Aloha

Die Hawaiian Railway Society befindet sich im Südwesten von O'ahu, genauer genommen in Ewa, 91-1001 Renton Rd. Sie ist eine "non profit organization", deren Sinn es ist, Hawaii's Eisenbahngeschichte zu schützen und zu restaurieren. Zahlreiche Volunteers bemühen sich darum, auch bereits sehr verfallene Lokomotiven und Zuganhänger zu restaurieren und wieder fahrbereit zu machen.

Um sich am Gelände umsehen zu dürfen, ist keine Gebühr fällig, der Eintritt ist kostenlos.

Wir waren schon mehrfach bei der Hawaiian Railway Society.

Sehen wir uns die Hawaiian Railway Society näher an:

Klickt auf die Fotos, sie vergrößern sich.


Die "Ewa No. 1", das ist eine 1890S Baldwin Dampflokomotive, die in der Eva Sugar Plantation eingesetzt wurde.

 

Dampflokomotive Kauila 6, Gewicht: 12 Tonnen.

Sie wurde mit Kohle befeuert und war die erste Lokomotive, die gekauft wurde. Sie war für für die O'ahu Railway & Land Company im Einsatz.

Die Dampflokomotive W.A.Co.6.

Der Parlor Car 64 bietet Fahrten von der Hawaiian Railway Society bis zum Kahe Point angeboten. Details bitte der Website der Hawaiian Railway Society entnehmen.

Wir haben vor Jahren diese Tour auch gemacht. Sie dauert 90 Minuten.

hier ist der Treffpunkt zur Abfahrt mit dem Parlon Car 64

es wird dieses Tor geöffnet und man steigt in den Parlon Car 64 ein

Ich stand damals außen, im Inneren gibt es zahlreiche Sitzplätze, aber von dort sah ich zu wenig.

Beim KoOlina Resort legt der Parlon 64 einen Stopp ein.

Die Touren um 3pm sind die sogenannten "Ice Cone Rides".

Bei "Two Scoops" kaufen sich fast alle Teilnehmer der Tour ein Eis, wenn man zur selben Zeit dort ist, muss man mit einer längeren Wartezeit rechnen.

Ein Stück hinter KoOlina ist Endstation, der Kahe Point ist erreicht. Es wird eine Pause von ca. 15 Min. eingelegt, in der man aussteigen darf.

Nach dem kleinen Ausflug mit dem Parlon 64 zum Kahe Point und retour wieder zurück auf das Gelände der Hawaiian Railway Society.

2014 entstand ein neues Gebäude. Ein vor ca. 40 Jahren ausgewanderter Schweizer namens Peter, der von Beruf Architekt war, ließ das Gebäude auf eigene (!) Kosten errichten und das, was er innerhalb schafft - nämlich eine sehr große Modelleisenbahn - geht ebenfalls auf seine Kosten.

Man betritt das Gebäude und sieht zur Linken unter einem Glassturz eine 2 m lange Schienenkonstruktion, auf dieser steht Peters erste Eisenbahn, die er als Kind geschenkt bekam. Diese Eisenbahn ist zum Aufziehen.

Einige Schritte weiter öffnet sich ein sehr großer 100 m2 großer Raum, in dem auf mehreren Etagen eine Modelleisenbahnanlage aufgebaut ist, mit einer Stadt dazwischen, Geschäften etc.

Es gibt einen Flugplatz, einen Schweizer Gasthof mit Tischen im Freien, ein Autokino, in der Stadt einige Szenen, z. B. ein Arbeiter, der aus einem Guli klettert, ein Polizeiauto, das ein anderes gestoppt hat, ein Einbrecher, der von einem Polizisten verfolgt wird, ein Stadtstreicher, der auf einer Parkbank schläft und der von einem Polizisten aufgeweckt wird, ein Straßenmusikant u. v. m.

200 Gebäude, 1.200 Figuren, 300 Autos – das ist nur ein Teil dessen, was auf den Fotos zu sehen ist. 200 m Geleise hat er montiert.

Unglaublich, woran Peter denkt - einfach an alles!

 

Unterhalb der gesamten Anlage sind die Transformatoren aufgestellt, einer hat 720 Watt, mit mehreren Spannungsebenen, damit die Züge unterschiedlich schnell fahren können.

Am Boden unterhalb der Anlage steht ein "Servicewagen", ein ganz schmaler auf vier Rädern. Den hat Peter gebaut, um bequem am Rücken liegend unterhalb der Anlage etwas zu montieren, Kabel miteinander zu verbinden oder was auch immer kann.

In den Etagen unter dem eigentlichen Eisenbahntisch gibt es noch eine Kinderetage mit dem Polar Express, da er sagt, das muss auf Augenhöhe von Kindern sein. Ich sag's ja, er denkt einfach an alles.

Peter erklärt Michi Details.

UPDATE 6. September 2018:

Mittlerweile hat es die Hawaiian Railway Society geschafft, Peters Toy Train Museum auf ihrer Website zu verlinken: http://www.hawaiianrailway.com/ToyTrainMuseum.php

Seht euch unbedingt das Video an, es ist fantastisch! Zu Beginn spricht ein Hawaiianer einen Chant.

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Und nun ins Freie.

Dort sieht man einen "Merci Car", der von Frankreich gespendet wurde, als Dankeschön für die Unterstützung beim Marshall Plan im zweiten Weltkrieg. Der Waggon ist von Ende der 1800er Jahre und ist ein europäischer Anhänger, der zuerst mit Rückgut (= Dankeschön) aus Frankreich gekommen ist. Damit ging es nach Washington, ein Teil wurde in Washington ausgeladen, der Rest ging nach Hawai'i weiter. Der Wagen war nicht mehr in Frankreich für den Schienenverkehr geeignet.

Es ist ein 40-8, also entweder 40 Personen oder 8 Pferde.

Der Merci Car ist in einem erschreckenden Zustand, es wird aber trotzdem versucht, ihn zu restaurieren, wie immer, von Volunteers

Auf den Fotos unterhalb die Diesel Lokomotive 423, 300 PS, Baujahr: 1944, Gewicht: 45 Tonnen. Sie schiebt bzw. zieht die Anhänger für die Fahrten von der Hawaiian Railway Society zum Kahe Point und zurück.

Diesel Lokomotive 302, 300 PS. Baujahr: 1944, Gewicht: 45 Tonnen.
Wenn dieser Waggon noch restauriert werden soll, steckt sehr viel Arbeit dahinter - und Geld.

Nachfolgend Anhänger für den Parlon 64, die insgesamt 180 Personen Platz bieten. Sie wurden ca. 1940 gebaut.

Für jene, die sich für die Eisenbahngeschichte von O'ahu interessieren ist die Hawaiian Railway Society ein guter Tipp. Aber auch jene, die eine große Modelleisenbahn, die von Peter, einem Schweizer, gebaut wird Interesse haben, lohnt sich der Besuch der Hawaiian Railway Society.

 

Update 30. Mai 2017:

Wie uns Peter erzählte, wird sein Toy Train Museum im Juni 2017 offiziell eröffnet.

Peter ist dienstags, donnerstags und samstags in seinem "toy train museum". Es ist aber nicht sicher, ob das so bleibt. Bitte bei Bedarf beim Hawaiian Railway Museum per Telefon ((808) 681-5461] oder Mail (info@hawaiianrailway.com) nachfragen.

 

UPDATE 6. September 2018: Peter ist dzt. am Samstagen und Sonntag von 11:00 bis 3:30 in seinem Museum.