außen hin nicht. Ich sage nur eines: Die Schlinge! Schon klar, zwei Frauen, die gemeinsam an der Schlinge eines Mannes ziehen, haben größere Chancen und das nutzten wir erbarmungslos aus

Irgendwann zwischendurch beschlossen Anne und ich, dass wir den armen Dieter für die nächste Stunde mal nicht mit dem Thema Hawai'i konfrontieren, damit er sich wieder erholen kann, schließlich sind wir rücksichtsvoll

Was nun? Das war keine große Frage, denn wir fuhren nach Teror. Hier ist während der Woche nicht solch ein Rummel wie am Sonntag, wenn der Markt ist, dann ist in Teror kein Durchkommen.

Besonders in Teror kann man viele der kanarischen Balkone bewundern, was wir auch ausgiebig taten.
Na, wie gefällt dieser Balkon mit Dachbegrünung?

Da wir uns an diesem Tag viel Zeit für alles ließen, blieb uns in Anbetracht der späten Uhrzeit nichts Anderes mehr übrig, als über die GC 1 zurück nach Maspalomas zu fahren.

Und nein, wir verabschiedeten uns nicht eilig, sondern setzten uns gemütlich in eines der zahlreichen Restaurants, schließlich sollte der Abend für uns vier gemütlich ausklingen, was er auch tat.

Naja, fast tat er es Anne fielen nämlich schon wieder Fragen zu Hawai'i ein Ich hatte schon die Befürchtung, Dieter würde allein ins Hotel gehen, aber nein, er hielt unsere Gespräche über Hawai'i tapfer durch

Zu später Stunde verabschiedeten wir uns, aber nicht ohne dass das nächste Treffen vereinbart worden ist. Dass es dann anders kam als gedacht, war zu diesem Zeitpunkt nicht zu erahnen